Angstellt durch Zeitarbeit

Hallo,

ich war heute bei einem Vorstellungsgespräch und die Dame sagte mir gegen Ende des Gespräches, dass es bei ihrem Unternehmen so üblich ist, dass der potentielle Bewerber erst für ein Jahr über eine Zeitarbeitsfirma angestellt ist, die Vertragsklausel beinhaltet, dass ich nur bei diesem Unternehmen für ein Jahr beschäftigt bin und bei keinem Arbeitgeber beschäftigt werde. Anschließend besteht die Chance auf Übernahme.

Könnt ihr mir sagen, weshalb Firmen so etwas machen? Davon habe ich schon des Öfteren gehört, also dass man bei einem Unternehmen arbeitet, aber bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist.

Was hat der Arbeitgeber für ein Nutzen daraus? Die Zeitarbeit ist doch wesentlich teurer als wenn man einen Bewerber direkt anstellt oder? Der Arbeitgeber kann mich doch auch wenn er einen festen Vertrag hat jederzeit rauswerfen, da es doch die Probezeit gibt.

Verstehe ich nicht wirklich…

Danke & Gruß

Jan

Hallo,

Könnt ihr mir sagen, weshalb Firmen so etwas machen? Davon
habe ich schon des Öfteren gehört, also dass man bei einem
Unternehmen arbeitet, aber bei einer Zeitarbeitsfirma
angestellt ist.

Z.B. können die recht kurz die Leute austauschen durch sowas. Wird für Callcenter auch gerne praktiziert. Außerdem gilt dann für den AN erst mal der Tairf der ZA-Firma und nicht der Firmentarif.

Die Zeitarbeit
ist doch wesentlich teurer als wenn man einen Bewerber direkt
anstellt oder?

Nö, ist sie nicht.

Der Arbeitgeber kann mich doch auch wenn er
einen festen Vertrag hat jederzeit rauswerfen, da es doch die
Probezeit gibt.

Vielleicht bietet der AG einiges an Sozialleistungen, was er sich bei Leiharbeitern erst mal spart? Er hat keinen Ärger und keine Kosten wegen irgendwelcher Kündigungsschutzprozesse … selbst wenn er den Leiharbeiter bis zum St.-Nimmerleins-Tag über Zeitarbeit beschäftigen würde (es gibt ja keine „Befristung“ mehr im AÜG).

Ist die Übernahme fest vereinbart oder nur eine Option in deinem Fall?

MfG

Moin,

Xolophos hat eigentlich schon alle Gründe - die mir bekannt sind - genannt.

Bei uns läuft es auch so und wird den Bewerbern damit schön geredet, dass sie in dem Falle, dass man nicht miteinander „kann“, dann zumindest nicht in Arbeitslosigkeit fällt, sondern von der Leihfirma anderswo eingesetzt werden kann… (dazu sag ich meine Meinung jetzt aber lieber nicht…).

Ein Jahr ist heftig, wenn man bedenkt, wieviel weniger man meist verdient. Sollten die dich wirklich haben wollen, würde ich denen max. 6 Monate vorschlagen - entsprechend der üblichen Probezeiten - (kannst ja sagen, du hast auch noch ein anderes Angebot und du würdest da schon durch die finanz. Einbußen bei 1 Jahr ins Grübeln kommen, ob du nicht lieber dort anfängst). Aber musst natürlich du vor allem wissen, ob du das Risiko eingehen kannst, dass die dann Nö sagen…

Gruß
Demenzia

Nachtrag
Da die ZA gut daran tun einen Tarifvertrag mit ihrem Leiharbeiter arbeitsvertraglich zu vereinbaren (sonst müssten sie den Tarif des Entleihers zahlen, was die natürlich nicht wollen - siehe AÜG) nehmen die die Tarifverträge* der ZA-Branche … und die beinhalten sehr kurze Kündigungsfristen in den ersten Wochen/Monaten. Da kann man dann den Leiharbeiter bei Nicht(mehr)einsatz kündigen, ihn (unerlaubterweise) mal eben in (Zwangs)Urlaub schicken und schon ist er draußen.

