Hallo zusammen,
„Angriff auf den Euro von der Wallstreet“ war in der letzten Woche häufig in den Nachrichten, oft im Zusammenhang mit der Griechenlandkriese. Was soll ich darunter verstehen?
Gerade wird wieder von den „Raubtierrudeln“ gesprochen. Wie helfen dann dagegen die hohen Kreditzusagen?
Bitte eine einfache Beschreibung, wenn das möglich an.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
erstmal ist wohl zu sagen, dass diejenigen, die solche Schlagzeilen verbreiten, davon Leben, dass ihre Nachrichten interessant klingen und sich verkaufen lassen. Weniger ist es in ihrem Interesse, wirklich gut und umfassend zu informieren.
Dann muss man feststellen, dass das Geschehen an den Kapitalmärkten einerseits sehr kompliziert ist und andererseits meist von Gefühlen wie Angst und Gier getrieben wird.
Hieraus ergibt sich, dass man das Geschehen nicht wirklich mit logischen Gründen erklären kann. Viele tolle Experten versuchen das aber immer trotzdem im Nachhinein. Das klingt dann oft furchtbar schlau. Manchmal ist es auch nur furchtbar
.
Beim Euro ist es erstmal so, dass eine Währung unter Druck kommt, wenn internationale Anleger aus Anlagen in dieser Währung aussteigen. Wenn also z.B. große Anleger aus Großbritannien, den USA oder Asien Anleihen aus Griechenland verkaufen und den Verkaufserlös in ihre eigenen Währungen umtauschen, dann steigt an den Kapitalmärkten das Angebot an Euro und die Nachfrage sinkt. Nach den Gesetzen des Marktes wird der Euro dadruch billiger, er sinkt also im Vergleich zu Pfund, Dollar und Yen im Wechselkurs.
Bis hierhin hat das noch nichts mit Spekulation zu tun. Und der Grund hierfür sind auch die Probleme Griechenlands und nicht irgendwelche Martteilnehmer oder -instrumente!
Jetzt kommen Leute ins Spiel, die der Meinung sind, dass das noch etwas so weitergeht, weil die griechischen Probleme noch nicht gelöst sind und ebensolche in Spanien und Portugal dazukommen könnten.
Also wetten sie darauf, ähnlich wie beim Pferderennen, dass der Euro noch weiter an Wert verliert. Dafür gibt es verschiedene Instrumente. Man nennt sie oft Derivate oder Leerverkäufe. Man kann auch einfach „Wettscheine“ sagen.
Das blöde ist, dass diese Instrumente selbst Einfluss auf den Wechselkurs nehmen, wenn sie in großen Mengen genutzt werden. Das ist so, als würde ein Pferd schneller laufen können, wenn viele Leute auf seinen Sieg gesetzt haben.
So kann sich so etwas wie eine „selbsterfüllende Prophezeihung“ ergeben. Diejenigen, die diese Instrumente in großem Stil nutzen, werden dann als „Raubtierrudel“ oder sonst irgendwie bezeichnet.
Man muss aber dazu sagen, dass sie eher Asfresser sind. Denn hätte Griechenland solide gewirtschaftet und nicht die ganze EU vera…lbert, dann hätte es auch keine Spekulationen in diese Rcihtung gegeben.
Man weiß natürlich nicht, ob die Spekulationen gegen den Euro mit den Maßnahmen der letzten Nacht beendet sind. Es kann aber sehr gut sein, dass der Fokus der Märkte bald nach England und von dort aus in die USA wandert. Dort sind die Haushaltsprobleme nach Expertenmeinung deutlich größer, als im gesamten EU-Raum. Und in Japan soll es noch dramatischer aussehen! Dann dürfte der Euro wohl im Vergleich zu den anderen wichtigen Weltwährungen nicht mehr in einem so schlechten Licht erscheinen.
Gruß Paule
Hi,
schön erklärt, Sternchen dafür.
In deinem Possting fehhlen aber ein paar Zeicchen, ich hab sie Dir grad nachgereicht. Dafür sind ein paar andere zuvie, die hae ich deshal weggelassen.
die Franzi
Das habe ich auch verstanden.
Danke und einen Stern für die verständliche Erklärung
Wolfgang