Angst vor der Schule.. wie helfe ich da?

Hallo,
mein Sohn ist 6 und wurde am 15.08.2009 eingeschult…
erst hatte er keinerlei Probleme…
seit letzten Mittwoch, fängt er morgens wenn ich ihn wegbringe an zu weinen … er würde uns soooo schrecklich vermissen…
er hat ADHS… ob das damit zusammenhängt?
jeden Tag fragt er nun, ob er in die Schule muß…
ich weiß mir keinen Rat mehr…
bin im Moment bei diesem Thema auch sehr dünn häutig…
es wäre sehr lieb, wenn sich jemand mit mir austauschen könnte…

danke im Vorfeld an Alle

Hallo,

mein Rat - nicht lange rum überlegen und sofort einen Termin bei einer Kinderpsychologin machen. Die sind geschult die richtigen Fragen zu stellen und arbeiten dann ggf mit der Schule zusammen.

Gruß,
Alexandra

Hallo Alexandra,
danke erstmal für deine Antwort…
warte hier jeden Tag darauf, das mein Behandelnder Arzt (Kinderpsychologe, Schwerpunkt ADHS) sich bei mir meldet…
hab auch am 7.09 einen termin bei Ihm in der Praxis…
leider bekomm ich in meiner Nähe nicht soo schnell einen anderen Termin… ob bei einem anderen Arzt oder bei dem unseren…
fühle mich einfach nur hilflos… bin schon arg gereizt, wegen der andauernden Fragen… muß ich morgen in die Schule…???

wobei ich sagen muß, das einige Kinder in seiner Klasse dieses Phänomen erkennen lassen…
das des sich nicht trennen können…
mein Kleiner hat das an den Tagen davor bei zwei seiner Mitschüler erlebt…

nochmals danke für deine schnelle Antwort

Hallo

er hat ADHS… ob das damit zusammenhängt?

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es damit zusammenhängt, dass dort irgendwas in der Schule ist, wovor er Angst hat.

In Anbetracht der Tatsache, dass er nicht der einzigste in der Klasse ist, wie du schreibst, ist es doch mit großer Wahrscheinlichkeit irgendetwas in der Schule.

Gibt es bei euch in der Stadt/im Kreis einen Schulpsychologen? Wenn du es nicht weißt, könntest du den Direktor der Schule oder die Stadtverwaltung fragen.

Ich würde mich mit den Eltern der anderen Kinder, die auch Angst haben, zusammentun und einen Termin mit der Schulpsychologin ausmachen. Besser ist es vielleicht, auch mit dem Klassenlehrer und mit dem Direktor darüber zu sprechen. Macht es aber zusammen, und lasst euch nicht einreden, mit euren Kindern wäre etwas nicht in Ordnung.

Die Kinder haben Schulpflicht, also sie müssen da hin, dann haben sie doch wohl auch einen Anspruch darauf, dass ihnen dort nicht Angst gemacht wird, sondern dass sie den bestmöglichen Unterricht bekommen, und dass sie mit Freude da hingehen.

Dein Sohn hat doch schon länger ADHS, und nicht erst seit Schulbeginn. Hat er auch schon länger diese Angst? Nein, nicht wahr?

Viele

Hallo Simsy Mone,

bei meinem Sohn, wurde aufgrund des ADHS seines Großen Bruders… (ist vor über 3 Jahren getestet worden) vor ca einem 3/4 Jahr ein Test gemacht worden…
natürlich habe ich mir und auch der Arzt es sich nicht leicht gemacht mit der Diagnose…
ich selbst habe mich… aufgrund der Tatsache, das ADHS durch einen Gendefekt weiter gegeben werden kann) testen lassen…
ich bin auch ein ADSler

und mein Sohn hat erst am 17ten mit der Schule begonnen… sprich erste Klasse…
ich habe mir diese Schule, aufgrund guter Erfahrungberichte andere Eltern, und meine eigenen Erfahrung von meinem Großen her,ausgesucht.

