Angebot - und nun?

Hallo,

Ich habe ein Angebot bekommen für meine Festverglasung, Dach- und Giebelfenster.
Alles etwas (eher deutlich) teuerer als erhofft und die Giebelfenster nicht so das was ich mir vorgestellt habe.
Einen Festpreis gibt es nicht, nur eine Schätzung der Arbeitskosten (aufgelistet sind Lohnkosten und Fahrzeugpauschalen pro Stunde).

Wie geht man denn nun vor?
Ich sage ihm jedenfalls, dass ich aus dem Angebot nur die Positionen X und Y möchte (keine Giebelfenster ect).

Halte ich das in einer besonderen Form schriftlich fest?

Sollte/kann ich den Termin (mündliche Zusage dass es im September gemacht ist) auch irgendwie schriftlich bestätigt haben?

Feilscht man oder sagt man nur ja oder nein zu einem Angebot das eh nur „Materialpreise“ enthält (immerhin die Festverglasung wurde inkl Kran angegeben)?

Auf was muss ich achten?

Auf welche Zahlungsmodalitäten soll ich mich einlassen (Summe ges. geschätzt 6000 Euro)?

Mit wieviel mehr soll ich rechnen (die Montage ist ja nur geschätzt und ich geh mal davon aus dass er eher nicht zuviel geschätzt hat, sondern eher noch die dicke Rechnung nachkommt)?

Gegen welche Fallen sollte ich mich auf jeden Fall wappnen?

Danke für Tips!

Grüße
M. (endlich kanns losgehen mit dem Umbau) :o)))

Hallo ,
zunächst einmal würde ich mehrere Angebote einholen um einen Vergleich zu bekommen . Da alle Firmen an unterschiedlichen Stellen die Krähenfüsse einbauen , findet man dann schnell die jeweiligen Schwachstellen . Danach geht das Handeln los .
LG Helle

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Hallo mopedhexle,

bei solch einem Auftragsvolumen würde ich auf jeden Fall noch mindestens ein Vergleichsangebot einholen (evtl. bei der Handwerkskammer nach spezialisierten Unternehmen fragen). Dafür muss dein Unternehmer Verständnis haben und es ist ja auch nicht unüblich.

Dann würde ich einen verbindlichen Kostenvoranschlag verlangen, sonst wirst du am Ende aus allen Wolken fallen.
In der Endrechnung müssen dann alle Arbeitskosten gesondert ausgewiesen sein, denn die kannst du dann später von deinen Einkommensteuern absetzen:
http://www.fm.mv-regierung.de/download/steuer_handwe….

Freundliche Grüße
rotmarder

Hallo,

Ich habe ein Angebot bekommen für meine …

Hallo,
ich würde mich mal umhören, ob im Bekanntenkreis jemand ähnliche Arbeiten hat durchführen lassen und von wem und ob derjenige zufrieden war etc.
Wenn es da niemanden gibt…

  • Den Angebotsersteller nach Referenzobjekten fragen. Bei Aufträgen in dieser Größenordnung sollte er zugänglich sein und Kunden in der Umgebung nennen können. Ob ein Händler im Vorfeld gut kalkuliert oder hinterher dicke Rg´s schreibt können ebenfalls am besten die Leute sagen, die mit ihm schon mal Geschäfte gemacht haben.
    Auf jeden Fall bitte einkalkulieren, das die Positionen x und y bei Einzelausführung teurer werden können - kleine Aufträge werden anders kalkuliert als große.
    Wenn er ein reines Gewissen hat sollte er kein Problem damit haben, den Termin in einer Auftragsbestätigung schriftlich festzuhalten - wenn er das nicht will - auf JEDEN Fall andere Angebote einholen.

Gerade bei Fenstern gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede daher halte ich die pauschale Aussage mehrere Angebote einzuholen für einen Laien nicht wirklich hilfreich, da natürlich jeder Händler behauptet seine Fenster wären die besten und niemand wird sagen „diese Fenster sind 500 € billiger weil die Qualität schlechter ist und Sie in 5 Jahren keine Ersatzteile mehr bekommen“.

Und dann gibt es vermutlich noch mindestens 1000 andere Dinge, die man auch noch beachten könnte, sollte, müsste…

Ich wünsche euch noch das ihr nicht zu viele graue Haare über die Sache bekommt :wink:

Gruß, DanNu

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Hi,

bei solch einem Auftragsvolumen würde ich auf jeden Fall noch
mindestens ein Vergleichsangebot einholen (evtl. bei der
Handwerkskammer nach spezialisierten Unternehmen fragen).
Dafür muss dein Unternehmer Verständnis haben und es ist ja
auch nicht unüblich.

Nur leider haben es die Handwerker wohl nicht nötig Angebote zu machen. Ich bin ja froh, dass dieser eines gemacht hat. Ich halte ihn für seriös und der Kontakt erfolgte über eine Architektin bei der er es sich sicher auch nicht vermiesen möchte.

Dann würde ich einen verbindlichen Kostenvoranschlag
verlangen, sonst wirst du am Ende aus allen Wolken fallen.

Wenn er aber keinen Festpreis ect macht weil es Altbau ist?
Lohnkosten je Stunde sind ja angegeben im Angebot, das kann man nachprüfen. Was ist am Kostenvorschlag dann anders als am Angebot??

In der Endrechnung müssen dann alle Arbeitskosten gesondert
ausgewiesen sein, denn die kannst du dann später von deinen
Einkommensteuern absetzen:
http://www.fm.mv-regierung.de/download/steuer_handwe….

Danke für den Link, werd ich nachher gleich mal schaun.

Grüße
M.

Hallo mopedhexle,

wichtig zu wissen, dass es ein Altbau ist, denn da lauern für den Unternehmer oft unangenehme Überraschungen in der Bausubstanz.
Dann ist es verständlich, warum er sich nicht mit einem Kostenvoranschlag festlegen will. Denn dafür gelten mehr und genauere Regeln, vor allem bezogen auf die Überschreitung der Vorkalkulation.
Genaueres hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kostenvoranschlag

http://www.verbraucherrechtliches.de/2006/05/22/welc…

Wenn der Kontakt über eine vertrauenswürdige Architektin zustande kam, erscheint mir auch das Risiko geringer.

Und die nachträgliche Steuererstattung wird deine Kosten auch noch etwas senken.

Am Rande bemerkt:
Vor Jahren habe ich ein Dach (Altbau) decken lassen, Angebot 9000,- D-Mark. Bei der Ausführung traten nach und nach immer mehr Probleme und Fragen nach „Ergänzungen und Qualitätsverbesserungen“ auf, denen ich Schritt für Schritt zugestimmt habe. Am Ende kostete das Dach 17000,- D-Mark.

Kopf hoch, alles wird gut!
Freundliche Grüße
rotmarder