Angst vor Ohnmacht

Hallo liebe Experten,

ich habe seit jüngster Kindheit das Problem, dass ich ab und zu in Ohnmacht falle. Die Ursache wurde nie wirklich gefunden, es hieß, ich habe einen niedrigen Blutdruck, eventuell zu wenig getrunken, das passiert in bestimmten Situationen halt mal etc… Ich bin schon mehrmals in ziemlich unpassenden Momenten umgekippt, was mir immer sehr unangenehm war und aus dem Grund, dass ich nie wusste, warum es ausgerechnet jetzt passiert, habe ich immer wieder Angst, es könnte wieder passieren. Teilweise ging das so weit, dass ich mich kaum noch raus getraut habe, Angst vor größeren Menschenansammlungen und geschlossen Räumen, Bussen, Bahnen usw. hatte. Das hat sich bis vor Kurzem allerdings gelegt, denn es folgte eine lange Zeit (mehrere Jahre), in der ich nicht mehr umgekippt bin.

Vor ein paar Wochen passierte es allerdings schon wieder. Ich war frisch verliebt im Theater in einer fremden Stadt mit einem Menschen, den ich erst zweimal zuvor getroffen hatte und nehme dem Stück (Kabale und Liebe) das Ende voraus…
Jetzt geht es mir wieder so, dass ich Angst davor habe, Bus zu fahren, weil da die Luft eventuell zu stickig sein könnte, Angst davor habe, in einer Vorlesung zu sitzen (setze mich dann immer an den Rand, damit ich notfalls rausgehen kann), Angst davor habe, mich körperlich anzustrengen, weil es dann eventuell wieder passiert.

Hat irgendjemand einen Tipp, wie ich meine Angst in den Griff bekommen kann bzw. woran ich erkenne, ob es mir jetzt wirklich schlecht geht oder ob ich mir das nur einbilde aus Angst, es könnte mir jetzt wieder passieren?

Vielen Dank,
Liz

ab zum Fachmann

Du solltest Dich bei einem Psychotherapeuten vorstellen und das Phänomen abklären lassen.
Wenn sich ein solches Vermeidungsverhalten, wie Du es beschreibst, manifestiert, spricht man von Angststörungen. Aus der Angst heraus unangenehm aufzufallen, werden häufig Vermeidungsstrategien entwickelt- nicht mehr Bus fahren, nicht mehr ausgehen usw. Das ist eine unnötige Einbuße von Lebensqualität, der man therapeutisch gut entgegenwirken kann. Zusätzlich achtet man in solchen Situationen dann besonders auf körperliche Veränderungen. Biologisch normale Reaktionen (wie das Schwitzen in einem vollen Bus) werden dann überinterpretiert oder sogar hervorgerufen (Mentale Prozesse können die physikalischen Parameter beeinflussen- das Prinzip vieler Entspannungsverfahren). Das kann im schlechtesten Fall dann zu Angst vor der Angst (umzufallen) führen. Das Resultat ist stetiger Rückzug und damit Einbuße an Lebensqualität.

Dir kann hier niemand sagen: „Du hast das und das“. Dies kann nur vor Ort passieren. Aber das Thema kann man Dir hier grob sagen- und das nennt sich Angst- und Panikstörungen. Evtl. findest Du auch in den zahlreichen Ratgebern zum Thema Strategien, mit denen du gut klar kommst. Man kann aber durchaus auch mit „kleineren Disastern“ zu einem Psychotherapeuten gehen, denn wie bei einem Mediziner gilt meist „je früher, desto besser“.

Hallo Liz,

Ich sehe da zwei Punkte, welche du klären solltest.

  1. Unter welchen Umständen das eintritt. Ich nehme an, das mal im Kino warst du aufgeregt. Wie war der Tag und die Nacht davor ??

  2. Du solltest deine Umwelt darauf vorbereiten, also z.B. deinem Prof. mal kurz mitteilen, dass sowas mal vorkommen könnte und keiner deswegen in Panik geraten muss. Falls du dann wirklich einmal in der Vorlesung umkippst, weiss der wie er reagieren muss, er kann dann deine Komilitonen beruhigen und du hast den Druck nicht mehr, dass die halbe Uni wegen dir in Panik gerät.

Als Aussenstehender hat man ja in einem solchen Fall keine Ahnung wie ernst es ist und dich kann man in dem Moment schlecht befragen :wink:

Wenn also deine Umgebung bescheid weiss, muss es dir ja nicht mehr peinlich sein und du hast einen Freiraum. Das löst jetzt natürlich das Problem im Bus noch nicht.

