hallo du 1,86-riese,
da kann ich natürlich nicht mithalten …
nein, ich habe kein bedürfnis nach häme und arroganz - aber dann darfst du mich halt auch nicht mit deinen allgemeinplätzen, die immer nur in eine richtig zielen, piesacken …
ich auch nicht behauptet. ich interessiere mich lediglich für
zusammenhänge, die ja manchmal recht komplexer art sind.
das ist der punkt, und dein interesse kann ich in deinen postings durchaus erkennen. doch du verwirbelst dann einen kleinen teilaspekt (z.b. die veränderung deines 1 ha-biotops - applaus von mir dazu) mit marktstrukturen, gehst über zur chemischen industrie … alles, wie schon gesagt, in ihren teilen richtig, in der gesamtschau aber trifft es nicht.
(btw, unsere völlig ungepflegten äpfel sind kaum fleckig,
sehen
aus wie aus dem supermarkt, schmecken hervorragend und haben
natürlich ab und zu einem wurm. aber das wirst du jetzt wieder
anzweifeln. )
nein, ich zweifel nicht dran. und das ist in deinem fall auch ganz normal. aber dazu gibt es zwei dinge zu sagen:
-
was würde ein (durchschnittlicher) konsument mit dem wurmigen apfel machen?
-
versuche mal, eine rechnung mit deinen apfelbäumen anzustellen, und zwar dahingehend, ob es sich für einen nur-bauern lohnen könnte, bei - sagen wir mal - nur geringfügig erhöhten apfelpreisen damit zu leben.
deine bäume sind deswegen halbwegs gesund, weil sie das grundstück NICHT maximal nutzen, ich vermute, sie sind weit auseinander gesetzt, dazwischen andere früchte …
das alles kann ein bauer nicht machen. er muss die grundsteuer, einkommensteuer usw. vom apfelerlös bezahlen (bei dir wird es wohl so eine art „freizeitsteuer“ vom haupteinkommen sein), er muss löhne bezahlen (hast du deinen eigenen schon mal ausgerechnet?), in maschinen, kühlanlagen, begäude investieren … da ist die intensivere nutzung eines grundstückes schon einmal rechnerisch notwendig. und dann beginnt auch gleich das bio-problem: intensiv-nutzung bedeutet schädlinge, bedeutet chemie, bedeutet aber auch wiederum preiswerter apfel … (ja, ja, ich weiss, was jetzt kommt, natürlich geht es auch anders, aber eben mit viel aufwand, viel risiko …)
was die konsumenten betrifft: da bin ich mit dir einer
meinung.
wahrscheinlich helfen nur weitere skandale, epidemien und
katastrophen sowie der besitz eines renommierten verlages und
besser noch eines fernsehsenders.
oh ja, endlich einer meinung! ich bin aber doch zuversichtlicher als du. schön langsam, ganz langsam, denken die konsumenten doch um. das wird zwar nie mehr die tierfabriken und weizenkolchosen zum verschwinden bringen, denn es wird immer konsumenten geben, die billigeres essen vor das neue auto stellen.
kennst du übrigens vergleichszahlen bio-landwirtschaften (das wäre übrigens auch noch ein diskussionswürdiger punkt, enorm schindluder, was damit getrieben wird!) in österreich und deutschland? in österreich sind es rund 12 % aller betriebe, in deutschland 2 %.
vielleicht sollten wir die berufe wechseln, ich bin mit meinem
auch desillusioniert…
ICH nicht, ich bin nicht desillusioniert … ich sehe, wie es vorangeht …