Im Februar dieses Jahres hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben Angina. (Seitenstrang-Angina, eitrig und blutig). Der Arzt verschrieb mir Antibiotika und nach etwa 2 Wochen war ich wieder ohne Beschwerden. Doch seitdem bin ich nun schon 2 mal wieder daran erkrankt. Das letzte Mal (vor etwa 1 Monat) verschrieb mir der Arzt keine Antibiotika sondern 1 Woche Bettruhe und ein Medikament gegen Entzündungen. Nun habe ich schon wieder Halsschmerzen und spüre so eine Enge im Hals. Jetzt überlege ich, ob ich überhaupt noch einmal zum Arzt gehen soll.
Kann mir jemand sagen, warum man auf einmal Angina bekommt bzw. ob das auch mit Stress zusammenhängen kann. Was kann ich dagegen tun bzw. schon prophylaktisch anwenden? Ist eine Behandlung mit Antibiotika immer sinnvoll bei Angina?
Ist Seitenstrang-Angina das gleiche wie Angina durch Mandelentzündung? Würde es etwas nutzen, wenn ich mir die Mandeln nehmen lasse?
Vielen Dank im voraus!
Ilse
Hallo
Hallo
ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber mein Sohn (17) hat jetzt ähnliches durchgemacht und ausserdem sind wir mit einigen HNO-Fachärzten befreundet.
Du solltest unbedingt einen HNO-Facharzt oder eine HNO-Ambulanz aufsuchen und ein Blutbild und einen Mononukleose-Schnelltest durchführen lassen.
Deine Symptone sprechen für die Küsserkrankheit.
noch was zum Nachlesen
http://www.surfmed.at/10-krankheiten/10-20-lymphsyst…
Gute Besserung
und ja zum Arzt gehen
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HI Ilse.
Tja, was soll ich da sagen, es ist leider ein typisches Folgebild wie Du es schilderst, dass man in der Homoeopatie leider all zu oft antrifft, wenn Patienten vorher beim Arzt ware.
Die Antibiotika heilen nicht. Wie Du ja selbst feststellen mussrtest. Sie unterdruecken stets nur die Symptome die dann an gleicher oder anderer Stelle wieder auftreten, „weil die Krankheit endlich raus will“.
So hast Du jetzt nach der dritten (?) Behandlung ein Mittel gegen Entzuendungen bekommen sagst Du? Was denn fuer eines?
Aber eigentlich ist das auch egal, weil Du Dich doch einmal so behandeln lassen solltest, dass Du tatsaechlich gesund wirst.
Das ist u. a. mit der Homoeopatie moeglich.
Allerdings musst Du dann noch einige Fragen beantworten. Wenn Du das willst, schreib mir bitte.
Gruss
Carmen.
Ps. Als Vorversuch kannst Du Dir schon einmal Bryonia D 6 in der Apotheke holen, als Globuli oder Tabletten, wovon Du dann nach Bedarf (d. h. wenn es wieder schlimmer wird) 1 Tablette oder 7 Kuegelchen lutschen kannst.
Gute Besserung.
Hallo Ilse,
sofern die Angina eitrig ist (nur dann), wirst Du Antibiotika brauchen. Früher sind die Angina-Patienten durch die Infektion immer neurologisch erkrankt (Chorea Sydenham) und kardiologisch gestorben (Klappenfehler). Das ist heute durch Penicillin praktisch ausgelöscht worden. Es hat leider nur einen schlechten Ruf, weswegen immer noch eine ganze Reihe Leute letztlich wegen Angina (!)sterben.
Viele Patienten müssen Penicillin wegen bereits geschädigten Herzklappen dauernd nehmen und es geht ihnen recht gut dabei.