Veilleicht wäre es für dich nützlich ein Tagebuch zu führen um dahinter zu kommen, welches die auslösenden Faktoren sind.

MfG Peter(TOO)

Hi Bleifrosch,

ich habe früher schon mal von dieser Angststörung gehört und vermutet, dass ich das habe könnte, allerdings habe ich da sofort die Notbremse gezogen, als ich merkte, dass ich viele Situationen vermeide. Das hat relativ gut geklappt, ich habe mich dazu gezwungen, mich solchen Situationen auszusetzen und die Angst nahm langsam ab.

Da ja lange das Ereignis, vor dem ich Angst habe, nicht mehr passiert ist, hatte ich die Angst bis zu eben jenem Ereignis vor ein paar Wochen auch wieder vollkommen im Griff. Nur, dass es jetzt wieder passiert ist und das Dilemma wieder von vorne beginnt.

Bevor ich jetzt aber gleich zum Psychologen renne, suche ich nach anderen Möglichkeiten, das Problem wieder in den Griff zu bekommen (die nicht wieder mehrere Jahre dauern), da mir so ein Besuch denkbar unangenehm ist.

Hast du vielleicht eine konkrete Literaturempfehlung, da du von Ratgebern sprichst?

Vielen Dank,
Liz

Hallo Liz,

Hat irgendjemand einen Tipp, wie ich meine Angst in den Griff
bekommen kann bzw. woran ich erkenne, ob es mir jetzt wirklich
schlecht geht oder ob ich mir das nur einbilde aus Angst, es
könnte mir jetzt wieder passieren?

Angst hat eine ganz gemeine Angewohnheit: Immer wenn du denkst, du hast sie im Griff kommt sie ganz unerwartet an irgendeiner anderen Ecke wieder hervor.
Und nein… du bildest dir nicht ein, dass es dir schlecht geht.
Mein Tip: Ganz schnell zum Fachmann. Diese verfluchte Angst kann man überlisten. Und je früher du das machst, desto einfacher ist es. Schlimmstenfalls kommt noch irgendwann die Angst dazu sich überhaupt Hilfe zu suchen.

Liebe Grüße
Simone

Wir sind alle ab und an ohnmächtig
Hallo Liz

ich habe
mich dazu gezwungen, mich solchen Situationen auszusetzen und
die Angst nahm langsam ab.

So ähnlich kannst Du auch Deine Ohnmachts-Angst weiter behandeln. Sag Dir z.B. „Ich fall halt öfter mal in Ohnmacht, so wie andere Leute mal Nasenbluten bekommen oder einen Niesanfall. Das ist kein Beinbruch. Geht auch schnell vorbei. Bin gespannt, wann und wo die nächste Ohnmacht stattfindet.“
Das wär eine Möglichkeit. Wenn Du danmit nicht hinkommst, kannst Du immer noch eine Therapie beginnen.
Gruß,
Branden

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Hallo Branden,

"Ich fall halt öfter mal in Ohnmacht, so wie andere Leute mal :Nasenbluten bekommen oder einen Niesanfall. Das ist kein Beinbruch…

Genau. Und wenn das Nasenbluten häufiger als bei anderen Leuten vorkommt und wenn ich zufälliger Weise immer in der Nähe von Katzen niesen muss, geh ich zum Arzt.

Geht auch schnell vorbei.

Na hoffentlich.

Wenn Du danmit nicht hinkommst, kannst Du immer noch eine Therapie :beginnen.

Besser fände ich persönlich ja schon vorher zum Fachmann zu gehen. Und sei es nur um sich bestätigen zu lassen, dass alles „ganz normal“ ist.
Warum rätst du zum Warten? Das „Problem“ scheint doch schon seit Jahren zu bestehen.

Mit Grüßen
Simone

3 „Gefällt mir“

Hallo, Liz,

Du fragtest weiter unten nach Ratgebern. Auf meiner Website habe ich drei Selbsthilfemanuale aufgeführt:

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…

Zwei von ihnen sind direkt über Amazon beziehbar, der dritte, ältere ist gebraucht zu haben.

Auf eines möchte ich aber dennoch aufmerksam machen: Eine Selbsttherapie ist schwierig und kann die Sache auch verschlimmern. Außerdem setzt sie voraus, daß man schon recht genau weiß, was das denn ist, was einem das Leben schwermacht. Vielleicht ist ein Besuch eines Therapeuten doch nicht der schlechteste Hinweis.

