Hallo alle zusammen,
meine sechsjährige Tochter hat seit einiger Zeit massive Probleme mit oder über das Sterben und auch Angst vor einen Krankenhausaufenthalt.
Beim Zubettgehen hat sie immer Panthomschmerzen in der Leistengegend
oder Probleme beim Atmen.
Beim Hausarzt und zwei weiteren,waren wir schon und haben das checken lassen, die sagten uns es sei alles in Ordnung im organischen Bereich und das das wieder weggeht. Auch ich glaube das es nur Kopfsache ist.
Nun meine Frage, wie kann ich meine Tochter in dieser Situation noch
unterstützen oder wér kann uns noch helfen.
Auf eure Antworten freue ich mich
Gruß
Sirak
Hallo Sirak!
Hast du schon mal mit Ihr darüber gesprochen?So das Sie einfach alles von der Leber weg erzählt,was sie bedrückt!
Gibt es in Ihrem Umfeld z.B. Freunde wo ein Todesfall eingetreten ist,oder in deren Familien?Wo die Freunde trauern!Es muß ein Seelisches Problem sein,irgendeine Situation die Sie zum nachdenken bzw. zu diesen Problemen nicht nur seelisch sondern auch noch körperlich belastet.Versuch an sie ranzukommen,zeig Ihr das du für Sie da bist und sie mit dir reden kann über alles.Aber nicht so massiv einwirken,sonst macht sie richtig zu und sagt gar nichts mehr.Oder gibt es eine Person wie z.B.Tante,Onkel,Oma,Opa usw. der mit Ihr ein engeres Verhältnis hat,sozusagen einen guten Draht hat.Evtl.will sie mit jemand anderes darüber reden!
Alles Gute für deine Tochter!
Gruß Frank
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Hallo Sirak,
vorweg, um keine falschen Hoffnungen zu machen,
ausser viel Liebe, Zuwendung, Sicherheit vermitteln,
kann ich dir keine Tipps geben.
Nur vielleicht die Beruhigung, dass das normal ist
(wenn auch nicht bei allen Kindern so ausgepraegt).
Ich habe ein Buch von einer suedafrikanischen Kinder-
psychologin, die sehr genaue Einteilungen was wann
wo im Gehirn sich abspielt und gerade ‚entwickelt‘
wird. Im Alter von 6-7 findet sie eine grosse Beschaeftigung
mit Vergaenglichkeit und dem Tod. Genau in diesem Alter
gibt es Kinder, die stundenlang um einen Marienkaefer
trauern koennen (sogar tagelang). Oder eben Angst vor
dem Tod haben. Bei meinen Kinder war das vom Alter her
genau die Phase, wo sie Fragen in der Richtung stellten.
Und im Rueckblick auf meine eigene Kindheit weiss ich,
dass ich mich ab 7 standhaft geweigert habe, auf den
Friedhof zu gehen, weil mein Opa da lag (hat mich vorher
nicht gestoert) und ich mir das SEHR plastisch vorstellte.
Gruesse
Elke
Hallo Sirak,
mein jüngster Sohn hatte im Alter von 6-7 Jahren ähnliche Probleme,
allerdings ohne körperliche Auswirkungen
Das sind Gedankengänge, die bei Kindern in dem Alter öfter vorkommen.
Ich habe dann die Zeit direkt vor dem Schlafen genutzt, um ihn erzählen zu lassen. Habe vorsichtig nachgefragt, und wieder erzählen lassen.
Wichtig für ihn war, dass er das Gefühl bekam, er - und seine Gedanken -
werden ernst genommen. Ich habe seine Gedanken nicht abgetan mit Sätzen wie:
ist Alles nicht so schlimm, oder: das gibt sich wieder, sondern ihm
gesagt, dass ich diese Gedanken kenne, dass ich als Kind auch ähnliche
Gedanken und Ängste hatte. Wir haben uns dann darüber mehrmals und länger
( 20- 30 Min ) darüber unterhalten, und schließlich - nach einigen Wochen -
hatte er das Thema für sich selber abgehandelt und zu Ende gedacht.
Bis jetzt hat er es nicht mehr erwähnt.
Vielleicht kannst du aus meiner Erfahrung den ein oder anderen Gedanken
gebrauchen.
Gruß
Thomas
Hallo,
danke für die schnellen Antworten und die Tipps.
Werde es mal so versuchen, ich hoffe das es dann wieder
besser wird.
Danke!
Mfg
Sirak