Hallo,
mein vater ist vor 2 wochen am herz operiert worden.
er hat zwei bypässe bekommen und die herzklappe wurde operiert.
davor hat er schon 5 wochen! in einer anderen klinik gelegen,wo man ihn total auf den kopf gestellt hat, bis man zu diesem ergebnis kam.
leider hat ihn das auch schon geschwächt, aber nun kommt er irgendwie nicht auf die füsse. nachdem sein puls jetzt ok ist, ist er vor einer woche zur reha gekommen, obwohl er nicht selbständig aufstehen kann. das ist das problem. die ersten schritte waren gemacht, ein tag später zusammengeklappt (6-7 sek. ohnmächtig). mal besser mal schlechter. es ist jetzt aber so, daß er nachts wachliegt und sich schon total verrückt macht, ob es denn beim nächsten mal aufstehen udn gehen klappt.
umso frustrierter ist er, weil es auch heute nicht geklappt hat.
aber so kanns ja nichts werden, wenn er jetzt kneift und seine angst nicht überwinden kann. hat einer von euch damit auch erfahrung???
lg nicole
hallo nicole
bin 43 jahre und wegen einer herzkrankheit schon rentner
kurz und schmerzlos,dein vater muß lernen mit der krankheit umzugehen
auch sein bierchen trinken und nur in der gegenwart leben
er soll sein ding machen und sich bloß nicht von neurologen reinreden lassen,
kenne viele patienten die das gleiche problem haben
er soll das leben genießen und keine angst haben zu sterben
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hallo nicole,
leider hat ihn das auch schon geschwächt, aber nun kommt er
irgendwie nicht auf die füsse. nachdem sein puls jetzt ok ist,
ist er vor einer woche zur reha gekommen, obwohl er nicht
selbständig aufstehen kann.
genau aus diesem grunde ist dein vater in der reha, damit er die durch nichtbenutzung im krankenbett geschwundenen muskeln wieder aufbaut (und das geht rasend schnell!).
mein freund hat vor 2 jahren 3 bypässe bekommen und auch 5 wochen gelegen. danach war er in einer tages-reha, also ich habe ihn jeden morgen hingebracht und nachmittags wieder abgeholt. die ersten 2 wochen habe ich ihn fast an den ohren die treppen hochziehen müssen. er konnte kaum 3 schritte aus eigener kraft gehen. und er war ähnlich frustriert wie dein vater jetzt.
nach 4 oder 5 wochen reha aber war er fitter als je zuvor. es war eine wahnsinns anstrengung. aber es hat sich gelohnt.
um die anstrengung kommt auch dein vater nicht drum rum. mach ihm mut, daß er durchhält. er soll sich bitte auf die physio- und psychotherapeuten dort einlassen. nur so kann man ihm helfen. und sobald er die reha hinter sich hat, tut er gut daran, sich vom arzt herzsport verschreiben zu lassen und den auch regelmäßig zu betreiben.
aber wenn er erstmal an dem punkt ist, wird er lachen über seinen frust und die angst, die er jetzt noch hat. (ein tipp: macht fotos von ihm jetzt - und in regelmäßigen abständen wieder. man vergißt so schnell, wie dreckig es einem ging.)
glaube mir: durchhalten lohnt!
alles gut & schöne grüße
ann