Beste Grüße,

Oliver Walter

Warum rätst du zum Warten? Das „Problem“ scheint doch schon
seit Jahren zu bestehen.

Weil sie den Vorschlag der Therapie hintanstellte und nach „Selbstgemachtem“ suchte.
Und du weißt ja: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Gruß,
Branden

hallo liz,

du schreibst, es wäre dir unangenehm zum psychetherapeuthen zu gehen.
wieso eigentlich ist das unangenehmer als alles das was du in kauf nimmst? ich kenen deine gründe für das unangenehme gefühl nicht, aber
ich würde mal meinen, diese abzubauen damit du nicht nochmal jahrelang
leidest und sich am ende eh nicht vermeiden lässt was du vermeiden willst, aber die therapie sich evtl nur verlängert, weil nochmal jahre
ins land gegangen sind an denen sich festigen konnte was du so nicht mehr erleben willst - evtl solltest du mal ernsthaft in erwägung ziehen was du noch ablehnst. und vor allem warum du ablehnst was dir helfen kann…
ich kann eine gewisse scheu und vorurteile oder ängste nachvollziehen.
aber ich kann nicht nachvollziehen wenn man ein leben lang unter etwas leidet, wieso man lieber noch länger leidet als sich schnellstmöglich hilfe zu suchen bzw. daran zu arbeiten, dass man das kann - also eben die ängste vor einer therapie abzubauen oder was es auch immer ist.

ich weiss, du willst davon nichts lesen, du schriebst es ja.
ich als laie aber finde, man muss dennoch mal darauf hinweisen, das dieser weg ein guter ist. die versuchten bisherigen wege waren es offensichtlich nicht. wie lange du noch weiter an dir im selbstversuch herummachen willst bei der hohen belastung für dich selbst, musst du wissen. aber immerhin - sofern du das hier liest - könnte es ja sein, du erlaubst dir mal einen blick in die richtung, die du dir selbst noch
verbietest - dahinter könnte genau das stecken was du im grunde suchst.

vielleicht wirfst du doch mal einen blick durchs schlüsselloch und erlaubst dir mehr zu sehen als bisher :smile: - denn auch davor scheinst du angst zu haben. es dennoch zu versuchen kann aber auch mal aufzeigen, dass eine angst unbegründet ist oder zumindest einem den raum lassen, mit der angst dennoch einen weg einzuschlagen um eine weitere angst
„in den griff zu bekommen“.
und so schaust du da ja evtl doch mal genauer hin…ggfs. willste jene tür nämlich bei genauerer betrachtung doch aufstossen.

LG
nina

Hi Nina,

der Grund weshalb ich es erstmal alleine versuchen möchte ist, dass ich es ja schon einmal alleine geschafft habe und ich auch gewisse Vorurteile gegenüber Psychologen habe (habe da schon einige nicht unbedingt positive Erfahrungsberichte gehört).
Zudem bin ich dazu wohl auch noch nicht verzweifelt genug… Es fing vor einem Monat wieder schleichend an und wurde jetzt in dieser Woche schlimmer, dennoch bin ich der Meinung, dass sich das eventuell genauso schnell wieder verflüchtigen kann. Noch leide ich nicht genug als dass ich das Gefühl hätte, ich könnte es nicht auch alleine schaffen.
Ich bin auch gestern auf eine andere Möglichkeit gestoßen, weshalb das jetzt wieder so anfangen könnte, habe mir nämlich mal die Nebenwirkungen meines Verhütungsringes durchgelesen (benutze ich noch nicht so lange) und na ja, Schwindel und Angstzustände waren dabei…
Ich werde also jetzt erstmal die körperlichen Ursachen dafür abklären lassen, bevor ich mich auf die Couch lege!
Nur wären Tipps für die nächste Zeit, in der ich eben noch nicht weiß, woran genau es liegt gar nicht schlecht, denn angenehm ist der Zustand wirklich nicht.

Liebe Grüße,
Liz

‚nääääää, ich will net zum Psychologen‘
Wie Branden sagt, macht es null Sinn, Jmd. zu einem Fachmann „zu treten“, allerdings gibt es ein paar ebenfalls bereits benannte Argumente, die dafür sprechen, eine therapeutische Intervention anzugehen. Die Angst als „bekloppt“ abgestempelt zu werden, ist ein denkbar schlechtes Gegenargument und es tritt für meinen Geschmack viel zu häufig auf, weshalb ich mich an dieser Stelle zu einer grundsätzlichen „Standpauke“ hinreißen lasse :smile:

