Hallo Christiane,
die Therapie müßte sowohl auf Migräne als auch auf die Angst abzielen. Neben der Schmerzbehandlung durch Medikamente sind verhaltensmedizinische/-therapeutische Behandlungsmethoden empfehlenswert. Gegen Migräne können eingesetzt werden Entspannungstraining, Biofeedback und Streßimpfungstraining. Informationen über diese Verfahren in Bezug auf die Migränebehandlung gibt diese Seite:
http://www.lifeline.de/special/migraene/cda/page/fra…
Ich darf zitieren:
Es "ist beispielsweise schon seit längerem bekannt, dass Stress und Kopfschmerzen im engen Zusammenhang stehen:
Stress kann im Gehirn direkt zu Veränderungen an den Blutgefäßen und der Muskulatur führen, die vermutlich eine Ursache von Kopfschmerzen sind.
Stress kann das Erleben von Kopfschmerzen verstärken.
Kopfschmerzen wiederum können im chronischen Stadium eine Dauerbelastung des Patienten darstellen und daher psychische Probleme, wie Angstzustände oder Depressionen , verursachen.
Verhaltenstherapie kann medikamentöse Behandlung unterstützen
Aus diesem Grund spielt insbesondere bei schweren, regelmäßig wiederkehrenden Kopfschmerzen neben den schmerzstillenden Medikamenten auch die Verhaltenstherapie eine wichtige Rolle. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfiehlt beispielsweise in ihren Leitlinien zur Therapie der Migräne, alle Betroffenen, die drei oder mehr Attacken pro Monat haben, nicht nur medikamentös, sondern auch psychologisch zu behandeln. Dr. Wolfgang Keeser, Psychologischer Therapeut aus München, stimmt dem zu: „Ich empfehle die Verhaltenstherapie allen Patienten, die häufig Migräne-Attacken und einen großen Leidensdruck haben.“ In der Verhaltenstherapie wurden drei spezielle Ansätze entwickelt, die heute erfolgreich gegen Kopfschmerzen eingesetzt werden können: Biofeedback-Therapie, Entspannungstraining (progressive Muskelrelaxation) und Stressbewältigungstraining."
Die angesprochenen Verfahren werden hier erklärt:
http://www.lifeline.de/special/migraene/cda/page/fra…
Speziell das Streßimpfungstraining erläutere ich hier:
http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychotherapie…
Zur Behandlung der Panikattacken können sinnvollerweise ebenfalls verhaltenstherapeutische Verfahren eingesetzt werden. Darunter fallen die gleichen wie für die Migräne. Allerdings können weitere VT-Verfahren angewendet werden. Man muß im Einzelfall schauen, welche Zusammenhänge zwischen der Migräne, den Angstattacken und auch den Lebensumständen genau bestehen und dann für den einzelnen Patienten / die einzelne Patientin ein individuelles Therapieangebot machen, in dem die potentiell einsetzbaren Verfahren auf die Beschwerden und Bedürfnisse der Patientin / des Patienten abgestimmt sind. Das ist keine leichte Aufgabe. Ich erinnere mich noch gut, wie ich einst für ein psychologisches Gutachten genau in dem Bereich, über den wir jetzt sprechen, einige Mühe hatte, die verschiedenen Aspekte und Zusammenhänge zu erkennen und anschließend zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen.
Beste Grüße,
Oliver Walter