Hallo
Ich habe mal ein komisches Problem:
Und zwar habe ich „Angst“ vor meinem eigenen Namen. Wenn ich also beim Arzt oder so aufgerufen werde oder sonstirgendwie Namentlich genannt werde, bekomme ich sofort einen Schreck, als würde mir Böses passieren.
Speziell mein Arzt freut sich dann immer über den erhöhten Blutdruck
Ich denke der Grund liegt in meiner Jugend. Damals kam ich sozusagen als „Einzelkind“ von einer anderen Grundschule. Die anderen Kinder kannten sich untereinander nur ich war eben ein „Einzelgänger“. Die anderen mochten mich nicht und wollten mich auch nicht in ihren „Grüppchen“ haben.
Wenn ich mich aber dazustellte oder Mitspielen wollte, galt ich als „Störenfried“ und somit beschwerten sie sich alle bei der Lehrerin, die mich dann quasi vor die Klasse stellte und Rede und Antwort von mir wollte, mir auch drohte, das ich von der Schule fliege, wenn ich die anderen immer Ärgern würde.
Es gab dann später sogar eine „Mecker-Stunde“, bei der jeder sagen konnte was ich wieder „angestellt“ hatte.
Irgendwann habe ich mich dann komplett zurückgezogen und die anderen in Ruhe gelassen.
Ich denke mal, das ich seit daher ein Negatives Gefühl aufbaue, wenn mein Name fällt. Auch mein Vorname alleine…
Kann man so etwas irgendwie wieder loswerden? Ich meine ich bin jetz 36 und habe immer noch ein ungutes Gefühl bei meinem Namen…
Außenseiter bzw. Einzelgänger wie ich es lieber nennen möchte, weil es eher zutrifft bin ich übrigens geblieben.
Hy Andreas,
du hast kein komisches Problem.
Kein Problem ist komisch oder zu klein wenn es dich so stark bewegt.
Ich denke der Grund liegt in meiner Jugend.
Du scheinst dir schon viele Gedanken gemacht zu haben.
Sprich mit einem Arzt deines Vertauens, er wird dir weiterhelfen, z.B. mit einer Empfehlung für einen guten Therapeuten.
Zuerst zu einem vertrauten Hausarzt, dem man das Problem ohne zu große Scheu schildern kann - diesen bitten um eine Überweisung zur Psychotherapie, vielleicht hat er auch einen Tipp, welcher Psychotherapeut für diese Art von Störung geeignet ist (kann ein „ärztlicher Psychotherapeut“, also Arzt für Psychotherapeutische Medizin sein oder ein „psychologischer Psychotherapeut“, also niedergelassener Diplom-Psychologe mit Krankenkassenzulassung) - je nach Geschmack und Länge der Warteliste.
Zum „Psychiater“ (= Arzt für Psychiatrie) würde ich damit erst einmal nicht gehen.
ist verm. ein blöder Tip, da es das Problem nur umschifft, statt es anzugehen - aber wenns ein bißchen helfen könnte wäre ja ev. auch schon was gewonnen, zumindest ein Ansatz - wie wärs mit einer Namensänderung?
Kostet ein bißchen, geht aber.
Dachte ich dran, weil sich solche Ängste ja leicht verselbständigen -Du kriegst Angst, Angst zu kriegen und dann wirds garantiert so etc.
Wenn man den Kreislauf durchbrechen kann, ist man manchmal schon ein gutes Stück weiter.
Hi
Die Idee ist vielleicht im Grund genommen nicht schlecht, glaube aber nicht das es funktioniert.
Zum einen käme ich mir „doof“ vor, weils eben nicht „mein Name ist“.
Hatte mir auch mal zwischenzeitlich einen Spitznamen für mich ausgedacht. Meine Kumpels fanden ihn zwar OK, kam mir aber doof dabei vor mich so vorzustellen, bzw. nennen zu lassen.
Außerdem glaube ich, das sich irgendwann - wenn man sich an den neuen Namen gewöhnt hat und angenommen hat - die Sache wiederholt, denn es geht ja im Grunde genommen daran, das ich mit der Nennung des Namens was schlechtes Verbinde… „Jemand will was von mir, das kann nix gutes sein“… Wie der Name nun lautet ist da vermutlich egal.