Angst allein zu Haus / im Dunkeln?

Hallo zusammen,

mein Anliegen ist mir etwas peinlich, aber ihr sagt ja immer, das ist Blödsinn. :smile:

Rückblende:

Als mein Bruder damals auszog, hatte ich bestimmt ein Jahr lang richtig Angst im Haus.
Vor allem nachts, wenn ich normalerweise jedes Geräusch auf meinen Bruder schieben konnte. Haben beide oben geschlafen.

Er war dann weg und trotzdem knackte und quietschte es nebenan.
Wenn ich die Treppe rauf oder runter musste, bin ich richtig gerannt, da ich mich immer verfolgt fühlte. Ein echt fieses Gefühl, der Keller war tabu.

Ich weiß nicht mehr, wie und wieso es wegging, aber die Angst war weg. Nebenbei war ich zu der Zeit ca. 16 Jahre alt!!

Jetzt-Zeit:

Meine Mum muss jetzt für ca. 10 Tage ins Krankenhaus und mein Dad hat Nachtschicht, also bin ich von ca. 22-7 Uhr allein zu Haus.

Wenn ich daran denke, wird mir richtig mulmig und das verstehe ich einfach nicht.
Ich habe keine Angst im Dunkeln, nie gehabt. Ich gehe auch gerne nachts raus und laufe (da mein Hund tot ist) allein durch die Gegend.
Aber zu Hause ist das anders und ich weiß nicht warum.
Ist es ganz leise, achte ich auf jedes Geräusch und mein Herz schlägt schneller. Mache ich mir „Hintergrundgeräusche“ (TV, Musik etc.), höre ich die Geräusche nur unklar und fühl mich dann gezwungen, alles aus zu machen, um besser hören zu können.

Meinen Freund kann ich für die paar Tage hier nicht über Nacht „halten“, da sein Arbeitsweg von mir aus zu lang ist.

Habt ihr Tipps oder Erklärungen für mich? Wäre euch sehr dankbar, weil mit fast 23 Jahren Angst allein zu Haus zu haben, kann ja nicht angehen.

Danke im Voraus und LG, Bomba

Hallo Bomba,

Du bist nicht alleine mit dieser Angst. Ich habe auch lange Angst gehabt, wenn ich alleine im Haus meiner Großeltern, wo ich aufgewachsen bin, übernachten mußte. Dieses Haus ist aus dem 19. Jahrhundert, ziemlich unübersichtlich, die Räume nicht besonders hell, der Weg zum nächsten Lichtschalter oft etwas weit, immer wieder irgendwelche knackende und sonstige Geräusche… diese Angst hatte im übrigen noch deutlich über das 23. Lebensjahr hinaus, sogar jetzt noch ein bißchen, aber schon viel weniger.

Ich glaube, ich hätte diese Angst auch in anderen unübersichtlichen Häusern, wenn ich dort übernachten würde.

Mir erscheint es am wahrscheinlichsten, daß solche Ängste angeboren sind, so ähnlich wie z. B. die Angst vor Schlangen.

Gegen diese Art von Angst kann man durch wiederholte Exposition unter kontrollierten Bedingungen eine Hemmung aufbauen, sodaß Du sie nicht mehr bewußt wahrnimmst. Also „herantasten“, solange der Verstand einem sagen kann, es ist eh alles in Ordnung.

Im übrigen muß man sich für das Auftreten von Emotionen niemals genieren - gleichgültig, welche.

Grüße,

I.

Hi,

Ich glaube, ich hätte diese Angst auch in anderen
unübersichtlichen Häusern, wenn ich dort übernachten würde.

Aber ich hab das nirgendwo sonst, außer zu Haus und da bin ich geboren. Ich kann draußen Zelten, da hab ich keine Angst und unser Haus ist an sich zwar groß, aber nicht geräumig oder unübersichtlich. Ich kenne jede Ecke und solang irgendwer außer mir Geräusche verursacht, ist alles ok. Aber bin ich der einzige Geräuscherzeuger…*bibber*.

