Angst allein zu Haus / im Dunkeln?

Hi Bomba,

eins vorweg: nachts ist alles schlimmer als tagsüber, weil man daüber die Dinge, die einem Angst machen, besser darüber nachdenken kann.

Ist das eine neue Situation für Dich, nachts alleine im Haus zu sein oder warst Du früher schon mal allein in der Nacht im Haus?
Wenn Du früher auch schon mal allein im Haus warst nachts, dann warst Du ja nicht richtig allein, sondern da war ja noch Dein Bruder und/oder Dein Hund im Haus.
Da aber ja Dein Hund gestorben und Dein Bruder ausgezogen und Deine Mutter ins Krankenhaus muß, bist Du jetzt ganz alleine; das ist was völlig anderes, als wenn man noch jemand im Haus hat, selbst wenn er schläft oder so.

Aber ich gebe Dir einen Tip, der mir immer sehr gut hilft: Mache mit Deinem Dad aus, daß Du ihn auf der Arbeit anrufen darfst, wenn was ist.
Sage zu ihm, wenn er geht:
„Papa, ich rufe Dich an, wenn was ist.“ Er sagt: „Ja natürlich.“

Dieses Wissen, ich kann ja jemanden anrufen, wenn etwas ist, ist sehr beruhigend und Du wirst sehen, daß ja doch nichts ist und wahrscheinlich auch nichts sein wird, weil Du ja jemanden erreichen kannst.
Verstehst Du, was ich meine?

Probiere es einfach mal aus, bist doch groß und stark, ich glaub an Dich (habe selbst auch Angst, kenne mich also aus mit dem Thema).

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, für Doppelungen
deshalb schon mal entschuldigung.

Na, das is aber nicht nett. :smile:

Die genauen Gründe für die Angst könnte Dir vermutlich nur
eine Therapie nennen.

Für eine Therapie bin ich nicht zu haben. Dafür ist es „nicht schlimm genug“.

Als Tipp und logische Herangehensweise
(falls Du dafür zu haben bist) würde ich sagen: Stelle Dich
der Angst und sie wird verschwinden. Geh den Geräuschen nach
und finde heraus, was sie verursacht. Mit jedem Mal, an dem Du
eine harmlose Ursache feststellst wird die Angst kleiner, die
Erfahrung überwiegt die Sorge.

Das ist es ja. Wenn ich den Geräuschen folge und am eigentlichen Ursprungsort bin, ist da nichts mehr. Kein Geräusch, kein nichts.
Und das macht mir die eigentliche Angst.

Das hilft ja auch nicht wirklich, es ist ja eine Umgehung der
Situation, die Dir Angst macht. Dadurch wirst Du nie eine
positive Erfahrung machen (die Angst zu besiegen) und die
Phantasie wird weiter überhandnehmen.

Du meinst, es ist Fantasie?
Das mit meinem Freund sehe ich auch so.

Das ist nicht für jeden die passende Methode, vor allem nicht
allein. Bei mir funktioniert das, mein Angstpotential ist aber
auch eher gering. Aber ich gehe nachsehen und kann mich zum
Glück überwinden, der Angst entgegentreten. Mir ist klar, dass
das wahrscheinlich nicht jeder kann.

Wie gesagt, ich tue es. Ich habe auch nicht so schnell Angst. Ich habe, wenn, um andere Menschen Angst. So gut wie nie um mich.

LG, Bomba

Hallo Beate,

im Grunde sind es nur die Hausgeräusche, denke ich. Ich weiß auch nicht, wie ich es beschreiben soll, nur manchmal klingt es halt anders. Als würde einer durchs Haus laufen.
Anfangs bin ich immer mit ner Glasflasche oder was anderem durchs Haus, hab überall Licht gemacht und nachgesehen - aber es war nie was da.

Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass es weniger um
die Dunkelheit als um die Menschen geht: Verbindest du
vielleicht das Haus deiner Eltern mit deren Anwesenheit -
„wenn die üblichen Leute nicht da sind, stimmt etwas nicht,
also sei wachsam“ oder ähnlich?

Darüber hab ich auch schon nachgedacht. Dass ich sie als Schutz empfinde.
Aber wenn ich mit meiner Mum allein bin, was oft geschieht, hab ich eher Angst, dass ihr (im Falle eines Falles) was passieren könnte.

Da habe ich kaum Erfahrung, aber ich würde mir wahrscheinlich
vor Augen halten, dass dies kein Dauerzustand ist, und mich
ansonsten halt ablenken und entspannen, so gut es geht.
Leichte Übermüdung schadet vielleicht nicht, also etwas länger
aufbleiben als unbedingt nötig?

Durch meinen derzeitigen Arbeitszustand (dt.arbeitslos) bin ich immer gegen 2 Uhr erst im Bett. Da schläft auch schon alles und ich höre nichts. Alles ist ok.

Ich habe schonmal überlegt, ob es mit der Abwesenheit meines Hundes zu tun haben könnte.
Nachdem dieser gestorben war, war ich so gut wie gar nicht mehr allein zu Haus.
Er war immer sehr guter Schutz und ein guter Unterhalter. :wink:
Aber wenn ich sonst woanders bin, sind da auch keine Hunde - und es macht mir gar nichts.

