Anlage in Fonds

Hallo,

ich möchte noch vor Jahresende und somit vor Beginn der Abgeltungssteuer eine kleinere Summe (ca. 20000Euro) anlegen. Ich habe mich bei verschiedenen Bankinstituten und Vermögensberatungen beraten lassen. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Banken meist empfehlen nur 1-3 unterschiedliche Fonds zu wählen, Vermögensberatungen hingegen bis zu 6 unterschiedliche. Banken argumentieren meist damit, dass es sich bei dieser kleinen Anlagesumme eine so große Streuung nicht zu empfehlen sei. Was sind Ihrer Meinung nach die Vor- (bitte nicht nur Risikostreuung) und Nachteile einer Aufteilung der Anlagesumme in mehr als 3 Fonds?

Vielen Dank!

Hallo,

ich möchte noch vor Jahresende und somit vor Beginn der
Abgeltungssteuer eine kleinere Summe (ca. 20000Euro) anlegen.
Ich habe mich bei verschiedenen Bankinstituten und
Vermögensberatungen beraten lassen. Dabei hat sich
herauskristallisiert, dass Banken meist empfehlen nur 1-3
unterschiedliche Fonds zu wählen, Vermögensberatungen hingegen
bis zu 6 unterschiedliche. Banken argumentieren meist damit,
dass es sich bei dieser kleinen Anlagesumme eine so große
Streuung nicht zu empfehlen sei. Was sind Ihrer Meinung nach
die Vor- (bitte nicht nur Risikostreuung) und Nachteile einer
Aufteilung der Anlagesumme in mehr als 3 Fonds?

Vielen Dank

Das Argument Ihres Bankberaters, dass bei kleinen Analgebeträgen eine Streuung nicht sinnvoll ist, ist natürlich m.E. ziemlicher Schwachsinn. Richtige Diversifikation ist eines der Schlüssel für den Anlageerfolg. Wieso sollte für kleine Anlagebeträge falsch sein, was für grosse richtig ist?

Ob 3 oder 6 Fonds ist eine eher untergeordnete Fragestellung. Ich kann mir Depots mit 6 Fonds vorstellen, die sehr schlecht diversifiziert sind und Depots mit 3 Fonds, die eine extrem gute Diversifikation aufweisen.

Daher stellt sich also vor allem die Frage, welche Strategie, welches Risiko und welche Investitionsziele Sie verfolgen wollen. Wenn Sie diese Frage beantwortet haben, dann ergibt sich die Zahl der Fonds als logische Konsequenz aus der Notwendigkeit, die Strategie in der Praxis umzusetzen.

Gute Idee, noch in 2008 eine Anlageentscheidung zu treffen!
Die Streuung im Depot kann gar nicht groß genug sein, sofern damit viele voneinander unabhängige Asset-Klassen erreicht werden. Es gibt inzwischen einige Fonds, die schon an sich über viele Assetklassen verteilt investieren. Davon braucht man dann nicht mehr als drei, um je nach Zeithorizont und Risikobereitschaft ein individuelles Depot zusammenzustellen. Das geht auch mit kleinen Summen.
Der Vorteil einer solchen Lösung liegt in der Umschichtung der Anlage innerhalb des Fonds. Dabei entstehen auch nach 2008 keine steuerpflichtigen Neuanlagen obwohl das Depot im Rahmen der Zielvorgaben der Fonds ständig aktiv an das Marktgeschehen angepasst wird. Ist sozusagen professionelle Vermögensverwaltung für den kleinen Geldbeutel.
Ich kenne inzwischen zwei Fonds-Gesellschaften, die so etwas anbieten.

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Ich persönlich würde eher mein gesamtes Vermögen aus Fonds und Wertpapieren abziehen. Eine nicht unrealistische Prognose:

Bis zum Jahr 2013 werden sowohl die globalen Geldvermögen (Vermögen, die auf Papier und damit auf Geldwerten beruhen) als auch die Schulden komplett verschwinden. Das heißt: Bis Mitte/Ende 2010 rasanter Verfall der großen Anlageklassen und Vermögenspreise (Anleihen und Immobilien sind hier die wichtigsten Vermögensklassen), was einem deflationären Schock gleichkommt.

Rohstoffe wären wohl die beste Anlageform. Idealerweise solche, die man im Keller lagern kann.

Rohstoffe wären wohl die beste Anlageform. Idealerweise
solche, die man im Keller lagern kann.

Hallo.

Was würdest Du hier bevorzugen?
Mir fallen hier klassisch Kohlen und Kartoffeln ein. Äpfel vielleicht auch. Und natürlich ein guter Rotwein.
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich das was noch nicht richtig verstanden habe.

Viele Grüße vom Money-Schorsch. (Vielleicht muss ich mich dann auf „Commodity-Schorsch“ umbenennen?)

Hallo,

ich empfehle grundsätzlich nichts, weil (besonders in Krisenzeiten) jede Anlageform mit Risiko behaftet ist. Aber es sei empfohlen, die Wertentwicklung z.B. von Metallen über die letzten Jahre zu beobachten. Das fängt schon bei so simplen Metallen wie Edelstahl an, bis hin zum Gold.

