Zur Zeit habe ich ein Problem, was mich sehr belastet. Erst werde ich die Situation in der Vergangenheit schildern, dann das Heute.
Ich habe mich als Schülerin nie gemeldet. In der Grundschule hatte ich das nicht nötig. Ich glaube, im Gymnasium fehlte mir dann die Sicherheit. Vielleicht hatte ich Angst vor Fehlern, Angst vor Kritik (bei Diskussionen).Mal hat es mich mehr, mal weniger belastet. Ab der 10. Klasse bin ich das Problem aktiv angegangen, habe überlegt, wovor habe ich mehr, wovor weniger Angst habe. Insofern habe ich mich dann versucht, bei leichteren „Meldeaufgaben“ zu melden, da ist die Überwindung ja geringer.
Im Studium dann habe ich gemerkt, dass es im Grunde genommen egal ist, ob ich mich melde oder nicht. Insofern habe ich die aufgebaute Fähigkeit nicht weiter ausgebaut. Vor kurzem hatte ich eine Veranstaltung bei einem Dozenten, den ich noch gar nicht kannte. Er machte Entspannungsmusik an, währenddessen bereitete er etwas für die Stunde vor. Als er fertig war, wurde die Musik abgestellt, und der Unterricht begann. Ich spürte, wie ich den inneren Drang empfand, mich zu melden. Das ist schon lange her, dass ich das erlebt habe…und jetzt kommt was ganz wichtiges: Ich dachte:„Nein, wieso melden? Das tu ich doch sonst auch nicht! Das wird außerdem von mir ja gar nicht erwartet, reicht ja, wenn die anderen sich melden.“ Und ich meldete mich nicht.
Heute dann hatte ich einen anderen Dozenten, der mir etwas bedeutet, der mirschon wichtig ist, den ich gerne mag. Es wurde gefragt, wer Vorpraktikum gemacht habe. Drei Leute meldeten sich, mit den ersten beiden sprach er darüber. Als er mit der zweiten sprach, stieg eine Welle der Panik in mir hoch, ich guckte nur noch nach unten.„Hilfe, hoffentlich nimmt er mich nicht dran.“ Obwohl, eigentlich spreche ich doch total gerne mit ihm, doch in dem Augenblick ging gar nichts mehr.Mein Herz klopfte zum Zerspringen. Er nahm mich nicht dran, sondern ging zu einem anderen Thema über. Ich denke natürlich einerseits:„Puh, glück gehabt.“(Was soll ich denn sagen?)Andererseits beunruhigt mich das auch. Er denkt, ich gucke nach unten, weil ich nicht reden wolle.Aber natürlich will ich mit ihm reden, habe bloß Angst davor.
Mich belastet diese Situation im Moment sehr, weil ich seine Beachtung haben möchte und ihm signalisieren möchte:„Ich möchte gerne mit Ihnen reden.“ Natürlich hätte ich ihn dann aber angucken müssen (muss gerade Watzlawick, Menschliche Kommunikation lesen), aber das ging ja eben nicht, weil die Angst zu stark war.
Wie signalisiere ich ihm also:„Hey, ich möchte total gerne mit Ihnen reden, obwohl ich mich nicht wirklich trau?“
ich freue mich schon auf eure Tips und hoffe , dass der nächste Donnerstag für mich schöner wird…
Marleen
Hallo Marleen,
wie schon in der Brettbeschreibung steht, können wir hier keine Ferndiagnosen geben und ein paar Tipps hier können die direkte und persönliche Konsultation eines Psychologen nicht ersetzen, aber das, was Du beschreibst, kännte auf soziale / Leistungs-Angst bei möglicherweise mangelnden sozialen Fertigkeiten hinweisen. Du beschreibst und analysierst sehr schön, wie sich Deine Angst auf Dein Sozialverhalten auswirkt: Weil Du Angst hast, meldest Du Dich häufig nicht, und wenn Du Dich doch einmal meldest, dann fängt Dein Herz an, schnell zu schlagen, und Du blickst zu Boden. Du hast außerdem bestimmte, negative Gedanken („Es wird nicht erwartet, daß ich mich melde“), die dem Melden entgegenstehen. Zusätzlich fällt mir auf, daß Du solche Erlebnisse nicht nur bei einer bestimmten Person hast, sondern daß diese Schwierigkeiten schon seit Jahren andauern. Das spricht dafür, daß diese Schwierigkeiten nicht nur vorübergehender Natur oder durch Dein Faible für einen bestimmten Dozenten bedingt sind.
Du selbst hast schon beschrieben, daß Du früher einiges dafür getan hast, um die Angst abzubauen und Dich zu melden. Ich denke, daß Du an diese früheren Versuche anknüpfen solltest und zwar in systematischerer Weise. Dies kann sehr gut mit einigen Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie geschehen. In Frage scheinen mir kognitives Umstrukturieren, Konfrontationsmethoden, Entspannungstraining und ein Training Sozialer Fertigkeiten (siehe FAQ:1079) zu kommen. Ein Training Sozialer Fertigkeiten kann man auch im Rahmen eines Volkshochschulkurses machen. Vielleicht genügt dies schon als erster Anschub. Das kommt aber auf einige Faktoren an, die ich jetzt noch nicht diskutieren möchte.