Im Vorfeld haben wir (Papa und Mama) ausführlich mit der Lehrerin gesprochen…
wegen dem ADHS und überhaupt…
ein Junge hatte von Anfang an riesige Probs…
er hat zudem noch sehr viele Kinder aus seinem Kindergarten mit in der Klasse…
die Lehrerin ist sehr sehr lieb…
die Schule steht mit meinem Behandelden Arzt in Verbindung, da sein Sohn diese Schule auch besucht hat…

ich habe eher das Gefühl, das er Angst hat ,all die Anforderungen nicht zu meistern…

lg
rotezora4

Hallo Rote Zora

er hat zudem noch sehr viele Kinder aus seinem Kindergarten mit in der Klasse…
die Lehrerin ist sehr sehr lieb…
die Schule steht mit meinem Behandelden Arzt in Verbindung, da sein Sohn diese Schule auch besucht hat…

Ach so, das klingt allerdings wirklich sehr gut.

Ich hatte das anders verstanden …

ich habe eher das Gefühl, das er Angst hat ,all die Anforderungen nicht zu meistern…

Hm, das kann natürlich sein.

Da hilft natürlich jedes Erfolgserlebnis, aber darauf wärst du ja selber bestimmt nie gekommen :wink:
Leider kann ich keinen brauchbaren Tipp geben, weil ich von ADHS keine Ahnung habe.

Viele Grüße

Trotzdem Danke Simsy Mone…

ich weiß mir nur halt nicht mehr ein noch aus…
sein Pa und ich wir fördern ,fordern nur soweit, wie wir sehen das er es bewältigen kann…
wobei ich sagen muß, das er mit noch nicht mal 6 Jahren mir zig Spieler aus dem Panini Fußballheft … mit Größe, Aletr, Gewicht, Namen und Geburtsdatum benennen konnte…
wir bestärken ihn in allem was er macht…
loben ihn…
knuddeln ihn…
belohnen ihn…

und nun das …
morgenfürh weint er wieder und ich denk ich bin ne schlecht Mutter wenn ich einfach geh…
naja ich werd es sehen…

DANKE nochmal

N´abend

Die Kinder in den unteren Klassen müssen sich meist auf dem Schulhof aufstellen, damit die Lehrerin sie geschlossen in die Klasse führt. Greif dir die Dame kurz. Für ein kurzes Gespräch hat sie immer Zeit, bevor ihr „kleines“ Volk unruhig wird. Meist erfährt man in diesem Gespräch mehr, als der eigene Sohn einem sagen möchte.

Vielleicht gab es einen Streit, den er nicht bewältigen konnte und nun Angst vor dem Gegenpart hat. Frag die Lehrerin ob ihr etwas aufgefallen ist. Und wenn dem nicht so ist, ist sie auf jeden Fall sensibilisiert und achtet drauf.

Und nicht allzu viele Gedanken machen:
Es könnte auch sein, dass er jetzt erst das „Kindergartensyndrom“ entwickelt. Und deshalb bist du noch lange keine schlechte Mutter.

lg
und starke Nerven
das K

auch dir DANKE dasK,

das könnte natürlich auch sein… im Kiga hatte er solche Probs nie…
erst als letztes Jahr meine Mutter verstarb, mit der er viel Zeit verbracht hat, fing er mit solchen Dingen an…
das hat sich aber sehr schnell gelegt…

und manchmal kommen einem leider solche Gedanken…

lg

In welcher Region wohnst Du? Vielleicht kann ich Dir nen Ansprechpartner nennen. „Ich will nicht in die Schule Fälle“ haben bei Kinderpsychologen normal Alarmstufe 1 und werden direkt behandelt. Im Zweifel gibt es auch bei privaten Ärzten eine Möglichkeit mit den Kassen abzurechnen, da diese wissen, dass der Bedarf an KV-Zulassungen nicht gedeckt ist.

Gruß und Ruhe bewahren. Im Zweifel alleine das Thema nicht weite aufgreifen und wenn Du die Möglichkeit hast mal alle Augen zudrücken und den Stoff zu Hause nachholen. Kenne Leute die fast ein Jahr nicht im Unterricht erschienen sind und dennoch zu den Besten gezählt haben.

