Angst bei Vorträgen.. Ablenkung?

Hey,

ich habe erst seit kurzer zeit probleme mich vor die Klasse zu stellen und einen vortrag zu halten. Früher war das nicht so.
Sonst vor Freunden oder in der Pause habe ich absolut kein Problem damit, vor anderen zu reden.
Grundsätzlich finde ich es auch wirklich nicht schlimm mich vor die klasse zu stellen aber das zittern kommt von ganz alleine… es ist auch nicht nur so ein „kleines“ zittern, dass man kaum wahrnimmt, sondern es nimmt schon größere dimensionen an.(Ich kann nicht mehr lesen was auf meinen Karten steht, weil ich so stark zittere).
Dieses Verhalten tritt nicht immer auf sondern eher in bestimmten Situationen bzw. Fächern.
In Psychologie haben wir mal die Angesprochen, dass es möglichkeiten gibt sich abzulenken und dadurch die angst zu verlieren z.b. schokolade essen wenn eine „angstattacke“ erwartet wird. Nur kann ich mich schlecht schokoladessend oder kaugummikauend vor die klasse stellen und meinen vortrag halten. kennt jemand eine andere möglichkeit mich unauffällig abzulenken?

Grundsätzlich finde ich es auch wirklich nicht schlimm mich
vor die klasse zu stellen aber das zittern kommt von ganz
alleine… :smiley:ieses Verhalten tritt nicht immer auf sondern eher in
bestimmten Situationen bzw. Fächern.

Aha, nur in bestimmten Fächern
Welche denn?
Kann es vielleicht sein, deine Angste gründen auf Unsicherheit?

In Psychologie haben wir mal die Angesprochen, dass es
möglichkeiten gibt sich abzulenken und dadurch die angst zu
verlieren z.b. schokolade essen wenn eine „angstattacke“
erwartet wird.

Versuchs, aber ich glaube das wird dich nicht wirklich weiterbringen

Nur kann ich mich schlecht schokoladessend oder
kaugummikauend vor die klasse stellen und meinen vortrag
halten. kennt jemand eine andere möglichkeit mich unauffällig
abzulenken?

Gute Vorbereitung ist das A und das O, das zeigt sich ja daran
das dieses Problem nicht generell auftritt, eben nur bei
bestimmten Fächern und da würde ich ansetzen.
Gruß Kai
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Versuche, Dir eine Person in Deiner Klasse zu suchen, der Du Diesen Vortrag hältst. Sieh’ in den ersten Minuten nur ihn/sie an, lass’ dann den Blick etwas schweifen. Wirkt zunächst vielleicht etwas starr und unhöflich, hat mir aber geholfen.

Hallo,

weil du sagst, es liegt an bestimmten Situationen/Fächern: Sind das die, in denen du einen besonders guten Eindruck machen willst/der Vortrag besonders wichtig ist?
Ich kann nur dann wirklich souverän vortragen, wenn mir eigentlich alles egal ist, ich die Leute im Kurs kaum kenne und mir die Note auch nichts ausmacht. Aber wehe, ich will jemanden beeindrucken oder die Note ist irgendwie wichtig…also das beste Referat bisher habe ich spätabends gehalten, nachdem ich morgens schon zwei Klausuren hatte, das Referat erst danach mit drei Gäasern Sekt in der Mittagspause vorbereitet habe und ich eigentlich nur schnell nach Hause wollte :wink:
Das würde ich dir jetzt nicht empfehlen, gute Vorbereitung soltle ansich schon sein, aber mir hilft es auch bei wichtigeren Anlässen, mir einfach einzureden, dass ich mich eigentlich in einer Situation befinde, wo es völlig egal ist, ob ich gut rede oder nicht. Dann fällt der eigene Leistungsdruck mehr oder weniger weg und ohne den geht vieles einfach leichter.

Grüße
Sonja

hallo carena, da ich probleme mit meiner tastatur habe, erhälst du meinen kommentar ohne grossschreibung. sorry.

ja, es gibt ablenkungsmöglichkeiten. wie zum beispiel das räuspern.

ich habe einige jahre in diversen theatern gespielt und hatte das glück, dass das sogenannte lampenfieber erst nach den auftritten eintrat. grosses zittern usw… danach kamen die vorträge und referate, alles lief wie erfahren, bis irgendwann dieses verdammte lampenfieber mitten im gespräch eintrat. je nachdem wie emotional geladen das thema war umso mehr zitterte meine stimme. bis mir mein mann den tip mit dem räuspern gab. das stellt sich mittlerweile so automatisch ein, dass ich sogar jetzt beim tippen und den erinnerungen räuspern musste. einige nehmen sich während der rede eine auszeit und gucken erstmal in die runde.

schöne grüsse

krümel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

versuche mal, die körperliche Reaktion von deiner Interpretation davon freizumachen (obgleich natürlich eine Wechselwirkung besteht). Dein Körper zittert, und zwar deshalb, weil er einen Haufen Energie ansammelt. Das ist wie ein archetypischer Reflex, der „Kampf oder Flucht“ signalisiert.

Diese Reaktion kannst du aber ganz gut nutzen, wenn du dich davon nicht beeindrucken bzw. verunsichern lässt. Dann steht die diese Energie zur Verfügung, und zwar in einer produktiven Weise (diese musst du natürlich anpeilen können, also irgendwo schon vorbereitet sein und wissen, was du eigentlich den Zuhörern sagen willst).

Ich hatte früher oft Blackouts und lief teilweise rot an, wenn ich vor Zuhörern reden musste. Das ist nicht weg, aber es macht mir nun weniger aus, seit ich jede Gelegenheit nutze, diese Symptome als „reine Körpersymptome“ anzusehen und sie halt kommen und gehen zu lassen. Dann stehst du halt zitternd und stammelnd und schwitzend vor dem Publikum, na und? Du weißt doch, was du rüberbringen willst, und irgendwann sprudelt es dann aus dir heraus!

Und nebenbei: jeder kennt das Gefühl und wenn das Publikum das bei dir sieht, schafft das allenfalls Sympathie, aber auslachen wird dich keiner!

Viele Grüße
Alex