Angst und schrecken

ach nee fritz,
inzwischen weiß man auch ein bischen mehr über biologische und
biochemische zusammenhänge und auch mehr über ganz stinknormale
natürliche kreisläufe, also ursache und wirkung.

die „düng+spritz“-mentalität hat ja ihr erbe hinterlassen und
wird nicht ohne grund in wirtschaftlich arme länder exportiert.
irgendwohin muß das zeug ja.
und durch jahrzehntelange überdüngung entstehen monokulturen,
die wiederum nur weggegiftet werden können.artenvielfalt ist
auch nützlich, nur nicht so gewinnbringend.
und was den hunger betrifft: der ist ausgelagert worden. warum,
glaubst du, muß indien reis importieren? na?
naja, hier schweife ich wieder ab.

Mit vollem „Ranzen“ kann man schön „grünreden“

auf den „vollen ranzen“ in form von zwölf sorten joghurt und
milch in acht geschmacksrichtungen verzichte ich gern.

der auch im und aus Urwald manchmal gegen alles Mögliche
spritzt „grins“

…aber besorge dir ne rote liste, damit du weißt, worauf du
pieselst…

gruß,
frank

angst und schrecken, ernsthafte abteilung
hi claudia,

vielen dank, das hat mich angeregt. (hmmjah)

willst du biotope oder erträge?

ich denke mal, der vorgeschlagene mittelweg ist der beste.
einerseits hat sich in diesem obsthof ein reges tierleben
entwickelt, besonders im winter. andrerseits möchte ich die
nicht -EU-konformen sorten erhalten.
also werde ich mir jemand herholen (nabu oder so? hast du einen
tipp?), der dieses obst definiert. schützenswertes wird
gepflegt, anderes sich selbst überlassen bzw. nachgepflanzt.
dann hätte auch die tierwelt nix zu meckern.
es hat sich dort eulengetier und anderes raubgevögel
angesiedelt, im winter sind
irgendwelche drosseln(?, jedenfalls viele drosselnähnliche)
dort, die die restäpfel wohl schätzen, wie
auch viele rehe. naja, und sonstiges viehzeug.
das darf auch gern so bleiben. das obst selbst zu verwerten, bis
auf ein wenig apfelsaft, sprengt unsere arbeitskraft, weil
nebenher hat man ja auch noch einen beruf oder zwei…

ps: wollte ja ernst bleiben, aber frank: grauschleimig
getigerte kellerschnecken find ich auch horror!!!

ganz ernsthaft: unser norddeutscher kriechkeller ist ein biotop.
neben wein, kartoffeln und champagner leben dort die
unverwüstlichen asseln, riesige schwarze käfer, die beim
drauftreten knirschen und molche. aber alle beseitigen sich
gegenseitig. ein biotop wie im lehrbuch, allerdings
gewöhnungsbedürftig.
bis die tage…

gruß,
frank

tach claudia,

GOLDRUTE

och ist doch nett.

hm… nicht wirklich… das ist ihr TRICK… NETT zu sein…
derweil ganze weinberge und brachen zu überwuchern, alles
andere ausser quecke zu unterdrücken… obwohl… eigentlich
ist goldrute hobby-horror… sie ist im vgl. zu den anderen
anfängerin, denn sie lässt sich durch jahrelange mahd
tatsächlich noch beeindrucken *g*

…ist wohl ein nord-süd-gefälle. die ist hier mickrig. kein
echter gegner…eigentlich sogar hübsch.

