Angriff auf russland

hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich erst um andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg dann ausgegangen wäre.

laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).

also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen können, oder zur verteidigung der westfront

oder ?

gruss

Ja, stimmt. Der „größte Führer aller Zeit“ und seine Bagage hatten eben ein etwas getrübtes Verhältnis zu militärischen und sonstigen Realitäten.

hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich erst um
andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg dann
ausgegangen wäre.

Das ist richtig, deshalb antwortete ja auch ein Deutscher General mal auf die Frage: Was war die grösste Niederlage: Das wir England nicht besiegt haben
Im übrigen verweisen ich auf das Buch: „Krieg der Generäle“ von Carl Dirks. Der Russlandfeldzug war ein einziges Hassardeurspiel der Generäle. Die Ausrüstung reichte nur für 3 Monate, danach war es nur noch ein Leben von der Hand in den Mund. In Halders Tagebuch stand schon Ende Juli 41: Wir haben alles ausgegeben, wir haben keine Reserven mehr

laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).

Das halte ich für ein Gerücht, irgendwann wäre es zum grossen Knall zwischen den beiden Diktatoren gekommen

also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

oder ?

Die Ursachen der deutschen Niederlage sind vielfältig untersucht worden und es ist wohl müssig, das nochmal aufzudrieseln. Letzendlich hatten die Deutschen am Kriegsende wohl die beste Technik, aber die Gegener hattten von allem mittelmässigen Material das 20fache, was letzendlich den Auschlag gab. Um einen Tiger zu erledigen rechneten die Amis mit 5 Shermans, am Ende war das Verhältnis 1:30 oder noch höher

gruss

lg

Wer will das alles wissen! (solche Kommentare gehören nicht ins Brett und werden kommentarlos gelöscht! MOD)

Der Fragesteller.

Hallo,

hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich
erst um andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg
dann ausgegangen wäre.
laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).
also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

War es nicht. Deutschland konnte, wie hier schon
gesagt wurde, England nicht besiegen bzw. für
eine Invasion „vorbereiten“. Das war Ende 1940
klar. England würde auch nicht aufgeben (Churchill)
und Deutschland freie Hand lassen (nochmal Churchill).

Die USA würden sich (innerlich gespalten) auf die
profitablere Seite schlagen oder bei zu großen Risiken
stillhalten, die pro-England-Fraktion jedoch (1940)
stärker.

Die Einzige Chance, die Hitler hatte, um 1940
eine politisch/militärische Entscheidung im
Weltmasstab für Deutschland herbeizuführen,
bestand in der Vernichtung der SU und der In-
anspruchnahme ihrer Ressourcen. Das ist die
Ratio, die ich bei Hitler (und letztlich auch
im OKH) sehe.

Es gab daher nur „Planungen“ des „Sieges“ über
die SU bis zum Winteranfang 1941/42. Etwas anders
war von vorneherein nicht vorgesehen.

An diesen Punkten kann man sehen, was der Russland-
feldzug war. Eine Botschaft an GB/USA und die Welt:
„don’t mess with us“. Denn wer die SU, eine auch im
Westen als „Böse Macht“ anerkannte Größe in nur einem
halben Jahr zerstört, ist ein interesanter Wirtschafts-
und Technologiepartner für die Zukunft. „Widerstand“
gegen eine solche moderne Macht, die das schafft,
wäre „lächerlich“.

Grüße

CMБ

Hi!

also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

oder ?

Der Angriff auf die Sowjetunion war der Kern der gesamten nationalsozialistischen Kriegspolitik. Alles andere drumherum war die Fehlplanung, nicht aber der Angriff auf die Sowjetunion.

Die Forderung nach einer Landbrücke, um Ostpreußen wieder an das Reichsgebiet anzuschließen, war nach den Erfolgen durch das Münchener Abkommen 1938 und der Besetzung und Teilung der Tschechoslowakei eine ganz bewusst gesetzet Provokation gegenüber Polen. Ziel war nicht der Krieg gegen Polen, sondern eine Vasallisierung des Landes unter deutscher Vorherrschaft. Gegen einen Krieg gegen Polen hatten aber weder Hitler noch die Wehrmachtsführung etwas einzuwenden.