* Wens näher interessiert, der möge sich hier http://www.rechtsrat.ws/tarif/index.htm unter „Tarifverträge Zeitarbeit / Leiharbeit“ zu den entsprechenden Tarifverträgen durchklicken.

Danke!
Danke für die Antworten!

Die Personalreferentin sagte mir, dass das immer so gehandhabt wird.
Also ist es wohl ein Muss, dass ich erst über eine Leihfirma dort angestellt werde.
Ich bekomme dann das Gehalt, was sie mich im Bewerbungsgespräch gefragt haben, denke ich, sie haben nämlich vorher gefragt, was ich mir an Gehalt vorstelle, also denke ich, dass ich keine finanziellen Einbußen hinnehmen muss oder?

Gruß Jan

Hi noch mal,

vorher gefragt, was ich mir an Gehalt vorstelle, also denke
ich, dass ich keine finanziellen Einbußen hinnehmen muss oder?

davon würde ich nicht ausgehen. Solltest du sicherheitshalber nachfragen. Hier gilt ganz klar, die Zeit der Zeitarbeitsanstellung ist Probezeit und das gewünschte Gehalt wird DANACH gezahlt.

Aber eigentlich sollte so was auch im Vorstellungsgespräch mitgeteilt werden, finde ich. Manche Arbeitgeber gleichen mit ner Zulage aus, aber wie gesagt, das müsstest du individuell absichern.

Gruß
Demenzia

Ich bekomme dann das Gehalt, was sie mich im
Bewerbungsgespräch gefragt haben, denke ich, sie haben nämlich
vorher gefragt, was ich mir an Gehalt vorstelle, also denke
ich, dass ich keine finanziellen Einbußen hinnehmen muss oder?

Also insofern da „nur“ nach der Gehaltsvorstellung gefragt wurde, heißt das nicht automatisch, dass du das gewünschte Gehalt auch bekommst. Die Frage nach der Gehaltsvorstellung ist üblich beim Vorstellungsgespräch. Ich hab das immer so empfunden, dass der AG abchecken will, ob man eine reale Vorstellung vom eigenen „Wert“ hat … und vielleicht auch, ob man mit den branchentypischen Tarifen vertraut ist (ob noch mehr dahinter steckt können die Personaler hier ja mal beantworten).

Hallo!

ich war heute bei einem Vorstellungsgespräch und die Dame
sagte mir gegen Ende des Gespräches, dass es bei ihrem
Unternehmen so üblich ist, dass der potentielle Bewerber erst
für ein Jahr über eine Zeitarbeitsfirma angestellt ist, die
Vertragsklausel beinhaltet, dass ich nur bei diesem
Unternehmen für ein Jahr beschäftigt bin und bei keinem
Arbeitgeber beschäftigt werde. Anschließend besteht die Chance
auf Übernahme.

Das wird man immer häufiger antreffen in den nächsten Jahren.

Könnt ihr mir sagen, weshalb Firmen so etwas machen? Davon
habe ich schon des Öfteren gehört, also dass man bei einem
Unternehmen arbeitet, aber bei einer Zeitarbeitsfirma
angestellt ist.

Bei Jobs haben wir aktuell einen Verkäufermarkt.
Die Firmen können es sich also leisten, die sehr strengen arbeitsrechtlichen Vorschriften in Deutschland auf diesem Wege weitgehend zu umgehen.

Was hat der Arbeitgeber für ein Nutzen daraus? Die Zeitarbeit
ist doch wesentlich teurer als wenn man einen Bewerber direkt
anstellt oder? Der Arbeitgeber kann mich doch auch wenn er
einen festen Vertrag hat jederzeit rauswerfen, da es doch die
Probezeit gibt.