aber ich hab noch was:

die gefürchtete ZITRONENMELISSE:
einmal naiv eingepflanzt, wird sie nach zwei jahren zur
grundsatzdebatte:
„och, das ist doch gut für tee und so…“
„…aber schau mal, die rosen sind weg“
„ach, die kommen wieder…“
„…und die kleine terrasse ist auch weg!“
„…naja, vielleicht ein bischen zurückschneiden…“

heute habe ich das zeug ausgewildert, d.h., auf die wilderen
gegenden des grundstücks verteilt.
katzenminze kann auch so sein.
ich glaub, daß liegt am marschboden hier am elbdeich.
was du hier in den boden steckst, wird monströs (sofern die
schnecken oder hasen (hatten wir die schon??) es nicht kriegen).
ich verrate aber nicht, welches gewächs mal über drei meter hoch
wurde, zu meiner überraschung, wo ich nur einen samen hab
fallenlassen und einen plastiktopf ohne boden drumrum
(wg.schnecken). hehe.

langsam sollten wir zu den positiven dingen des gartenbaus
zurückkommen.
neulich habe ich aus weidenästen eine holzhecke gebaut, und
heute waren schon zwei nester drin. ach, was hab ich mich
gefreut…
eins ist vom zaunkönig, und die sind so niedlich…

…terror und freude liegen dicht nebeneinander…

bis denn,
frank

Ja Frank,
Willst Du Dich mit mir streiten, oder willst Du behaupten in der De wächst Mais, Weizen etc ohne Dünger und Spritzmittel. Bereits vor 30 Jahren wurde bei uns in der CH, von den Hochschulen die genauen Düngergaben errechnet und von den Landwirten,aus Kostengründen,genau eingehalten.
Bei Obstbäumen für Eigengebrauch, genügt es als „Minimum“ 1 mal gegen Schorf, sowie erste Woche Juni, kombiniert Schorf-Obstmade zu behandeln.Insegard gegen Wurm hat 3 Wochen Wirkzeit auf „Gelege“.
Bäume die nicht gepflegt werden, sind wegen Luftverschmutzung,am absärbeln.
Obstbäume müssen nicht unbedingt gedüngt werden,die können Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten holen.
Im Erwerbsbau darf bei uns nur noch mit „Nebelanlagen“ Pflanzenschutzmittel aufgetragen werden, Anzahl Behandlungen und Menge ist vom Bund vorgeschrieben.
Zugegeben in Kleingärten wird auch bei uns, wegen Unkenntnis, noch schwer gesündigt.

irgendwohin muß das zeug ja.
und durch jahrzehntelange überdüngung entstehen monokulturen,

Biertischgeschwaffel

En schöne Sunntig
Fritz a.d. Uw.

die grosse biowelt des kleinen frank

hi frank,

oder umgekehrt, die kleine biowelt des grossen frank?

inzwischen weiß man auch ein bischen mehr über biologische und
biochemische zusammenhänge

aber ja, klar doch, „man“ (wer ist das übrigens?) weiss noch viel, viel mehr …

aber weiss das auch der stinknormale konsument, der beim kleinsten schorffleckchen auf einem apfel den grossen igitt bekommt? und sich dann doch im zweifel lieber den schönen, perfekt runden, rot- oder gelbwangigen, von keiner runzel verunzierten apfel greift?

alles richtig, was du sagst und trotzdem total daneben. verlege doch deinen kreuzzug auf die aufklärung der konsumenten und ich wette mit dir, die ungespritzten gemüsesorten (mit den kleinen fehlern) und das jahreszeitlich (! nicht die erdbeeren im dezember) anfallende obst werden wie von zauberhand auf den märkten auftauchen.

aber sag den konsumenten auch, dass ein bauer mit einer biologischen produktion ein sehr grosses risiko eingeht - bis zum kompletten ernte-ausfall. dass dieses risiko im preis mitkalkuliert werden muss, wirst du ja verstehen.

und kein konsument (*ach-wie-schön-sind-träume*) wird dann den billigeren, wunderschönen, gespritzten apfel kaufen. jeder wird den kleinen fleck als nachweis (viel besser als jeder drangehängte zettel) einer natürlichen produktion erkennenn. der bauer freut sich, denn die lästigen spritzintervalle kann er vergessen, seine ernte hat er verkauft und er kann frohgemut ein neues jahr beginnen … (*bäng, der bauer ist wieder aufgewacht, er ist auf seinem biologischen zeug sitzengeblieben, war wohl doch nicht das, was der konsument wollte*)

hast noch fragen?

