Hallo Semjon,
Hallo,
hätte deutschland russland nicht angegriffen und sich
erst um andere dinge gekümmert, wer weiss wie der krieg
dann ausgegangen wäre.
laut wikipedia hätte russland wohl keinen krieg gegen
deutschland begonnen ( wie immer behauptet wird das es ein
präventivschlag gewessen wäre von deutschland ).
also war der angriff aus russland ja eigentlich eine riesige
fehlplanung. die truppen hätte man in nordafrika einsetzen
können, oder zur verteidigung der westfront
War es nicht. Deutschland konnte, wie hier schon
gesagt wurde, England nicht besiegen bzw. für
eine Invasion „vorbereiten“. Das war Ende 1940
klar. England würde auch nicht aufgeben (Churchill)
und Deutschland freie Hand lassen (nochmal Churchill).
Ich denke, man darf den Russland-Feldzug nicht als spontan geplante Kapriole Hitlers ansehen, quasi aus dem Affekt heraus, nur weil England gerade ein wenig widerspenstig war.
1.) Hitler hatte bereits im Dezember 1940 zur Ausarbeitung eines Plans zur Eroberung der Sowjetunion ausarbeiten lassen („Weisung Nr. 21“). Da war der Feldzug gegen England noch im Gange, der wurde erst im Frühjahr 1941 eingestellt.
2.) Hitler hatte bereits in seiner „Autobiographie/Denkschrift“ von 1923 stets von einer Eroberung des Ostens zwecks Lebensraumerweiterung geredet. Dazu passt dann sofort:
3.) Die gesamte Kriegsführung in Russland war nicht auf Niederschlagung eines Regimes aus, sondern auf Vernichtung eines gesamten Volks und Inbeschlagnahme aller Ressourcen. In diesem Sinne wäre nicht nur der Feldzug an sich eine Fehlplanung, sondern auch die Durchführung, wenn man als Ziel die Beeindruckung Englands und der USA sieht. Dieses war aber eben nicht das Ziel.
Die Einzige Chance, die Hitler hatte, um 1940
eine politisch/militärische Entscheidung im
Weltmasstab für Deutschland herbeizuführen,
bestand in der Vernichtung der SU und der In-
anspruchnahme ihrer Ressourcen. Das ist die
Ratio, die ich bei Hitler (und letztlich auch
im OKH) sehe
Wie gesagt, die Ratio, die ich bei Hitler sehe, ist eher eine Irratio: Hitler war zwar schon irgendwo Stratege und auch ein guter Taktiker, allein seine Ziele waren fatal: es ging nicht um politische oder hegemoniale Ambitionen, sondern schlichtweg um quasi-religiöse, rassistische Ziele: ich stimme ohne wenn und aber mit Sebastian Haffner überein, wenn er im Prinzip sagt: nicht die strategische Kriegsplanung im Detail, sondern der Rassismus, der Antisemitismus und einfach die Ausrottung der jüdischen sowie der slawischen Bevölkerung im Osten hat Deutschland zugrunde gerichtet. Hitler hat sich quasi selbst einen Bärendienst erwiesen.
Hätte er sagen wir mal eine Hegemonialstellung Deutschlands in Europa oder gar der Welt gesucht, hätte er mit Frankreich einen Frieden geschlossen, nachdem es ohnehin schon besiegt war – England hätte keinen Grund gehabt, dann gegen Deutschland ernst zu machen, zumal Russland und der Bolschewismus ja nun wirklich nicht sehr populär waren in der westlichen Welt.
Viele Grüße
OT