Die Probezeit dauert ja üblicherweise nur 6 Monate.
Der Mitarbeiter kostet über die Zeitarbeit natürlich mehr als als direkt Angestellter. Auf der anderen Seite kann man aus den Ressourcen der Zeitarbeitsfirma schöpfen, wenn ein MA mal nicht passt, man hat keine Kündigungsfrist und umgeht ggf. auch gewisse arbeitsrechtliche Regelungen, die von der Anzahl der MA im Unternehmen abhängen. M.W. gibt es bei einer MA-Anzahl von

OT: Verkäufer- vs. Käufermarkt
Hallo Mathias,

ich habe da mal eine Frage:

Bei Jobs haben wir aktuell einen Verkäufermarkt.

Ich habe immer geglaubt, der Verkäufer von etwas sei der, der etwas nicht geldmäßiges zu bieten hat, während der Käufer Geld für eine Ware oder Leistung bringt. Dann hieße doch „Verkäufermarkt“, dass die, die ihre Arbeitskraft verkaufen wollen, aussuchen können. Im nachfolgenden schreibst Du aber vom Arbeitgeber, der die Bedingungen diktieren kann, wie es das Gesetz ihm erlaubt. Wäre das dann nicht ein Käufermakrt? Oder habe ich da Begriffe in meinem bisherigen Leben verwechselt.

Gruß, Karin

(ot) Käufermarkt
Hallo Karin,

Bei Jobs haben wir aktuell einen Verkäufermarkt.

Ach so? Werden jetzt schon Jobs verkauft? :wink:

Oder habe ich da Begriffe in meinem bisherigen Leben
verwechselt.

Hast Du nicht. Nachgefragt wird die Arbeitskraft (AN) und dafür gibt der Käufer (AG) ein Entgelt (Lohn,Gehalt).
Also haben wir - wenn überhaupt - einen Käufermarkt.
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ufermarkt

Gruß bobesch

Hi!

Ein Verkäufermarkt bzgl. zu vergebender Jobs.

Grüße,
Mathias

Hallo Jan,
ich habe jetzt 2,5 Jahre Zeitarbeit gemacht, um in einer Gegend in der ich keine Kontakte habe, einen vernünftigen anderen Job zu finden.

Was dir da erzählt wurde vom Personaler ist „sehr seltsam“ (wollte schon Quatsch sagen).
Wenn du zeitarbeiter bist, wirst du mal hier und mal dort hingeschickt.
Der ZA-Firma ist es völlig egal welche Chancen du bei einem bestimmten Auftraggeber haben könntest.
Die verdienen nur so lange an dir, wer sie dich vermieten können. Nicht anderes ist man als Zeitarbeiter… einfach ein Mietesel/Kuli/Sklave.

Wenn ein Auftraggeber dich dann übernehmen will, muss er auch noch Ablösesummen bezahlen. Das wird dir natürlich nie gesagt werden. Ich weiß es auch nur dadurch, das ich einige Monate kaufmännischen Facheinsatz hatte und deshalb den Vertrag über mich einsehen konnte.
Bis zu 20% vom Jahresbruttogehalt wollte die Zeitarbeitsfirma vom Auftraggeber haben, wenn ich übernommen werde.

Das zum Thema: Zeitarbeit ist eine Chance

Der Auftraggeber spart bei Einsatz von Zeitarbeitern.
Er zahlt z.B. für einen Mietschweißer ab 21€/Std.+MwSt.
Ein angestellter Schweißer kostet ihn aber bedeutend mehr,da er in der Regel den Tarif bezahlen muss. Rechne Bruttogeld + 50% der Abgaben als AG-Anteil. Dann weisst du wieviel du einen AG kostest.
Urlaubsgeld, Krankengeld usw. braucht er alles nicht zu zahlen.

Der Auftraggeber ist flexibler. Wenn er Leute braucht mietet er, wenn nicht lässt er sie zu hause.