Einige Threads, die Deinen sehr ähnliche Schwierigkeiten berühren und die ich Dir nachdrücklich zur Lektüre empfehle (sowie die angesprochene FAQ), sind:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Ich bin gern bereit, Nachfragen zu beantworten.
Beste Grüße,
Dipl. Psych. Oliver Walter
Hi Marleen,
Wie signalisiere ich ihm also:„Hey, ich möchte total gerne mit
Ihnen reden, obwohl ich mich nicht wirklich trau?“
mal abgesehen von der „Ursachenforschung“ bzw. „-bekämpfung“: Wenn Du Dich im Grunde so gut mit diesem Dozenten verstehst, ist es Dir dann vielleicht möglich, dass Du unter vier Augen mit ihm sprichst und es ihm so sagst wie jetzt hier? Das könnte eine erste kleine Barriere überwinden helfen.
ich freue mich schon auf eure Tips und hoffe , dass der
nächste Donnerstag für mich schöner wird…
Ich wünsch Dir Glück!
Grüßlis
Natascha
Hi Natascha,
mal abgesehen von der „Ursachenforschung“ bzw. „-bekämpfung“:
Wenn Du Dich im Grunde so gut mit diesem Dozenten verstehst,
ist es Dir dann vielleicht möglich, dass Du unter vier Augen
mit ihm sprichst und es ihm so sagst wie jetzt hier? Das
könnte eine erste kleine Barriere überwinden helfen.
Es wäre mir schon möglich, mit ihm darüber zu sprechen, das würde ich auf auf der einen Seite gerne , andererseits befürchte ich, dass er dann in Frage stellt, dass ich Lehrerin werden kann. Da ich das FachdidaktischeSemesterpraktikum (FSP) bei ihm mache, ist es natürlich wichtig, dass er positiv über mich denkt.
Wenn ich wüsste, dass er das als Eigenart von mir akzeptiert und trotzdem an meinen Fähigkeiten zur Lehrerpersönlichkeit nicht zweifelt, dann könnte ich mir ein Gespräch vorstellen.
Danke dafür, ich werde es mir in der nächsten Zeit überlegen.
Gruß,
Marleen
Hallo ,
danke für deine lange und ausführliche Antwort.
Weil Du Angst hast, meldest Du Dich häufig nicht, und wenn Du
Dich doch einmal meldest, dann fängt Dein Herz an, schnell zu
schlagen, und Du blickst zu Boden.
Kleines Mißverständnis:Ich hatte mich zuerst mit den zwei anderen Kommilitonen gemeinsam gemeldet. Hierbei gab es noch kein Herzklopfen. Dann aber (Hände waren unten) wollte der Dozent , dass wir drei uns dazu äußern. Da fing dann das Herzklopfen an.
Du selbst hast schon beschrieben, daß Du früher einiges dafür
getan hast, um die Angst abzubauen und Dich zu melden. Ich
denke, daß Du an diese früheren Versuche anknüpfen solltest
und zwar in systematischerer Weise.
Wenn ich selber daran anknüpfe, macht es Sinn, dass dann in allen Veranstaltungen zu versuchen oder mich dabei auf einige bestimmte veranstaltungen zu beschränken?
Dies kann sehr gut mit
einigen Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie geschehen.
In Frage scheinen mir kognitives Umstrukturieren,
Konfrontationsmethoden, Entspannungstraining
was ist kognitives Umstrukturieren? Das hört sich nämlich gut an.
und ein Training
Sozialer Fertigkeiten (siehe FAQ:1079) zu kommen. Ein Training
Sozialer Fertigkeiten kann man auch im Rahmen eines
Volkshochschulkurses machen.
Das klingt auch gut, ich habe vor kurzem so was angeboten gesehen, hatte so einen ähnlichen Titel.
danke, marleen
Huhu,
Es wäre mir schon möglich, mit ihm darüber zu sprechen, das
würde ich auf auf der einen Seite gerne , andererseits
befürchte ich, dass er dann in Frage stellt, dass ich Lehrerin
werden kann. Da ich das FachdidaktischeSemesterpraktikum (FSP)
bei ihm mache, ist es natürlich wichtig, dass er positiv über
mich denkt.
meiner Meinung nach macht es einen extrem positiven Eindruck auf andere Menschen, wenn man ehrlich zu denselben ist. Wenn ich mir vorstelle, ich unterrichte etwas und einer meiner Schüler starrt ständig auf den Boden, dann mache ich mir unter Garantie Gedanken, ob er richtig in meinem Unterricht ist (mal vorausgesetzt, er ist freiwillig da, was bei einem Studium ja quasi der Fall ist). Wenn besagter Schüler mich aber über sein Problem in Kenntnis setzen würde, wäre das sicherlich anders. Soviel dazu, was Dein Dozent von Dir halten könnte… (Meine Meinung, nur eine von vielen Möglichkeiten!)
Wenn ich wüsste, dass er das als Eigenart von mir akzeptiert
und trotzdem an meinen Fähigkeiten zur Lehrerpersönlichkeit
nicht zweifelt, dann könnte ich mir ein Gespräch vorstellen.
