Angeblich psychosomatische Schmerzen

machen es sich Ärzte nicht manchmal zu einfach?

Hallo erst einmal.

Allgemeinmedizinisch werden bei mir immer wieder psychosomatische Schmerzen diagnostiziert. Suche ich deswegen aber einen Psychologen auf, kann er mir nicht helfen. In einer Klinik für psychosomatische Schmerzen wurde mir sogar gesagt, dass man dafür keine Anhaltspunkte finden kann.
Wieder bei - den inzwischen verschiedenen Allg.-Medizinern - angekommen, höre ich wieder die gleiche Diagnose. „Es ist alles psychosomatisch“. Und merkwürdigerweise kann ich selbst auch keinen Zusammenhang zwischen Stress, Ärger, Wut etc. und den Schmerzen feststellen.

Was kann ich noch tun, damit mir geholfen wird?

lG Sylvi

Hallo Sylvi,

hat einer deiner Ärzte schon mal auf das Krankheitsbild Fibromyalgie untersucht ?

Das ist ein Krankheitsbild mit Schmerzen in der Muskulatur die nicht psychisch bedingt sind.

Infos gibt es hier:
http://www.fibromyalgie-fms.de/

Gute Besserung !

Gruß Carolin

Hi!

Allgemeinmedizinisch werden bei mir immer wieder
psychosomatische Schmerzen diagnostiziert. Suche ich deswegen
aber einen Psychologen auf, kann er mir nicht helfen. In einer
Klinik für psychosomatische Schmerzen wurde mir sogar gesagt,
dass man dafür keine Anhaltspunkte finden kann.
Wieder bei - den inzwischen verschiedenen Allg.-Medizinern -
angekommen, höre ich wieder die gleiche Diagnose. „Es ist
alles psychosomatisch“. Und merkwürdigerweise kann ich selbst
auch keinen Zusammenhang zwischen Stress, Ärger, Wut etc. und
den Schmerzen feststellen.

Was kann ich noch tun, damit mir geholfen wird?

Carolin hat Recht! Es könnte Fibromyalgie sein, muss natürlich nicht. Geh zu einem Schmerztherapeuten/Schmerzambulanz und lass dich dort untersuchen. Die werden dich auf Druck- und Schmerzempfindlichkeit untersuchen. Dazu werden die sogenannten Tenderpoints gebraucht.
Ich wünsche dir allerdings, dass es andere, behandelbare Ursachen hat. Meine Schmerztherapeuten/behandelnden Ärzte suchen schon seit Jahren nach einem Medikament, das mir helfen könnte, inzwischen bin ich aber eher zur wandelnden Apotheke geworden.
Wenn es auch zunächst kontraindiziert klingt, treibe Sport, keinen Leistungssport, aber Ausdauersport kann durchaus die Schmerzen etwas erträglicher machen. Ich kann das nur empfehlen, auch wenn ich mich oft selber dazu zwingen muss.
Viel Erfolg
Renate

Zusatzantwort
Nochmal hallo!
Schau doch bitte mal im Medizin-Brett in die FAQs, da gibt es einen FAQ mit Namen Internetadressen - Gesundheit. [FAQ:167] da gibt es auch was zu Fibromyalgie, wenngleich ich auch wie schon gesagt für dich hoffe, dass du diese Krankheit nicht hast!

Viel Erfolg
Renate

Hallo,

machen es sich Ärzte nicht manchmal zu einfach?

Das glaube ich allerdings auch. Mit der Diagnose „psychosomatisch“ behält man sein wisschenschaftliches Mäntelchen um und weist einfach an einen Kollegen weiter. Gerade Frauen scheinen von dieser Diagnose betroffen zu sein („nervöser Uterus“ und ähnlicher Mist). Aber ich selbst- männlich- bekam mal diese Diagnose bei einer Blasenentzündung- von einem popligen Hausarzt.

Allgemeinmedizinisch werden bei mir immer wieder
psychosomatische Schmerzen diagnostiziert.

Vergiss die vertrottelten Hausärzte.

Suche ich deswegen
aber einen Psychologen auf, kann er mir nicht helfen. In einer
Klinik für psychosomatische Schmerzen wurde mir sogar gesagt,
dass man dafür keine Anhaltspunkte finden kann.

Na also.