Es ist ein bißchen wie mit einer Erkältung. Nach drei Tagen geht kaum noch wer zum Arzt- man gönnt sich ein bißchen Ruhe und vertraut auf das ein oder andere Hausmittelchen. Nach knapp 2 Wochen allerdings kommt man an den Punkt, wo man sich fragen kann, ob diese Mittelchen weiterhelfen, ob man da Dinge verschleppt (hat) und man sich nicht doch mal ins Wartezimmer hocken sollte. Es ist zwar nervig aber aushaltbar und man drückt sich evtl. ein bißchen drum. Ab da gibts 4 Möglichkeiten. Man geht zum Arzt und es wird (a) ruckzuck besser oder (b) man wird angemotzt nicht früher gekommen zu sein, weil sich aus dem harmlosen Infekt etwas anderes entwickelt hat (zb. eine Mandelentzündung), oder man geht nicht zum Arzt und entweder wirds © bald besser oder (d) aus dem harmlosen Infekt wird irgendwas anderes.
Das Problem ist: bei psychischen Problemen ist es eben kein Virus und keine Bakterie der zu Trotzen gilt. Man muß verstehen, was man „falsch“ macht und wie man es „anders“ macht, um das Problem langfristig in den Griff zu bekommen.

Viele möchten ihr Problem selbst lösen, ist ja schließlich ihr eigener Kopf und das kann ja auch nicht so schwer sein, man weiß ja- rein rational-, dass es eigentlich „Käse“ ist zb. vor einer Busfahrt Angst zu haben. Alle anderen können das ja auch ohne darüber groß nachzudenken. Mit logischem Denken kommt man da allerdings nicht wirklich weit. Wie oft tun wir Dinge, die wir für völlig logisch halten- zb. beim Tapezieren oder „reparieren“ von Dingen - und es ist trotzdem schief oder kaputt? Im Gespräch mit anderen stellen wir dann aber fest, dass das, was uns so logisch vorkam, eigentlich unlogisch war- und dabei waren wir uns eigentlich ziemlich sicher.

Jeder Arbeitgeber erwartet, dass man nachfragt wie es geht, wenn man etwas nicht kann, statt da selbst irgendwas rumzuwursten- und wir erwarten das auch von anderen uns gegenüber, um ihn und uns vor Schaden zu bewahren oder ihm zu helfen. Mit uns selbst gehen wir häufig allerdings nicht so gut um. Statt Jmd. zu fragen, der sich auskennt, versuchen wir in Eigenregie irgendwelche idiotischen Diäten aus Friseur-Blättchen, unsere Schulden in den Griff zu bekommen, eine Lampe anzubringen, irgendwas (kaputt) zu reparieren usw. oder eben unseren Kopf „geradezurücken“.

Wenn das funktioniert ist das toll- wenn nicht, wird unser Problem immer größer. Einiges kann man ersetzen, anderes nicht- und man kommt zwangsläufig irgendwann an den Punkt, wo man sich sagt „Scheiße, hätt ich das mal früher gemacht/ gefragt“. Sich in Situatuionen, in denen man nicht weiter kommt, Hilfe zu holen, hat etwas mit Stärke zu tun, auch, wenn wir uns dabei i.d.R. ziemlich schwach fühlen…

Wenn Du es trotzdem unbedingt auf diesem Wege versuchen möchtest- in OW’s Posting findest Du entsprechende Selbsthilfemanuale und Ratgeber- im Netz gibt es noch einen ganzen Batzen mehr. Schlau finde ich es dann, sich ein Ultimatum zu setzen und z.B. die mitunter langen Wartezeiten dafür zu nutzen- dazu müsste man allerdings jetzt losstiefeln, weil es eine ganze Zeit dauern kann, bis man an der Reihe wäre.

Hi Nina,

grüss dich liz,
danke erstmal für deine offene antwort!

der Grund weshalb ich es erstmal alleine versuchen möchte ist,
dass ich es ja schon einmal alleine geschafft habe und ich
auch gewisse Vorurteile gegenüber Psychologen habe (habe da
schon einige nicht unbedingt positive Erfahrungsberichte
gehört).

