Angst vor Bienen, Hummeln, Wespen

Hallo,

ich kenne einige Leute, die unglaublich große Angst haben wenn sich eine Biene, Hummel, Wespe oder Hornisse nähert. Auch ich habe ein ungutes Gefühl wenn die Viecher mich anfliegen. Schon das Summen reicht aus, um nervös zu werden. Woher kann das kommen? Kann es psychische Ursachen haben?

Gruß
Michael

Hallo Michael,

bei Mäusen, Spinnen oder diverse Reptilien (z.B. kleinere Pythons, Leguane oder Geckos) frage ich mich auch woher die Angst kommt. Es sind ja eher schreckhafte Tiere die das Weite suchen wenn Menschen ihnen zu nahe kommen. Bei kleinen Kindern habe ich oft beobachtet, dass sie Angst vor Hunden und auch anderen Tieren haben, wenn die Eltern auch Angst haben oder dem Tier eher ablehnend gegenüber stehen. Also eine angelernte Angst. Ich wohne in der Großstadt und finde es jämmerlich wenn ich Menschen begegne, die vor einem Igel Angst haben oder jede Spinne angewidert mit der Zeitung totschlagen. Das führe ich auf fehlenden Bezug zur Natur hin.

Aber bei Wespen liegt es doch irgendwie klar auf der Hand: die Viecher fliegen einen penetrant an und stehlen einem den Obstsalat, sie lassen sich nicht verscheuchen und stechen gerne zu - und das tut weh. Viele Menschen haben auch eine Allergie gegen das Gift und die Reaktion darauf kann, je nach Körperteil sogar lebensbedrohlich enden. Hornissen beeindrucken durch ihre Größe und sind der Wespe je recht ähnlich. Bienen, naja, wer sie nicht kennt packt sie halt auch in die Schublade der Wespen - sie sind halt gesreift - und dass sie nicht so stechfreudig sind ist vielen wahrscheinlich nicht bekannt. Ich kenne viele, die noch nicht einmal eine Wespe von einer Biene unterscheiden können. Wenn die dann vor einer Wespe Angst haben, haben sie natürlich auch vor einer Biene Angst.

So long. Viele Grüße

Hallo,

bei mir kommt die Angst daher, dass ich in meiner Jugend sehr oft von Wespen gestochen wurde und das höllisch weh tat.

Ich habe damals in einem Kiosk im Freibad gearbeitet. Dort hat es in den Süßigkeitentöpfen nur so vor Wespen gewimmelt. Mindestens 2 mal am Tag war es dann wieder so weit und man wurde gestochen. Aufgrund der riesigen Warteschlangen vor dem Kiosk, war immer Hektik angesagt und man konnte keine Rücksicht auf Wespen und gestochen werden nehmen.

Heute hasse ich die Viecher.

Gruß

Samira

Hallo Chili,

Bei kleinen Kindern
habe ich oft beobachtet, dass sie Angst vor Hunden und auch
anderen Tieren haben, wenn die Eltern auch Angst haben oder
dem Tier eher ablehnend gegenüber stehen.

und das Gleiche gilt auch bei Wespen und Konsorten.

Wenn die Eltern beim Anblick eines gelb geringelten Stechviehs anfangen, hysterisch in der Landschaft herumzufuchteln, werden auch die Kinder Angst vor diesen Tieren haben; bleiben die Eltern aber ruhig und erklären den Kindern, dass sie, wenn sie sich in Gegenwart einer Wespe einfach nur nicht hektisch bewegen, selbige von ganz alleine und ungestochener Dinge wieder wegfliegt, dann bleiben auch die Kinder locker.

Beste Grüße

=^…^=

Hi KK,

gerne wird auch die Schwebfliege in dieselbe Schublade gestopft und allzugerne platt gemacht, dabei ist sie so gefährlich für den Menschen wie ihr eigenes Futter: die Blattlaus. Und das alles nur wegen ein paar gelben und schwarzen Streifen …

Grüße,
JPL

Meine Mutter hat durch einen Insektenstich Hepathitis C bekommen, der Anteil der Leute die sich so anstecken liegt irgendwo bei 0,35% wenn ich mich recht entsinne.

Sauber, Jackpot.

Dementsprechend halte ich gar nix vom Stechzeug.

Aber ich fuchtel auch nicht rum, ich flüchte und fang die Scheißviecher ein und schmeiß sie raus. So nett bin ich, ich schenke den Mistwespen, die zu blöd sind, wieder nach draußen zu finden auch noch das Leben. (Bienen sind wesentlich intelligenter, die schauen sich einmal die Wohnung an und gehen wieder).