Jedoch hatte man die Reaktion Frankreichs und Großbritanniens auf den Angriff gegen Polen völlig falsch eingeschätzt. Ein krieg im Westen war nie beabsichtigt - was sich auch durch die militärische strategische Situation von September 1939 bis März 1940 belegen lässt. In dieser Zeit wären sowohl Frankreich als auch Großbritannien in der Lage gewesen, Deutschland zu überrennen.

Alle deutschen Feldzüge zwischen dem 01.09.1939 und 22.06.1941 endeten zwar erfolgreich, waren aber strategische Fehlschläge. Der Feldzug gegen Norwegen beendete die Existenz einer operativen deutsche Marine (man zähle die Verluste an deutschen Zerstörern allein hier); Frankreich wurde zwar besetzt, jedoch Großbritannien trotz aller Luftangriffe und U-Boot-Blockaden nicht zum Friedensvertrag gezwungen. Nordafrika band weitere Truppenkontingente, der Balkanfeldzug kostete genau jene Zeit, die der Wehrmacht am Ende zur Eroberung Moskaus fehlte.

Wenn man aber die nationalsozialistische Kriegspolitik sich vergegenwärtigt, dann gab es für Hitler von Beginn an nur zwei Ziele:

  • den militärischen Konflikt mit der Sowjetunion, um den Bolschewismus als konkurrierende Ideologie auszurotten
  • die Eroberung von Landgebieten zur Sicherung von „Lebensraum“ für das deutsche Volk.

Der Krieg gegen die Sowjetunion war das eigentliche Ziel Hitlers. Alles andere war Beiwerk.

Grüße
Heinrich

laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).

Fakt ist aber, daß es sich bei beiden Systemen um totalitäre Staaten handelte, die eine aggressive Expansionspolitik verfolgten. Die SU war, geschwächt durch die „Große Säuberung“,1941 für eine Auseinandersetzung mit Dtl. noch nicht bereit, aber eine dauerhafte friedl. Koexistenz beider Systeme halte ich für ausgeschlossen.

also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

In Nordafrika war man schon mit der Versorgung der wenigen Truppen überfordert. Selbst ohne britische Störungen der Nachschubwege waren die ital. Nachschubhäfen in Nordafrika voll ausgereizt.

Hitler erhoffte sich einen leichten Sieg über die SU um von seinen Schwierigkeiten im Kampf gegen GB abzulenken, die nötige Rohstoffbasis für diesen absehbar langen Kampf zu sichern und das Ausland für sich zu gewinnen.

Gruß

Der einzige Grund war die Nazi-Ideologie. Lebensraum im Osten war ja das oberste Ziel. Dass Frankreich und Großbritannien Deutschland den Krieg erklärten war so nicht erwünscht. Und wenn, dann hoffte man, dass Großbritannien irgendwann klein beigeben oder besser: Mit dem Deutschen Reich verbrüdern würde.

Nachdem die Landung in Großbritannien fehlgeschlagen ist, d.h. bereits in der Vorbereitung versagte, versuchte man durch Niederringen der Sowjetunion Großbritannien zum Frieden zu zwingen. Erwünschter Nebeneffekt war wie gesagt der Lebensraum im Osten.

Eigentlich war der Krieg mit F und GB nur durchgeührt worden, um den Rücken für den Angriff auf die SU frei zu haben. Priorität hatte immer die Offensive gegen die Ost-Staaten.

Beim Dritten Reich ist nur sehr wenig logisch nachvollziehbar. Und am wenigsten das, was Hitler so in den Tag hinein befahl. Das hat nicht im geringsten etwas mit effektiver und sinnvoller Politik zu tun gehabt.

Außerdem ist ein „hätte“ in jeglichem historischen Arbeiten sehr problematisch.

MfG

DaBenn

Guten Abend!

hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich erst um
andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg dann
ausgegangen wäre.

Ein Krieg wird vermutlich nicht einfach nur aus Spass geführt. Soll ein Weltkrieg - aus irgendeinem Grund geführt werden - dann kommt es erstmal darauf an eine genügend breite Basis mit ausreichenden Ressourcen zu schaffen. In dieser logistischen Notwendigkeit sehe ich die Besetzung umliegender Staaten.

laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).