Mir erscheint es am wahrscheinlichsten, daß solche Ängste
angeboren sind, so ähnlich wie z. B. die Angst vor Schlangen.

Aber dann hätte ich doch dauernd Angst.

Gegen diese Art von Angst kann man durch wiederholte
Exposition unter kontrollierten Bedingungen eine Hemmung
aufbauen, sodaß Du sie nicht mehr bewußt wahrnimmst. Also
„herantasten“, solange der Verstand einem sagen kann, es ist
eh alles in Ordnung.

W-a-s?? Ich verstehe die Worte, aber nicht den Zusammenhang…sorry.

Im übrigen muß man sich für das Auftreten von Emotionen
niemals genieren - gleichgültig, welche.

)

LG, Bomba

ho bomba,

das kann auch mit einer oder mehreren schlechten kindheitserfahrungen zusammen hängen. interessant wäre zu wissen, ob du die gleichen angstgefühle auch hast, wenn du ausserhalb dem haus deiner eltern alleine bist?

lg,
coco

Hi Bomba,

Angst in einem gewissen Maß ist ja auch gesund und dient dem Selbstschutz. Ich meine, wenn es nebenan brennt und Du bleibst ruhig im Bett liegen, weil Du meinst, das Geräusch wird schon wieder aufhören, dann könnte das eine Deiner letzten Überlegungen im Leben gewesen sein.

Doch weshalb manche Menschen besonders Angst im Dunkeln haben?

  • diffuse Ängste die einem bei Dunkelheit „(vor-)bewußter“ werden?
  • Erfahrungen die mit Dunkelheit zu tun haben, z.B. nachts mal in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen
  • viel Phantasie?
  • weil einer der Wahrnehmungssinne (Sehen) ausgeschalten wird und möglicherweise tun sich hier besonders Menschen schwer, die ihre Welt sehr über die Visualisierung wahrnehmen.

Gerade Kindern dürften diese Ängste im Dunkeln vertraut sein, da da wo es ihnen noch an Wissen und Erfahrung mangelt, sie ihren Phantasien freien Lauf lassen. Gerade wenn etwas neu und unbekannt ist, sind Ängste gar nichts Außergewöhnliches.

Also, damit keine schlechten Phantasien groß aufkeinem können, horche solange Deine Eltern noch da sind, schon mal tagsüber und achte erst recht auch in der Nacht darauf was da knackst und knarrt, mache eine Geräuscheliste, und mache Dir bewußt, was bei Euch Geräusche verursacht.

Und wenn Du allein nicht drauf kommst, lass’ Dir von Deiner Familie helfen. Welche Geräusche macht z.B. die Heizung, eine Türe bei offenem Fenster, Leitungsrohre, Holzmöbel…

Ich weiß nicht wie sinnvoll es bei Dir wäre ein Telefon mit ans Bett zu nehmen. Bei manchen Menschen fördert das eher Ängste als es denn eine Beruhigung darstellt. Das müsstest Du selbst entscheiden.

Weitere Möglichkeiten sind Dich so auszupowern, dass Du nur noch müde ins Bett fällst und gleich einschläfst. Wie wäre es mit einem Entspannungsbad? Du könntest auch im Vorfeld Visualisierungsübungen machen. Stelle Dir etwas vor, dass Du sehr schön für Dich findest, ein Lebensziel, den nächsten Traumurlaub. Und dann könntest Du auch noch weitere Entspannungsübungen machen bis Du einschläfst. Teils ist das nicht nur eine Frage des (Selbst-)Vertrauens sondern auch der Übung. Manche Leute schaffen es sogar in Entspannungs-Kursen im Sitzen einzuschlafen. :smile:

Ciao,
Romana

Hiho Coco,

das kann auch mit einer oder mehreren schlechten
kindheitserfahrungen zusammen hängen.

