Angebot Basisrente und BU

Hallo Experten,

ich habe ein Angebot für eine Allianz BasisRente mit Fonds (inkl. BU). Dies beinhaltet eine Fondsrente, Berufsunfähigkeitsrente Plus (1.000 Euro)und Beitragsbefreiung Plus bei Berufsunfähigkeit. Soll im Monat 61,85 Euro kosten. Da ich Allergien habe, sollen diese bei der BU ausgenommen werden.
Was haltet ihr hiervon? Kennt jemand das Angebot der Allianz?

Danke und Gruß, Ash

Guten Tag Ash,

das Angebot, das Ihnen da vorliegt, ist schon eine Besonderheit.
Eine Rürup-Rente funktioniert nach ganz eigenen Spielregeln und ist in
den meisten Fällen als Steuer-Spar-Vehikel für Selbständige gedacht,
die auf dem letzten Drücker erkannt haben, dass sie an ihrer Altersversorgung noch etwas basteln wollen. Das läuft dann allerdings
in anderen Dimensionen ab. 61,85 € sind 61,85 €. Ich will das nicht
kleinreden. Aber angesichts einer durchaus üppigen BU-Rente in Höhe von 1000 €, die mit eingebaut ist, frage ich mich allen Ernstes,
was da noch für die Altersrente gespart werden soll. Sind Sie blutjung
und selbständig ? Hat der Vertreter mal mit Ihnen über Ihre persönlichen Lebensumstände gesprochen ? Ist Ihnen klar, wo die
besonderen Eigenheiten einer Rürup-Rente liegen ? Wissen Sie ganz
genau, dass Sie in 15, 30 oder 42 Jahren noch selbständig sein
werden ? Oder kann es sein, dass Ihnen all diese Dinge wie Böhmische
Dörfer vorkommen ?
Ein eigenes Thema für sich ist die eingebaute BUZ, von der im Angebotsstatus bereits feststehen soll, dass bei Ihnen Allergien
ausgenommen werden. Kennen Sie die entsprechenden Formulierungen in solchen Fällen ? Ist Ihnen klar, dass Sie im vermeintlichen
Leistungsfall regelmäßig beweispflichtig dafür sind, dass die vorliegende Ursache für die Berufsunfähigkeit in keinem Zusammenhang
mit den eventuell bestehenden Ausschlüssen steht ?
Wissen Sie, was es an Zeit, Geld und grauen Zellen kostet, so einen
Prozess durchzuziehen ?
Ich empfehle Ihnen, dass Sie sich grundlegend mit dem Thema Altersversorgung und die Wege dafür sowie mit der BUV auseinandersetzen. So wie die Dinge bei Ihnen dargestellt werden,
genügt es nicht, eine Häppcheninformation zu einem fragwürdigen
Angebot einzuholen.
Gruß
Günther

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Hallo,

danke für die Antwort. Bei dem Angebot geht es mir eigentlich primär um die BU. Meine Altersvorsorge habe ich mit Rentenversicherungen (klassisch, fondgebunden etc) schon „abgedeckt“.

Jetzt könnte man sagen, nimm eine einzelne BU Versicherung. Diese sind aber aufgrund meines Alters (mitte 30) recht teuer. Selbst bei Direktversicherungen hätte ich bei 1000 Euro Beitragssätze um 50 Euro/Monat. Dazu kommt, dass ich schon bei anderen Gesellschaften versucht hatte, eine solche abzuschließen, aufgrund meiner Allergie (Haut und Asthma) allerdings komplett abgelehnt wurde.

Das Allianz-Angebot könnte ich nun - mit der erwähnten Allergie-Außnahme - eingehen. Daher finde ich die ca. 60 Euro eigentlich nicht schlecht, zumal ich diese komplett steuerlich absetzen könnte (was - glaube ich - bei einer einzelnen BU nicht geht!?!). Die Hälfte des Beitrages ist übrigens für die BU, die andere geht in die Fonds. Daher kostet mich die BU eigentlich „nur“ ca 30 Euro. Einen solchen Betrag bekomme ich niergends (für eine einzelne BUV). Und die anderen 30 Euro, welche in die Fonds gehen, bekomme ich ja im Idealfall wieder zurück (bei entsprechender Entwicklung decken die Zinsen sogar Teile der Beiträge für die BU).

Daher nochmal: Bei dem Angebot geht es mir nicht um eine Altervorsorge, sondern BU. Ich bin übrigens halb angestellt und halb selbstständig (bzgl. Rürup etc). Und selbstverständlich habe ich keine Ahnung, was in 40 Jahren sein wird. Ein idealtypisches Berufsbild gibt es bei mir nicht. Also ein etwas komplizierter Fall.

