Angstzustände

Hallo,

zur Zeit habe ich manchmal ganz fiese Ängste, ganz plötzlich - es sind aber keine Panikattacken, denn diese Angstzustände dauern ziemlich lange an, bis zu 2 Std.
Ich habe dann entsetzliche Angst zu sterben, zB zu ersticken, oder Schmerzen zu haben die unerträglich sind aber kein Medikament hilft usw.

Ich weiss dass es Quatsch ist, aber ich kann nichts dagegen tun, oder gibt es einen Tipp wie man mit so etwas umgehen kann? Ich dachte gestern ich drehe durch, das ganze fing mitten in der Stadt an und ich dachte ich brauche gleich einen Notarzt oder so, weil ich so fertig und verängstigt war.

Und jetzt habe ich Angst vor der Angst… schrecklich!

Gruss C.

Hallo C,

nur weil deine Angst ca. 2 Stunden andauert, gehst du davon aus, dass es keine Panik-Attacken sind??? Das ist falsch, denn bei meinem Mann dauerten die Panikattacken in akuter Phase bis zu 8 Stunden an. Der absolute Horror!

Meistens wird bei Panikattacken beschrieben, dass diese kaum länger als 30 min. andauern, die Erfahrung aus der Klinik zeigt aber, dass mehrstündiges Leiden in einer Attacke gar nicht so selten ist.

Auch die Angst vor der Angst ist eine absolut typische Geschichte.

Wie sind deine körperlichen Symptome bei so einem Anfall?
Herzrasen, extremer Puls, Schweißausbrüche, Schwindel, Atemnot, Zittern, evtl. Kribbeln in den Extremitäten, verschwommen sehen (Benommenheitsgefühl), trockener Mund, Übelkeit?

Es gibt hier einen Online-Test zur Panikstörung. Der ersetzt zwar keine ordentliche Diagnostik, hilft einem aber, klarer zu sehen, um evtl. weitere Schritte zu planen.

http://www.expertenrat.info/panikstoerung-test.html

Was normalerweise hilft, ist:

  1. unbedingt körperlich durchchecken lassen (z. B. Blut, Herz, Schilddrüse, arterielle Verstopfungen, CT, MRT,…), um ernsthafte Krankheiten auszuschließen (je nach Symptomen) - wenn das ausgeschlossen ist, beruhigt das dann auch den Kopf

  2. Psychotherapie (Verhaltenstherapie), denn da lernst du, wie man damit umgehen kann

  3. Entspannungsübungen, Autogenes Training, Yoga o. ä.

Natürlich gibt es auch medikamentöse Unterstützung, wenn es erforderlich sein sollte. Es gibt sowohl eine Dauermedikation wie auch ein (natürlich mehrere) Notfallmedikament, welches in einem Anfall direkt und kurzfristig Erleichterung bringt. Diese Medikamente sind aber mit Vorsicht zu genießen, da in ihnen ein hohes Abhängigkeitspotential steckt.

Wie von Seiten des Arztes agiert wird, hängt sehr vom Leidensdruck ab.
Ansprechpartner wäre für dich ein Neurologe bzw. FA für Psychotherapie und Psychiatrie.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen: eine medikamentöse Unterstützung ohne entsprechende Therapie bringt kurzfristige Erleichterung, aber dauerhaft keine Gesundung. Das Wichtigste ist, dass im Kopf ein Umdenken stattfindet (da liegt ja auch der Auslöser), und da bringt dich nur eine Verhaltenstherapie hin.

Wenn du weitere Fragen hast, dann frage ruhig nochmal nach!

Alles Gute wünscht dir
Miss Confused

Hallo,

eine gute Freundin hatte solche Angstzustände auch, allerdings für 30 - 60 min ungefähr und Depressionen gab es zum Dessert.
Sie dachte immer das ihre Psyche das Problem wäre.

Dann war sie bei einen Physiotherpeuten der ihr geholfen hat.
Er schickte sie erst zu einem qualifizierten Zahnarzt (kenn nicht viele…) der eine hochgradige Paradontitis bei ihr feststellte und 3 tote Zähne.
Nach dem dies behandelt war, ging es ihr schon viel besser. Der Physiotherapeut behandelt Sie dann noch 10 mal und sie war wieder fit.

Klär doch einfach mal ab,wie es um deine Zähne steht.
Das zweite wäre hast du Rückenprobleme? Verhärtungen im Torax - Bereich?

Grüße

ich hatte so etwas letztes jahr auch…ich hatte nagst einen herzinfarkt zu bekommen, angst zu ersticken oder zu sterben…ich war dann auch mal im krankenhaus weil es ganz schloimm wurde…dann war ich beim psychologen aber des hat nichts gebracht…ich hab dann mit autogenes training angefangen, was anfangs auch nicht sonderlich etwas gebracht hat…doch dann war ich bei einer heilpraktikerin in augsburg…und von dieser hab ich „bachblüten“ bekommen…und seitdem leide ich eig nicht mehr unter so etwas…also es ist schon ewig her, dass ich eine panikattacke hatte^^ versuchs doch mal mit so was :wink:

wers glaubt… owt
ich nicht

Hi

Warum nicht? Autosuggestion wirkt wunder, und wer das Geld für Bachblüten ausgeben möchte…

lg
Kate

Danke euch… ja ich dachte, Panikattacken dauern nur ein paar Minuten, denn sowas hatte ich auch schon, das war aber nach max. 5-10 Minuten vorbei.
Ich fand das ganz schrecklich, eben weil es sooo lang gedauert hat und nicht aufhörte, ich war die ganze Zeit kurz davor jemand anzusprechen um Hilfe zu bekommen. Aber wie sieht das aus, wenn eine erwachsene Frau einen anspricht und sagt „Helfen sie mir bitte ich glaube ich sterbe gleich?!“
Herzrasen, schwitzen, und irgendwie eine verschwommene Wahrnehmung hatte ich auch… alles sehr komisch…

LG C.

hallo,
na zu dem thema kann ich auch einiges erzählen. gehöre auch zu den menschen die an panikattacken und einer angststörung leiden. ich war ne weile in einer psychotherapie das hat mir ganz gut geholfen. die zeit bis ich eine psychologen hatte habe ich mit insidon überbrückt. mittlerweile kann ich damit ganz gut leben. in akuten situationen versuche ich mir klar zu machen das ich nix schlimmes habe und das alles in ordnung ist. ich versuche mich dann von meinem gefühl abzulenken. ich geh ne runde spazieren, saug die wohnung oder was weis ich. aber das wichtigste iss sich klar zu machen das man nichts hat. das iss zwar schwer aber es klappt. garnicht erst drüber nachdenken das das herz klopft oder man keine luft kriegt oder man gleich umfällt. je öfter man so ne attacke hatte umso eher kann man sich das dann klar machen das nix passiert. schließlich ist das alles bei der letzen attacke auch nicht passiert. das klingt vielleicht jetzt echt blöd, aber mir hilfts immer.

lg cassandrabra