Angst

Hallo!

Meine kleine Schwester von 5 Jahren hat neuerdings panische Angst davor, abens allein durch den Flur zu gehen oder allein im Badezimmer zu bleiben. Neuerdings schläft sie nachts auch nicht mehr durch und kriecht nachts zur Mama ins Bett.
Im Flur ist auch die Treppe zum Keller aber soweit ich weiß, hat sie eigentlich keine Angst vor dem Keller.
Ich erinnere mich, das auch ich früher solche Probleme hatte, aber erst im Grundschulalter. Woher komt wowas? Soweit wir wissen gab es keinen besonderen Vorfall der eine Angst begründen würde.
Was kann man da machen?

Danke
Tine

hallo
eigene erfahrung : ich wollte das auch nicht und zwar nur weil (besonders bei vollmond) der riesige tannenbaum, der vor dem haus stand, durchs fenster greuslige schatten warf…
ich hab mich dann auch nicht getraut auf’s klo zu gehen oder es ging, wenn ich mich vorher nachts bei mutter abmeldete : „mama, ich geh jetzt auf’s klo…“.

ich habe erst als junge erwachsene das meinen eltern gesagt, die waren total bestürzt, das hatte keiner vermutet und damals wagte ich nichts zu sagen : dass ich bloss angst vor diesen schatten hatte. zu blöd, denn man hätte nämlich einfach nur den vorhang zuziehen können…

vielleicht ist das was für deine schwester ?
grüssli von fred

Hallo Tine,

in diesem Alter kommt das häufig vor bei Kindern und gilt als normaler Prozess in der Entwicklung. Die Kinder denken mehr über ihre Umgebung nach und versuchen Zusammenhänge zu verstehen. Weil sie sich vieles aber noch nicht erklären können, „erfinden“ sie Geister, Monster, Hexen, Zauberer usw. oder/und haben einfach Angst. Man nennt diese Altersstufe deswegen auch das magische Alter.

Dem Kind dann zu erklären „da ist nichts“ oder „du brauchst keine Angst zu haben“ hilft natürlich überhaupt nicht. Es bewirkt höchstens, dass sich das Kind dann auch noch für seine Angst schämt, was alles noch schlimmer macht. Am besten ist, dem Kind gut zuhören, es mit seiner Angst annehmen und gemeinsam überlegen was helfen könnte: Licht anmachen, Tür auflassen, einen Zauberkreis ums Bett ziehen, der beschützt, von der eigenen Angst als Kind erzählen und wie sie weggegangen ist, ein Bild malen oder ein Rollenspiel spielen, in dem die Angst oder die Geister etc. besiegt werden. Es gibt auch schöne Bücher zum Vorlesen zum Thema, z.B. „Das Traumfresserchen“. Meinem Sohn hat auch ein sogenannter Traumfänger (ein indianisches Stück, um böse Träume abzufangen) geholfen.

Wenn dann mal eine Nacht ohne Angst war, kann man auch eine Art Belohnungssystem einführen, das anspornt, auch weiterhin den Kampf gegen die Angst aufzunehmen. Also entweder kleine Belohnungen (Überraschungseier o.Ä. oder auch ein Punktesystem zum Sammeln für jede besiegte Angst.

Wichtig ist auf jeden Fall, das sich das Kind ernstgenommen fühlt und dass es auch mal Angst haben darf. Es hilft auch, gemeinsam die Angst eine Weile auszuhalten, trösten, und nicht immer sofort blinden Aktionismus zu verfallen.

Trotzdem ist es sinnvoll, bei so plötzlich auftretenden Ängsten genau hinzusehen, -hören und -spüren, ob es nicht doch eine konkrete Ursache gibt. Das können sein: Ärger im Kindergarten oder mit Freunden, aber auch bedrohliche Erwachsene, oder auch Streit der Eltern.

Ich hoffe, du kannst hiermit was anfangen und es ist was für euch dabei.

Viele Grüße
Ulla

eng
Hallo!

Meine kleine Schwester von 5 Jahren hat neuerdings panische
Angst davor, abens allein durch den Flur zu gehen oder allein
im Badezimmer zu bleiben. Neuerdings schläft sie nachts auch
nicht mehr durch und kriecht nachts zur Mama ins Bett.
Im Flur ist auch die Treppe zum Keller aber soweit ich weiß,
hat sie eigentlich keine Angst vor dem Keller.
Ich erinnere mich, das auch ich früher solche Probleme hatte,
aber erst im Grundschulalter. Woher komt wowas? Soweit wir
wissen gab es keinen besonderen Vorfall der eine Angst
begründen würde.

Wie geht es dir dabei?

Was kann man da machen?

Was würdest du gern machen? Meine Große erzählte letztens vom Friedhof der Kuscheltiere. Den Löwen, den ihr mein Onkel zur Geburt geschenkt hat, hat sie bis heute jeden Tag bei sich. Ihr kleiner Bruder ist auch ein Löwe geworden. Nach seiner Geburt hat sie sich einen großen Schäferhund von ihrem Taschengeld gekauft. Mit lediglich fünfzig Prozent Zuzahlung von Muttern wie bei allen Einkäufen die ich nicht leiden konnte. Ein Kuscheltier. Kurz vorher mussten wir einen Streuner wieder abgeben. Einen lebendigen. Das ging tief. Irgendwann meinte wer, der schaut verschlagen und beißt vielleicht. Das hatte mich verunsichert. Dann sprang er wie man mit sieben Monaten eben so springt. Über die Nachbarin drüber weg. Die blond und temperamentvoll klärte erstmal die Hackordnung. Tja, Kuscheltiere sind gut. Wir schlafen alle zusammen in einem Raum.