Naja, wenn Du ihm auch sagst, dass Du daran arbeitest bzw. etwas dagegen unternehmen wirst, warum sollte er an Dir zweifeln? Dann sieht er doch, dass Du ne Kämpfernatur bist (was ein Lehrer sicherlich sein muss… *g*).
Grüßlis
Natascha
Hallo Marleen,
Kleines Mißverständnis:Ich hatte mich zuerst mit den zwei
anderen Kommilitonen gemeinsam gemeldet. Hierbei gab es noch
kein Herzklopfen. Dann aber (Hände waren unten) wollte der
Dozent , dass wir drei uns dazu äußern. Da fing dann das
Herzklopfen an.
Und Du hattest die Befürchtung, daß Du nun sicher „dran“ kommen wirst? Welche Gedanken gingen Dir durch den Kopf? „Hilfe, hoffentlich nimmt er mich nicht dran“? Warum? Was wird passieren, wenn er Dich doch dran nimmt? Vielleicht schreibst Du Deine Befürchtungen einmal auf, meldest Dich dann trotzdem im Seminar und überprüfst, ob das, was Du befürchtet hast, wirklich eingetreten ist.
Wenn ich selber daran anknüpfe, macht es Sinn, dass dann in
allen Veranstaltungen zu versuchen oder mich dabei auf einige
bestimmte veranstaltungen zu beschränken?
Oft ist es sinnvoll, erst mit solchen Situationen anzufangen, die Dir am wenigsten Angst machen, und dann kannst Du zu den nächst schwierigeren übergehen. Empfehlenswert ist es, solche schwierigen Situationen vorher zu üben, z.B. im Rahmen eines von mir genannten Trainings. Ein Entspannungstraining hilft auch dabei, sich auf solche Situationen vorzubereiten, um im Ernstfall etwas gegen die Anspannung zu tun.
was ist kognitives Umstrukturieren? Das hört sich nämlich gut
an.
Mit „kognitivem Umstrukturieren“ ist u.a. gemeint, daß Du negative Gedanken (wie z.B. „Ich bin eine Versagerin und deshalb werde ich immer versagen, wenn ich drangenommen werde. Das wird sehr peinlich werden“), sofern Du sie hast, aufspürst, sie auf ihre Angemessenheit überprüfst und sie durch angemessene Gedanken ersetzt. Solche negativen Gedanken verbergen sich manchmal ziemlich gut. Vielleicht steckt hinter „Man erwartet von mir nicht, daß ich mich melde …“ ein solcher negativer Gedanke ("… weil alle wissen, daß ich nichts kann, was andere nicht besser können"). Ob bei Dir solche Gedanken vorhanden sind und in welchem Ausmaß, muß man im Detail klären.
Sozialer Fertigkeiten (siehe FAQ:1079) zu kommen. Ein Training
Sozialer Fertigkeiten kann man auch im Rahmen eines
Volkshochschulkurses machen.Das klingt auch gut, ich habe vor kurzem so was angeboten
gesehen, hatte so einen ähnlichen Titel.
Ja, es gibt viele ähnliche Bezeichnungen: Selbstsicherheitstraining, Training Sozialer Kompetenzen und noch andere.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo Natascha,
meiner Meinung nach macht es einen extrem positiven Eindruck
auf andere Menschen, wenn man ehrlich zu denselben ist.
Das hängt ja ab davon, zu wem ich ehrlich bin. Natürlich ist man zu Menschen in seinem Freundeskreis ehrlich. Doch bei Menschen, die in der Hierarchie höher stehen als man selbst , sollte man schon aufpassen. Mein Dozent hat nun einmal zwei Möglichkeiten.
- M.: Ich bestehe das FSP.
- M.: Ich bestehe das FSP nicht.
Und da gehört dann auch schon ein wenig Mut dazu, solch eine Schwäche einzugestehen.
Wenn
ich mir vorstelle, ich unterrichte etwas und einer meiner
Schüler starrt ständig auf den Boden, dann mache ich mir unter
Garantie Gedanken, ob er richtig in meinem Unterricht ist (mal
vorausgesetzt, er ist freiwillig da, was bei einem Studium ja
quasi der Fall ist).
Was auf jeden Fall ein wichtiger Punkt ist. Ich hoffe, mein Dozent denkt nicht so. Ich weiß noch nicht genau, was ich sagen werde, aber das wäre mir einfach unangenem, wenn wir solch ein großes Missverständnis ein Semester lang haben.
Naja, wenn Du ihm auch sagst, dass Du daran arbeitest bzw.
etwas dagegen unternehmen wirst, warum sollte er an Dir
zweifeln? Dann sieht er doch, dass Du ne Kämpfernatur bist
(was ein Lehrer sicherlich sein muss… *g*).
