Angst vor Trauminhalten

Ich traüme manchmal sehr erschreckende Dinge, den Tod eines meiner Kinder (bin junge Mutter), Krieg oder andere sehr beängstigende Dinge.
Immer habe ich dann - nachdem ich schweißgebadet aufwache) - das Gefühl, dass der Trauminhalt für mich sehr bedeutsam ist. Mein Problem ist nun, dass ich aber panische Angst habe, mich gedanklich mit dem Inhalt zu beschäftigen, ich breche sofort wieder in Tränen aus, wenn ich nur daran denke. Es dauert immer lange, bis ich mich davon lösen kann, und hab dann doch das Gefühl, etwas unbearbeitet zurückzulassen, wenn ich mich nicht damit beschäftige.
Gibt es eine Möglichkeit für eine „sanftere“ Bearbeitung? Ich kann schließlich nicht wegen jedes schlechten Traumes zu einem Psychologen gehen. Einerseits möchte ich mich wirklich gern mit den Inhalten auseinandersetzen, hab andererseits aber wahnsinnige Angst davor-nicht vor dem Ergebnis, sondern vor den Bildern/Gefühlen des Traumes, diese nochmal zu erleben.
Weiß jemand was ich meine und kann mir helfen? Danke!

Hallo majamaria! (gern gesehen Anrede hier)

Gibt es eine Möglichkeit für eine „sanftere“ Bearbeitung? Ich
kann schließlich nicht wegen jedes schlechten Traumes zu einem
Psychologen gehen.

Vielleicht nicht wegen eines Traumes, aber vielleicht aufgrund der Vielzahl der schlechten Träume?

Einerseits möchte ich mich wirklich gern
mit den Inhalten auseinandersetzen, hab andererseits aber
wahnsinnige Angst davor-nicht vor dem Ergebnis, sondern vor
den Bildern/Gefühlen des Traumes, diese nochmal zu erleben.
Weiß jemand was ich meine und kann mir helfen? Danke!

Du hast selbst einen Hinweis gegeben: Du bist junge Mutter. Da steht also auf einmal sehr viel Verantwortung vor dir. Die kann einen durchaus beängstigen. Möglicherweise kommt ein hoher eigener Anspruch an eine gewisse Perfektion bei dir dazu und/oder auch die Angst, ein geliebtes Kind verlieren zu können.
Das alles kann sehr beängstigend sein.

Wenn du dich mit deinen Gefühlen auseinandersetzen willst, dann kommst du nicht umhin, sie dir anzusehen. Dazu gehört, dass du sie auch fühlst! Trau dich, lass dich darauf ein. Die Träume lassen dich auch in deine Seele schauen.

Eine „sanfte Bearbeitung“ wäre vielleicht ein Traumtagebuch zu führen. Und sich die Träume erst mit zeitlicher Distanz wieder anzusehen. Vielleicht hast du einen Partner, mit dem du darüber reden kannst.

Wenn das zu schwierig ist und die seelische Belastung durch die Träume zu groß wird, würde ich dir aber doch einen Psychologen empfehlen. Es können ja auch Warnzeichen für eine bestimmte innere Entwicklung bei dir sein.

Achte auf dich!

Alles Gute
wünscht dir
ChrisTine

hi,

natürlich geht man nicht wegen ein paar alpträumen zum psychotherapeuten,

sondern zu einem freund.

die inhalte können beunruhigen, sie tun es aber vor allem dann, wenn man sie für sich inhaltlich belastend bewertet, z.b.

-„das ist alles so schlimm!“
-„kriege zeigen, wie grausam unsere welt ist!“
-„der tod meiner kinder kann immer passieren, nie bin ich sicher davor!“
… usf.

sinn macht es, sich diese themen von angst und unsicherheit klarzumachen und sich dann (über seine träume lächelnd) morgens den schönen dingen des tages zuzuwenden -und zwar ganz bewusst.

Du träumst das ja gerade, weil du Angst davor hast, dich im Wachbewusstsein diesen Themen zu stellen. Das holt dein Hirn dann eben nachts nach.
Also auseinander setzten, sei es durch malen, schreiben, erzählen…
Dann gewinnt das Gestalt und wird nach und nach weniger bedrohlich und dafür bedeutungsvoller.
alles Gute!