Hallo liebe Experten,
ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann, bevor ich doch noch ins Psychologie-Brett muss… 
Seit der Geburt meines Sohnes (12 Monate) habe ich in vielen Situationen ganz einfach furchtbare Angst, dass er sterben könnte.
Anfangs habe ich mir noch nicht so viel dabei gedacht. Ich bin sehr gut durch die Schwangerschaft gekommen, habe mich nie übertrieben gesorgt oder übermäßig geschont.
Diese plötzliche übertriebene Angst habe ich daher einfach auf die hormonelle Umstellung nach der Geburt geschoben.
Aber leider hat es sich nicht wieder gelegt, sondern es wird eher schlimmer. Es stört mich auch nicht so sehr, dass ich überhaupt diese Angst habe, das ist ja vielleicht auch ganz normal für Mütter. Was mich richtig stört ist, dass ich in ruhigen Momenten nicht anders kann, als mir bis zum (tödlichen) Ende vorzustellen, wirklich en detail auszumalen, was hätte passieren können. Ich sehe meinen Sohn (übrigens häufig auch meinen Mann) also recht häufig tot oder schwer verletzt vor meinen Augen.
Und unter diesen Vorstellungen leide natürlich nicht nur ich (neulich musste ich zwischen zwei Vorlesungen fast heulen), sondern auch die Beziehung zu meinem Mann. Denn natürlich (so meine innere Stimme) erhöht sich die Gefahr, wenn er mit ihm ist. In diesen Situationen versuche ich meist, die Angst zu unterdrücken, und bin dadurch häufig angespannt und sehr schlecht gelaunt. Dabei geht es nur um so simple Dinge wie Toben (ersticken), durch die Luft wirbeln (Genick brechen), Autos vom Balkon gucken (runterfallen), schlafen (ersticken), spazieren gehen (zu nah an der Straße, vom Auto erfasst werden) und ähnliches. Und ich möchte auf keinen Fall, dass mein Mann aus lauter Rücksicht auf mich diese Dinge nicht mehr machen kann. Zumal ich sie selbst ja durchaus tue.
Hat vielleicht irgendwer eine Ahnung, woher diese plötzliche Sorge kommt, und ob das vielleicht einfach wieder verschwindet mit der Zeit? Hat das vielleicht sogar mal jemand selbst erlebt?
Oder hat jemand unter Umständen Verhaltenstipps oder Ideen, wie ich damit besser umgehen kann? (Insbesondere diese Vorstellungen, die ich auch immer zu ende denken muss, stören mich gewaltig!)
Ich möchte schlussendlich allerdings hinzufügen, dass ich diese Angstzustände bisher ganz gut im Griff habe. Ich studiere, mein Mann betreut praktisch den ganzen Tag den Kleinen, und das funktioniert super, ohne dass ich nun ständig vor Angst zusammenbreche. Ich habe halt nur nicht das Gefühl, dass es besser wird. Und solche Dinge fangen ja immer klein an, und ehe man sich versieht, hat man eine richtige Krankheit. Daher wollte ich mich einfach mal umhören.
Vielen Dank, auch für das Lesen dieses nicht so kurzen Textes,
liebe Grüße,
larymin
könnte mir vorstellen, dass du vielleicht unterbewusst eine große sehnsucht nach deinem kind hast. als mama möchte man es vor allem beschützen, sogar vor dem papa der ihm die windeln „falsch“ anzieht. (natürlich macht er es aber genauso gut) und wenn du halt viel unterwegs bist, hast du wenig kontrolle darüber was dein kind mit dem vater zuhause macht. das kann glaube ich sehr weh tun.