Ich bin auch eigentlich ne Kämpfernatur, das ist wahr. War ich schon immer. Irgendwann im letzten Semester hatte ich mit demselben Dozenten eine kleine Auseinandersetzung. Ich kam von Zeit zu Zeit in sein Büro und ließ mir Matheaufgaben erklären, die ich in der Übung nicht verstanden hatte.Anfangs hat er das akzeptiert, doch einmal hatte er einen schlechten Tag und sagte, ich solle in der nächsten Übung fragen . Doch es ist ausgesprochen blöd, wenn ich in einer Übung, in der es um Zettel 9 geht, Fragen zu Zettel 4,5 und 6 stelle…Ich ging schwer beeidigt raus. Zu Hause brach förmlich etwas in mir auf, ich konnte einfach nicht mehr. Ich schrieb ihm eine Mail, ich weiß gar nicht was, was ich ihm genau schrieb. Ich meine , erst mal habe ich geschrieben, mir fallen die Fragen erst nach der Stunde ein, andererseits habe ich aber auch zugegeben, dass mir sowas schon immer schwergefallen sei. Hierauf war er dann wieder bereit, sich mit mir zu treffen und meinte dann noch, er wisse ja nicht, was mich daran hindere, im Unterricht zu fragen.
Ich schrieb ihm, ich wolle ja gerne an mir arbeiten , nur jetzt nicht. Ich hatte einfach zu viel um die Ohren, war einfach total fertig. Jetzt spüre ich meine Kraft wieder, jetzt bin ich bereit.
Bloß befürchte ich, dass er jetzt denkt, ich habe kein interesse daran, mich zu verändern. Ärgerlich ist weiterhin, dass er die Beurteilung einer anderen FSPLehrerin über mich gelesen hat, in der stand, ich sage nur „ja“. Nun befürchte ich weiterhin, dass er dadurch resigniert ist, und das glaubt, und insofern mich gar nicht drannimmt, da er sowieso nur ein „ja“ hört. Aber diese Vermutung wäre ja blödsinnig , denn ihm gegenüber würde ich mich nicht so sparsam äißern, da ich ihn ja viel lieber als die FSP Lehrerin mag.
Gruß,
Marleen
Hallo ,
Und Du hattest die Befürchtung, daß Du nun sicher „dran“
kommen wirst?
Ja, die anderen kamen ja auch dran. Und wenn sich drei melden, und zwei von drein was sagen, ist zu erwarten, dass auch die dritte sich vielleicht dazu äußern sollte.
Welche Gedanken gingen Dir durch den Kopf?
„Hilfe, hoffentlich nimmt er mich nicht dran“?
Nicht nur das. Auch: „Was soll ich denn bloß sagen.“ Ich hätte sagen können, wo ich das Vorpraktikum gemacht habe („ich habe mein Vorpraktikum in xy gemacht.“) Aber die anderen waren voll komisch, die hatten nur eine Klasse.Ich hatte 6 Klassen. Und 3 davon habe ich in Mathe unterrichtet. Irgendwie habe ich schon andere Erfahrungen als die anderen, aber ich hätte irgendwie gar nicht gewusst, wo anzufangen und was genau zu sagen. Und die anderen haben nur solch schwammiges Zeug erzählt, blöd rumgelabert, das kann ich nun mal nicht. Ich bin halt kurz und knapp und bringe es auf den Punkt. Jedenfalls , wenn ich rede.
Warum? Was wird
passieren, wenn er Dich doch dran nimmt?
Ich würde vermutlich früher oder später bei soviel Erlebnissen den Faden verlieren, durcheinanderkommen, rot werden (dann beschlägt meine Brille, ganz toll…), und vor Aufregung anfangen zu stottern. Dies würde bei den anderen Gelächter hervorrufen. Außerdem hätte ich Angst, dass er mir
a) wenn ich nicht weiterweiß,keine Zwischenfragen stellt, um mir aus der Patsche rauszuhelfen, wenn ich mich denn mal verheddere
b)zum anderen Fragen stellt, auf die ich nicht vorbereitet bin, die mich völlig konfus machen.
Das war jetzt auf die Situation bezogen, ein großer Teil der Punkte trifft aber auch im allgemeinen zu.
Hinzu kommt noch
- sprech langsamer
- sprech lauter
- hä, was hast du gesagt? wiederhol das doch nochmal
-> er hat das zwar noch nie gesagt, ih habe sowas jedoch häufig von anderen gehört, und man erwartet sowas dann ja auch von anderen
Wenn es jetzt um Diskussionen geht, hätte ich zusätzlich die Angst, dass er mich niedermacht, weil er zufäligerweise ne andere Meinung hat oder das andere eine andere Meinung haben und dann gegen meine Meinung argumentieren.
Vielleicht schreibst
Du Deine Befürchtungen einmal auf, meldest Dich dann trotzdem
im Seminar und überprüfst, ob das, was Du befürchtet hast,
wirklich eingetreten ist.
OK, geschehen (das aufschreiben).