Wieder bei - den inzwischen verschiedenen Allg.-Medizinern -
angekommen, höre ich wieder die gleiche Diagnose. „Es ist
alles psychosomatisch“. Und merkwürdigerweise kann ich selbst
auch keinen Zusammenhang zwischen Stress, Ärger, Wut etc. und
den Schmerzen feststellen.

Was kann ich noch tun, damit mir geholfen wird?

Was haben die denn in der Klinik gesagt? Haben die dich zurücküberwiesen an die Hausärzte?!?

Die hier vorgetragenen Anmerkungen zum Thema „Fibromyalgie“ scheinen mir übrigens nicht schlecht- da denken gerade Hausärzte recht selten dran.

Gruß

Wilfried

machen es sich Ärzte nicht manchmal zu einfach?

Ja, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Allgemeinmedizinisch werden bei mir immer wieder
psychosomatische Schmerzen diagnostiziert. Suche ich deswegen
aber einen Psychologen auf, kann er mir nicht helfen. In einer
Klinik für psychosomatische Schmerzen wurde mir sogar gesagt,
dass man dafür keine Anhaltspunkte finden kann.

Das würde ich mir schriftlich geben lassen und zu weiteren Arztbesuchen mitnehmen!

Wieder bei - den inzwischen verschiedenen Allg.-Medizinern -
angekommen, höre ich wieder die gleiche Diagnose. „Es ist
alles psychosomatisch“.

Wenn Dein Hausarzt Dich nicht zum Facharzt überweist, suche auf eigene Faust Fachärzte auf. Das hat meine Schwester auch getan - sie hat eine seltene Stoffwechselerkrankung, und ihr wurde auch von verschiedenen Allgemeinärzten und Internisten gesagt, daß ihre Beschwerden psychosomatisch seien. Sie rannte ein Jahr lang von Arzt zu Arzt, bis ein Endokrinologe endlich eine Diagnose stellen konnte. Das war auch höchste Zeit, sonst wäre sie an ihrer Krankheit gestorben.

Was hast Du denn für Schmerzen und wo? Muskeln, Gelenke, Knochen, Rücken? Und seit wann? Wie stark? Bist Du dadurch arbeitsunfähig? Werden die Schmerzen stärker oder bleiben sie gleich?

Und merkwürdigerweise kann ich selbst
auch keinen Zusammenhang zwischen Stress, Ärger, Wut etc. und
den Schmerzen feststellen.

Dann laß Dich von dem Gerede der Ärzte nicht irritieren! Die vier Worte, die vielen Ärzten am schwersten über die Lippen kommen, sind: „Ich weiß nicht weiter“; da faseln sie dann lieber etwas von psychosomatischen Beschwerden, obwohl ein Allgemeinarzt eigentlich gar nicht dafür qualifiziert ist, so eine Diagnose zu stellen. Such weiter, bis Du einen Arzt gefunden hast, der Dir helfen kann! Du bist übrigens nicht die einzige, der es so geht. Meine Schwester hat inzwischen eine eigene Seite (http://www.8ung.at/schilddruese-augsburg/), auf der sie ihre Geschichte erzählt und Erfahrungsberichte von anderen Patienten sammelt. Sie hat schon einige Leute im Netz kennengelernt, die auch lange mit der Diagnose „psychosomatisch“ abgespeist wurden, bis sich dann eine handfeste organische Erkrankung herausstellte.

Was kann ich noch tun, damit mir geholfen wird?

Wie ich oben schon gesagt habe: auf eigene Faust Fachärzte aufsuchen. Wenn Dich die Situation belastet, versuche über das Internet Leute kennenzulernen, die ähnliche Probleme haben. Ein Erfahrungsaustausch tut manchmal gut, und vielleicht kann Dir der eine oder andere sogar ein paar hilfreiche Tips geben.

Ich wünsche Dir alles Gute und daß die Ursache für Deine Schmerzen bald gefunden wird. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du gern mir oder meiner Schwester eine E-Mail schreiben (die E-Mail-Adresse meiner Schwester findest Du auf ihrer Homepage).