Alexandra

Hallo Alexandra…

ich komm aus dem Raum Dortmund…
mein Kleiner steht ja noch am Anfang seiner Schulischen Laufbahn…
er hat ja erst eine Woche hinter sich gebracht…
werde versuchen ihm bis zu unserem Termin bei unserem Behandelnden Arzt mit viel Liebe und Ruhe zu begegnen…
wenn nötig und möglich alles ganz ausführlich erklären…

danke dir uns allen anderen die mir hier zur Seite stehen

Hallo,

natürlich solltest du das ganze ernst nehmen, die Ratschläge von weiter unten auf jeden Fall befolgen.

Aber vielleicht ist es wirklich nur der Wechsel in die völlig neue Situation, schließlich ist er erst seit etwa einer Woche in der Schule: Viele neue (unbekannte) Mitschüler, ein neues Gebäude, eine neue Lehrerin (statt einer Kindergärtnerin), ein (etwas) stärker reglementierter Tagesablauf (die Sommerferien hatte er bestimmt auch frei und nicht mehr Kindergarten), neue Regeln, und und und…

Da kann sich mancher überfordert fühlen oder sich einfach nur nach seinen alten Freunden im Kindergarten (oder den tollen Sommerferien mit Mama) zurücksehnen. So ein Wechsel ist immer „aufregend“, auch nachher bei den „Größeren“, die zur 5. Klasse in eine neue Schule wechseln (ebenfalls sehr stressig und belastend) - und wer danach die Schule wechselt (manche tun es nach der 10. oder wegen eines Umzugs), fühlt sich in den ersten Wochen (solange man sich im Gebäude verläuft und nicht die Namen der Mitschüler kennt) unwohl.

Meine (laienhafte) Meinung: Er sollte auf jeden Fall in die Schule gehen (trotz Jammern), vielleicht kann er ja neue Mitschüler zum Spielen einladen, so dass er schneller Kontakte aufbaut. (Sprich dich mit anderen Eltern ab - gibt es schon eine Telefonliste? - demnächst ist bestimmt ein Elternabend!)

Hallo Rote Zora

mein Sohn ist 6 und wurde am 15.08.2009 eingeschult…
erst hatte er keinerlei Probleme…

Also die ersten 2 Tage

seit letzten Mittwoch, fängt er morgens wenn ich ihn wegbringe
an zu weinen … er würde uns soooo schrecklich vermissen…

Also die letzten 3 Tage

Ich würde jetzt mal die Pferde nicht scheu machen! Was sind denn schon 5 Tage, oder sehe ich das jetzt tatsächlich zu locker?

Er wird, wie viele andere Kinder (ob ADHS oder nicht) einfach ein wenig Zeit brauchen sich einzugewöhnen. Manche sind anfangs total begeistert und solche Tiefs kommen nach ein paar Wochen, bei anderen Kindern ist es eben gerade umgekehrt.

jeden Tag fragt er nun, ob er in die Schule muß…

Es sind gerademal 3 Tage, bei Dir hört es sich an wie Wochen, sorry.

ich weiß mir keinen Rat mehr…

Geht es Dir denn im allgemeinen gerade nicht sehr gut, daß Du soo schnell verzweifelt bist?

bin im Moment bei diesem Thema auch sehr dünn häutig…

Klar, kann man verstehen wenns ums eigene Kind und dessen wohl geht.

Aber wie Dir auch hier schon geraten wurde, sprich doch erstmal mit der Klassenlehrerin, ob irgendetwas vorgefallen ist. Vielleicht löst sich das Problem von ganz alleine. Bei uns wird auch seitens des KiGa angeboten, sich bei Problemen nochmals an die ehemalige Erzieherin zu wenden, die dann mit der Schule kooperiert.

Hatte er denn im Kindergarten auch Probleme?