Übrigens Geld:
Du hast ja schon links über die Tarife von ZA-Firmen bekommen.
Meistens wirst du als „Produktionshelfer“ eingestellt = max.7,38€ brutto. Eingesetzt wirst du dann aber anders… Dein Fachwissen wird größtmöglich verwertet. Und wenn du darauf hinweist, erhäslt du keine Höherstufung , sondern nur eine Zusatzleistung (oft nur 1€/Std,)

Zur Probezeit:
Laut Bestätigung vom Arbeitsamt gilt seit 01.01.07 eine Probezeit von bis zu 2 Jahren als möglich.

Alles zusammen ergibt, dass dein „zukünftiger AG“ dich eigentlich nicht haben will, aber zzu feige ist, es dir ganz offen zu sagen.

Sonst hätte er einen Vertrag machen können und dich die nächsten 2 Jahre ohne angaben von Gründen (weil Probezeit) kündigen können.

BJ

Grüß dich Jan,

ich war 3,5 Jahre jetzt als kfm. Angestellte bei einem großen deutschen Elektrokonzern beschäftigt. Wg. Einstellungsstopp keine Chance auf Übernahme. In meinen Bewerbungszeiten hatte ich überwiegend die gleichen Verdienstangebote wie bei dieser Zeitarbeitsfirma und einige Arbeitgeber haben noch wesentlich schlechter bezahlt !!
Ich bekam Weihnachts-, Urlaubs- und Fahrgeld (nach Zughörigkeit steigend genau wie beim Urlaub). Mein ZA-Chef kam 2 x im Jahr vorbei und fragte wie es geht (auch beim Firmen-Chef natürlich). Weihnachten gabs Geschenke/Aufmerksamkeiten und eine Weihnachtsfeier. Sogar eine Gehaltserhöhung war in den 3,5 J. drin.

Letztes Jahr bekam ich ein Angebot vom diesem Konzern direkt, für einen anderen Job - allerdings stellten sie mich trotzdem nicht direkt beim Konzern ein, sondern hatten 2 Firmen dazwischengeschaltet - quasi die hauseigene „Zeitarbeit“. Tarif gab es für mich nicht, sondern, da quasi neue Firma, auch gleich neue Haus-Tarife. Kein Weihnachts-/Urlaubsgeld mehr, einen BEFRISTETEN Vertrag; der nochmals im 2. Jahr befristet bleibt bevor er dann in einen unbefristeten umgewandelt wird.
Mein disziplinarischer Chef ist 150 km entfernt, mit den dortigen Kollegen habe ich nichts zu tun.

Betreut und behandelt wurde ich bei der ZA vorher wesentlich persönlicher und besser. Habe mich nicht einmal als KULI/SKLAVE o.ä. gefühlt.
In dieser Position jetzt bei der Firma direkt (oder faktisch indirekt) angestellt sind die Zusammenhänge völlig verloren gegangen. Ich bin trotzdem eine von einer Fremdfirma.

Bei Zeitarbeitfirmen mag es schwere Unterschiede geben - bei Firmen allerdings auch!

Wenn ihr euch fragt, warum ich den Wechsel gemacht habe:
Die vorherige Stelle über Zeitarbeit wurde aufgelöst.

Gruß
Ulrike

ich war heute bei einem Vorstellungsgespräch und die Dame

sagte mir gegen Ende des Gespräches, dass es bei ihrem
Unternehmen so üblich ist, dass der potentielle Bewerber erst
für ein Jahr über eine Zeitarbeitsfirma angestellt ist, die
Vertragsklausel beinhaltet, dass ich nur bei diesem
Unternehmen für ein Jahr beschäftigt bin und bei keinem
Arbeitgeber beschäftigt werde. Anschließend besteht die Chance
auf Übernahme.

Könnt ihr mir sagen, weshalb Firmen so etwas machen? Davon
habe ich schon des Öfteren gehört, also dass man bei einem
Unternehmen arbeitet, aber bei einer Zeitarbeitsfirma
angestellt ist.