Das mal alles bei Seite: verstehe ich Sie richtig: Wenn eine BUV, dann nur OHNE Ausnahmeregelungen? Das würde für mich aber bedeuten: keine BUV. Wäre das besser? Klar, wenn ich aufgrund der Allergien BU werde, habe ich pech. Aber was bei anderen Erkrankungen, die nichts mit Allergie zu tun haben (Schlaganfall, Herzinfarkt, Unfall etc etc). Meinen Sie, die Versicherungen schaffen es hier eine Beziehung zur Allergieerkrankung nachzuweisen? In dem Bereich der tatsächlichen Auszahlungen der Versicherungen bei BU kenne ich mich nicht aus. Kann man tatsächlich davon ausgehen, dass die Versicherungen immer versuchen werden, die Leistungen nicht zu erbringen?

Danke nochmal und Gruß, Ash

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Hallo Ash,
jetzt wird schon etliches klarer. Und gleichzeitig weniger durchschaubar.
Den Bereich Altersvorsorge über Rürup können wir also zur Seite legen.
Bezüglich der BUZ nehme ich zwar das, was Sie mitteilen zur Kenntnis,
allein, ich verstehe es nicht.
Sie sind anderswo mit einem Antrag auf BUV abgelehnt worden und
ausgerechnet der von Ihnen genannte Versicherer soll bereits im
Angebot - ohne medizinische Prüfung - eine Risikoübernahme mit Teilausschluss erklären ? Für mich ist das nicht eingängig, weil es

  1. nicht den Gepflogenheiten in der Branche entspricht und
  2. der von Ihnen genannte Versicherer mir nicht als einer bekannt
    ist, der bei der Risikoannahme leichtfertig vorgeht.

Wenn Sie sagen, dass die Hälfte des Beitrages nur für den
BU-Schutz verwandt wird, kann ich das auch nicht mit anderen
Preisinformationen in Einklang bringen (Grundlage 35-jähriger Mann
in nicht BU-trächtigem Verwaltungsberuf), die für den DirektV-Bereich
zugänglich sind. Für mich besteht da noch ein Fragezeichen hinsichtlich der Bedingungen und der Laufzeit des Vertrages.
Will sagen, mir erscheint das Angebot als zunächst unerklärlich
günstig.

Im Leistungsfall können Sie nicht davon ausgehen, dass eine
Gesellschaft ohne mit der Wimper zu zucken, fünf- und sechsstellige Summen bereit zu zahlen ist. Der Regelfall sieht dann so aus, dass
ein Kunde seinen Anspruch vor Gericht dergestalt durchsetzt, dass er
den Nichtzusammenhang zwischen BU und bestehenden Vertragsausschlüssen
nachweist. Sie würden auf Anhieb nicht glauben, welche Vielfalt an
Erkrankungen mit per Police ausgeschlossenen Vorerkrankungen
in Verbindung gebracht werden können.
Solch ein Verfahren durchzustehen, ist zunächst eine Geldfrage und
in zweiter Linie eine Frage der Nervenstärke.
Offensichtlich habe ich Sie aber zunächst etwas unbedarft eingeschätzt

  • was Sie durch Ihre Erläuterungen widerlegt haben. Wenn Sie sich mit
    dem Bereich Altersvorsorge bereits eingehender beschäftigt haben, dann
    sind Sie aus meiner Sicht auch nicht überfordert, wenn Sie sich noch der BUV nähern. Ich empfehle Ihnen dazu das Buch der Verbraucherzentrale zur BUV. Schwere Kost, nichts für Durchblätterer
    und Überflieger. Und auch das wird Sie Nerven kosten. Wenn Sie die
    hundertdreißig Seiten aber in groben Zügen verstanden haben, dann
    erkennen Sie, wo das Risiko bei den Ausschlüssen sitzt und auch, wie Sie die Bedingungen in Ihrem Angebot einzuschätzen haben.
    Gruß
    Günther

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Daher kostet mich die BU
eigentlich „nur“ ca 30 Euro. Einen solchen Betrag bekomme ich
niergends (für eine einzelne BUV).

Wie lange läuft die BU denn, ich hab das ungute Gefühl die hört mit dem 50.-60. LJ aus. Die Scheint mir zu günstig, um was zu taugen!