nun, du hast sicher auch schonmal negatives über zahnärzte oder anderes gehört und wirst dir dennoch so ich mal hoffe, nicht selbst die zähne behandeln oder?
und dann gebe ich zu bedenken, du hast keinen einblick warum jene menschen negative erfahrungen gemacht haben.
ich kann dir einige möglichkeiten mal pauschal nennen - viele gehen zur therapie ohne wirklich hilfe haben zu wollen, machen sich aber selbst vor, sie wollten hilfe - da kann sich jeder thera „den arsch aufreissen“ bis zum sankt nimmerleinstag, da geht nix.
aber nat. hat der patient für sich dann eine legitimation - er kann sich sagen - ich tue ja was, aber man kann mir eben nicht helfen - es liegt nicht an mir…
andere suchen sich eine falsche therapieform oder den falschen therapeuten aus und ignorieren was ihnen ihre innere stimme sagt…
nat. gibts dann noch andere dinge die grund sein können für eine thera die nicht „gut“ verläuft… aber eines ist immer klar - der patient ist und bleibt für sich selbst verantwortlich.
ich pers. habe die überzeugung gewonnen, jene die sich negativ äussern und sich keine passende alternative suchen, geben ihre eigenverantwortung wieder ab und sehen nicht über ihren tellerrand hinaus. diese beispiele als massstab zu verwenden ist - auch wenn es nun gemein klingt - auch eine art von drücken um die eigenverantwortung auf einem bestimmten gebiet oder an diesem punkt eben.

Zudem bin ich dazu wohl auch noch nicht verzweifelt genug…

das wiederum ist nachvollziehbar als aufschiebgrund.

Es fing vor einem Monat wieder schleichend an und wurde jetzt
in dieser Woche schlimmer, dennoch bin ich der Meinung, dass
sich das eventuell genauso schnell wieder verflüchtigen kann.
Noch leide ich nicht genug als dass ich das Gefühl hätte, ich
könnte es nicht auch alleine schaffen.

das nicht genug leid vorhanden ist um sich helfen zu lassen sehe ich ein. aber zu glauben, weil du eine methode gefunden hast, die eine weile geklappt hat, dass es wirklich das richige war - da wil ich zumindest die möglichkeit in den raum stellen, dass es auch sein kann, dass sie nie auf dauer funktionieren könnte.
das aber wird nat. erst die zeit und ein neuer selbstversuch zeigen, das ist klar. - will sagen - du solltest zumindest in erwägung ziehen, dass es sein kann - wie so oft - das eigene methoden nur aufschieben was unvermeidbar ist. wie und woran man das für sich erkennt muss man selbst vermuten, denn eine gewissheit in dem sinne gibts wohl nicht.

Ich bin auch gestern auf eine andere Möglichkeit gestoßen,
weshalb das jetzt wieder so anfangen könnte, habe mir nämlich
mal die Nebenwirkungen meines Verhütungsringes durchgelesen
(benutze ich noch nicht so lange) und na ja, Schwindel und
Angstzustände waren dabei…

ok, ich verstehe, dass du erstmal alles andere probieren willst und finde das ja auch sehr gut einerseits. andererseits hat es einen touch von „der rettende strohhalm“. will sagen, versuch das, würde ich wohl auch machen, aber ich würde mir wohl auch eine art frist setzen - wenn ich bis… keine deutliche und dauerhafte verbesserung erlebe - werde ich… aber so würde ich es machen und mein weg wäre sicher nicht der aller anderen.

Ich werde also jetzt erstmal die körperlichen Ursachen dafür
abklären lassen, bevor ich mich auf die Couch lege!

ok, also wie gesagt, ich verstehe das. aber auch allgemein finde ich, solltest du versuchen langfristig deine vorurteile abzubauen - denn 1. ists ungerecht und unfair im allg der zunft gegenüber und auch all jenen die dahin maschieren - und du wirst noch vielen menschen begegnen im leben, die patienten waren und die skepsis endet nicht beim therapeuten meiner erfahrung nach - sie wird auch auf die patienten übertragen von jenen.

Nur wären Tipps für die nächste Zeit, in der ich eben noch
nicht weiß, woran genau es liegt gar nicht schlecht, denn
angenehm ist der Zustand wirklich nicht.

schon mal an die möglichkeite gedacht, das es auslöser geben kann, aber die ursachen dennoch in der psyche zu finden sind? oder aber dass es eben einfach mehrere möglichkeiten gibt, sowohl als auch?
meiner erfahrung nach gibt es selten einen einzigen auslöser und eine einzige ursache für „etwas“.

ich wünsche dir, dass du es lösen kannst für dich. ich wünsche dir aber auch, wenn nicht, dass du dir den freiraum schaffst für alternativen die du noch ablehnst. eines tages wirst du sie evtl dringend brauchen.

Liebe Grüße,
Liz

beste grüsse und gute besserung!

nina

grüss dich,

dein betreff hat mir spontan den satz: nein, meine suppe esse ich nicht - in den kopf geworfen…*g

:wink:

LG
nina