Meine Frau ist nun mit unserem 3. Kind schwanger, jetzt steht Dienstag eine Fruchtwasseruntersuchung an, weil sie eben zu der sogenannten Riskogruppe zählt ab 35 Jahre. Unsere beiden ersten Kinder sind vollkommen gesund.
Sie hatte vor 5 Jahren eine Fehlgeburt (Eileiterschwangerschaft) und hatte damals richtig zu kämpfen gehabt, diese psychisch zu überwinden, auch wenn es medizinisch notwendig war. Doch litt sie sehr darunter.
Nun hat sie Angst vor der Fruchtwasseruntersuchung sowohl über die Schmerzen als auch über mögliche Folgen. Kann jemand die Untersuchung schildern, wie habt ihr diese erlebt.
Für uns steht fest, dass unsere beiden Kinder vorgehen.
Moin,
Nun hat sie Angst vor der Fruchtwasseruntersuchung
warum soll diese Untersuchung gemacht werden?
Liegen deutliche Indikationen vor oder ‚nur‘ weil sie über 35 ist?
Was soll diese Untersuchung bringen?
Was würdet ihr machen, wenn dabei bestimmte Krankheitsbilder nachgewiesen würden?
Einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen?
Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich habes schon einige male erlebt, daß solche Untersuchungen gemacht werden sollten, ohne daß eingehend mit den Frauen gesprochen wurde und auch einfach routinemäßig.
Darüber, was nach einer Feststellung einer Erkrankung gemacht werden soll, wurde auch lngst nicht immer gesprochen.
Gandalf
Hallo !
Ich kann dir leider die Untersuchung nicht beschreiben, auch nicht auch eigenem Erleben.
Ich denke aber, es wäre sinnvoll, wenn deine Frau (mit dir gemeinsam?) mit dem Gynäkologen einfach noch einmal vorab spricht. Eventuell vielleicht sogar noch eine 2. Meinung einholen.
Das aber würde ich nicht per Internet tun, da es doch besser ist, wenn deine Frau auch untersucht werden kann und ALLE persönlichen relevanten Umstände berücksichtigt werden können.
Das ist die richtige Adresse für Fragen zum Ablauf, zu Risiken, auch zum äußern der Ängste und natürlich zum Klären, weshalb genau die Untersuchung empfohlen wird, was geschehen kann wenn… usw. usf.
Ein guter Gyn. bietet diese Möglichkeit wenn Unsicherheiten und Sorgen bestehen und es kommt dann sicher nicht auf ein paar Tage an.
Ich würde Montag dort anrufen, das sagen und darum bitten, dass zunächst noch einmal ein gründliches Gespräch stattfindet.
Viel Glück und alles Gute !
Hallo!
Gibt es denn einen medizinischen Grund warum deine Frau diese Untersuchung machen lässt? Ich gehörte bei beiden Schwangerschaften zu den Risikopatienten (1.Schwangerschaft mit 35, 2.Schwangerschaft mit 37). Eine Fruchtwasseruntersuchung habe ich immer abgelehnt weil ich keinen Sinn dahinter sah.
Wenn keine Indikation vorliegt muss deine Frau diese Untersuchung doch nicht machen, oder? Sprecht auf jeden Fall noch mal mit dem Gynäkologen darüber, auch über ihre Ängste.
Alles Gute,
Ilse
Hallo,
ich musste das nicht machen, weil alle Tests und auch die Feindiagnostik per Ultraschall ohne Befund waren. Warum soll das denn bei Euch gemacht werden?
Ich hätte es aber bei unklaren Befunden machen lassen, eben weil meine anderen Kinder auch vorgehen, und wäre dann alle nötigen Schritten bis zum Schluss gegangen. Vielleicht ist sich deine Frau da ja gar nicht so sicher, ob sie das auch tun würde.
lg
brenna
also meine frau sollte es einfach nur wegen des alters von ihr machen lassen, wie ich schon schrieb über 35 jahre.
bei den untersuchungen war bisher auch kein grund zur sorge, wobei mann auch sagen muss, sie leidet unter schilddrüsenproblemen und muss l tyroxin 75 nehmen, aber ihre werte sind klasse…
stimmt es wäre routinemässig, sie hat auch mit ihrem gyn einschlägig einige male gesprochen, er sagte nur er legt es nahe, es wäre unsere entscheidung oder besser gesagt ihre… hmmmm… was machen???
Moin,
was machen???
in dem Fall würde ich es machen, weil so gesehen nur zur Stillung einer zweifelhaften Neugierde.
Meine Ex hat mit ihrem neuen Partner auch eine Risikoschwangerschaft gezeugt. Sie hat dieses Ansinnen des Arztes strikt abgelehnt.
M.E. ist die Abwägung zwischen Risiko zu Erkenntnisgewinn in diesm Fall ganz klar auf Seiten des Risikos.
Zudem, was würdet ihr mit einer Information anfangen, daß irgendwas nicht so ist, wie es sein soll?
Meine Meinung.
Gandalf
Hallo,
ich war schon bei der ersten Schwangerschaft 34, meine junge Gynäkologin drängte mich direkt zu einer Fruchtwasseruntersuchung. Ich habe dann ein bißchen gegoogelt und nur so erfahren, dass es in 1% der Fälle zu Fehlgeburten kommt. davon hatte meine Gyn nichts erwähnt.
Außerdem hätte ich damals ohnehin nicht abgetrieben. Habe die Untersuchung ergo bleiben lassen musste der Ärztin dafür div. Bestätigungen unterschreiben, was m.E. nicht ganz koscher war.
Für die zweite Schwangerschaft 2 Jahre später habe ich mir eine andere Gyn gesucht, eine Ältere, die ihr Schäfchen im Trockenen hatte und das lockerer sah. Dort musste ich, obwohl derweil tatsächlich in der Risikogruppe für Trisomie 21, nichts unterschreiben.
Überlegt Euch, ob Ihr gegebenenfalls mit einer mehr oder weniger starken Behinderung Eures Kindes leben könnt (einer, die per Fruchtwasseruntersuchung erkannt werden kann, das sind nicht viele) oder ob Ihr in solchem Fall lieber abtreiben möchtet.
Wenn Abtreibung eh keine Option ist, ist die Fruchtwasseruntersuchung ein völlig überflüssiges Risiko.
Gruß, Paran
Hallo,
ich habe eine Fruchtwasseruntersuchung mit meinen Zwillingen auf meinen Wunsch hin machen lassen. Ich meine es war die 16. Schwangerschaftswoche. Es war meine erste Schwangerschaft.
Ich war unter 30 aber ich wollte für mich , da meine Schwester geistig behindert ist , wissen dass alles in Ordnung ist - sonst hätte ich abgetrieben. Für meine Frauenärztin verständlich, für den Arzt im Krankenhaus,der mit mir diese Untersuchung besprach, nicht. Aber ich weiß wovon ich rede und da konnte mir auch keiner reinquatschen.
Die Untersuchung war eigentlich sehr unspektakulär.
Die Ärztin führte eine Spritze mit einer kleinen Nadel durch die Bauchdecke ein und entzog eben bei beiden Kindern (die jeweils eine eigene Fruchtblase hatten) das Fruchtwasser. Sie hat das ganze auch per Ultraschall beobachtet, weil sie ja die Kinder nicht picksen wollte 
Ich war danach an diesem Tag zuhause und habe die Füße hochgelegt. Das wars. Keine Beschwerden gehabt, absolut alles in Ordnung.
Ich würde es wieder so machen, konnte die Schwangerschaft erst dann richtig geniessen.