ich brauch da mal einige „Anstupser“ und gute Ideen.
Ich bin eigentlich ein relativ sicherer Autofahrer. Auch vor langen Fahrten, enge Innenstädte, Autobahn, fremde Länder, etc, hab ich keine Angst oder vermeide es (obwohl ich nicht einparken kann, grins).
Aaaaber… kaum fliegt die erste Schneeflocke, kriege ich Panik. Der letzte Winter war natürloich eine Katastrophe, und ich bin nicht Auto gefahren. Auch in den Jahre vorher konnte ich das gut vermeiden, da ich wegen der Kinder eh zuhause bin. Aber so langsam gehe ich wieder arbeiten, und muss dann ja fahren… Das Problem ist dabei , ich bekomme richtig Angst beim Fahren, Herzrasen, Bauchschmerzen schon stunden vorher, Übelkeit, Schweißausbrüche beim kleinsten Rutschen, etc. Gerne bin ich noch nie bei Schnee gefahren, aber das wird immer schlimmer.---- Richtig Panik… der Gedanke, auf einmal nicht mehr weiterfahren zu können weil es zu glatt ist, oder ein unfall zu haben und nicht mehr weiterzukönnen… irgendwo festzustecken halt…
Was kann ich da tun? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und seine Angst besiegt, und wenn ja, wie??Oder hat jemand kapituliert und fährt bei schnee nicht ?
fahr doch mal zu einem Verkehrsübungsplatz bzw. absolviere dort ein Fahrsicherheitstraining wenn Schnee liegt.
Wenn Du dort Deine Runden drehst bzw. Übungen machst, gewinnst Du vllt. Deine Sicherheit wieder zurück und lernst in Gefahrensituationen bzw. bei Schnee und Glätte richtig zu reagieren.
Oder hat jemand
kapituliert und fährt bei schnee nicht ?
Das wäre eine gute Lösung, wenn es machbar ist. Durch unsichere Fahrweise entsteht mehr Gefährungspotenzial als durch einen, der sein Fahrzeug in Griff hat und zügig fährt.
Die Übung macht den Meister. Der Hinweis mit dem Fahrübungsplatz war schon gut. Eventuell machst du mal eine Nachfahrt, wenn Neuschnee gefallen ist. Dann ist nicht soviel Verkehr auf der Straße.
Und probiere mal aus, wie sich ABS auswirken und andere, Antischlumpfregelung, ESP und so. Schalt sie mal ab (geht bei ABS nicht) und schau dir den Unterschied an.
Es geht mir auch so, wobei ich keine Angst habe, ich könnte irgendwo reinrutschen, sondern ich habe Angst vor anderen Verkehrsteilnehmern.
Am Ende eines Staus stehen und hinter schießt ein Seelenverkäufer von LKW mit unzureichender Bereifung auf mich zu. Die armen LKW-Fahrer haben ja immer soviel Zeitdruck, jaja.
Oder ein übervorsichtiges Huhn fährt mit Tempo 20 auf der Bundesstraße und provoziert damit waghalsige Überholmanöver.
kenne ich. Wenn auch nicht vom Schnee.
Ich hatte mit 18 nach knapp 3 Monaten Führerschein und KEINER Fahrpraxis mit der gesamten Familie einen Aquaplaning-Unfall auf der Autobahn.
Gott sei Dank nur Blechschaden.
Geholfen hat Fahrpraxis. Ich war damals Berufsanfängerin, lebte auf einem Dorf ohne Nahverkehrsanbindung zur Arbeitsstelle. Ich musste fahren und ich bin gefahren.
Angst vor Fahren bei Regen oder Schnee kann man nur durch Fahren bei Regen oder Schnee in den Griff bekommen.
Je länger Du wartest, desto größer wird die Angst.
Wenn es gar nicht geht, hol Dir professionelle Hilfe vom Facharzt.
Wenn Schnee liegt, fahr am Sonntag mal auf einen vollständig leeren, großen Parkplatz. Dann versucht dich mal ein wenig in Vollbremsungen und schleuder Übungen.
Mit den Vollbremsungen auf glatter Schneedecke bekommst du dann ein Gefühl, wie lange der Bremsweg auf Schnee ist. Es nimmt dir also die Angst, in einer Gefahrensituation ebenfalls eine Vollbremsung durch zuführen.
Für die Schleuderübungen schlag eine enge Kurve ein und zieh gleichzeitig die Handbremse. Folge davon ist, daß das Auto hinten ausbricht und schleudert. Auch dadurch bekommt man ein wenig mehr Gefühl für die Physik eines Autos. Und es macht einen großen Spaß *LOL*
Natürlich alles nur behutsam und auch das Auto nur ausbrechen lassen, wenn noch mehr wie genügend Platz ist
neben dem guten Tipp, ein Fahrsicherheitstraining zu besuchen, noch ein kleiner für „nebenbei“:
der Gedanke, auf einmal nicht mehr weiterfahren zu können weil es zu glatt ist, oder ein unfall zu haben und nicht mehr weiterzukönnen… irgendwo festzustecken halt…
Bereite dich vor: Hab’ ein geladenes Handy dabei mit entsprechend eingespeicherten Nummern, eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee (kannst du dann auch auf der Arbeit trinken), ein Paar dicke Socken und eine kuschelwarme Decke.
Damit lässt sich auch mal ein Schneegestöber aussitzen - notfalls auch so lange, bis dich jemand „rettet“.
Und dann: Einfach fahren. Angst und Panik lassen sich nur durch Gewöhnung zurückdrängen.
ich bin nicht Auto gefahren. Auch in den Jahre vorher konnte
ich das gut vermeiden,
hallo,
genau das ist das Problem: Du vermeidest das Fahren, und die Angst wird immer größer.
Einzige Lösung: Du musst fahren, und zwar möglichst täglich.Die Vorschläge mit Sicherheitstraining und Übungsplatz sind gut, um Hemmungen zu überwinden und Fahrtechnik zu lernen - die brauchst du im Schnee - aber dann MUSST du fahren, und zwar SOFORT und REGELMÄßIG.
Keine Ausreden, sonst geht die Angst nie weg, bzw, ist nach jeder Pause wieder da.
Jui, das kenne ich gut! Ich habe mit 28 auf dem Julierpass ein gar nicht schönes Erlebnis auf schneeglatter Fahrbahn gehabt. Dass ich damals überlebt habe, grenzte an ein Wunder, denn nur ein Straßenbegrenzungspfosten im Schneewall hielt mein außer Kontrolle geratenes Auto vor dem Absturz auf.
Ich reagierte dann auf Schneefall genauso wie Du es beschreibst. In der Stadt musste ich aber bei jedem Wetter fahren, weil ich sonst nicht an meinen Arbeitsort gekommen wäre, also zwang ich mich dazu. Einige Jahre später gelang es mir, auch wieder Überlandfahrten bei Schnee zu machen und sogar wieder auf Bergstraßen unterwegs zu sein. Inzwischen ist alles wieder völlig selbstverständlich für mich und mit keinerlei Ängsten oder Panik mehr verbunden.
Meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit, so eine Sperre in sich selbst zu überwinden, dass man sich selbst dazu zwingt.