LG, Bomba

Hi Susanne,

ich war schon lange nicht mehr allein zu Haus. Meine Eltern gehen nicht viel raus und sind daher abends so gut wie immer da.
Früher war ich auch selten allein zu Haus, aber es gab keine Probleme. Alles begann mit dem Auszug meines Bruders, aber es war auch für lange Zeit gut.

Meinen Dad kann ich immer anrufen, das weiß ich. Allerdings wäre er im Notfall nicht schnell genug da - das schonmal vorweg. Aber das beunruhigt mich nicht.
Um mich herum wohnen alles Leute, die ich kenne auch viel Familie.

Das mit meinem Hund habe ich ein Posting drunter auch angesprochen. Könnte was sein, aber helfen tut es mir nicht. Außer, dass es mein Problem erklären könnte.

Danke dir.

LG, Bomba

Ich danke euch!
Hallo ihr Lieben,

danke, dass ihr versucht habt, meinem Problem auf die Schliche zu kommen.

Leider hat mich nichts davon wirklich weiter gebracht.

Es ist kein Problem, was mich megstark belastet und ich hatte nur gehofft, ihr kennt sowas und habt eine Lösung parat.

Dummerweise ist jeder Mensch anders und ihr könnt nicht in meiner Seele lesen.

Ich werd jetzt damit klar kommen und mich was abhärten, was das Allein-im-Dunkeln-Sein betrifft. Weiß noch nicht genau, wie, aber es muss sein.

Danke euch!!

LG, Bomba

Wir können nicht alles verstehen, das ist ein herbe Tatsache.

Gruss

owT

MOD: Vollzitat gelöscht

hallo bomba

Keine, an die ich mich erinnern kann, hat mit der Dunkelheit
zu tun. Hab auch mal meine Eltern und meinen Bruder gefragt.
Nüx.

ich will jetzt nicht den teufel an die wand malen, aber schlimme kindheitserinnerungen werden vom kindlichen hirn meist ziemlich effektiv verdrängt und die tatsache, dass du dich nicht erinnern magst, sagt eigentlich nicht viel aus.

wünsch dir auf jeden fall viel erfolg bei deiner problembewältigung.

liebe grüsse,
coco

Wir können nicht alles verstehen, das ist ein herbe Tatsache.

…wie wahr!!!

spekulative Anregung
Guten Morgen.

ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, für Doppelungen
deshalb schon mal entschuldigung.

Na, das is aber nicht nett. :smile:

So bin ich :smile:

Für eine Therapie bin ich nicht zu haben. Dafür ist es „nicht
schlimm genug“.

Schade, aber ich kenne den Aufwand, erst einmal einen Platz zu bekommen. Da nimmt man viel an „Unwohlsein“ in Kauf bis man sich auf diesen Weg macht. Vielleicht kennst Du jemanden, der einfach gutes soziales und psychologisches Gespür hat und sich die ganze Geschichte mal anhört und Dir vielleicht weiterhelfen kann. Ein Seelsorger im weitesten Sinne.
Im Übrigen habe ich eine Freundin, die von ähnlichen Beklemmungen geplagt war und dies mit Hilfe von ein paar Therapiestunden wieder in den Griff bekommen hat. Bei ihr hing der Auslöser irgendwie mit der Verantwortung für ihre Kinder zusammen (Das Hirn geht manchmal merkwürdige Wege).

Das ist es ja. Wenn ich den Geräuschen folge und am
eigentlichen Ursprungsort bin, ist da nichts mehr. Kein
Geräusch, kein nichts.
Und das macht mir die eigentliche Angst.

Hm, ich habe das nur von anderen mitbekommen, wie man da vorgehen kann: Versichere Dich der Realität, da hilft eine Begleitung, die auch horcht und Dir sagt, ob das Gehörte wirklich da ist. Hört sich Gaga an, aber jeder bildet sich mal was ein. Und dann würde es vielleicht helfen, die Angst zu konkretisieren. Vor was genau hast Du Angst? Was könnte passieren? Ist das Fantasie oder wirkliche Gefahr, wie realistisch ist diese (Hier würde ich mir einen sehr bodenständigen Gesprächspartner suchen)?

Du meinst, es ist Fantasie?

Das weiss ich nicht. Versuche es selber herauszufinden, das muss sich doch überprüfen lassen.

Wie gesagt, ich tue es. Ich habe auch nicht so schnell Angst.
Ich habe, wenn, um andere Menschen Angst. So gut wie nie um
mich.

Jetzt wird’s spekulativ und hochpsychologisch :wink: : Wenn Du nie um Dich Angst hast, ist dies vielleicht der unterbewußte Versuch, genau dieses Defizit wieder auszugleichen. Ein Stück Angst um Dich selber wäre ja vielleicht seelisch ganz gesund und Du läßt sie aus welchem Grund auch immer nicht zu und das rächt sich auf diese Weise.