Keine, an die ich mich erinnern kann, hat mit der Dunkelheit zu tun. Hab auch mal meine Eltern und meinen Bruder gefragt. Nüx.

interessant wäre zu
wissen, ob du die gleichen angstgefühle auch hast, wenn du
ausserhalb dem haus deiner eltern alleine bist?

Wie geschrieben: Nein.
Ich gehe allein draußen (abends / nachts) spazieren, ich kann im Elternhaus meines Freundes nachts allein sein, überall.

LG, Bomba

Hi Bomba,

wieso bist Du der einzige Geräuscherzeuger? Das Haus macht auch Geräusche.

Sicherlich haben Ängste auch was mit unserer Evolution zu tun. Manche Ängste mögen sich im Laufe der Menschheitsgeschichte verändert haben, manche verschwanden, manche kamen neu hinzu. Doch es gibt sicherlich auch Ängste die sich nicht ändern, z.B. Angst vor Schmerzen oder kennst Du einen halbwegs gesunden Menschen der gerne Schmerzen mag?

Im Dunkeln fällt nun mal einer unserer Sinne weitestgehend aus, sprich wir können nicht mehr alles wahrnehmen, haben nicht mehr den Überblick. Theoretisch könnte Gefahr aus dem Hinterhalt lauern.

Von daher ist es meines Erachtens förderlich die anderen Sinne zu schärfen, sprich wenn Du nix mehr siehst, dann horche und lerne die Geräusche kennen. Viel Angst basiert auf dem was wir nur nicht kennen. Neben dem Gehörsinn kannst Du ja auch Deine Nase sensibilisieren. Schnuppere mal in die Wohnung rein. Riecht es nach Rauch, riecht es nach Essen… oder riecht es einfach nur wiie immer? Je vertrauter Dir Deine Um-Welt ist, so diese für Dich okay ist, desto weniger Angst solltest Du haben.

Und weshalb Du beim Zelten keine Angst hast und zu Hause Dir einen abbibberst… Möglicherweise hat das damit zu tun, dass Du in Deinem Elternhaus die eine oder andere für Dich unerfreuliche Erfahrung gemacht hast, ohne dass gleich ein größeres Konfliktpotential dahinter stecken muss), indes Du mit dem Zelten bislang (fast) nur positive Erfahrungen verbindest. Möglicherweise überträgt Du dann im Dunkeln nicht für Dich ganz erledigte Erfahrungen oder andere diffuse Ängste, die mit der Dunkelheit ansich gar nichts zu tun haben.

Ciao,
Romana

mein Anliegen ist mir etwas peinlich, aber ihr sagt ja immer,
das ist Blödsinn. :smile:

Kein Anliegen ist peinlich.

Rückblende:

Als mein Bruder damals auszog, hatte ich bestimmt ein Jahr
lang richtig Angst im Haus.
Vor allem nachts, wenn ich normalerweise jedes Geräusch auf
meinen Bruder schieben konnte. Haben beide oben geschlafen.

Die Geräusche sind meinst logisch erklärbar.

Er war dann weg und trotzdem knackte und quietschte es
nebenan.

Das hat Material so an sich:smile:

Wenn ich die Treppe rauf oder runter musste, bin ich richtig
gerannt, da ich mich immer verfolgt fühlte. Ein echt fieses
Gefühl, der Keller war tabu.

Ich weiß nicht mehr, wie und wieso es wegging, aber die Angst
war weg. Nebenbei war ich zu der Zeit ca. 16 Jahre alt!!

Jetzt-Zeit:

Meine Mum muss jetzt für ca. 10 Tage ins Krankenhaus und mein
Dad hat Nachtschicht, also bin ich von ca. 22-7 Uhr allein zu
Haus.

Wenn ich daran denke, wird mir richtig mulmig und das verstehe
ich einfach nicht.

Horrorfilme tun ihr übgriges…

Ich habe keine Angst im Dunkeln, nie gehabt. Ich gehe auch
gerne nachts raus und laufe (da mein Hund tot ist) allein
durch die Gegend.

Also, geht doch.

Aber zu Hause ist das anders und ich weiß nicht warum.