Naturheilkunde bitte nie bei akuter Erkrankung anwenden. Das ist das erste, was Heilpraktiker (eine Freundin ist eine) während ihrer Ausbildung beigebracht kriegen. Aber dafür vielleicht dannn später zur Verhinderung weiterer Erkrankungen…
gute Besserung,
Oliver
Hallo Carmen,
Die Antibiotika heilen nicht. Wie Du ja selbst feststellen
mussrtest. Sie unterdruecken stets nur die Symptome die dann
an gleicher oder anderer Stelle wieder auftreten, „weil die
Krankheit endlich raus will“.
Nein, das war das Cortison, was lediglich die Symptome unterdrückt
Antibiotika wirken schon „kausal“, d.h. zerstören die Bakterien direkt. Die Gründe, warum die Infektionen oft wiederkehren, liegen meist darin, daß die Patienten, vor den bösen Antibiotika gewarnt, diese zu früh absetzen. Man muß die Tabletten noch einige Zeit nach Abklingen der Symptome weiternehmen, um alle Erreger zu erwischen.
Ich hatte auch eine hartnäckige eitrige Angina, bis ich mal Penicillin konsequent weitergenommen habe - seither ist Ruhe 
Oliver
Die Antibiotika heilen nicht. Wie Du ja selbst feststellen
mussrtest. Sie unterdruecken stets nur die Symptome die dann
an gleicher oder anderer Stelle wieder auftreten, „weil die
Krankheit endlich raus will“.Nein, das war das Cortison, was lediglich die Symptome
unterdrücktAntibiotika wirken schon „kausal“, d.h.
zerstören die Bakterien direkt. Die Gründe, warum die
Infektionen oft wiederkehren, liegen meist darin, daß die
Patienten, vor den bösen Antibiotika gewarnt, diese zu früh
absetzen. Man muß die Tabletten noch einige Zeit nach
Abklingen der Symptome weiternehmen, um alle Erreger zu
erwischen.Ich hatte auch eine hartnäckige eitrige Angina, bis ich mal
Penicillin konsequent weitergenommen habe - seither ist Ruhe
Hallo Oliver, is schon richtig, Antibiotika is ne feine Sache, aber meines Erachtens auch nicht für alles was mit Bakterien zu tun hat.
Der Körper schafft schon einiges alleine, und das sogar oft besser als mit der Ünterstützung des Antibiotikums.
Das Problem ist hierbei , dass viele Infektionen rezidivierend auftreten, da das Immunsystem doch stark angegriffen wird.
(War bei mir auch jahrelang der Fall, bis ich mal so´ne Angina ohne irgendwelche chem. Mittel durchgemacht habe).
Wenn man Antibiotika genommen hat, sollte man auf jeden Fall sein Abwehrsystem samt Darmflora wieder aufbauen, um vor weiteren Infektionen geschützt zu sein.
Die Entfernung der Mandeln würde ich erstmal sein lassen, denn jeder operative Eingriff sollte doch gut überlegt sein und vorher sollte nichts uversucht gelassen sein.
Naja, is halt meine erfahrene Meinung,
Gruß, shockscrew
Liebe Schockscrew,
na, so ganz eins bin ich da nicht mit… die Menschen früher sind ja Deiner Alternative (keine OP, keine Antibiotika) gefolgt, aber besonders gut bekommen ist es ihnen ja nicht (s.o.). Zeitlich genau mit Penicillin sind die klassischen Todeskomplikationen fast auf null zurückgegengen. Wie würdest Du Dir das erklären?
Oliver
Hallo Oliver,
was sind denn die klassischen Todesfolgen? Meinst Du damit diese Geschichte mit den fiesen Streptokokken (B?), die dann an Herzlappe usw. irgendwann diese Autoimmun-Erkrankungen auslösen?
In dem Gebiet bist Du mit Sicherheit wesentlich fitter als ich, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele( nicht alle) Arzte schnell mit Antibiotika bei der Hand sind, obwohl eine eigentliche Indikation dazu nicht besteht.