Oft ist es sinnvoll, erst mit solchen Situationen anzufangen,
die Dir am wenigsten Angst machen,
also nichtselbstverfasste Texte vorlesen, unterste Stufe. Die Möglichkeit wird uns im Mathestudium leider nicht so oft gegeben. Mal gucken, vielleicht kann man sowas ja in Religion.
und dann kannst Du zu den
nächst schwierigeren übergehen.
was man dann auch strukturieren müsste, dann wird es einfacher. Bei mir war es so:
1.nichtselbstverfasste Texte vorlesen
2. Dialoge vorlesen
3.Lückentexte (immerhin ein selbstverfasstes Wort *g*)
4. selbstverfasste Texte vorlesen
5. Referate halten- etwas was ich übrigens über alles liebe, dabei habe ich keine Probleme, das bringt mir Spaß (merkwürdigerweise)
6. das freie Sprechen , wobei man das ja vielleicht weiter strukturieren könnte , z.B. Fragen stellen oder in Diskussionen etwas sagen.
Ich denkte, 1-4 (was je kein freies Sprechen ist) habe ich deswegen geschafft, weil ich eine Struktur hatte, die mir irgendwo beim freien Sprechen fehlt.
Gruß,
Marleen
Hallo Marleen,
jetzt mische ich mich da mal ein (hab aber keine psychologische Ausbildung):
Warum? Was wird
passieren, wenn er Dich doch dran nimmt?Ich würde vermutlich früher oder später bei soviel Erlebnissen
den Faden verlieren, durcheinanderkommen, rot werden (dann
beschlägt meine Brille, ganz toll…), und vor Aufregung
anfangen zu stottern.
Wie geht es Dir eigentlich im Freundeskreis und in der Familie mit Wortmeldungen? Lässt Du auch da immer den anderen den Vortritt, damit Dir soetwas nicht passiert?
Und: Wenn die Antwort kürzer ausfällt, hast Du dann auch Angst, durcheinander zu kommen?
Hast Du schon jemals versucht, Dir eine Antwort vorher zurechtzulegen, sie zu strukturieren und gut auszuformulieren, damit Du Dich für sie nicht schämen musst?
Hanna,
die viele Jahre an ihrer „Meldetechnik“ gefeilt hat
Hallo Marleen,
danke für Deine ausführliche Antwort. Ich schlage Dir vor, von jetzt an per Mail Deine Schwierigkeiten weiter zu besprechen. Bist Du damit einverstanden? Ich schicke Dir schon einmal die Antwort auf Dein Posting per Mail zu.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Hallo Hanna,
Wie geht es Dir eigentlich im Freundeskreis und in der Familie
mit Wortmeldungen? Lässt Du auch da immer den anderen den
Vortritt, damit Dir soetwas nicht passiert?
Freundeskreis und Familie, zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Zur Familie: Da kann ich ununterbrochen reden, ist kein Problem. Doch manchmal habe ich das Gefühl, ich kann nicht genug sagen. Meine Mutter fängt ein Gespräch an, ich möchte meinen Senf dazugeben, dann heißt ist, ich hätte sie unterbrochen, ich müsse sie doch ausreden lassen, nun habe sie den Faden verloren. So lasse ich meine Mutter häufig ihre Monologe führen und mein Kommentar ist dann „ja“. Denn wenn man so vollgetextet wird, vergesse ich nämlich das, was ICH sagen wollte. Es gibt jedoch dann und wann „normale“ Gespräche, wenn ich meine Mutter am Telefon gewissermaßen „interviewe“ und ihr Fragen über Fragen stelle.
Freundeskreis: gab es früher für mich gar nicht. Ich wurde in der Gymnasialzeit gemieden mit dem Argument:„Die sagt ja nie etwas.“
Mittlerweile gibts sowas denn doch, wobei der Satz „Die sagt ja nie was“ seine Gültigkeit nicht verloren hat. Allerdings bin ich schon gesprächig, wenn ich
a) telefoniere
b) mit einer Einzelperson rede
Die Gesprächigkeit vergeht dann allerdings , wenn sich eine dritte oder vierte Person dazugesellt. Dann klinke ich mich aus, nicht das ich das wollte, doch die anderen reißen die Aufmerksamkeit dann an sich und dann fühle ich mich plötzlich überflüssig und wünsche mich nur noch weit weg. Zumindest werde ich dann nicht mehr beachtet und sage nichts mehr.
Und: Wenn die Antwort kürzer ausfällt, hast Du dann auch
Angst, durcheinander zu kommen?
Nein.
Hast Du schon jemals versucht, Dir eine Antwort vorher
zurechtzulegen, sie zu strukturieren und gut auszuformulieren,
damit Du Dich für sie nicht schämen musst?
Im Gespräch oder Unterricht? Ich find, dass ist ein bisschen schwierig. Wenn ich überlege, was soll ich sagen, wie soll ich das genau sagen, hat im normalen Freundeskreis dann schon längst jemand anders was gesagt. Im Unterricht: Da haben sich schon längst andere gemeldet . Ich habe es trotzdem schon öfters versucht: „sag ichs nun so oder so?“ doch das Resultat war immer, dass ich mich nicht entscheiden konnte, was klingt denn nun besser, ich weiß ja wirklich nicht…und dann gehts weiter: vielleicht es ist ja auch falsch und wenn ich mich so schlecht ausdrücke, dann lachen alle, es muss ja jedes Wort perfekt sein, alles bestens formuliert, kein Ausdrucksfehler…und ich denke , genau das st eben einer meiner Fehler. Niemand ist perfekt. Was in meinen Augen nicht ganz perfekt klingt, klingt für andere gar nicht so schlimm(nur für mich selbst).