Wie schon geschrieben, sollte man hier etwas genauer hinsehen, denn irgendwas schnuppert hier komisch. Mag sein, dass ich wieder mal zu skeptisch bin, was Versicherungen angeht, werd mich auf dementsprechende Kommentare schon mal einstimmen.
Ich kenne von der Allianz ganz lustige Konstellationen. Kann also sein, dass die reine Altersvorsorge (Hauptversicherung) bis 65 geht, die BUZ aber eine verkürzte Laufzeit hat. Kann auch sein, dass nur die ersten paar Jahre der Beitrag so niedrig ist und später ansteigt. Ich würde mir ganz einfach alles ganz genau durchlesen. Vielleicht ist es auch einfach nur ein wirklich sehr günstiger Tarif mit einigen Feinheiten, die so nicht mehr üblich sind. Auf jeden Fall ist es einfach nur sehr preiswert. Vielleicht auch zu preiswert.
Naja, Thema Basisrente. Das Zeug wird teilweise verkauft wie geschnitten Brot, ist aber in meinen Augen etwas am Ziel vorbei. Es ist zwar schön, dass man die Beiträge steuerlich absetzen kann, man sollte aber auch bedenken, dass die spätere Rente versteuert wird. Und eine Anrechnung von 64% der Beiträge ist bei weitem nicht „komplett“, sondern knapp über der Hälfte. Deswegen ist es in meinen Augen auch eher überlegenswert, jetzt wirklich eine Basisrente abzuschließen, anstatt besser mit dem Vermögensaufbau so zu beginnen, dass sogar Erträge erzielt werden. Später, wenn es ein Steuerproblem gibt, kann man immer noch das Geld in die Basisrente schieben. Und dabei sogar von einem höheren absetzbaren Anteil profitieren.
Aber das wird Ihnen der „Berater“ sicher nicht erklärt haben.
Thema BU. Wenn Sie schon überlegen, wegen welchen Gründen Sie noch in den Genuss kommen könnten, Ihren Job nicht mehr ausüben zu können und diese Krankheiten aufzählen, fällt mir ein, dass man in diesem Fall auch einmal über eine Absicherung gegen schwere Krankheiten nachdenken sollte. Und über eine Unfallversicherung. Es kommt eben sehr auf Ihren Beruf an. Oder auf die Berufe.

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Hallo Günther,

eine Risikoprüfung über meinen Hausarzt gab es von Seiten der Allianz (mit dem Ergebnis der Zusage einer BU mit beschriebenen Ausnahmen). Eine solche Prüfung gab es zB auch von der Nürnberger, die mich aber aufgrund des Arzt-Gutachtens ablehnte (nur so nebenbei). Bemerken muss ich noch, dass mein Beruf nicht sehr risikoreich ist.

Morgen & Morgen GmbH haben das Angebot der Allianz übrigens mit ausgezeichnet bewertet. Minus gab es hierbei bei dem Verzicht auf konkrete Verweisung, keine DU-Klausel versicherbar, keine garantierte Dynamik im Leistungsfall, keine Wiedereingliederungshilfe, nur bei fahrlässigen Verstößen wird geleistet, Lebensstellung nicht definiert.
Da ich mich in der Branche nicht auskenne, weiß ich allerdings nicht, ob Morgen & Morgen unabhängig etc sind.

Hier noch einige Details: Die BU läuft tatsächlich „nur“ bis zum 60 Lebensjahr. Das war mir aber bewußt und aus verschiedenen persönlichen Gründen kann ich damit leben. Die Beiträge für die BU müssen dann nicht mehr gezahlt werden. Die Beiträge für die Rentenversicherung müssen 32 Jahre bezahlt werden (67. Lebensjahr). Bei Tod vor Rentenbeginn wird eine lebenslange Rente an Frau oder Kinder bezahlt.
Der Gesamtpreis ergibt sich folgendermaßen: Altersvorsorge: 29,61 Euro + Beitragsbefreiung bei BU: 1,70 Euro + BUV: 30,54 Euro = 61,85 Euro/Monat (darin enthalten ist eine Sofortüberschußbeteiligung von 6,15 Euro, die nur für das 1. Jahr garantiert werden kann).