Russland war von einem totalitären System, dem Bolschewismus oder Kommunismus, per Revolution erobert worden. Diese „Diktatur des Proletariats“ hatte die Weltrevolution auf ihre Fahnen geschrieben - und in vielen umliegenden Ländern bereits per Besetzung einen Umsturz gemacht.

also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

Nach meiner Auffassung war es einfach ein erster Stopp gegen die Ausbreitung des Weltkommunismusses.

MfG Gerhard Kemme

angriff auf russland durch F/GB next to topic
In einer der letzten Ausgaben der DMZ (http://www.deutschemilitaerzeitschrift.de)
habe ich gelesen, daß deutsche Vorausabteilungen unerwartet und im Handstreich auf einem Bahnhof (Ort wird nachgeliefert) während des Westfeldzuges einen bedeutenden Aktenfund gemacht haben. Die Auswertung durch die zuständigen Stellen der AUfklärung ergab, daß es sich um äußerst deteillierte Planungen der Westallierten (ohne USA?) handelte, die in einer Zangenbewegung über das neutrale Norwegen und Kleinasien (unter ANheizung regionaler Konflikte) einen ANgriff auf die SU bei bedarf durchführen wollten.

Dies zeigt die allgemeine internationale Unsicherheit beim außenpolitischen Bewerten der SU. Keiner wird je beantworten können, ob die SU das Deutsche Reich angegriffen hätte. Darauf eingestellt war sie in 1940 jedoch, wenn man Dislozierung der Truppen, Kartenausrüstung und militärische Planungen bewertet.

[…]deteillierte
Planungen der Westallierten (ohne USA?) handelte, die in :einerZangenbewegung über das neutrale Norwegen und Kleinasien
(unter ANheizung regionaler Konflikte) einen ANgriff auf die
SU bei bedarf durchführen wollten.

Abgesehen davon, dass sich das schon ziemlich waghalsig anhört:
Wie sollte das mit der Anheizung der regionalen Konflikte funktionieren? Kann mir da gerade nichts sinnvolles drunter vorstellen…

Abgesehen davon, dass sich das schon ziemlich waghalsig
anhört:

Ist aber wie gesagt belegt, Teile wurden dmals auch veröffentlicht

Wie sollte das mit der Anheizung der regionalen Konflikte
funktionieren? Kann mir da gerade nichts sinnvolles drunter
vorstellen…

??? Na nichts einfacher als das. So ziemlich jedes Kaukasusvolk hatte mit Kommunismus eher weniger am Hut, und unter der Knechtschaft Moskaus wollten die wahrscheinlich auch nicht freiwillig leben. Nimm doch nur mal die Kosaken, die freiwillig in der Waffen-ß gedient haben, oder die Sympathie, aus den ersten Kriegswochen, mit der die Wehrmacht in der Ukraine und Weißrußland begrüßt wurde.

Halt typisch british diese Methode…schwäche Deinen Gegner, in dem Du DIch mit seinen (inneren) Feinden verbündest. So was spart kostbares britishes Blut

??? Na nichts einfacher als das. So ziemlich jedes
Kaukasusvolk hatte mit Kommunismus eher weniger am Hut, und
unter der Knechtschaft Moskaus wollten die wahrscheinlich auch
nicht freiwillig leben. Nimm doch nur mal die Kosaken, die
freiwillig in der Waffen-ß gedient haben, oder die Sympathie,
aus den ersten Kriegswochen, mit der die Wehrmacht in der
Ukraine und Weißrußland begrüßt wurde.