Das Warum wird keine Lösung bringen, akzeptiere Deine Angst.

Ist es ganz leise, achte ich auf jedes Geräusch und mein Herz
schlägt schneller. Mache ich mir „Hintergrundgeräusche“ (TV,
Musik etc.), höre ich die Geräusche nur unklar und fühl mich
dann gezwungen, alles aus zu machen, um besser hören zu
können.

Schwer, ich kann Dir keine Lösung anbieten, zumindest keine brauchbare.

Meinen Freund kann ich für die paar Tage hier nicht über Nacht
„halten“, da sein Arbeitsweg von mir aus zu lang ist.

Wie lange wäre der Weg?

Habt ihr Tipps oder Erklärungen für mich? Wäre euch sehr
dankbar, weil mit fast 23 Jahren Angst allein zu Haus zu
haben, kann ja nicht angehen.

Es kann angehen, das ein Mensch mit 23 noch Angst hat. Die meisten Menschen haben Angst, auch mit 90! Es gibt keine Altersgrenze. Versuche es mit Lesen, nur ein Tipp…

Gruss
mrh

Hi Romana,

also meine Fantasie habe ich schon lange im Griff, die trickst mich nicht aus - außer, ich lasse es bewusst zu.

Also, damit keine schlechten Phantasien groß aufkeinem können,
horche solange Deine Eltern noch da sind, schon mal tagsüber
und achte erst recht auch in der Nacht darauf was da knackst
und knarrt, mache eine Geräuscheliste, und mache Dir bewußt,
was bei Euch Geräusche verursacht.

Ich kenne an sich jedes Geräusch im Haus. Die Heizung, das Dach, der Boden.
Die Geräusche kommen auch fast regelmäßig, aber dann knackt es z.B. nicht nur, sondern der Boden klingt, als gäbe er einem Gewicht nach. Ein Gewicht, das sich bewegt. Da platzt mir fast das Herz.

Über Tag nehme ich die Geräusche nicht wahr. Es ist immer eine Geräuschkulisse zugegen und am Tag kann ich ja auch allein zu Haus sein.
Sogar wenn sich nachts der Kaffeeautomat reinigt oder die Spülmaschine läuft, ist alles ok.

Ich weiß nicht wie sinnvoll es bei Dir wäre ein Telefon mit
ans Bett zu nehmen. Bei manchen Menschen fördert das eher
Ängste als es denn eine Beruhigung darstellt. Das müsstest Du
selbst entscheiden.

Mein Handy liegt immer bei mir, aber es gibt mir weder ein Gefühl der Sicherheit noch des Gegenteils.

Weitere Möglichkeiten sind Dich so auszupowern, dass Du nur
noch müde ins Bett fällst und gleich einschläfst. Wie wäre es
mit einem Entspannungsbad?

Die 2 Dinge werde ich in den paar Tagen mal wieder versuchen, das könnte vielleicht klappen…aber dann verdränge ich es nur, geklärt hab ich es dann doch nicht. :frowning:

Du könntest auch im Vorfeld
Visualisierungsübungen machen. Stelle Dir etwas vor, dass Du
sehr schön für Dich findest, ein Lebensziel, den nächsten
Traumurlaub. Und dann könntest Du auch noch weitere
Entspannungsübungen machen bis Du einschläfst. Teils ist das
nicht nur eine Frage des (Selbst-)Vertrauens sondern auch der
Übung. Manche Leute schaffen es sogar in Entspannungs-Kursen
im Sitzen einzuschlafen. :smile:

Dinge dieser Art habe ich schon sehr oft probiert. Hatte eine Zeit lang während der Schulzeit Schlafstörungen. Habe alles versucht, Tee, Baden, Meditation etc.
Ich bin einfach nicht „offen“ für sowas. Ich glaube da auch nicht dran, was wohl das eigentliche „Problem“ ist.

LG, Bomba

Hallo,

Horrorfilme tun ihr übgriges…

Bisher hat es kein Horrorfilm geschafft, bei mir derartige Gefühle auszulösen.

