also immer, wenn ich den Satz „Kann Spuren von … enthalten“ auf verschiedenen Lebensmitteln lese dann frage ich mich warum das so schwammig angegeben ist.
Für einen Allergiker, wenn man einer ist, ist das doch russisches Roulette. Wissen die nicht was die in ihren Produktionen verarbeiten oder warum diese ungenaue Angabe?
Und was ist, wenn man beispielsweise etwas isst wo diese Angabe drauf steht, und man bekommt davon einen allergischen Schock oder so. Ist man dann selbst Schuld? Oder trägt die Firma dann auch Verantwortung für sowas, weil es nicht richtig angegeben ist? Quasi: Kann sein, muss aber nicht, wirste dann sehen.
es geht um folgende Situation: Eine Produktionsstraße wird nicht nur für ein Produkt/eine Produktvariante verwendet, sondern für mehrere. Es werden vom Hersteller Vorprodukte fremd bezogen, bei deren Herstellern dies ebenso läuft.
Und jetzt ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass in den Keksen mit Mandelfüllung trotz Reinigung der gesamten Anlage beim Hersteller selbst, und beim Hersteller der Mandelmasse noch irgendwo minimale Reste von der Herstellung/Verarbeitung einer Haselnussmasse von der Vortagsproduktion stecken, die jetzt die Mandelkekse kontaminieren.
Das wird sich alles im Rahmen von Größenordnungen bewegen, die - wenn alles richtig läuft - vermutlich kaum noch nachweisbar sind, aber es ist doch nie auszuschließen, dass der Vorlieferant bei der Produktionsumstellung auch mal etwas geschlampt haben könnte, und dummerweise daher gerade die heute hergestellten Kekse etwas mehr Haselnuss haben, als geplant. Und falls auf dieser Grundlage etwas passiert, will der Kekshersteller dafür nicht haften, und schreibt insoweit den passenden Spruch auf die Packung, der die Verantwortung dem Konsumenten übertragen soll.
Das hast Du falsch verstanden
Hi!
Diese Angabe dient ja nicht dem Verbraucherschutz, sondern dem Schutz des Herstellers…
Sorry, ich lese gerade Thilo Bodes „abgespeist“, da wundert Dich gar nichts mehr. Wusstest Du z.B., dass „Direktsaft“ bis zu 15% Zucker enthalten darf, ohne dass das angegeben werden muss?
„Hergestellt in einer Produktionsstätte, die auch Erdnüsse verarbeitet.“
Huch, wer hätte das gedacht!
Es gibt auf dieser Welt Idioten, die sich heißen Kaffee über den Wanst kippen, im Wohnmobild die Cruise-Control einstellen und nach hinten gehen Kaffee koch oder die allen ernstes Versuchen sich einen Schluck Wasser aus einem Hochdruckreiniger zu genehmigen.
Diese Idioten haben dann in manchen Ländern auch noch unerhörten Erfolg mit ihren Schadenersatzklagen.
Deswegen liest man jetzt auch auf Kaffeebecher, dass dort ein heißes Getränk drin ist. Ach sonst wird häufig vor Dingen gewarnt, auf die der normale Mensch nicht mal im Traum kommt bzw. absolut selbstverständlich sind. Also Warnhinweise für und gegen alles. Sogar auf Zigarettenschachteln steht drauf, dass man damit sich und der Umgebung schaden könnte.
Nicht lustig ist aber der Hinweis auf Erdnüssen:
„Kann Spuren von Nüssen enthalten.“
Erdnüsse sind nämlich keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen.
Das dürfte dem Nussallergiker ziemlich Bockwurst sein. Die sind nämlich in der Regel auf einen Inhaltsstoff allergisch, der nicht nur in Hasel-, Para- oder sonstwelchen Nüssen sondern eben auch in Erdnüssen drin ist. Und allen die keine Allergie gegen irgendwelche Nüsse kann der Hinweis natürlich erst recht egal sein.
Sorry, ich lese gerade Thilo Bodes „abgespeist“, da wundert
Dich gar nichts mehr. Wusstest Du z.B., dass „Direktsaft“ bis
zu 15% Zucker enthalten darf, ohne dass das angegeben werden
muss?
In Wahrheit sind es 1,5% bei nachweislich unterdurchschnittlich süßen Säften. So bekommt der Direktsaft aus dem Sauerland (kennst du die „Süße“ von Äpfeln aus dieser Region?) eine Absatzchance.
Nur dürfte es dann halt keine Fructose sein, das ist der einizige Unterschied.
Aber typisch Thilo Bode eben.
Foodwatch ist eine Organisation, die mit „hach ist das alles schrecklich“ versucht, auf SICH SELBER aufmerksam zu machen.
Die von ihm aufgedeckten „Skandale“ sind lächerlich.
Nuss-Nougat-Creme ist gar nicht gesund? Ach, wer hätte das gedacht…
das ist ganz einfach: in den Produktionsstätten werden unterschiedliche produkte hergestellt, die z. b. auch mal Nüsse enthalten. Spurenverunreinigungen in nachfolgend produzierte Produkte lassen sich nicht immer vermeiden. Oft ist es sogar so, dass eine Charge gar keine Nussspuren aufweist, die andere für Allergiker erhebliche Spuren. Allergiker, die das selbst erfahren haben (am eigenen leib), haben darüber berichtet.
Inzwischen bin ich in der Lektüre weiter gediehen und kann Dir da größtenteils recht geben.
In manchem mag ein wahrer Kern stecken, aber wer z.B. Werbung Wort für Wort glaubt, ist in meinen Augen schon ein wenig naiv.
Vor allem seine Tendenz, den Verbraucher jegliche Verantwortung abzunehmen und allein die Lebensmittelindustrie als Buhmann hinzustellen nervt mich ziemlich.