Wenn sie ganz penetrant sind kill ich sie auch schonmal *auf boden rum scharr* aber nur wenn sie schon einmal auf mir gelandet sind und partout nicht raus wollen und riesig sind. (Die Wespen dieses Frühjahr waren monströs).

Es ist echt kein schönes Gefühl wenn schon Scheißviech auf dir rumkrabbelt, da können die Wespenfanatiker noch so mit ihren hutzli-putzli süßen Wespchen ankommen die ja soooo ungefährlich sind.
Ich weiß es besser, die Scheißviecher stechen ja schon wenn man sie nur anguckt.

Drei Mal wurde ich bisher gestochen, zwei Mal davon obwohl ich nur *still* gehalten habe (Brust und Handgelenk) mit rasendem Herzen allerdings.
Dazu muss ich sagen, das ich auch keine Ruhe habe, wenn die in der Wohnung sind. Die werden gnadenlos rausgeworfen und erst dann kann ich mich wieder auf was anderes konzentrieren.

Das erste Mal wurde ich in die Lippe gestochen, weil die Wespe sich in einer Vitamalzflasche versteckt hatte aus der ich trinken wollte. Da konnten wir beide nichts zu.

Von einer Biene bin ich nur einmal gestochen worden, nämlich als ich draufgetreten bin (sie war in meinem Schuh), das kann man auch noch verstehen…

lg
Kate

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Moin, Kate,

(Die Wespen dieses Frühjahr waren monströs).

wenn Wespen besonders groß sind und dazu auch noch rote Köpfe
haben, dann sind die Wespen Hornissen
(http://www.lkos.de/magazin/artikel.php?artikel=11782…,
bitte einmal blättern). Du weißt ja, ein Pferd kann mit einem
Biss 7 Hornissen umbringen :wink:

Sie hatten keine roten Köpfe (sondern schwarzgelbe) und Hornissen hatten wir hier leider noch nie, ich höre die schnappen sich Wespen, damit wären sie sehr viel lieber als die Scheißviecher.

Nein es waren leider Wespen, ich bin mir nicht sicher was für welche. Sie sahen aus wie gewöhnliche Wespen nur größer (ich hatte im Zoologieforum mal gefragt, aber ein gutes Foto hatte ich nicht).
Sie waren nur ca. doppelt so groß wie eine gewöhnliche Wespe.
Das letzte Mal sah ich sie im spätherbst letztes Jahr, und dann bis ca. Juni.
Aber Juni/Juli kamen die kleineren Wespen wieder und ich habe erst einmal wieder eine große gesehen. Mittlerweile wurde mein Rosmarinhonig zur Wespenfalle umfunktioniert :frowning: Habe vorhin festgestellt dasses jetzt ein Wespenfriedhof ist, der Deckel war nicht richtig drauf, das erklärt zumindest die Wespen, die in die Küche geflogen sind (ist ungewöhnlich, sonst kommen die übers Kaminzimmer rein).

Und Schlupfwespen (schlank und blau), die schmeiß ich raus weil sie sich total nervig anhören wenn sie am Fenster entlang brummen…

lg
Kate

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Moin Mikhael,
bei vielen Menschen greift hier eine Urangst die auf der Unvorhersehbarkeit der nächsten Bewegung des Tieres beruht, sprich, man weiß nicht, ob es im nächsten Moment nach oben, unten, rechts oder links tendiert. Bei Flugviechern ist das so, aber bspw. auch bei Spinnen und ähnlichem Gekreuche.
Morgengruß - Ted

Ich habe nicht die geringste Angst vor Bienen oder Wespen. Mir macht es nichts aus wenn sie auf mir herumkrabbeln - selbst im Gesicht. Das hat sicher damit zu tun, dass meine Mutter mir als Kind keine Angst vor diesen Viehchern gemacht hat. Sie meinte immer, dass die nur stechen wenn man ihnen Angst macht usw. Andere Mütter sagen ihren Kindern aus einer übermäßigen Besorgtheit heraus „Achtung geh weg, die sticht Dich!!“
Anders ist es bei mir mit Wanzen: Als ich ein kleiner Bub war, erzählte mir jemand, dass Wanzen furchtbar stinken würden wenn man sie zertritt (das soll sogar stimmen) und deswegen würden die auch „Stinkwanzen“ heissen. Fansziniert und angeekelt zugleich betrachtete ich so eine Wanze aus der Nähe, bestaunte ihren kantigen Körperbau und ihre grünlich braune Farbe und lies mir das Beigebrachte durch den Kopf gehen als das Vieh ganz plötzlich abhob (ich hatte nicht die geringste Ahnung dass die fliegen können) und innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde gegen meine Stirn knallte und wegflog. Dieses Erlebniss war fast schon schockierend für mich; jedenfalls habe ich seit dem eine tiefe Abneigung gegenüber Wanzen.