Nehme gerade in der Uni an einem Kommunikationsseminar teil, da wurde was ganz tolles gesagt:
Der nette Herr Dozent hat einen Sohn, der eine Holzeisenbahn haben wollte. Der Papa hat nun verschiedene Gleisteile gehabt, zusammengebaut, geschafft, mit 20 Teilen einen Kreis zu bauen. Und die Bahn fuhr. Der Kreis sah zwar wohl nicht perfekt aus, aber irgendwie hat es schon gepasst. Das lag daran, dass nicht alle Verbindungen 100% exakt waren.
Er erzählte uns , bei Worten wäre es genauso, man habe einen Kommunikationsspielraum. Ich weiß nicht, ob ich das so verstandenhabe, wie er wollte, dass ich es verstehe, doch das, was ich daraus gezogen habe , ist folgendes:
Sprechen und schreiben ist ein Unterschied.
Wenn ich ein Gedicht schreibe, dann kann ich stundenlang nach dem richtigen Wort suchen, damit es perfekt klingt, damit ich einen Preis dafür bekomme etc.
Wenn ich spreche, dann geht es darum, diesen Kreis zu bauen. Da kann ich nicht nach dem Wort suchen, was 100% exakt passt, dann kommt kein Kreis (kein ordentliches Gespräch) zustande. Dann kommt es drauf an, überhaupt etwas zu sagen. Und wenn es nicht perfekt ist, ist es egal, hauptsache, ich sage etwas. Denn dnn gibt es auch einen Kreis.
In der Theorie habe ich es schon verstanden, ich muss es nur noch in die Praxis umsetzen.
Hanna,
die viele Jahre an ihrer „Meldetechnik“ gefeilt hat
Wie?
Gruß, Marleen
hallo herr walter,
ist es einem psychologen nicht untersagt kostenlos psychisch
kranke zu beraten? ich glaub es ist sogar verboten.
Gruß
Mike
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Marleen!
Meine Mutter fängt ein Gespräch an, ich möchte
meinen Senf dazugeben, dann heißt ist, ich hätte sie
unterbrochen, ich müsse sie doch ausreden lassen, nun habe sie
den Faden verloren. So lasse ich meine Mutter häufig ihre
Monologe führen und mein Kommentar ist dann „ja“.
Wie gesagt: Ich habe keine psychologische Ausbildung, doch denke ich: Wenn Deine Mutter Dich nicht das Reden lehren konnte sondern Dich im Gegenteil sogar „niedergeredet“ hat - wie sollst Du es heute können?
Nicht, dass ich jetzt einen Schuldigen ausmachen will - eher eine Ursache.
Freundeskreis: gab es früher für mich gar nicht. Ich wurde in
der Gymnasialzeit gemieden mit dem Argument:„Die sagt ja nie
etwas.“
*lach* Ja, das kann ich mir gut vorstellen!
Allerdings
bin ich schon gesprächig, wenn ich
a) telefoniere
b) mit einer Einzelperson rede
Die Gesprächigkeit vergeht dann allerdings , wenn sich eine
dritte oder vierte Person dazugesellt. Dann klinke ich mich
aus, nicht das ich das wollte, doch die anderen reißen die
Aufmerksamkeit dann an sich und dann fühle ich mich plötzlich
überflüssig und wünsche mich nur noch weit weg. Zumindest
werde ich dann nicht mehr beachtet und sage nichts mehr.
Oh ja, das kenne ich.
Hast Du schon jemals versucht, Dir eine Antwort vorher
zurechtzulegen, sie zu strukturieren und gut auszuformulieren,
damit Du Dich für sie nicht schämen musst?Im Gespräch oder Unterricht?
Beides.
Ich find, dass ist ein bisschen
schwierig. Wenn ich überlege, was soll ich sagen, wie soll ich
das genau sagen, hat im normalen Freundeskreis dann schon
längst jemand anders was gesagt.
Ja, verstanden.
Aber hast Du nicht manchmal vielleicht eine Idee, die Du minutenlang ausformulieren kannst und die niemand anderer vor Dir zur Sprache bringt?
Im Unterricht: Da haben sich
schon längst andere gemeldet . Ich habe es trotzdem schon
öfters versucht: „sag ichs nun so oder so?“ doch das Resultat
war immer, dass ich mich nicht entscheiden konnte, was klingt
denn nun besser, ich weiß ja wirklich nicht…und dann gehts
weiter: vielleicht es ist ja auch falsch und wenn ich mich so
schlecht ausdrücke, dann lachen alle, es muss ja jedes Wort
perfekt sein, alles bestens formuliert, kein
Ausdrucksfehler…und ich denke , genau das ist eben einer
meiner Fehler.
Perfektionismus! Dazu vielleicht noch Versagensängste … Eine wahrhaft schlimme Kombination, die Dich quält!
Niemand ist perfekt. Was in meinen Augen nicht
ganz perfekt klingt, klingt für andere gar nicht so
schlimm(nur für mich selbst).
Ja, das kenne ich. Ich bin auch Perfektionist, leider aber eben auch nicht perfekt.