Ich glaube, dass sind mal die groben Details. Ein wenig habe ich mich auch mit der ganzen Sache auseinandergesetzt, allerdings habe ich nicht die Zeit, dies wirklich eingehend zu tun. Daher frage ich ja auch hier die werten Experten :wink:

Gibt es noch Anmerkungen hierzu von Ihrer Seite aus? Vielen Dank, Ash

Hallo Ash,
jetzt wird schon etliches klarer. Und gleichzeitig weniger
durchschaubar.
Den Bereich Altersvorsorge über Rürup können wir also zur
Seite legen.
Bezüglich der BUZ nehme ich zwar das, was Sie mitteilen zur
Kenntnis,
allein, ich verstehe es nicht.
Sie sind anderswo mit einem Antrag auf BUV abgelehnt worden
und
ausgerechnet der von Ihnen genannte Versicherer soll bereits
im
Angebot - ohne medizinische Prüfung - eine Risikoübernahme mit
Teilausschluss erklären ? Für mich ist das nicht eingängig,
weil es

  1. nicht den Gepflogenheiten in der Branche entspricht und
  2. der von Ihnen genannte Versicherer mir nicht als einer
    bekannt
    ist, der bei der Risikoannahme leichtfertig vorgeht.

Wenn Sie sagen, dass die Hälfte des Beitrages nur für den
BU-Schutz verwandt wird, kann ich das auch nicht mit anderen
Preisinformationen in Einklang bringen (Grundlage 35-jähriger
Mann
in nicht BU-trächtigem Verwaltungsberuf), die für den
DirektV-Bereich
zugänglich sind. Für mich besteht da noch ein Fragezeichen
hinsichtlich der Bedingungen und der Laufzeit des Vertrages.
Will sagen, mir erscheint das Angebot als zunächst
unerklärlich
günstig.

Im Leistungsfall können Sie nicht davon ausgehen, dass eine
Gesellschaft ohne mit der Wimper zu zucken, fünf- und
sechsstellige Summen bereit zu zahlen ist. Der Regelfall sieht
dann so aus, dass
ein Kunde seinen Anspruch vor Gericht dergestalt durchsetzt,
dass er
den Nichtzusammenhang zwischen BU und bestehenden
Vertragsausschlüssen
nachweist. Sie würden auf Anhieb nicht glauben, welche
Vielfalt an
Erkrankungen mit per Police ausgeschlossenen Vorerkrankungen
in Verbindung gebracht werden können.
Solch ein Verfahren durchzustehen, ist zunächst eine Geldfrage
und
in zweiter Linie eine Frage der Nervenstärke.
Offensichtlich habe ich Sie aber zunächst etwas unbedarft
eingeschätzt

  • was Sie durch Ihre Erläuterungen widerlegt haben. Wenn Sie
    sich mit
    dem Bereich Altersvorsorge bereits eingehender beschäftigt
    haben, dann
    sind Sie aus meiner Sicht auch nicht überfordert, wenn Sie
    sich noch der BUV nähern. Ich empfehle Ihnen dazu das Buch der
    Verbraucherzentrale zur BUV. Schwere Kost, nichts für
    Durchblätterer
    und Überflieger. Und auch das wird Sie Nerven kosten. Wenn Sie
    die
    hundertdreißig Seiten aber in groben Zügen verstanden haben,
    dann
    erkennen Sie, wo das Risiko bei den Ausschlüssen sitzt und
    auch, wie Sie die Bedingungen in Ihrem Angebot einzuschätzen
    haben.
    Gruß
    Günther

Hallo, habe weiter oben eine Antwort gepostet mit den Details. Danke und Gruß, Ash

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Nun, die Frage, ob denn M&M unabhängig ist, können Sie sich doch selbst beantworten.
Angenommen, diese Gesellschaft arbeitet nicht rein aus Nächstenliebe, wer könnte denn dann diese Arbeit bezahlen?
Und hat derjenige, der diese Arbeit bezahlt, nicht auch einen Anspruch darauf, die Spielregeln festzulegen?
Und wenn Sie sich diese Frage beantworten können, wissen Sie auch, warum wahrscheinlich jede Versicherung und jedes irgendwie geratete Produkt irgendwo ein „Hervorragend“ oder „Ausgezeichnet“ ausgraben kann.
Nehmen Sie sich doch ganz einfach die Bedingungen und opfern einmal einen tag, um eine Tour durch diverse Maklerbüros zu machen. Erzählen Sie denen nichts von Ihrer Vorerkrankung, sondern lassen Sie die Fachmänner die Feinheiten zerpflücken. Keine Angst, die werden Ihnen meist nur die Nachteile aufzählen. Und die lassen Sie sich erklären und entscheiden dann, ob Sie damit leben können.
Und ziemlich sicher gehen die auch auf die Dread Disease ein, ist vielleicht eine interessante Alternative.