Fakt ist, dass die globale Verschuldung ungesund hoch ist. Im Vergleich zur WWK in den 30er Jahren ist die aktuelle Verschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung in den USA fast um ein Drittel höher (ähnlich in Europa). Das heißt, wir können in den nächsten Jahren eine umfassende Bereinigung erwarten.
Durch die permanenten Zuschüsse der US-Regierung in marode Banken (man erinnere sich an die 5 Billionen für Fannie Mae und Freddie Marc) wird die Geldmenge erhöht, ohne dass dem ein Zuwachs an Gütern entgegensteht. Folge: Massive Inflation. (Gut, der 700-Milliarden-Zuschuss ist geplatzt; aber warten wir mal ab, was sich die US-Regierung jetzt einfallen lässt.)

Diese massive Inflation heißt, dass die Kaufkraft vom Geld sinkt, was sich immer positiv auf den Edelmetallmarkt auswirkt.

Konkret: in den nächsten Jahren werden Schulden an Wert gewinnen. Gleichzeitig wird das Risiko anders bewertet, Zinsen dürften ziemlich stark steigen. Immobilienpreise brechen ein (diesen Trend kann man ja heute schon beobachten).
Verträge mit variablen Zinssätzen wären tödlich! Wenn Schulden, dann mit festem Zinssatz.

Das alles sind natürlich nur (auf Fakten basierende) Meinungen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich will gar nicht über Deine Prognose diskutieren. Das kann natürlich so kommen, vielleicht auch nicht. Wer weiß.

Aber interessant ist die Frage: Was tun wenn es so kommt? Und wie?
Der Ansatz, in Rohstoffe zu investieren ist ja weder verkehrt noch neu. Seit den Anfängen der Zivilisation sind Gold und Edelsteine Fluchtwährungen bei Geldentwertung.
Mich haben mehr Deine Gedanken zur „Lagerung“ im Keller interessiert. Ganz praktisch. Klar geht das mit Diamanten und Goldmünzen, allerdings dürfte die Sicherheit ein Problem werden.
Aber wie soll ich als Privatanleger z.B. an Edelstahl in passenden Mengen herankommen und dieses auch noch im Keller lagern?
Faktisch ist der physische Handel mit Rohstoffen für den Privatanleger unzugänglich und nicht händelbar. Und irgendein Zertifikat ist letztlich nicht mal das Papier wert, auf welchem es gedruckt ist.
Aber vielleicht hast Du ja eine neue gute Idee, dafür ist der Austausch hier ja da?

Wenn das von Dir skizierte Szenario eintrifft, dann würden Metalle allerdings erst bei einer eintretenden Erholung interessant. Vorher wirds um die survival-basics gehen: Essen, trinken, nicht erfrieren. Und man müsste vorher wissen, was sich als Ersatzwährung etabliert (z.B. Zigaretten im Nachkriegsdeutschland.).

In der Hoffnung, dass Du unrecht hast, der Money-Schorsch

Also, wer in Kupfer, Stahl und ähnliche Metalle investieren will, sollte schon ein Verschrottungsunternehmen gründen und entsprechende Lagermöglichkeiten bereithalten. :smile: Für den Kleinanleger wäre das jedenfalls nichts. Silber ist da schon besser, doch bei einem Preis von rund 300€ pro Kilo wird es bereits zum Problem, die Barren nur anzuheben, gar nicht zu sprechen vom Transport, der bei Kauf und Verkauf notwendig ist.

Es ist also zweckmäßig, zu Rohstoffen zu greifen, die in der Entwicklung langfristig stabil sind und einen hohen Preis pro Gewicht erzielen.

Klar, eine „sichere“ Lagerung (im Hinblick auf Diebstahl) erfährt man durch einen Banktresor. Wenn man allerdings Themen wie z.B. das Goldverbot berücksichtigt, ist es sicher besser, die Edelmetalle „im Keller zu verstecken“ (im übertragenem Sinne).

(Unter harten, totalitären Diktaturen wie dem Nazireich, dem Leninistisch-/Stalinistischen Kommunismus oder dem chinesischen Mao-Reich, war der private Goldbesitz verboten. Aber selbst Roosevelt hat als US-Präsident sofort nach seiner Amtsübernahme 1933 den privaten Goldbesitz verbieten lassen. Eine solche Situation tritt meist dann ein, wenn sich eine Staatsmacht von der Kapitalflucht der Anleger bedroht fühlt.)