Halt typisch british diese Methode…schwäche Deinen Gegner,
in dem Du DIch mit seinen (inneren) Feinden verbündest. So was
spart kostbares britishes Blut

Ach so. Ja ich hatte das falsch gelesen. Nämlich dass durch die Ausnutzung der regionalen Konflikte eben Kleinasien (beschränkt sich ja dann wohl auf die Türkei) auf ihre Seite gezogen werden sollte. Regionale Konflikte in der Sowjetunion sind, wie du sagtest, weithin bekannt.^^

Schönen Abend noch,

DaBenn

Hallo Semjon,

Hallo,

hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich
erst um andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg
dann ausgegangen wäre.
laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).
also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront

War es nicht. Deutschland konnte, wie hier schon
gesagt wurde, England nicht besiegen bzw. für
eine Invasion „vorbereiten“. Das war Ende 1940
klar. England würde auch nicht aufgeben (Churchill)
und Deutschland freie Hand lassen (nochmal Churchill).

Ich denke, man darf den Russland-Feldzug nicht als spontan geplante Kapriole Hitlers ansehen, quasi aus dem Affekt heraus, nur weil England gerade ein wenig widerspenstig war.

1.) Hitler hatte bereits im Dezember 1940 zur Ausarbeitung eines Plans zur Eroberung der Sowjetunion ausarbeiten lassen („Weisung Nr. 21“). Da war der Feldzug gegen England noch im Gange, der wurde erst im Frühjahr 1941 eingestellt.

2.) Hitler hatte bereits in seiner „Autobiographie/Denkschrift“ von 1923 stets von einer Eroberung des Ostens zwecks Lebensraumerweiterung geredet. Dazu passt dann sofort:

3.) Die gesamte Kriegsführung in Russland war nicht auf Niederschlagung eines Regimes aus, sondern auf Vernichtung eines gesamten Volks und Inbeschlagnahme aller Ressourcen. In diesem Sinne wäre nicht nur der Feldzug an sich eine Fehlplanung, sondern auch die Durchführung, wenn man als Ziel die Beeindruckung Englands und der USA sieht. Dieses war aber eben nicht das Ziel.

Die Einzige Chance, die Hitler hatte, um 1940
eine politisch/militärische Entscheidung im
Weltmasstab für Deutschland herbeizuführen,
bestand in der Vernichtung der SU und der In-
anspruchnahme ihrer Ressourcen. Das ist die
Ratio, die ich bei Hitler (und letztlich auch
im OKH) sehe

Wie gesagt, die Ratio, die ich bei Hitler sehe, ist eher eine Irratio: Hitler war zwar schon irgendwo Stratege und auch ein guter Taktiker, allein seine Ziele waren fatal: es ging nicht um politische oder hegemoniale Ambitionen, sondern schlichtweg um quasi-religiöse, rassistische Ziele: ich stimme ohne wenn und aber mit Sebastian Haffner überein, wenn er im Prinzip sagt: nicht die strategische Kriegsplanung im Detail, sondern der Rassismus, der Antisemitismus und einfach die Ausrottung der jüdischen sowie der slawischen Bevölkerung im Osten hat Deutschland zugrunde gerichtet. Hitler hat sich quasi selbst einen Bärendienst erwiesen.

Hätte er sagen wir mal eine Hegemonialstellung Deutschlands in Europa oder gar der Welt gesucht, hätte er mit Frankreich einen Frieden geschlossen, nachdem es ohnehin schon besiegt war – England hätte keinen Grund gehabt, dann gegen Deutschland ernst zu machen, zumal Russland und der Bolschewismus ja nun wirklich nicht sehr populär waren in der westlichen Welt.

Viele Grüße

OT

Dass Frankreich und Großbritannien
Deutschland den Krieg erklärten war so nicht erwünscht. Und
wenn, dann hoffte man, dass Großbritannien irgendwann klein
beigeben oder besser: Mit dem Deutschen Reich verbrüdern
würde.

Ich wusste gar nicht, dass Deutschland Frankreich nicht den Krieg erklären und sich mit GB verbrüdern wollte. Kennt denn jemand ein gutes, ausführliches, ansprechend geschriebenes Buch, in dem die genauen Pläne Deutschlands erklärt sind, wie z.b. das oben genannte, dass Russland bis Ende 1941 besiegt sein sollte, wie es nach diesem Sieg weitergegangen wäre, wie man auf das Scheitern des Blitzkriegs reagiert hat usw. (dürfen auch mehrere Bücher sein, vllt. auch mit Plänen der Alliierten).