Angst vor Rückfall als Ursache für Rückfall?

Hallo zusammen,

wenn man einige Jahre seines Lebens massiv unter psychischen Problemen wie Depression gelitten hat, und diese überwunden zu haben scheint… Wenn man aber immer wieder Angst hat, diese unkontrollierten Depressionen könnten schlagartig wieder auftreten… Kann es sein, dass alleine die Angst vor dem Rückfall einen Rückfall auslösen kann? Oder braucht es dazu schon ein neues traumatisches Erlebnis? Wie kann man diese Angst bekämpfen? Oder vergeht die irgendwann von alleine?

Ich hoffe das ist jetzt nicht zu allgemein formuliert und ihr versteht, was ich meine.

Liebe Grüße
Susi

hallo susi!

und diese überwunden zu haben scheint

das geht? neid…

aber vielleicht, weil bei dir anscheinend ein traumatisches erlebnis vorangegangen ist, klang zumindest so wegen dem:

Oder braucht es dazu schon ein neues traumatisches Erlebnis?

das mit der angst kenne ich jedenfalls sehr gut

aber ich lebe mit ihr und ich mag sie sogar, denn so lange diese angst da ist, weiß ich, dass ich noch klar denken kann, was ich während einer depressions-phase nicht kann.
es ist eine greifbare angst. eine, die ich begründen kann.

Hi Susi,

Kann es sein, dass alleine die Angst vor dem
Rückfall einen Rückfall auslösen kann? Oder braucht es dazu
schon ein neues traumatisches Erlebnis?

Vor ungefähr 1 Jahr sprachen wir hier darüber, daß Verdrängen eben kein Verarbeiten ist, sondern dem gerade entgegenläuft.

Kommt die Angst vor dem Rückfall aus heiterem Himmel?

Gruß aus dem Regen in die Sonne

Metapher

Hi Susi,

Kann es sein, dass alleine die Angst vor dem
Rückfall einen Rückfall auslösen kann? Oder braucht es dazu
schon ein neues traumatisches Erlebnis?

Vor ungefähr 1 Jahr sprachen wir hier darüber, daß Verdrängen
eben kein Verarbeiten ist, sondern dem gerade
entgegenläuft.

Hallo Metapher, Du hast ein sehr gutes Gedächtnis!

Kommt die Angst vor dem Rückfall aus heiterem Himmel?

Sie kommt daher, weil es mir momentan so gut geht, wie schon seit 15 Jahren nicht mehr. Ich bin das nicht gewohnt. Ich habe Angst, ich erlebe eine Enttäuschung und es könnte wieder so werden, wie vor ein paar Monaten. Ansonsten hat das Verdrängen ganz gut funktioniert. Das Verarbeiten ist schwierig, weil ich nicht weiß wie ich’s anstellen soll.

Gruß aus dem Regen in die Sonne

Metapher

Viele Grüße auch an Dich!
Susi

hallo susi!

und diese überwunden zu haben scheint

das geht? neid…

Es sieht so aus. Ich hoffe es…

Hi Susi,

Sie kommt daher, weil es mir momentan so gut geht, wie schon
seit 15 Jahren nicht mehr.

Eben! - Deshalb ja diese Rückfrage :wink:
Es ist Angst vor neuer Enttäuchung, nicht wahr?

Ich bin das nicht gewohnt.

Niemand ist gewohnt, daß es ihm so gut geht, wie schon lange nicht mehr oder wie noch nie - und die Ungewißheit, ob es bleibt und ob es weitergeht, die eigentlich lustvoll ist, verwandelt sich manchmal in Angst: Wenn die Vergangenheit hinter Vorhängen irritierende Bilder verbirgt, die man nicht zu deuten weiß.

Ansonsten hat das Verdrängen ganz gut funktioniert. Das Verarbeiten :ist schwierig, weil ich nicht weiß wie ich’s anstellen soll.

Damals schrieb ich dir:
„Aber die gründliche und geeignete Durchleuchtung dieses Konfliktes kann - und wird - das Erlebte als ein Ereignis zurücklassen, das neben anderen Ereignissen der Vergangenheit (nicht dem Vergessen) überlassen werden kann. Darin liegt die Befreiung für ein Leben in neuen Möglichkeiten für Freude …“

liebe Grüße

Metapher

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Hallo Susanne,

ich möchte dir keine Angst machen, trotzdem eine kleine Anmerkung von mir. Verdrängen hilft nie! Irgendwann kommt tatsächlich irgendein Auslöser, der alles wieder hervor holt. Deswegen ist deine Angst auch nicht unbegründet. Vielleicht spürst du unterbewusst, dass du es nur verdrängt und nicht verarbeitet hast.

Ich würde dir zu einer Therapie raten - auch wenn du im Moment meinst, dass es dir gut geht. Wenn so ein Auslöser irgendwann mal kommt, wirft er dich ansonsten um so stärker wieder zurück.

Viele Grüße

Phoebe

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Hallo,

und diese überwunden zu haben scheint

das geht? neid…

Es sieht so aus. Ich hoffe es…

Du schreibst doch quasi selbst, daß es eben nicht funktioniert.

Gruß,

Malte.

Hi Susi,

Sie kommt daher, weil es mir momentan so gut geht, wie schon
seit 15 Jahren nicht mehr.

Eben! - Deshalb ja diese Rückfrage :wink:
Es ist Angst vor neuer Enttäuchung, nicht wahr?

Ganz genau.

Ich bin das nicht gewohnt.

Niemand ist gewohnt, daß es ihm so gut geht, wie schon lange
nicht mehr oder wie noch nie - und die Ungewißheit, ob es
bleibt und ob es weitergeht, die eigentlich lustvoll ist,
verwandelt sich manchmal in Angst: Wenn die Vergangenheit
hinter Vorhängen irritierende Bilder verbirgt, die man nicht
zu deuten weiß.

Die Bilder sind mehr als irritierend… Das Gefühl, dass die Ungewissheit lustvoll sein soll, kenne ich leider nicht.

Ansonsten hat das Verdrängen ganz gut funktioniert. Das Verarbeiten :ist schwierig, weil ich nicht weiß wie ich’s anstellen soll.

Damals schrieb ich dir:
„Aber die gründliche und geeignete
Durchleuchtung dieses Konfliktes kann - und wird - das Erlebte
als ein Ereignis zurücklassen, das neben anderen Ereignissen
der Vergangenheit (nicht dem Vergessen)
überlassen werden kann. Darin liegt die Befreiung für ein
Leben in neuen Möglichkeiten für Freude …“

Lieber Metapher, genau das: „Die gründliche und geeignete Durchleuchtung“ ist vielleicht der springende Punkt. Am liebsten wäre mir natürlich eine Anleitung in dem Stil: Mach das, und es geht Dir gut. Sowas gibts leider nicht, und so bin ich auf der Suche nach der geeigneten Durchleuchtungsmethode auf fremde Hilfe angewiesen. Psychotherapeuten waren bisher immer ein Fehlschlag. Aber vielleicht versuche ich es noch einmal. In den USA solls ja auch gute Therapien geben.

liebe Grüße
Metapher

Ich glaube ich hab verstanden, was ihr mir sagen wollt. Ich werd’s nie los, wenn ich es nicht „verarbeite“, was auch immer sich konkret hinter dem Begriff verbergen mag. Ich werde mir den Rat zu Herzen nehmen!

Vielen Dank!!!
Susi