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hallo fritz,

wie kannst du dem frank insegar unterjubeln wollten *ggg*, ist doch auch ein spritzmittel! - und zucker soll da auch noch dazu gemischt werden, tztztzt … *grins*

sag, ich habe eine persönliche frage an dich: hast du eine idee, wie ich der monilla auf meinen birnbäumen ohne kanone herr werden könnte? sie ist allerdings schon sehr stark ausgebreitet.

liebe grüsse

ist harmlos nach 3 Wochen nicht mehr wirksam

Hallo Antennaria,
Jetzt kannst Du sicher noch nicht feststellen ,ob Deine Birnbäume mit Monilia befallen sind.Beim Winterschnitt unbedingt alle hängengebliebenen Monilia-Fruchtmumien entfernen.
Dürre Zweigspitzen bis 5 cm ins lebendige Holz zurück schneiden,
dies vor allem bei Zwetschgen,Pfirsichen,Aprikosen und Kirschen.
Bei Birnen muss beachtet werden,die Schäden des Birnzweigstechers werden gerne mit „Monilia“ oder Feuerbrand verwechselt.bräunliche,ringförmig angeordnete Einstiche, danach „lampende“ Zweige, verdorren nach einigen Tagen.
Gruss
Fritz a.d.Uw.

die kleine biowelt vom 1,86 m-frank

ach antennaria,

ist es dir so ein grundlegendes bedürfnis, erst einmal dein
eimerchen häme und das tässchen voller arroganz auszuleeren,
bevor du zur sache kommst? einmal ist ja witzig, aber ständig…

als laie beuge ich mich natürlich vor deiner umfassenden
kenntnis.
*verbeug*

hilfreich wäre allerdings, wenn du dich klarer äußern würdest
als:

>>alles richtig, was du sagst und trotzdem total daneben>oder umgekehrt, die kleine biowelt des grossen frank?>verlege doch deinen kreuzzug auf die aufklärung der
konsumenten >(*bäng, der bauer ist wieder aufgewacht, er ist auf seinem
biologischen zeug sitzengeblieben, war wohl doch nicht das, was
der konsument wollte*)
hast noch fragen?

hallo du 1,86-riese,

da kann ich natürlich nicht mithalten …

nein, ich habe kein bedürfnis nach häme und arroganz - aber dann darfst du mich halt auch nicht mit deinen allgemeinplätzen, die immer nur in eine richtig zielen, piesacken …

ich auch nicht behauptet. ich interessiere mich lediglich für
zusammenhänge, die ja manchmal recht komplexer art sind.

das ist der punkt, und dein interesse kann ich in deinen postings durchaus erkennen. doch du verwirbelst dann einen kleinen teilaspekt (z.b. die veränderung deines 1 ha-biotops - applaus von mir dazu) mit marktstrukturen, gehst über zur chemischen industrie … alles, wie schon gesagt, in ihren teilen richtig, in der gesamtschau aber trifft es nicht.

(btw, unsere völlig ungepflegten äpfel sind kaum fleckig,
sehen
aus wie aus dem supermarkt, schmecken hervorragend und haben
natürlich ab und zu einem wurm. aber das wirst du jetzt wieder
anzweifeln. )

nein, ich zweifel nicht dran. und das ist in deinem fall auch ganz normal. aber dazu gibt es zwei dinge zu sagen:

  1. was würde ein (durchschnittlicher) konsument mit dem wurmigen apfel machen?