Das Warum wird keine Lösung bringen, akzeptiere Deine Angst.

Ich kann nichts akzeptieren, was ich nicht verstehe. Für mich ist das Warum die Lösung.

Wie lange wäre der Weg?

Doppelt so lang, das heißt, er müsste doppelt so früh aufstehen, doppelt so viel Sprit verfahren und er wäre kaputter als sonst und das kann gefährlich werden.
Außerdem will ich allein zu Haus bleiben können und mir keinen Babysitter holen. :frowning:

LG, Bomba

P.s.:Ich lese, aber dabei brauche ich Ruhe und dann hör ich wieder genau hin…

Hi,

wieso bist Du der einzige Geräuscherzeuger? Das Haus macht
auch Geräusche.

Natürlich weiß ich das, aber als ich das eben schrieb, meinte ich das anders.
Wenn ich allein zu Haus bin, rede ich nicht - außer ein paar Selbstgesprächen :wink: - und verhalte mich auch so leise.
Ich trampel nicht die Treppe runter oder schlage Türen oder so.
Mein Dad rumpelt und rappelt immer durchs Haus und meine Mum redet auch relativ laut.

Sicherlich haben Ängste auch was mit unserer Evolution zu tun.
Manche Ängste mögen sich im Laufe der Menschheitsgeschichte
verändert haben, manche verschwanden, manche kamen neu hinzu.
Doch es gibt sicherlich auch Ängste die sich nicht ändern,
z.B. Angst vor Schmerzen oder kennst Du einen halbwegs
gesunden Menschen der gerne Schmerzen mag?

Nope, kenne ich nicht.

Im Dunkeln fällt nun mal einer unserer Sinne weitestgehend
aus, sprich wir können nicht mehr alles wahrnehmen, haben
nicht mehr den Überblick. Theoretisch könnte Gefahr aus dem
Hinterhalt lauern.

Die lauert meiner Meinung nach immer und überall. Das habe ich nie auf die Dunkelheit beschränkt und dadurch, dass ich auf dem rechten Auge nichts sehe, bin ich immer etwas aufmerksamer und wachsamer als ein Normalo.

Von daher ist es meines Erachtens förderlich die anderen Sinne
zu schärfen, sprich wenn Du nix mehr siehst, dann horche und
lerne die Geräusche kennen. Viel Angst basiert auf dem was wir
nur nicht kennen. Neben dem Gehörsinn kannst Du ja auch Deine
Nase sensibilisieren. Schnuppere mal in die Wohnung rein.
Riecht es nach Rauch, riecht es nach Essen… oder riecht es
einfach nur wiie immer? Je vertrauter Dir Deine Um-Welt ist,
so diese für Dich okay ist, desto weniger Angst solltest Du
haben.

Das hilft mir leider nicht weiter.
Unser Haus ist mir das vertrauteste, aber auch das einzige, wo ich aufgeregt bin - und nur, wenn ich nachts allein bin.

Und weshalb Du beim Zelten keine Angst hast und zu Hause Dir
einen abbibberst… Möglicherweise hat das damit zu tun, dass
Du in Deinem Elternhaus die eine oder andere für Dich
unerfreuliche Erfahrung gemacht hast, ohne dass gleich ein
größeres Konfliktpotential dahinter stecken muss), indes Du
mit dem Zelten bislang (fast) nur positive Erfahrungen
verbindest. Möglicherweise überträgt Du dann im Dunkeln nicht
für Dich ganz erledigte Erfahrungen oder andere diffuse
Ängste, die mit der Dunkelheit ansich gar nichts zu tun haben.

Was die allgemeinen Ängste betrifft, die jeder von uns so hat, mit denen beschäftige ich mich meist tagsüber, nachts nie, da ich dann nicht schlafen kann, bis ich die Lösung habe.

Womöglich gibt es gar keine Erklärung für meine Angst - wenn es denn überhaupt eie Angst ist.