Was hat der Arbeitgeber für ein Nutzen daraus? Die Zeitarbeit
ist doch wesentlich teurer als wenn man einen Bewerber direkt
anstellt oder? Der Arbeitgeber kann mich doch auch wenn er
einen festen Vertrag hat jederzeit rauswerfen, da es doch die
Probezeit gibt.

Verstehe ich nicht wirklich…

Danke & Gruß

Jan

Hi Ulrike,

du hast es gut getroffen. Hier in der Region werden fast nur Produktionskräfte gebraucht. Dementsprechend bekam ich nur selten kaufmännissche Einsätze. Und selbst von denen wurde ich einmal sogar „knall auf Fall“ weggeholt… obwohl kein anderer Job da war und der Auftraggeber mich noch weiter haben wollte.

Dann habe ich ca.4 Wochen zu hause gesessen und von Urlaub und Überstunden (Zeitkonto) gelebt und auf Auftrag gewartet.

Da hier sehr viele Zeitarbeiter sind, und die Firmeaauch jede Woche 10 neue einstellt, ist der Druck auf einen „doofen Helfer“ (weil eben keine kfm.-einsätze da sind)groß.
Wortwörtlich wurde mir mehrmals gesagt: „Wenn sie den Job nicht machen, erhalten sie die Kündigung“

Ich habe ohne Schutzkleidung taglang ätzende und giftige Chemikalien abgefüllt, ohne Schutzausrüstung in Metallfeinstäuben Schichten schieben dürfen, Monatelang in 8-Stunden-Wechselschicht ohne irgendwelche Pausen arbeiten dürfen…

Es wurden alle Arbeitsschutzverordnungen und Gesetze ignoriert von Seiten der ZA.
Dieses Jahr dann hatte ich in einer Firma zunächst 1 Maschine zu fürhen, die 400 Stück am Tag schaffte. ImLaufe von 4 Monaten hatte ich dann 3 Maschinen mit jeweils 5.000 Stück zu bedienen.
Es ging darum, auch alles von der Maschjine abzupacken , zu sortieren , zu falten und einzupacken. Pro Maschine hatte man im Durchschnitt 12 Sekunden Zeit für diese Arbeit.
Die Leistungssteigerung duften nur die Zeitabeiter bringen. Es gab da aber keine Pausen. Selbst Toilettenpause bekam man bei Schichtende angekreidet. Die Maschinenzeiten hatten dadurch einen Verlust von 2 Minuten für „Pieseln“.

Geld gab es dafür nicht zusätzlich.
In Folöge dieser Arbeit bekam ich dann mehrmals in Folge schwerrwiegende Entzündungen, wodurch in dann krank geschrieben wurde (je 3Tage).
Mit einer Bestätigung vom Arzt erhielt ich dann einen anderen Auftrag.

Dierse Bestätigung vom Arzt (wegen Entzündung durch die gleichförmige Arbeit) wurde mir dann Weihnachten zu meinen Lasten ausgelegt:
„Sie haben sich selbst das Genick gebrochen mit Ihrm Attest. Sie dürfen nicht mehr schwer heben. Deshalb verlängern wir Ihren Vertrag nicht“
Wortzitat des Sachbearbeiters.

Richtigstellung, dass Attest nichts meit Heben zu tun hatte, wurde gleich abgewehrt.
„Sie müssen sich das erst einmal richtig durchlesen“… Behandlung wie „Kleindoof“.
Die Textform hatte ich mit Arzt genau deshalb besprochen gehabt, damit da nichts mit Heben drin steht. und ne Kopie hatte ich auch zu hause.

Schade, dass es um 4.Verlängerung des Vertrages ging und nicht um Kündigung. Sonst wäre das ein gefundenes Fressen für jeden Anwalt gewesen.

So weichen also die erfahrungen ab in der Zeitarbeit.

