Angst alleingelassen zu werden

Hallo,

ich habe folgendes Problem , was mich ziemlich stark nieder macht. Die Formulierung dieses Problem, ist schon ein Problem für sich aber ich werde es mal versuchen :wink:. Wenn ich mit freunden Nachts in der Stadt bin oder whatever also nahe einer Haltestelle die mich nachhause bring ( via Bahn ) dann fühl ich mich sicher denn ich könnte jederzeit nachhause fahren. WEnn dann allerdings meine Freunde vorhaben irgendwoanders hinzufahren das weit weg von der Bahnhaltestelle ist krieg ich total die Panik. Denn das Problem ist, dass ich Angst habe nicht nachhause zu kommen bzw. mit meinen Freunden dort bleibe und aufeinmal ich müde werd oder whatever ich aber genau gerade dann die Bahn verpasse und dann alleine dastehe und meine Freunde irgendwoanders sind.

Ich bin dann verzweifelt weiß nicht was ich machen soll und scheue mich deswegen auch nachts mit freunden oft was zu unternehmen. Diese müssen meistens Keine Bahnn nachhause nehmen weil sie in der Stadt wohnen. Ich fühle mich einfach allein gelassen dann dann beginnt die Panik das ich irgendwo ohnmächtig werd weil mein zuckerspiegel den bach runter geht keiner da ist der mir helfen kann ich die letze bahn verpass kein geld fürn taxi hab etc. Ich kann mit dieser Angst einfach nicht mehr leben.

Die eigentliche Angst jedoch liegt glaube ich darin, dass ich Angst habe nicht soviel Kraft bzw. Ausdauer in der Nacht zu haben dass ich auch bis 3 oder 5 uhr draußen bleiben kann wie sie ( also von meinem Körper her der ist eher sehr schwach ). Ich will allerdings dann noch da bleiben, aber dann merke ich das ich nicht mehr kann will heim doch komme nicht mehr nachhause weil die Bahn verpasst habe oder sie erst in einer Stunde kommt und alle anderen haben ja die Ausdauer… die können normal weiter machen…

Was meint ihr dazu ?
ersteinmal -> meine schilderung des problems ist eher suboptimal das ist mir klar :smiley: , allerdings weiß ich nicht recht wie ichs anders ausdrücken könnte das impliziert natürlich das ich selber nicht richtig weiß vor was ich wirklich angst habe…

hoffe einfach das ihr mir irgendwie helfen könnt…

das klingt oben ziemlich nach nem total kranken Menschen… der die ganze zeit über "Bahnhaltestellen " spricht, das liegt allerdings an der Problematik der Schilderung… ich habs jetzt mal dramatisch dargestellt denn davon sollte man meistens ausgehen :wink:

danke im vorraus
grüße

ps. ich bin gerade erst 18 geworden :wink:

Hi Tune
Was du beschreibst, ist eine Form der Agoraphobie, die nicht so selten ist. Es hat durchaus Sinn, deshalb eine Therapie zu beginnen.
Diese Problematik lässt sich sich relativ gut und schnell behandeln.
Es grüßt dich
Branden

Hallo tune,
ich finde, Du hast Dein Problem sehr anschaulich beschrieben. Ich hatte in meinem Leben auch immer wieder mit solchen und ähnlichen Ängsten zu tun. Eine Psychotherapie ist bestimmt hilfreich. Sei froh, dass Du die Ängste so früh bemerkst und so die Chance erhältst, daran zu arbeiten. In der Regel stehen sie für irgendwas, z.B. allgemeine Unsicherheit im Leben, weil Du Dich für einen Beruf entscheiden musst oder Sachen aus der Vergangenheit, die Dich verunsichert haben, z.B. Scheidung der Eltern oder sowas. Daran kann man dann arbeiten und das wird Dir sicher helfen. Hoffentlich hast Du keine Bedenken bzgl. Psychotherapie, wie es viele Menschen haben. Man muss nicht „verrückt“ oder völlig krank sein, um zum Psychologen zu gehen. Therapie ist eine Hilfe, die in Anspruch genommen werden kann und m.E. immer eine Bereicherung für das Leben insgesamt ist. Man muss allerdings jemanden finden, der einem liegt.
Alles Gute
Erich

Hi,
Angst ist grundsätzlich nix Negatives, sondern ein wertvoller Mechanismus der uns auf Gefahren hinweist, etc. und so oft lebensrettend ist. Allerdings gibt es Fälle, in denen sich die Angst selbständig macht und ohne fundamentale Begründung da ist. Aber das nutzt Dir natürlich nix. Dir ist ja egal, warum Du Angst hast. Du willst sie ja nur loswerden. Die Ursachen liegen wahrscheinlich irgendwo in Deiner frühen Kindheit begraben. Du hast möglicherweise mal schlechte Erfahrungen mit Alleinegelassenwerden, etc. gemacht und diese Angst hat sich dann verallgemeinert. Du hast Panik, nicht mehr nachhause zu kommen, obwohl es hierfür immer irgendwelche Möglichkeiten gibt. Ich glaube der Schlüssel zur Lösung liegt darin, Deine eigenen Gedanken zu entlarven und zu erkennen, dass Deine Angst unbegründet ist. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Wenn Du Dich für eine Therapie entscheidest, solltest Du das wissen, dass es im Prinzip um nix anderes geht, als zu erkennen, dass die Angst unbegründet ist. Es ist nur die Frage, ob Du das alleine hinbekommst oder das mithilfe eines Psychologen machen willst.
LG, Rolo