Anführungsstriche setzen - ja oder nein?

Hi,

frage mich grad, ob ich Anführungszeichen setzen muss, wenn ich über einen Gedanken, den eine andere Person wohl denken wird, reflektiere?

Also konkreter Satz:

„Warum?“ wirst du jetzt wahrscheinlich leise fragen…

bzw.

„Was ist denn an mir so toll?“ wirst du bestimmt als nächstes denken?

-> falls die Anführungsstriche wegkommen, bleibt aber das Fragezeichen innerhalb des Satzes aber auf jeden Fall erhalten, oder?

LG Philo

Hallo, Philo,

frage mich grad, ob ich Anführungszeichen setzen muss, wenn
ich über einen Gedanken, den eine andere Person wohl denken
wird, reflektiere?

ja, siehe Duden:

»Anführungszeichen stehen vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen und Gedanken (direkter Rede)…
„Ich bin froh, dass alles vorüber ist“, dachte Petra.«

und § 89 der amtlichen Regelung:

»Mit Anführungszeichen schließt man etwas wörtlich Wiedergegebenes ein.

Dies gilt auch für Beispiele wie:
„Das war also Paris!“, dachte Frank.«

Gruß
Kreszenz

Natürlich hast Du auch die Möglichkeit, Gedanken in indirekter Rede wiederzugeben, z. B.

Du wirst dich fragen, was ich an dir so toll finde.

Vielleicht denkst du, das mache ihm nichts aus.

K.

super, vielen Dank Kreszentia!
LG Philo

btw: Sobald ich es geschafft habe, meinen SchülerInnen diese Regeln nahezubringen, lesen wir irgendeine Erzählung/Roman, wo auf jedes Anführungszeichen verzichtet wird…

lg hahu