Hi Nina,
grüss dich liz,
danke erstmal für deine offene antwort!
der Grund weshalb ich es erstmal alleine versuchen möchte ist,
dass ich es ja schon einmal alleine geschafft habe und ich
auch gewisse Vorurteile gegenüber Psychologen habe (habe da
schon einige nicht unbedingt positive Erfahrungsberichte
gehört).
nun, du hast sicher auch schonmal negatives über zahnärzte oder anderes gehört und wirst dir dennoch so ich mal hoffe, nicht selbst die zähne behandeln oder?
und dann gebe ich zu bedenken, du hast keinen einblick warum jene menschen negative erfahrungen gemacht haben.
ich kann dir einige möglichkeiten mal pauschal nennen - viele gehen zur therapie ohne wirklich hilfe haben zu wollen, machen sich aber selbst vor, sie wollten hilfe - da kann sich jeder thera „den arsch aufreissen“ bis zum sankt nimmerleinstag, da geht nix.
aber nat. hat der patient für sich dann eine legitimation - er kann sich sagen - ich tue ja was, aber man kann mir eben nicht helfen - es liegt nicht an mir…
andere suchen sich eine falsche therapieform oder den falschen therapeuten aus und ignorieren was ihnen ihre innere stimme sagt…
nat. gibts dann noch andere dinge die grund sein können für eine thera die nicht „gut“ verläuft… aber eines ist immer klar - der patient ist und bleibt für sich selbst verantwortlich.
ich pers. habe die überzeugung gewonnen, jene die sich negativ äussern und sich keine passende alternative suchen, geben ihre eigenverantwortung wieder ab und sehen nicht über ihren tellerrand hinaus. diese beispiele als massstab zu verwenden ist - auch wenn es nun gemein klingt - auch eine art von drücken um die eigenverantwortung auf einem bestimmten gebiet oder an diesem punkt eben.
Zudem bin ich dazu wohl auch noch nicht verzweifelt genug…
das wiederum ist nachvollziehbar als aufschiebgrund.
Es fing vor einem Monat wieder schleichend an und wurde jetzt
in dieser Woche schlimmer, dennoch bin ich der Meinung, dass
sich das eventuell genauso schnell wieder verflüchtigen kann.
Noch leide ich nicht genug als dass ich das Gefühl hätte, ich
könnte es nicht auch alleine schaffen.
das nicht genug leid vorhanden ist um sich helfen zu lassen sehe ich ein. aber zu glauben, weil du eine methode gefunden hast, die eine weile geklappt hat, dass es wirklich das richige war - da wil ich zumindest die möglichkeit in den raum stellen, dass es auch sein kann, dass sie nie auf dauer funktionieren könnte.
das aber wird nat. erst die zeit und ein neuer selbstversuch zeigen, das ist klar. - will sagen - du solltest zumindest in erwägung ziehen, dass es sein kann - wie so oft - das eigene methoden nur aufschieben was unvermeidbar ist. wie und woran man das für sich erkennt muss man selbst vermuten, denn eine gewissheit in dem sinne gibts wohl nicht.
Ich bin auch gestern auf eine andere Möglichkeit gestoßen,
weshalb das jetzt wieder so anfangen könnte, habe mir nämlich
mal die Nebenwirkungen meines Verhütungsringes durchgelesen
(benutze ich noch nicht so lange) und na ja, Schwindel und
Angstzustände waren dabei…
ok, ich verstehe, dass du erstmal alles andere probieren willst und finde das ja auch sehr gut einerseits. andererseits hat es einen touch von „der rettende strohhalm“. will sagen, versuch das, würde ich wohl auch machen, aber ich würde mir wohl auch eine art frist setzen - wenn ich bis… keine deutliche und dauerhafte verbesserung erlebe - werde ich… aber so würde ich es machen und mein weg wäre sicher nicht der aller anderen.
Ich werde also jetzt erstmal die körperlichen Ursachen dafür
abklären lassen, bevor ich mich auf die Couch lege!
ok, also wie gesagt, ich verstehe das. aber auch allgemein finde ich, solltest du versuchen langfristig deine vorurteile abzubauen - denn 1. ists ungerecht und unfair im allg der zunft gegenüber und auch all jenen die dahin maschieren - und du wirst noch vielen menschen begegnen im leben, die patienten waren und die skepsis endet nicht beim therapeuten meiner erfahrung nach - sie wird auch auf die patienten übertragen von jenen.
Nur wären Tipps für die nächste Zeit, in der ich eben noch
nicht weiß, woran genau es liegt gar nicht schlecht, denn
angenehm ist der Zustand wirklich nicht.
schon mal an die möglichkeite gedacht, das es auslöser geben kann, aber die ursachen dennoch in der psyche zu finden sind? oder aber dass es eben einfach mehrere möglichkeiten gibt, sowohl als auch?
meiner erfahrung nach gibt es selten einen einzigen auslöser und eine einzige ursache für „etwas“.
ich wünsche dir, dass du es lösen kannst für dich. ich wünsche dir aber auch, wenn nicht, dass du dir den freiraum schaffst für alternativen die du noch ablehnst. eines tages wirst du sie evtl dringend brauchen.
Liebe Grüße,
Liz
beste grüsse und gute besserung!
nina