Sprechen und schreiben ist ein Unterschied.
Wenn ich ein Gedicht schreibe, dann kann ich stundenlang nach
dem richtigen Wort suchen, damit es perfekt klingt, damit ich
einen Preis dafür bekomme etc.
Du schreibst Gedichte? Im Ernst?
Wenn ich spreche, dann geht es darum, diesen Kreis zu bauen.
Da kann ich nicht nach dem Wort suchen, was 100% exakt passt,
dann kommt kein Kreis (kein ordentliches Gespräch) zustande.
Dann kommt es drauf an, überhaupt etwas zu sagen. Und wenn es
nicht perfekt ist, ist es egal, hauptsache, ich sage etwas.
Denn dnn gibt es auch einen Kreis.
In der Theorie habe ich es schon verstanden, ich muss es nur
noch in die Praxis umsetzen.
Das würde bedeuten, dass Du Zugeständnisse machen müsstest. Dass Du mal etwas sagen müsstest, was nicht perfekt ist. Das ist ganz schön schwierig!
die viele Jahre an ihrer „Meldetechnik“ gefeilt hat
Wie?
Nun ja, mein Vorteil in der Schule war, dass ich etwas intelligenter, denkfreudiger und sprachgewandter war als die anderen. Während die Klasse noch über der Lösung eines Problems gebrütet hat, habe ich an der fünften Formulierung der Lösung gearbeitet, weil mir die anderen vier nicht gut genug erschienen sind.
Tja, und irgendwann einmal war ich fertig und konnte mich stolz melden: Mit einer richtigen und perfekt formulierten Antwort.
Natürlich ist mir dieser Geniestreich nicht allzu oft gelungen, weil ja dann doch irgendwer aufgezeigt und eine (meiner Ansicht nach) unvollkommene oder nur unvollkommen formulierte Antwort gegeben hat, aber ab und zu habe ich diesen Triumph voll auskosten können.
Eine „halbe“ Antwort hätte ich aber nie gegeben.
Eine wirkliche Hilfe kann ich Dir nicht anbieten, denn ich selbst würde nie absichtlich etwas Unvollkommenses sagen, wie wollte ich es Dir nahelegen???
Das einzige, was mir einfällt, ist, dass Du wirklich einfach im Dialog Dich übst, rascher zu den geeigneten Forumulierungen zu finden, dann klappt es auch in größerer Runde schneller und besser.
Ich wünsche Dir alles Gute!
Hanna
Hallo Marleen,
als ich das erste Mal in einem Laden und einem Kunden gegenüberstand, klopfte mir das Herz bis zum Hals hoch. Eigentlich war der Beruf zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts für mich, so eingeschüchtert wie ich mich Fremden gegenüber fühlte. Aber ich hatte keine schlechte Ausbildung, nämlich unser Lehrer ließ uns ein Verkaufsgespräch bei laufender Videokamera führen (frag mich nicht, wie es mir dabei ging
. Es war für mich gar nicht schlecht, mich einmal selbst zu beobachten. Der Lehrer war recht nett, er macht mich auf Bewegungen aufmerksam, die er gut fand und auf die, an die ich noch feilen sollte. Dieses „Sich-sehen-und-hören“ hat etwas mit Selbstbewußtsein im wahren Sinn des Wortes zu tun.
Ich habe mal für dich gegooglet. Ab dem 21.4. bietet die VHS in Flensburg einen Rhetorikkurs an: http://www.vhs.flensburg.de/index.cfm?fuseaction=emg…. In der Editierzeile „Suchbegriff“ Rhetorik angeben, den vorletzten der 5 Vorschläge meine ich.
Vielleicht wäre das ja etwas für dich. Erkundige dich doch einmal, was bei dem Kurs gebotet wird. Das feedback von anderen in einer Runde mit Teilnehmen könnte eine gute Erfahrung für dich sein. Wer einen Rhetorikkurs besucht, tut es weil er unsicher ist. Du wärest eventuell unter „Leidensgenossen“, die sich gegenseitig helfen könnten - Applaus tut gut 
Mir ist das nur mal so als ergänzende Idee eingefallen, wie du dir selbst helfen könntest.
viele Grüße
claren
Hallo Hanna!
Wenn Deine Mutter Dich nicht das Reden lehren
konnte sondern Dich im Gegenteil sogar „niedergeredet“ hat -
wie sollst Du es heute können?
Nicht, dass ich jetzt einen Schuldigen ausmachen will - eher
eine Ursache.
so habe ich das noch nie betrachtet.danke.
Ja, verstanden.
Aber hast Du nicht manchmal vielleicht eine Idee, die Du
minutenlang ausformulieren kannst und die niemand anderer vor
Dir zur Sprache bringt?
Nein, dann sind die anderen doch schon wieder bei einem anderen Thema. Manchmal vielleicht doch nicht. Aber das Problem ist dann auch der richtige Zeitpunkt. Soll ichs jetzt sagen? Und schon fängt x an zu reden. Na, dann kann ichs ja sagen, wenn x fertig ist, doch da antwortet y, gut, lass ich den noch ausreden…ach, am besten sage ich gar nichts, ich schaffe es einfach nicht, den perfekten Augenblick ausfindig zu machen…
Perfektionismus! Dazu vielleicht noch Versagensängste … Eine
wahrhaft schlimme Kombination, die Dich quält!