Viele Grüße, Nick

Hallo Renate und alle anderen auch,
viele Dank erst einmal für die nette Hilfe und Anteilnahme.
Also für Fibromyalgie reichen die sogenennten Tenderpoints bei mir nicht aus. Aber es sind schon irgendwie Muskelschmerzen und die Blutsenkung ist auch schon ewig erhöht, ohne für die Ärzte ersichtlichen Grund. Kommt ewige Müdigkeit und Schlappheit hinzu und nächtliches Schwitzen, manchmal muss ich sogar die Bettwäsche wechseln - so schlimm, kann aber trotz Müdigkeit nicht durchschlafen. Wohl weil ich irgendwann anfange zu frieren von dem kalten nassen Schweiß.
Möchte am liebsten gar nicht mehr aufstehen, weil die kleinste Anstrenung mich wieder zum Schwitzen bringt. da genügt schon das morgendlich Duschen und anziehen.
Habe inwischen wohl auch eine Ärztephobie. Habe immer das Gefühl, diese Leute zu belästigen, wenn ich mal hingehen muss, wenn ich einfach nicht mehr schaffe mit der Arbeit.
Aber Psychologen schicken mich auch wieder weg. Weil sie da nichts machen können.
Sylvi güßt ganz lieb und sagt danke

Hallo Wilfried,

ganz lieben Dank für deine Antwort.

Was haben die denn in der Klinik gesagt? Haben die dich
zurücküberwiesen an die Hausärzte?!?

Ja bin zurücküberwiesen worden, aber auch immer miT DRINGLICHKEIT Psychotherapie und Empfehlung von Massagen, Sporttherapie und ständige Blutkontrolle, weil meine Leber von den vielen Schmerzmitteln auch nicht mehr so ganz i.O. ist. Aber im Krankenhaus ging es mir doch immer besser. Ich hatte zwar auch die Schmerzen, war aber nicht mehr ständig müde und so k.o.
Möglicherweise habe ich auch nur noch keinen fähigen Psychologen gefunden.

Gruß

Wilfried

Hallo Nick,

danke für deine lieben Zeilen und vor allem auch für den Link von deiner Schwester.
Da werde ich ganz sicher reinschauen.

Naja, meine Schmerzen sind in der Muskulatur der Gliedmaßen, habe auch das Gefühl, dass ich immer weniger Kraft habe. Nach Anstrengungen (schwere Taschen tragen, etwas heben) verstärken sich die Schmerzen - die ich ständig habe - so sehr, dass es Wochen dauchert, bis es wieder erträglich wird. Bin immer müde, ausgelaugt und abgespannt, schwitze jede Nacht und tags nach kleineren Anstrengungen auch. Habe fast immer nasse Haare. Selbst das Föhnen ist so anstrengend, dass die Haar schon wieder durchgeschwitzt sind bevor ich sie überhaupt trocken bekomme.
Aber ich gehe arbeiten. Nur wenn es, ganz schlimm ist, mir schwarz wird vor Augen und schwidlig ist, lasse ich mich doch krank schreiben. Aber davon werde ich auch nicht gesund. Habe einige Allgemeinärzte gewechselt inzwischen. Aber wie du schreibst, ich sollte besser zu Spezialisten.
Danke und liebe Grüße an deine Schwester
Sylvi

Hallo Sylvi,

so viel vorweg: Ich verstehe nichts von Medizin. Das Folgende habe ich gerade beim Googeln gefunden, nachdem mich deine Bemerkung mit der Blutsenkung stutzig gemacht hat (das allein sollte doch schon als Beleg dafür ausreichen, dass es nicht „nur“ psychosomatisch ist, oder?). Na, vielleicht ist ja der folgende Link interessant:

http://www.net-doc.org/Inhaltsverzeichnis/Polymalgia…

mit besten Wünschen,

Beate

Hallo Silvi

Vielleicht tröstet es Dich etwas, dass Du damit nicht alleine bist.

Der Grund von diesem Verhalten bei den Ärzten liegt meist an 2 Sachen:

  1. Wenn sie schon nichts finden, dann muss es an einem anderen Ort liegen. Und es gibt ja schliesslich viele psychosomatiker
  2. Die allermeisten Ärzte haben noch nicht begriffen, dass es auch ungekehrt möglich ist, dh. eine körperliche ursache wirkt sich auch psychisch aus sogenannten somatopsychischen beschwerden (Eigenschöpfung… smile)

Möglicherweise kann ich Dir weiterhelfen, aber ich müsste schon mehr von DIR WISSEN. Welche Schmerzen, Störungen etc hast Du körperlich und psychsich? Was ist bei dir körperlich noch nicht grad Durchschnitt? Auch unwesentliches auf den ersten Blick kann da wichtig sein, zb Verdaaung, Stuhlgang, Haut, Gebiss, Nägel, Gesichtsfarbe, Nahrung etc

Gruss
beat