Angemeiselte Perobe Dünnbett-Wasserfußbodenheizung

Hallo zusammen,

wir haben seit heute ein großes Problem!!

Um Fliesen auszubessern, mussten 3 Stück entfernt werden.
Leider ist beim abschlagen des Fliesestrichs der Meisel
zu tief gekommen und hat ein Loch in der Fußbodenheizung
gerissen. Was kann man nun tun? Gibt es ein Reperaturset???
Der Hersteller ist: PEROBE.

Hat jemand Erfahrung?

Grüße
Barbara

Hallo Barbara,

wir haben seit heute ein großes Problem!!

Das kannste ganz groß schreiben.
Ich vermute, es handelt sich um ein Pe-X-Rohr. Die Herstellerseite (Hersteller ist wohl übertrieben, die kaufen das Rohr vermutlich zu) gibt darüber wenig Auskunft, aber „sauerstoffdicht nach DIN 4726“ (richtigerweise müsste es lauten sauerstoffdiffusionsdicht, tja, die Händler halt) lässt darauf schließen.
Ich kann dir ein paar Hersteller dieser Rohre nennen, sie haben auch entsprechende Verbindungsstücke mit Zulassung und Zertifizierung:
Fränkische Rohrwerke, Rehau, Golan (Israel), die Namen des schwedischen und des griechischen Herstellers fallen mir gerade nicht ein.
Google mal, ruf dort an, frag nach den lieferbaren Rohrdimensionen und wo du etwas beziehen kannst, nach Presskupplung und Schiebehülsen, nach geeignetem Presswerkzeug, und dann melde dich wieder.
In deinem Fall kann ich nur sagen: Große Baumarkt-Sch…
Kannst es dort auch versuchen, aber ich habe wenig Hoffnung. Die kennen den Unterschied zwischen Pe-X-a, b und c sicherlich nicht.

Gruß
Der Franke

Zerstörte Heizelemente - Warmwasserfußbodenheizung
Hallo Barbara,
wieviele Heizestriche habe ich bereits öffnen müssen.
Nur selten habe ich ein Heizelement getroffen. Doch bei einer Plattenentnahme aus einem Heizestrich geht es nicht ohne Zerstörung der Heizelemente.
Kein Problem!
Beauftrage einen Heizungsbauer, die Meisten bauen auch Fußbodenheizungen ein, mit der Reparatur.
Das geht relativ einfach: der unbeabsichtigt zu tief geöffnete Ausschnitt wird dann ein wenig vegrößert, die gekappten Heizelemente gerade abgeschnitten und mit einer dichten Muffe versehen.
Druckprobe durchführen (macht der Heizungsbauer), die Bruchflanken des Estrichs mit einer Dispersionsgrundierung behandeln (gibt es im Baumarkt) und den geöffneten Bereich wieder mit einem Schnellmörtel verfüllen.
Wenn Ihr einen Calciumsulfatestrich habt, sollte die Grundierung abgetrocknet sein. Bei einem Zementestrich (auch Dünnestrich) kann direkt Nass-In-Nass weiter gearbeitet (also verfüllt) werden.
@ „der Franke“: Bange machen gilt nicht -:smile:
-.-.-.-
Gruß zu nächtliche Stunde:
Klaus Rauer, Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen

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Hallo,
so wie Klaus es beschrieben hat geht es wunder bar

Hallo Klaus,

@ „der Franke“: Bange machen gilt nicht -:smile:
-.-.-.-

Ist ja fast alles richtig, was du schreibst, zumindest die Verfahrensweise. Und ich gebe dir recht, jeder Heizungsbauer würde es so machen.
Nur was das Material anbelangt:
Es gibt verschiedene Systeme von Verbindungen für die gleiche Rohrdimension von verschiedenen Herstellern. Bei manchen muss das Rohr mit entsprechenden Zangen aufgeweitet werden, bei anderen nicht. Für verschiedene Systeme von Verbindungen gibt es unterschiedliche Presswerkzeuge mit unterschiedlichen Pressbacken. Von den Zulassungen mal abgesehen.
Tja, andererseits, nach ein paar Wochen oder Monaten leckt die Verbindung. Es tröpfelt gaaaanz langsam, aber beharrlich. Die Isolierung wird durchfeuchtet, es schimmelt ein wenig. Und so weiter, und so fort.
Am Ende kommt der Gutachter, besichtigt den Schaden, und tztztz, wie konnte der Heizungsbauer nur …
Ich bestreite nicht, dass Systeme wie das hier angesprochene zugelassen und funktionstüchtig sind. Aber im Falle eines Schadens wird es problematisch. Augen zu und durch, ich weiß nicht. Nicht so mein Ding.

Gruß
Der Franke