Gruß
BJ

ich war 3,5 Jahre jetzt als kfm. Angestellte bei einem großen
deutschen Elektrokonzern beschäftigt. Wg. Einstellungsstopp
keine Chance auf Übernahme. In meinen Bewerbungszeiten hatte
ich überwiegend die gleichen Verdienstangebote wie bei dieser
Zeitarbeitsfirma und einige Arbeitgeber haben noch wesentlich
schlechter bezahlt !!
Ich bekam Weihnachts-, Urlaubs- und Fahrgeld (nach
Zughörigkeit steigend genau wie beim Urlaub). Mein ZA-Chef kam
2 x im Jahr vorbei und fragte wie es geht (auch beim
Firmen-Chef natürlich). Weihnachten gabs
Geschenke/Aufmerksamkeiten und eine Weihnachtsfeier. Sogar
eine Gehaltserhöhung war in den 3,5 J. drin.

Letztes Jahr bekam ich ein Angebot vom diesem Konzern direkt,
für einen anderen Job - allerdings stellten sie mich trotzdem
nicht direkt beim Konzern ein, sondern hatten 2 Firmen
dazwischengeschaltet - quasi die hauseigene „Zeitarbeit“.
Tarif gab es für mich nicht, sondern, da quasi neue Firma,
auch gleich neue Haus-Tarife. Kein Weihnachts-/Urlaubsgeld
mehr, einen BEFRISTETEN Vertrag; der nochmals im 2. Jahr
befristet bleibt bevor er dann in einen unbefristeten
umgewandelt wird.
Mein disziplinarischer Chef ist 150 km entfernt, mit den
dortigen Kollegen habe ich nichts zu tun.

Betreut und behandelt wurde ich bei der ZA vorher wesentlich
persönlicher und besser. Habe mich nicht einmal als
KULI/SKLAVE o.ä. gefühlt.
In dieser Position jetzt bei der Firma direkt (oder faktisch
indirekt) angestellt sind die Zusammenhänge völlig verloren
gegangen. Ich bin trotzdem eine von einer Fremdfirma.

Bei Zeitarbeitfirmen mag es schwere Unterschiede geben - bei
Firmen allerdings auch!

Wenn ihr euch fragt, warum ich den Wechsel gemacht habe:
Die vorherige Stelle über Zeitarbeit wurde aufgelöst.

Gruß
Ulrike

ich war heute bei einem Vorstellungsgespräch und die Dame

sagte mir gegen Ende des Gespräches, dass es bei ihrem
Unternehmen so üblich ist, dass der potentielle Bewerber erst
für ein Jahr über eine Zeitarbeitsfirma angestellt ist, die
Vertragsklausel beinhaltet, dass ich nur bei diesem
Unternehmen für ein Jahr beschäftigt bin und bei keinem
Arbeitgeber beschäftigt werde. Anschließend besteht die Chance
auf Übernahme.

Könnt ihr mir sagen, weshalb Firmen so etwas machen? Davon
habe ich schon des Öfteren gehört, also dass man bei einem
Unternehmen arbeitet, aber bei einer Zeitarbeitsfirma
angestellt ist.

Was hat der Arbeitgeber für ein Nutzen daraus? Die Zeitarbeit
ist doch wesentlich teurer als wenn man einen Bewerber direkt
anstellt oder? Der Arbeitgeber kann mich doch auch wenn er
einen festen Vertrag hat jederzeit rauswerfen, da es doch die
Probezeit gibt.

Verstehe ich nicht wirklich…

Danke & Gruß

Jan

Hallo,

Zur Probezeit:
Laut Bestätigung vom Arbeitsamt gilt seit 01.01.07 eine
Probezeit von bis zu 2 Jahren als möglich.

Nö, da informiert das AA m.E. falsch. Die entprechend geplante Gesetzesänderung ist noch immer nicht „durch“. Falls ich diesbezüglich wirklich was verpasst haben sollte, bitte ich um Quellenangabe, wo das nachlesbar ist.

MfG