LG, Bomba

Hiho Coco,

das kann auch mit einer oder mehreren schlechten
kindheitserfahrungen zusammen hängen.

Keine, an die ich mich erinnern kann, hat mit der Dunkelheit
zu tun. Hab auch mal meine Eltern und meinen Bruder gefragt.
Nüx.

Du hast in Kindheitsjahren ein Auge verloren und sprichst von keinen schlechten Erinnerungen, die mit Dunkelheit zu tun haben?

Denk mal drüber nach…

Hi Bomba,

was ist es denn das Du verspürst oder denkst, wenn Du allein in Deinem Elternhaus bist?

Weitere Möglichkeiten sind Dich so auszupowern, dass Du nur
noch müde ins Bett fällst und gleich einschläfst. Wie wäre es
mit einem Entspannungsbad?

Die 2 Dinge werde ich in den paar Tagen mal wieder versuchen,
das könnte vielleicht klappen…aber dann verdränge ich es
nur, geklärt hab ich es dann doch nicht. :frowning:

Was konkret verdrängst Du?

Du könntest auch im Vorfeld
Visualisierungsübungen machen. Stelle Dir etwas vor, dass Du
sehr schön für Dich findest, ein Lebensziel, den nächsten
Traumurlaub. Und dann könntest Du auch noch weitere
Entspannungsübungen machen bis Du einschläfst. Teils ist das
nicht nur eine Frage des (Selbst-)Vertrauens sondern auch der
Übung. Manche Leute schaffen es sogar in Entspannungs-Kursen
im Sitzen einzuschlafen. :smile:

Dinge dieser Art habe ich schon sehr oft probiert. Hatte eine
Zeit lang während der Schulzeit Schlafstörungen. Habe alles
versucht, Tee, Baden, Meditation etc.
Ich bin einfach nicht „offen“ für sowas. Ich glaube da auch
nicht dran, was wohl das eigentliche „Problem“ ist.

Ich finde nicht, dass Entspannungsmethoden etwas mit Glauben zu tun haben. Man muss halt offen dafür sein, sich wirklich einlassen können und auch wollen, und die Methoden herausfinden, die am besten zu einem passen.

Kannst und willst Du Dich auf Entspannungsverfahren einlassen? Wege gibt es viele. Ich persönlich mag sehr die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson: http://www.schmerzakademie.de/pat_serv.php#PMNJ und

LG, Bomba

Ciao,
Romana

Hi Bomba,

Ich kann nichts akzeptieren, was ich nicht verstehe. Für mich
ist das Warum die Lösung.

Wieviel hast Du in Deinem Leben akzeptiert?

Ciao,
Romana

‚Kevin allein zuhaus‘ solltest Du dann meiden! owt
:wink:

Guten Morgen,
ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, für Doppelungen deshalb schon mal entschuldigung.

Aber zu Hause ist das anders und ich weiß nicht warum.
Ist es ganz leise, achte ich auf jedes Geräusch und mein Herz
schlägt schneller. Mache ich mir „Hintergrundgeräusche“ (TV,
Musik etc.), höre ich die Geräusche nur unklar und fühl mich
dann gezwungen, alles aus zu machen, um besser hören zu
können.

Die genauen Gründe für die Angst könnte Dir vermutlich nur eine Therapie nennen. Als Tipp und logische Herangehensweise (falls Du dafür zu haben bist) würde ich sagen: Stelle Dich der Angst und sie wird verschwinden. Geh den Geräuschen nach und finde heraus, was sie verursacht. Mit jedem Mal, an dem Du eine harmlose Ursache feststellst wird die Angst kleiner, die Erfahrung überwiegt die Sorge.

Meinen Freund kann ich für die paar Tage hier nicht über Nacht
„halten“, da sein Arbeitsweg von mir aus zu lang ist.

Das hilft ja auch nicht wirklich, es ist ja eine Umgehung der Situation, die Dir Angst macht. Dadurch wirst Du nie eine positive Erfahrung machen (die Angst zu besiegen) und die Phantasie wird weiter überhandnehmen.