Mein Arzt hat damals geschaut, was für Streptokokken dahinterstecken, es waren nicht die B´s(?), also habe ich mich gegen Antibiotika entscheiden können, das fand ich ganz o.k.
Sicher muß man vorsichtig sein, und dass das Gesundheitsinteresse und die Compliance der Patienten laufend zunimmt ist sicherlich für alle von vorteil.
Aber ich denke, es geht wirklich sehr viel auch ohne, und das ist manchmal(!!!) auch der bessere Weg - wenn man sich sicher ist!
schönen Abend noch,
shockscrew
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was sind denn die klassischen Todesfolgen? Meinst Du damit
diese Geschichte mit den fiesen Streptokokken (B?), die dann
an Herzlappe usw. irgendwann diese Autoimmun-Erkrankungen
auslösen?
Stimmt - aber es sind eher die A-Streptokokken, die so was machen, genauer: „betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A“ 
Mein Arzt hat damals geschaut, was für Streptokokken
dahinterstecken, es waren nicht die B´s(?), also habe ich mich
gegen Antibiotika entscheiden können, das fand ich ganz o.k.
Das ist primär schon sinnvoll. Allerdings braucht man eine Kultur, um die verschiedenen Streptokokken gegeneinander zu differenzieren. Es dauert jeweils einige Tage, bis die Ergebnisse da sind, und dann ist die Sache ohnehin schon gelaufen - im positiven (Heilung) oder negativen Sinne (Herzklappen). Wenn man dann noch bedenkt, daß obige Streptokokken die häufigsten Erreger sind, so kommt man sicherheitshalber kaum um Antibiotika herum.
komplizierter als man denkt, gell?
)
Oliver
aahhh, so läuft dat genau, ich dachte, der „Befall“ der Herzklappen würde wesentlich später einsetzen (Wochen, Monate).
Aber dankeschön für die lehrreiche Information!
schönen Sonntag noch,
shockscrew
aahhh, so läuft dat genau, ich dachte, der „Befall“ der
Herzklappen würde wesentlich später einsetzen (Wochen,
Monate).
Schon, aber der pathophysiologische Prozeß setzt sofort ein. Es dauert halt seine Zeit, bis der Befall (ohne Anführungsstriche) klinisch apparent ist. In der Zeit geht es Dir gut, und Du wirst sicher nicht zum Arzt gehen, um im Stadium voller Gesundheit Antibiotika zu schlucken, sondern erst dann, wenn Du Symptome seitens der Kreisalufes (Herzversagens) hast.
Oliver
Liebe Ilse,
I) ich halte die Meinungen von Oliver und Helmut
für sehr vernünftig: Zuerst einmal sollte die
aktuelle Infektion konsequent auskuriert werden.
(Vielleicht kannst Du Deinen HNO-Arzt auf folgenden
Artikel ansprechen:
Roos K, et al.
Recolonization with selected alpha-streptococci
for prophylaxis of recurrent streptococcal haryngotonsillitis
– a randomized placebo-controlled multicentre study.
Scand J Infect Dis. 1996; 28(5): 459-62.
Er hat gezeigt, dass bestimmte Streptokokken in Spray-Form
im Anschluss an eine 10tägige antibiotische Behandlung
die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall
deutlich senken können.)
II) Was die Prophylaxe angeht, habe ich mit Vitamin C
gute Erfahrungen gemacht. Seit meiner Kindheit hatte
ich 1 bis 2 Tonsillitiden pro Jahr.
Seit mehr als 3 Jahren nehme ich Vitamin C
(zugegebenermaßen recht unregelmäßig, ca. 100 mg/d)
und hatte seither nur eine einzige Mandelentzündung.
Diese verlief zudem sehr mild und heilte (unter Penicillin)
schnell aus.
Leider konnte ich keine Literatur finden,
die diese rein persönliche Erfahrung
für ein größeres Kollektiv bestätigt.
Ich wünsche Dir gute Genesung
und verbleibe mit herzlichen Grüßen.
Karsten