Wobei ja das eine auf mein Einzelkinddasein zurückzuführen sein kann…
Du schreibst Gedichte? Im Ernst?
Ja.
Das würde bedeuten, dass Du Zugeständnisse machen müsstest.
Dass Du mal etwas sagen müsstest, was nicht perfekt ist. Das
ist ganz schön schwierig!
Ich glaube, dass ist mir lieber, als mir Gedanken machen zu müssen. Denn wenn ich mir Gedanken mache, denke ich nach kurzer Zeit nicht mehr über die Aussage an sich nach, sondern über die Reaktion, die sie bei mir, beim Dozenten und bei den anderen hervorrufen würde. Und dann, wie reagiere ich auf diese Reaktionen.
Eine wirkliche Hilfe kann ich Dir nicht anbieten, denn ich
selbst würde nie absichtlich etwas Unvollkommenses sagen, wie
wollte ich es Dir nahelegen???
Du warst mir trotzdem eine Hilfe, denn mehrere Antworten, aus denen ich das beste ziehe, werden mir dann ja zur Gesamthilfe.
Liebe Grüße
Marleen
Hallo claren,
mich auf
Bewegungen aufmerksam, die er gut fand und auf die, an die ich
noch feilen sollte.
das finde ich schön. Bei meinem letzten FSP wurde mir nämlich gesagt, dass Mimik und Gestik schlecht gewesen seien. Ich hätte mich viel lockerer bewegen sollen und und …leider war die Dozentin ziemlcih verständlichlos- der Beruf ist Berufung-> es wird ja auch nicht jemand Arzt, der kein Blut sehen kann…Aus unserer Familie her weiß ich, dass das nicht stimmt! Na, ich war der Meinung, dass könne man doch lernen und sehe mich jetzt bestätigt!
Ich habe mal für dich gegooglet. Ab dem 21.4. bietet die VHS
in Flensburg einen Rhetorikkurs an
In der Editierzeile „Suchbegriff“ Rhetorik angeben, den
vorletzten der 5 Vorschläge meine ich.
Vielleicht wäre das ja etwas für dich.
Ich habe mir alle 5 Vorschläge angeguckt, von denen ja nur noch zwei aktuell ist, und der vierte geht nicht, der ist in der FSP Zeit. Leider geht der fünfte auch nicht, weil ich an dem Abend einen Vortrag halten muss und danach eine Diskussion anleiten muss.
Mir ist das nur mal so als ergänzende Idee eingefallen, wie du
dir selbst helfen könntest.
Ich finde die Idee sehr schön und werde mal bei der VHS anderer Städte nachgucken, mal sehn, vielleicht gibt es da bessere Termine.
Auf jeden Fall danke für den Tip.
viele Grüße
Marleen
Hallo Marleen!
Ja, verstanden.
Aber hast Du nicht manchmal vielleicht eine Idee, die Du
minutenlang ausformulieren kannst und die niemand anderer vor
Dir zur Sprache bringt?Nein, dann sind die anderen doch schon wieder bei einem
anderen Thema. Manchmal vielleicht doch nicht. Aber das
Problem ist dann auch der richtige Zeitpunkt. Soll ichs jetzt
sagen? Und schon fängt x an zu reden. Na, dann kann ichs ja
sagen, wenn x fertig ist, doch da antwortet y, gut, lass ich
den noch ausreden…ach, am besten sage ich gar nichts, ich
schaffe es einfach nicht, den perfekten Augenblick ausfindig
zu machen…
*lach* Ja, so wie Du das beschreibst, so kenne ich das auch. Nur dass es bei mir die Schüchternheit ist. Wenn die Gelegenheit da ist, etwas zu sagen, dann bringe ich den Mund einfach nicht auf …
Perfektionismus! Dazu vielleicht noch Versagensängste … Eine
wahrhaft schlimme Kombination, die Dich quält!Wobei ja das eine auf mein Einzelkinddasein zurückzuführen
sein kann…
Öhm … Dazu habe ich noch keine Untersuchungen gelesen. Aber ich bin ein einer Familie mit sechs Kindern aufgewachsen und habe auch beides kennengelernt. Vor allem meine beiden älteren Schwestern haben keine Gelegenheit ausgelassen, mir zu sagen (und wenn irgend möglich zu beweisen), dass ich ein Dummchen bin …
Das würde bedeuten, dass Du Zugeständnisse machen müsstest.
Dass Du mal etwas sagen müsstest, was nicht perfekt ist. Das
ist ganz schön schwierig!Ich glaube, dass ist mir lieber, als mir Gedanken machen zu
müssen.
Wenn Du das schaffst, springst Du ja bereits über Deinen eigenen Schatten!
Liebe Grüße
Hanna
Hallo Herr „Cameron“ (falls Sie so heißen),
es ist einem Psychologen nicht untersagt und auch nicht verboten, kostenlos psychologisch zu beraten.
Mit freundlichen Grüßen
Oliver Walter