Das ist nicht für jeden die passende Methode, vor allem nicht allein. Bei mir funktioniert das, mein Angstpotential ist aber auch eher gering. Aber ich gehe nachsehen und kann mich zum Glück überwinden, der Angst entgegentreten. Mir ist klar, dass das wahrscheinlich nicht jeder kann.

Wenn Dich das sehr belastet, geh zum Fachmann (Therapeuten), schämen braucht man sich dafür nicht, finde ich.

Grüsse
kernig

Hallo Bomba,

Ich habe mal nach einem Einbruch in meine Wohnung Ähnliches erlebt und dann ganz bewusst hingehört und Geräusche sortiert: Was gehört zum Haus - was nicht? Inzwischen empfinde ich die „einheimischen“ Geräusche fast als beruhigend: Alles funktioniert, wie es soll, kannst schlafen…
Meinst du, das könnte auch dir etwas bringen? Es geht doch nur um das übliche Geknackse, das in den meisten Häusern einfach dazugehört, oder?

Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass es weniger um die Dunkelheit als um die Menschen geht: Verbindest du vielleicht das Haus deiner Eltern mit deren Anwesenheit - „wenn die üblichen Leute nicht da sind, stimmt etwas nicht, also sei wachsam“ oder ähnlich?

Da habe ich kaum Erfahrung, aber ich würde mir wahrscheinlich vor Augen halten, dass dies kein Dauerzustand ist, und mich ansonsten halt ablenken und entspannen, so gut es geht. Leichte Übermüdung schadet vielleicht nicht, also etwas länger aufbleiben als unbedingt nötig?

solidarische Grüße,

Beate

Hallo,

Du hast in Kindheitsjahren ein Auge verloren und sprichst von
keinen schlechten Erinnerungen, die mit Dunkelheit zu tun
haben?

Na das war ja wohl voll daneben.

Erstens war ich 1 1/2 Jahre alt und kann mich daran nicht erinnern und 2. war ich nie im Dunkeln, da ich auf dem einen ja alles sehen konnte und kann.

Denk mal drüber nach…

Hab ich. Dann hab ich es ausgeschlossen und deshalb hier nicht erwähnt.
Wär was einfach, meinst du nicht?

LG, Bomba

Hi Romana,

was ist es denn das Du verspürst oder denkst, wenn Du allein
in Deinem Elternhaus bist?

An sich ist alles bestens. Dann höre ich Geräusche, die ich nicht zuordnen kann.
Zuordnen kann ich die nicht, da es Geräusche sind, die von anderen Personen erzeugt werden müssten. Da aber keiner außer mir da ist, wird mir mulmig.
Wenn ich versuche, hinzuhören, ist erst nichts und wenn ich mich wieder entspanne, kommt das Geräusch wieder.

Was konkret verdrängst Du?

Na die Herkunft und die Gegenwart der Geräusche. Ich versuche, mich dann so müde zu machen, dass ich sie nicht mehr höre oder so ruhig, dass sie mich nicht mehr stören.
Trotzdem weiß ich nicht, was es ist und woher es kommt. Und wor allem nicht, warum mir mulmig ist.

Kannst und willst Du Dich auf Entspannungsverfahren einlassen?

Genau das meine ich mit „glauben“. Ich lasse mich nicht drauf ein, weil ich von Anfang an nicht glaube, dass es hilft.

Wege gibt es viele. Ich persönlich mag sehr die progressive
Muskelrelaxation nach Jacobson:
http://www.schmerzakademie.de/pat_serv.php#PMNJ und

Das sehe ich mir mal an. Danke.

LG, Bomba

Hi,

Wieviel hast Du in Deinem Leben akzeptiert?

Wie meinst du das?

Ich habe alles akzeptiert, was ich verstanden habe.
Wenn ich es nicht verstanden habe oder verstehe, suche ich solange nach der Lösung, bis ich es verstehe.

LG, Bomba