Hi,
wie ich schon oft bei psychischen Erkrankungen und Störungen schrieb:
Halte Dich bitte nicht fest an der Idee, dass Deine Angstattacken schliesslich nicht durch Drogen (medizinische oder andere) entstanden sind, und Du demzufolge auch keine schlucken solltest.
Krebs entsteht auch nicht durch Drogen, Depressionen auch nicht, etc etc etc…
Wenn Du Dir Sorgen machst, dass Du diese Tabletten, die Dein Arzt Dir verschreiben möchte, lange, oder zu lange, nehmen müsstet - dann mach Dir bitte keine Sorgen!
Sie sind TEIL einer notwendigen Therapie - sehr wahrscheinlich ein NOTWENDIGER Teil einer notwendigen Therapie.
Du sagst, Deine Existenz ist dadurch bedroht. Kann ich völlig verstehen. Ist ja selbstverständlich.
Was ich aber NICHT verstehen kann - warum ergreifst Du dann nicht die ERSTE, notwendige, Massnahme, um wieder Kontrolle über Dein Leben zu bekommen?
Was ich ausserdem immer sage:
Die Tabletten, die Dir verschrieben werden sollen, SIND nicht die Therapie. Es ist sicher, dass es auch andere, FÜR DICH NOTWENDIGE Therapieformen gibt. Was aber NICHT, GAR NICHT, sicher ist, ist, ob diese Therapieformen auch helfen, wenn Du während der Therapie, anfänglich, NICHT medikamentös behandelt wirst.
Wenn Du Krebs hättest, und selbiger eine Chemotherapiebehandlung erfordern würde, würdest Du die auch ablehnen??
Egal, welches Medikament Dir verschrieben wird: Es ist mit Sicherheit um ein x-faches harmloser als Chemo.
Und übrigens: Ich bin KEIN Befürworter von klassischer, medikamentöser medizinischer Behandlung, wenn es auch anders geht.
Ich bin sehr interessiert an alternativer Medizin & alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Aber: Nur, WENN es eben auch anders geht.
Und als letztes: Ich habe zB ADS - welches ich seit neustem auch medikamentös behandeln lasse. Und nicht nur das - ich habe darum GEKÄMPFT, dieses Medikament verschrieben zu bekommen, eben weil ich keine Alternative hatte (auch hier GIBT es was alternatives, was ich SPÄTER, wenn das Medikament zu wirken angefangen hat, ausprobieren möchte).
Anyway, an einer Genesung ist Dir gelegen, an einer schnellen Genesung auch. Es ist leider so, dass Veränderungen, wie zB im Transport der Botenstoffe des Hirns, etc etc, psychische Störungen hervorrufen können, die man effektiv quasi nur mit Medikamenten wegkriegt.
Dir gute Besserung, und viel Glück,
Isabel
PS: Sorry, hab vergessen, Dich zu fragen: um was für einen Arzt handelt es sich denn bei Deinem alten Bekannten? Psychologe/Psychater oder was anderes?
PPS: Du kannst mich auch gerne per mail anschreiben