Angst vor menschen

ich bin anfang september auf ein internat in england gegangen. Ich hatte davor schon depression aber ich hatte sie so ziemlich im griff. Aber in den letzten paar monaten hatt sie sich verschlimmert und ich habe irgendwie einen menschen"hass" bekommen. Ich kann kaum noch mit Leuten reden. Nun kommt es auch dazu das ich das gefuehl hab es nicht mehr packe freunde zu haben, obwohl ich sie alle sehr mag will ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben und einfach nichtmehr mit ihnen reden. (das sind freude in deutschland). Vor kurzem bin ich auch zurueck nach deutschland gekommen um sie wieder zu sehen, aber wurde nach 3 tagen ein bischen krank ich habe dann die krankheit als grund benutzt nach england zurueck zu gehen. Achja ich habe vor fast 2 jahren eine wunderbare freundin gehabt aber weil ich mich nicht gut genug gefuehlt hab fuer sie hab ich die beziehung auf schlechte weise abgebrochen damit sie mich nie wieder sehen will. Ich weiss das alles hoehrt sich ein bischen hollywood film an oder so aber ich brauche hilfe wie kann ich gegen meine probleme kaempfen? werden sie vorueber gehn? ist es nur teil der pubertaet? wuerde mich echt ueber antwort freuen befor ich mich total sozual abschotte.

[MOD Jule]Titel archivtauglich gemacht

Hallo!

Was Du schilderst ist nachvollziehbar und sicherlich belastend, und deine Suche nach einer Lösung nur zu verständlich.

Dürfte ich fragen, wie alt Du zur Zeit bist und ob Du zur Zeit in England oder in Deutschland bist?

Die nächste Frage wäre, wie sich die Depression und der Menschenhass genau äußert. Hast Du Körperempfindungen oder aufdringliche Gedanken, wenn Du mit Menschen zu tun hast, oder ist Dir einfach nur alles zuviel?

ah tut mir leid vergessen zu schreiben…
ich bin 17 jahre alt. Bin zurzeit auf dem internat in england.
die depression haengt sehr mit der abneigung von menschen zusammen. Ich meide menschen ziehe mich zurueck und rede kaum noch, wenn ich zum beispiel nach dem abendessen an gruepchen von menschen vorbei gehe wird mir leicht schlecht vor der vorstellung das sie mich anschauen koennten. Selbst wenn sie freundlich mich aufordern mich zu ihnen zu gesellen kann ich nur verneinen und gehe umso schneller auf meine zimmer zurueck wo ich dann wie wild gedichte schreib und laut musik anhoehre( meistens metal). Koerperempfindungen ahbe ich glaub ich keine. Ich sehne mich auch nach freundschaft und sogar naehe von zum beispiel einem maedchen… doch ich bin nicht faehig sowas zu haben und in dem moment wo ich es habe mache ich es mir irgendwie kaputt.

Hallo,

Achja ich habe vor fast 2 jahren eine wunderbare freundin gehabt aber weil ich mich nicht gut genug gefuehlt hab fuer sie hab ich die beziehung auf schlechte weise abgebrochen

Das KÖNNTE ein Anzeichen dafür sein, dass du am Anfang einer sozialen Phobie stehst. Eine solche ist u.a. dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen befürchten, dass andere schlecht über sie denken/ reden oder sie ablehnen könnten.

Vielleicht informierst du dich mal ein wenig über das Thema? Wenn du denkst, dass da was dran sein könnte, solltest du zeitnah nach psychologischer Hilfe suchen. Soziale Phobien sind am Anfang nämlich sehr gut zu therapieren, werden aber, je länger sie unbehandelt bestehen bleiben, immer stärker verfestigt und schränken das Leben zunehmend mehr ein.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo Jule,

da kann ich dir nur zustimmen!

Soziale Phobien sind am Anfang nämlich sehr gut zu therapieren, werden :aber, je länger sie unbehandelt bestehen bleiben, immer stärker :verfestigt und schränken das Leben zunehmend mehr ein.

Auch wenn es natürlich logisch klingt, aber diese Problematik an sozialer Phobie sollte man sich definitiv mal vor Augen führen:
Um die soziale Phobie therapeutisch zu überwinden, muss man - anders als bei vielen anderen Phobien - mehr an anfänglicher Überwindung besitzen; immerhin muss man sich genau dem, wovor man Angst hat, schon zu Behandlungsbeginn voll stellen: Sich bei (einem) fremden Menschen aufhalten und Persönliches preisgeben.

Viele Grüße,
Nina

ah tut mir leid vergessen zu schreiben…

Kein Problem.

Was Du beschreibst hört sich, wie andere schon gesagt haben, sehr nach einer Sozialen Phobie an; die beschriebene Depression könnte die Folge dieses Zustandes sein.

Ich empfehle folgendes: Informiere dich sachlich über diese Sache; also nicht über Erfahrungsberichte einzelner Personen, die verunsichern nur. Wenn Du eine konkrete Buchempfehlung suchst melde dich.

Als eine gewisse Schwierigkeit sehe ich den aktuellen, und wohl noch längeren England-Aufenthalt. Soziophonie ist etwas, dass man professionell angehen sollte, denn es ist mehr als bei der Spinnenangst, wo man einfach mal sich schrittweise den possierlichen Tierchen näheren soll.

Natürlich ist mit Psychotherapie immer eine gewisse Hemmschwelle verbunden, und die ist nur zu verständlich. Auf der anderen Seite ist es bereits ein Erfolg auf den man sehr stolz sein kann, wenn man dieses Hindernis überwindet und die Professionelle Hilfe sucht. Das Du Dir die Problematik eingestehst, und so offen und objektiv darüber berichten kannst ist sehr gut, und eine gute Voraussetzung für das Gelingen einer Therapie.