  2. versuche mal, eine rechnung mit deinen apfelbäumen anzustellen, und zwar dahingehend, ob es sich für einen nur-bauern lohnen könnte, bei - sagen wir mal - nur geringfügig erhöhten apfelpreisen damit zu leben.

deine bäume sind deswegen halbwegs gesund, weil sie das grundstück NICHT maximal nutzen, ich vermute, sie sind weit auseinander gesetzt, dazwischen andere früchte …

das alles kann ein bauer nicht machen. er muss die grundsteuer, einkommensteuer usw. vom apfelerlös bezahlen (bei dir wird es wohl so eine art „freizeitsteuer“ vom haupteinkommen sein), er muss löhne bezahlen (hast du deinen eigenen schon mal ausgerechnet?), in maschinen, kühlanlagen, begäude investieren … da ist die intensivere nutzung eines grundstückes schon einmal rechnerisch notwendig. und dann beginnt auch gleich das bio-problem: intensiv-nutzung bedeutet schädlinge, bedeutet chemie, bedeutet aber auch wiederum preiswerter apfel … (ja, ja, ich weiss, was jetzt kommt, natürlich geht es auch anders, aber eben mit viel aufwand, viel risiko …)

was die konsumenten betrifft: da bin ich mit dir einer
meinung.
wahrscheinlich helfen nur weitere skandale, epidemien und
katastrophen sowie der besitz eines renommierten verlages und
besser noch eines fernsehsenders.

oh ja, endlich einer meinung! ich bin aber doch zuversichtlicher als du. schön langsam, ganz langsam, denken die konsumenten doch um. das wird zwar nie mehr die tierfabriken und weizenkolchosen zum verschwinden bringen, denn es wird immer konsumenten geben, die billigeres essen vor das neue auto stellen.

kennst du übrigens vergleichszahlen bio-landwirtschaften (das wäre übrigens auch noch ein diskussionswürdiger punkt, enorm schindluder, was damit getrieben wird!) in österreich und deutschland? in österreich sind es rund 12 % aller betriebe, in deutschland 2 %.

vielleicht sollten wir die berufe wechseln, ich bin mit meinem
auch desillusioniert…

ICH nicht, ich bin nicht desillusioniert … ich sehe, wie es vorangeht …

tach antennaria,

wir kriegens ja doch noch hin…

das ist der punkt, und dein interesse kann ich in deinen
postings durchaus erkennen. doch du verwirbelst dann einen
kleinen teilaspekt (z.b. die veränderung deines 1 ha-biotops -
applaus von mir dazu) mit marktstrukturen, gehst über zur
chemischen industrie … alles, wie schon gesagt, in ihren
teilen richtig, in der gesamtschau aber trifft es nicht.

schon klar, wenns ums geld geht, greifen andere argumente.
wenn ich aber täglich den landwirtschaftlich-industriellen
irrsin um mich herum betrachte, kann ich mir nicht vorstellen,
daß diese absurden prinzipien langfristig funktionieren, außer
man steigert die künstlichkeit (wie nun durch gen-experimente).
wenn ich diese dinge zusammenbringe, ergibt sich nun mal ein
unschönes bild.
die „gesamtschau“ muß sich durch das verbinden von einzelnen
informationen erst ergeben. und dazu gehört sammeln und
auswerten.

da ist die intensivere nutzung eines
grundstückes schon einmal rechnerisch notwendig. und dann
beginnt auch gleich das bio-problem

völlig klar

oh ja, endlich einer meinung!

…na sowas…

kennst du übrigens vergleichszahlen bio-landwirtschaften (das
wäre übrigens auch noch ein diskussionswürdiger punkt, enorm
schindluder, was damit getrieben wird!) in österreich und
deutschland? in österreich sind es rund 12 % aller betriebe,
in deutschland 2 %.

entsricht meinen informationen. in D gibt es nun mal ein
subventionsproblem. agrarfabriken wurden jahrzehntelang
gefördert, bio war dummes zeug.
nun wird zwar bei jedem lebensmittelskandal kurzzeitig
herumversprochen, konkrete änderungen der subventionspolitik
sind mir aber nicht bekannt. und hier liegt wohl ein wichtiger
punkt.

frohes schaffen wünscht
frank