Gruß.

Hallo Tine,

in diesem Alter kommt das häufig vor bei Kindern und gilt als
normaler Prozess in der Entwicklung.

Genauso sehe ich es auch. Es ist die Zeit der Bewußtwerdung.

Mein Sohn hat mit Vehemenz ein Krokodil unter seinem Bett vermutet…da haben wir es eben jeden Abend verscheucht, bevor er schlafen konnte .

Wenn wirklich kein spezieller Anlaß dahinter steht, dann geht diese Phase vorbei, ganz so wie sie gekommen ist…einfach so :wink:.

Gruß Maid :wink:

Hi Tine!

Warum Kinder Angst haben, weiß ich nicht.

Vielleicht kann ich aber mit einer kleinen Geschichte helfen, diese zu überwinden:

Wie so vielen Gleichaltrigen auch, hatte ich als Kind vor den Gewittern Angst. Bis mein Vater dahinter kam (Es war für mch auch ein Geheimnis, den keiner erfahren dürfte!!! -warum auch immer). Er erfuhr es wahrscheinlich, weil ich einmal als es so furchterlich donnerte und regnete, zusammenschreckte. Dann fragte er mich ganz lieb ob ich tatsälich Angst hatte. Was blieb mir dann anders übrig als ihm mein Geheimnis zu gestehen? Als ich ihm dann bejahte, kam er um dem Tisch, wo ich war und nahm meine Hand. Er sagte nur: „Komm mit“, was ich auch tat. Er ging mit mir zum Balkon und erzählte ganz sachlich wie, wo, wann und warum Gewitter entstehen. Und dann sagte er mir, wie man deren Entfernung zu bestimmen ist. Daraus machten wir einen kleinen Spiel: Seitdem habe ich keine Angst mehr von Blitzern und Donner.

Könnte es Dir etwas Ähnliches für Deine Schwester evtl helfen?
Ich würde mich sehr freuen!

Schönen Gruß
Helena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Richtig. O.w.T.

hallo,
bei mir läuft es alles ziemlich ähnlich ab, wie bei tine! ausser, dass meine tochter erst 2 1/2 jahre ist. sie kann noch nicht so sagen, vor was sie angst hat… ich frage sie, was los ist, aber sie schreit nur und kann sich gar nicht mehr beruhigen! sie mag nicht mehr in ihrem bett schlafen und wenn ich sie doch dazu überreden kann, dann muss ich die tür offenlassen, aber schlafen tut sie erst, wenn wir sie ins schlafzimmer legen. dann merkt man, sie fühlt sich geborgen… es ist nicht einfach und ich hoffe sehr, dass das nur eine phase ist, die wieder vergeht!

lieben gruß
gianna

Wie geht es dir dabei?

Eigentlich hab ich direkt jetzt keine Probleme damit.
Bei mir wurde das dann so gelöst, dass ich in dem Zimmer meiner Schwester geschlafen hab, und zwar ein Stockwerk höher als meine Eltern. Dann war plötzlich alles auf einmal vorbei. Ich hatte kein einziges Mal mehr irgendwelche Probleme.

Was kann man da machen?

Was würdest du gern machen? Meine Große erzählte letztens vom
Friedhof der Kuscheltiere. Den Löwen, den ihr mein Onkel zur
Geburt geschenkt hat, hat sie bis heute jeden Tag bei sich.
Ihr kleiner Bruder ist auch ein Löwe geworden. Nach seiner
Geburt hat sie sich einen großen Schäferhund von ihrem
Taschengeld gekauft. Mit lediglich fünfzig Prozent Zuzahlung
von Muttern wie bei allen Einkäufen die ich nicht leiden
konnte. Ein Kuscheltier. Kurz vorher mussten wir einen
Streuner wieder abgeben. Einen lebendigen. Das ging tief.
Irgendwann meinte wer, der schaut verschlagen und beißt
vielleicht. Das hatte mich verunsichert. Dann sprang er wie
man mit sieben Monaten eben so springt. Über die Nachbarin
drüber weg. Die blond und temperamentvoll klärte erstmal die
Hackordnung. Tja, Kuscheltiere sind gut. Wir schlafen alle
zusammen in einem Raum.

Gruß.

Das versteh ich jetzt irgendwie nicht

LG
Tine

Kuscheltiere sind gut.

Beide Kinder haben sich ein Schäferhund-Plüschtier gekauft, als wir den Rüden abgeben mussten. Die Kuscheltiere sind gut.

Wir schlafen alle zusammen in einem Raum.

Das versteh ich jetzt irgendwie nicht

Tim friert schnell. Und Nina erzählt gern vorm Einschlafen. Ich schlafe oft bei der Gutenachtgeschichte ein. Inzwischen haben die beiden auch einen lebendigen Kater. Aber der schläft woanders, seit er Tim aus Versehen im Schlaf gekratzt hat. Da war der Kater zwar erst zwei Monate alt, aber der Schreck sitzt immer noch tief: Die Kratzspur war direkt neben Tims Auge.

Liebe Grüße