Da bin ich jetzt kein Spezialist, aber ich würde vermuten, dass es sich schon lohnt, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Nicht dass sich das zu einer echten, großen Angst auswächst.

Viele Grüße
kernig

Na das war ja wohl voll daneben.

Finde ich nicht, denn…:

Erstens war ich 1 1/2 Jahre alt und kann mich daran nicht
erinnern

Du kannst Dich nicht dran erinnern und kannst es bewusst ausschließen? Wow… Respekt. Vielleicht ist Dir nicht alles bewusst.

Wär was einfach, meinst du nicht?

Tja… http://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser

Hund…
Hi, bin zwar noch etwas jung, aber ich möchte mal was zu dem Hund sagen :wink:

Ich denke vllt. wäre es gar nicht so schlecht, wenn du dir einen neuen Hund aussuchst(wenn du denn über den Tod von deinem bisherigen drüberweggekommen bist)

Denn Hunde haben teilweise besser ausgeprägte Sinne als wir Menschen und auch ein gutes Gespür was ihr Herrchen betrifft.

Ich meine, dein Hund merkt, wenn dir was Angst macht, vllt. rennt er dann z.B. zu der Stelle im Haus wo das/die Geräusche herkommen???
(ok, vllt ein bisschen weit hergeholt, aber durchaus möglich)

Oder aber er gibt dir einfach nur das Gefühl von Sicherheit, wenn wirklich nichts ist. Oder er ist genauso unruhig wie du.
Denn wenn wirklich etwas nicht stimmt, dann warnt der Hund sein Herrchen, davon bin ich überzeugt. Schließlich ist er nicht umsonst „Der beste Freund des Menschen“

LG Julian

1 „Gefällt mir“

Schluchz
Hi Julian,

du hast sowas von Recht.

Mein Hund hat damals immer gemerkt, wenn was war und er ist auch immer gucken gegangen.
Mit ihm hab ich mich immer sicher gefühlt.

Leider hat mein Dad einen neuen Hund verboten. Gott weiß, warum. Er hat keinen richtigen Grund, aber ich werde erst wieder einen Hund haben, wenn ich ausgezogen bin. :frowning:

Mein Hund ist schon fast 4 Jahre tot und obwohl er mir immer noch sehr fehlt, bin ich im emotionalen Sinne drüber weg.

Aber ob er der eigentliche Grund ist…? Nach seinem Tod war ja auch noch alles ok.

Trotzdem danke für deine Ideen.

LG, Bomba

Urvertrauen und Verlustangst
Hallo Bomba,

zwei Themen würde ich sehen: und a) fehlendes Urvertrauen und b) Verlustangst.

Hilft Dir nicht wirklich, ich weiß. Solange wir nicht allein sind oder für Jemanden, den wir lieben, stark sein müssen, dann ist alles soweit ok. Ich glaube nicht, dass Dir die Geräusche die Probleme bereiten. Du kennst das Haus, in dem Du wohnst, Du weißt sicher, dass sich des nächstens Treppenplanken und Geländer „bewegen“, das eben alles, was aus Holz ist, in der Kühle der Nacht halt „arbeitet“. Das macht Geräusche.

Früher, als alle da waren, da gehörte es dazu, bedeutete keine Gefahr. Nun steht vor Dir die Situation, dass Du ALLEIN bist. Ist kein Grund zum Schämen, im Keller pfeifen alle!

Angst hat ja die Aufgabe, uns so zu verhalten, dass wir vor Gefahren geschützt sind. Dumm wird es, wenn sie sich auf einmal selbständig macht, und wir uns mit unseren Fragen zur und vor der Angst derart hochschalten können, dass die Angst sich quasi verselbständigt. Und dann setzt schon mal leichte Panik ein… Und wenn dies durch eine persönliche Lebenssituation (arbeitslos, Hund verloren, und und und) noch verschärft wird, dann kann es plötzlich sehr heftig werden.

Klar, man kann durch eine Therapie und geeignete Medikamente eine Menge abfangen. Und dies hat mit Feigheit absolut nichts zu tun. Da die Situation jetzt aber da ist: Wäre es für Dich denkbar, dass Dich Du mal am Tag von Deinem Vater durch das Haus führen lässt? Vielleicht kann er Dir zu den einzelnen Teilen des Hauses (Keller eingeschlossen!!!) auch eine Geschichte, viell sogar in Zusammenhang mit Dir?) erzählen. So lernst Du (erneut) kennen, dass dieses Haus auch Dein Haus ist, Dein Schutz und Schirm.

Versuche doch einmal diesen Ansatz, fasse wieder Vertrauen in dieses, Dein Haus, grüße es und danke ihm für den Schutz, den es Dir gewährt. Ich wünsche Dir allen Mut der Welt dazu und die Kraft, Dein Dir eigenes Urvertrauen wieder zu finden!

Ich segne Dich!
Liebe Grüße
Dieter

Naja…Schade.

Trotzdem wünsche ich dir alles Gute, insbesondere natürlich dass du deine Angst bezwingst!

LG Julian