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Eine so komplexe Problematik mit so weitreichenden persönlichen Konsequenzen in einem Forum klären zu wollen, halte ich, mit Verlaub, für fahrlässig.

Ich bin auch ein wenig skeptisch.
In Bezug auf Allergien ist nicht immer ersichtlich ob ein Symptom als Ursache die Allergie hat. Wie würde sich also die BU in diesem Falle verhalten wenn sie die Allergie ausschliesst. Mir ist aus medizinischer Sicht nicht ganz schlüssig wie das praktikabel sein soll.
Daher empfehle ich eher eine Gesellschaft die vielleicht stattdessen einen Risikozuschlag verlangt und Allergien nicht ausnimmt.
Wie bereits gesagt wurde: Prüfen, vergleichen usw…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ash,

viel ist schon geschrieben worden zum Thema Preis und Leistung der Ihnen angebotenen Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ich möchte Sie zusätzlich auf einen wichtigen Aspekt hinweisen:

Seit Begin 2005 können Sie in eine Basisrente (Rürup) auch einen BU-Schutz integrieren, diese Lösung wurde Ihnen angeboten.

Von den Versicherern wird geworben, dass Sie die Beiträge zur Basisrente, also auch zum BU-Schutz, steuerlich geltend machen können und dass Sie eine deutliche Reduzierung der Beitragsbelastung für einen BU-Vertrag erreichen und außerdem noch für Ihr Alter vorsorgen können.

Die Beiträge können zusammen mit dem Hauptvertrag während der Beitragszahlungsdauer als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. (§10 Abs. 1 Nr. 2b und Abs. 3 EStG)

Zu beachten ist aber, dass BU-Renten aus Basisrentenverträgen
nachgelagert besteuert. Die Höhe des steuerpflichtigen Anteils der Rente hängt von dem Jahr ab, in dem erstmals eine BU-Rente gezahlt würde( in 2007 64 Prozent, in 2008 66 Prozent … in 2040 100 Prozent).

Bei einer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung hingegen wird die Berufsunfähigkeitsrente nur mit dem Ertragsanteil versteuert. Dieser liegt deutlich niedriger.

Die Beiträge können in diesem Fall als sonstige Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden.

Abzuwägen ist also, ob die vermeintliche steuerliche Besserstellung in Kombination mit Basisrentenverträgen (gleich geringere Nettobeiträge) den Nachteil einer höhreren Besteuerung im BU-Fall aufwiegt.

Weiterhin ist zu beachten, dass ein kombinierter Vertrag ((Basis-)Rentenversicherung mit BU) im Falle von finanziellen Engpässen nicht sehr flexibel ist. Falls Sie den (Basis-)Rentenvertrag aus welchen Gründen auch immer kündigen wollen/müssen, müssen Sie in der Regel auch den BU-Schutz aufgeben. Flexibler und transparenter ist in der Regel ein einzelner BU-Vertrag und wenn gewünscht ein einzelner Rentenvertrag.

Ein Tip zur Auswahl Ihrer BU-Versicherung:

  1. suchen Sie sich einen Berater, der Ihnen alle am Markt befindlichen BUs speziell für Ihren Beruf und mit dem von Ihnen gewünschten Endalter preislich gegenüberstellt. Dies ist für einen guten Berater dank am Markt befindlicher Software kein Problem und dauert nur wenige Minuten.
  2. des Weiteren lassen Sie sich die im Preis für Sie interessanten (oder auch alle) BUs qualitativ gegenüberstellen. Auch hierfür gibt es bei guten Beratern spezielle Software (zum Beispiel W.A.S.), die einen Preis-unabhängigen und rein qualitativen Überblick verschaffen können.
  3. Stellen Sie mit Hilfe des Beraters bei jedem für Sie interessanten Versicherer eine sogenannte Risikovoranfrage: d.h. das bei der Versicherung ohne Bekanntgabe Ihres Namens und nur mit Ihren Gesundheitsangaben (Sie gaben an, eine Allergie zu haben) eine Aussage über die Versicherbarkeit Ihrer Person getroffen werden kann. Dies kann dazu führen, dass Sie evnetuell durch eine gute Versicherung auch ohne Ausschluß von Allergien versichert werden können oder im Falle eines Ausschlusses keinen Eintrag in der Risikowagnisdatei erhalten.
  4. Entscheiden Sie sich nach vorliegen aller Informationen inklusive Risikovoranfrage für den für Sie besten Tarif unter Berücksichtigung von Preis, Qualität und eventuellen Ausschlüssen.

Gruß aus Hamburg

Oxygen

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