Also, bleib mal ganz gelassen und mach ihm liebevoll aber unmißverständlich klar, daß er in die Schule „muß“.
Ihm wird es auch nicht helfen, wenn er merkt, daß es Dir dabei schlecht geht. Im Gegenteil.

LG Motorradmieze,

übrigens alles Gute Euch! Wird schon werden.

Hi Zora,

mir geben vor allem zwei Sachen aus diesem Thread zu denken:

Er hat das „Kann sich nicht trennen“ bei anderen Kindern beobachtet.

Seine Großmutter ist gestorben. Nach außen sind keine Spuren mehr sichtbar, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es immer noch in ihm „arbeitet“.

Kann es sein, dass da einfach das Thema Trennung und Verlust im Moment sensibler ist als sonst? Etwa - er sieht, dass andere Kinder Angst haben, und ihm kommt zu Bewusstsein, dass da ja tatsächlich etwas passieren könnte?

Außerdem entwickeln sich Menschen jeden Alters nicht immer linear. Natürlich lohnt es sich, die Lehrerin darauf hinzuweisen, aber gleich zu vermuten, dass in der Schule etwas nicht stimmt, scheint mir zu weit zu gehen. Erst mal stützen, Rückhalt geben, beobachten, denke ich.

Just my two cents,

Beate

Hallo Motorradmieze,
erstmal danke für deine Antwort…
ja im Moment bin ich eher dünn Häutig veranlagt…
da nicht nur mein Kleiner sondern auch mein Großer ADHS hat und im Augenblick wieder total auf Konfrontationskurs ist…
ich bin mit den beiden allein…
und wenn der Pa von meinem Kleinchen da ist, da wird´s dann auch nicht besser, da er nicht mit meinem Großen klar kommt…
Also Stress auf ganzer Linie…
aber das kenn ich ja schon…
was mich so kirre macht ist einfach, das der Lütte abends schon damit anfängt, das er nicht in die Schule will…
er jammert was das Zeug hält…
heult und bockt…
aber ich bleib hart… Naja eher weich *g* … aber er muß zur Schule…
ich sag ihm immer er soll es wenigstens probieren… und vieles macht ihm ja auch Spaß
und nein er hatte im Kuga gar keine Probs… deswegen ist das für mich ja auch nicht ganz verständlich warum er so handelt…
zudem hat er das seltene Glück das es an dieser Schule nur 4 Klasen gibt… es ist also eine recht kleine Schule… insgesamt sind es 120 Kinder die dort unterrichtet werden…
in seiner Klasse befinden sich 16 Kinder aus seinem Kindergarten mit in dieser Klasse… also hat er eigentlich Heimvorteil…
naja werde sehen wie wir hier weitermachen…

danke dir nochmal für deinen Beitrag…

werde morgen mal mit seiner alten Kigabetreuerin sprechen … zum Glück arbeitet die Schule mit dem Kindergarten Hand in Hand…

Hallo Beate,
danke dir für deinen Beitrag…
ich glaub sehr wohl das es noch in ihm arbeitet wegen meiner Mutter…
als sie starb war ich nicht daheim… ich war das Wochende das erstemal weiter von meinen Kindern weg…
der Kleine war bei seinem Pa…
mit der Lehrerin habe ich heute morgen schon gesprochen… sie sagte es wäre nix gewesen…
also Streit, anderer Ärger mit den Mitschülern oder so… allerdings sagte sie auch, das es im Augenblick sehr viele Kinder gäbe, die sich nicht trennen wollten etc.
wenn er wieder eine Stunde durchhält ist mein Kleinchen auch furchtbar stolz das er es geschafft hat…
ich lobe ihn und bestärke, wo es nur geht…
nicht nur ich mache das, auch seine großen Geschwister und die Freundin seines Bruders

und die Schule hab ich mir ja grad wegen ihrer Innovativen Ideen und Umsetzungen und des guten Leumundes gewählt…
und sie arbeiten mit einem Kinderpsychologen und unserem alten Kindergarten Hand in Hand…

ich danke dir nochmals sehr…

lg
die Zora