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Hornissen
Hallo,

wenn Wespen besonders groß sind und dazu auch noch rote Köpfe
haben, dann sind die Wespen Hornissen
(http://www.lkos.de/magazin/artikel.php?artikel=11782…,
bitte einmal blättern). Du weißt ja, ein Pferd kann mit einem
Biss 7 Hornissen umbringen :wink:

Dann hatte ich wohl einen agressiven Schwarm. Bin vor einigen Jahren in einen Schuppen gekommen. Dadurch fühlte sich ein Hornissenschwarm angegriffen und ich wurde von der Meute verfolgt. Vier oder fünf haben mich am Kopf gestochen. Seitdem habe ich vor allen Angst. Egal ob Wespe oder Hornisse. Bin aber noch schlau genug, die Ruhe zu bewahren. Aber bei dem ganzen Schwarm wusste ich das zunächst auch, bin dann aber in Panik verfallen, als ich unzählige Hornissen um meinen Kopf schwirren sah. Ein Teil hat sich dann noch in den Haaren verfangen. War wirklich nicht schön.

Übrigens waren die Stiche für mich verträglich. Tat zwar weh, aber ansonsten hatte ich keine Neben- oder Nachwirkungen.

VG
Monroe

Moin, Monroe,

Vier oder fünf haben mich am Kopf gestochen.

das ist wirklich seltenes Pech, normalerweise rennt man ja nicht unverhofft vor ein Nest. Es sei dann, man hätte Kopfhörer auf :frowning:

Übrigens waren die Stiche für mich verträglich. Tat zwar weh,
aber ansonsten hatte ich keine Neben- oder Nachwirkungen.

Das liegt daran, dass Hornissen nur wenig Gift haben, sie brauchen im täglichen Leben ja auch keines - sie fangen ihre Beute und beißen sie in der Luft kurz und klein.

Gruß Ralf

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Hallo

Schlechte Erfahrungen führen auch zu Angst. Von den Kindern hier werden garantiert einige von nun an hölliche Angst vor Wespen haben:

http://www.tagesanzeiger.ch vom 11.09.08

"Wespenschwarm attackierte Schulkinder

Auf dem Altberg haben Wespen Schulkinder aus Buchs angegriffen. Zwei Buben mussten mit der Rega ins Krankenhaus gebracht werden.

Rund 70 Schüler und Schülerinnen Schulhauses Zwingert aus Buchs waren nach 13 Uhr auf einer Wanderung auf dem Altberg unterwegs. Dabei trat eines der Kinder beim Spielen auf ein Wespennest, wie die Kantonspolizei mitteilt.

Etwa ein Dutzend Kinder wurden danach von den aufgescheuchten Wespen gestochen. Zwei Knaben, welche 10 bis 15 nicht lebensgefährliche Stiche erlitten, wurden mit einem Rettungshelikopter der Rega zur Kontrolle ins Spital geflogen. Die übrigen Betroffenen wurden von den Besatzungen von zwei Ambulanzfahrzeugen betreut."

Ich selber schaffe es mit knapper Not, nicht herumzufuchteln, wenn so eine Wespe um mich herumbrummt, breche dabei aber in (Angst-)Schweiss aus und versuche in Kauerstellung alle Kleidereingänge und Körperöffnungen irgendwie zu verschliessen. Die Tierchen wären mir ja völlig egal, wenn sie mich einfach mal kurz abschnuppern und dann wieder verschwinden würden. Aber sie haben die Tendenz, Löcher jeder Art spannend zu finden und über Ärmelenden, Hosenbeinenden, Ausschnitt etc. unter die Kleidung eindringen zu wollen, dann den Ausgang nicht wieder zu finden und in ihrer aufkommenden Angst drin einfach mal zuzustechen. Selber erlebt. Bienen, Hummeln, Hornissen etc. machen mir überhaupt nichts aus, da sie nicht diese Aufdringlichkeit haben sondern mich schön in Ruhe lassen.

Gruss
Ursula