Marc Faber (http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Faber) empfiehlt:
„Ich empfehle Investoren physisches Gold in einem Bankschliessfach bei einer Bank in einem Gold-freundlichen Land zu lagern: UAE, Singapur, Hong Kong, Indien, Frankreich, Schweiz. Der letzte Platz wo man sein Gold halten sollte, sind die USA, wo Goldbesitz in 1934 bereits einmal für illegal erklärt wurde.“

Ganz gleich, ob ich recht habe oder nicht: Es ist sicher nicht verkehrt, einen gewissen Anteil seines Guthabens in alternative Anlageformen zu investieren. Thema Risikostreuung.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

P.S.:

Wenn das von Dir skizierte Szenario eintrifft, dann würden
Metalle allerdings erst bei einer eintretenden Erholung
interessant. Vorher wirds um die survival-basics gehen: Essen,
trinken, nicht erfrieren. Und man müsste vorher wissen, was
sich als Ersatzwährung etabliert (z.B. Zigaretten im
Nachkriegsdeutschland.).

Eine kleine Anmerkung am Rande:
Gold war besonders im 2. Weltkrieg die wichtigste Währung. Es wurde z.B. benutzt, um das Land verlassen zu können oder um Angehörige aus dem KZ freizukaufen.

Eine kleine Anmerkung am Rande:
Gold war besonders im 2. Weltkrieg die wichtigste Währung. Es
wurde z.B. benutzt, um das Land verlassen zu können oder um
Angehörige aus dem KZ freizukaufen.

Kein Widerspruch. Ich persönlich hoffe allerdings sehr, dass wir von einem Kriegsszenario noch sehr viel weiter weg sind als von einer Wirtschaftskrise.
Aber mal im Ernst: Sollte sowas kommen, dann ist alles, worüber wir uns hier Gedanken machen sowieso belanglos.

Ich sehe das so:
Ja, die Tage werden kürzer, es wird kälter, der Wind pfeift uns ins Gesicht und der Blick nach draußen wird wird täglich drister.
Aber es wird auch wieder Frühling mit warmen Sonnenstrahlen, zartgrüner Natur und lauschigen Biergärten. Kopf hoch! :wink:

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

ich möchte noch vor Jahresende

Ich denke hier gehts um Fonds und weniger Rohstoffe.
Ich selbst bin (leider) fast nur in Aktionsfonds wobei 20TEu eine große Summe für mich ist.
EInstieg mit Einmalanlagen im Jahr 2000 und 2007 . Das habe ich ja super erwischt . Geld aus 2000 noch weniger wert wie damals eingezahlt .
Also : für mich : Nie wieder Einmalanlagen ,nur Sparplan . Und langfristig Aktienfondsbestand etwas verringern . Tagesgeld geht der Zins ja grade hoch.
Gehört eben Glück dazu . Streuung nicht so gut wenn ich eben im besten Fond dann wenig drin habe .
Aber selbst Fonds gleicher Anlagestrategie/Region habe enorm unterschiedliche Renditen .
Ich habe in 08 Verluste von 25-40 Prozent . Börse reagiert immer über in beide Richtungen.
Da das aber meine Rendite auf lange Sicht empfindlich drückt oder ganz vernichtet sollten diese Herren Bankmanager die das alle offenen Auges mitgespielt haben auch empfindlich mit ihrem Privatvermögen in Haftung genommen werden . Jetzt hilft eben nur aussitzen .

Ich habe in 08 Verluste von 25-40 Prozent . Börse reagiert
immer über in beide Richtungen.
Da das aber meine Rendite auf lange Sicht empfindlich drückt
oder ganz vernichtet sollten diese Herren Bankmanager die das
alle offenen Auges mitgespielt haben auch empfindlich mit
ihrem Privatvermögen in Haftung genommen werden . Jetzt hilft
eben nur aussitzen .

Gegen ein solch eigenartiges Verhalten hat kein Bankmanager ein Mittel. Wer nicht Verluste von 5 oder 10% realisiert, um größere zu vermeiden, ist offensichtlich bereit, Verluste von 25 oder 40% auflaufen zu lassen. Dafür soll er dann aber freundlicherweise niemand anderen verantwortlich machen als sich selbst.

Gruß
Christian

Ich habe in 08 Verluste von 25-40 Prozent . Börse reagiert
immer über in beide Richtungen.
Da das aber meine Rendite auf lange

Stimmt, Leuten Geld hinterherzuwerfen die das gar nicht zurückzahlen können is wohl eigenartig. Aber eben von diesen Bänkern.
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen : leicht arrogantes,dummes Geschwätz für mich.
Mit mal 5-15 Prozent Minus muss man in Fonds ja durchaus rechnen .Aber wer konnte voraussehen dass es in so kurzer Zeit (Tagen) noch so weit abwärts geht und jeden Tag nur abwärts …
ich soll also gewissermaßen vor meiner eigenen Tür kehren ich aufmuckender Kleinanleger ? und nicht die gelackten Herren in die Pflicht nehmen ?
Arroganz pur.

Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen : leicht
arrogantes,dummes Geschwätz für mich.

Lieber arrogant als 25-40% Verlust im Depot.

Mit mal 5-15 Prozent Minus muss man in Fonds ja durchaus
rechnen .

Tatsächlich?

Aber wer konnte voraussehen dass es in so kurzer Zeit
(Tagen) noch so weit abwärts geht und jeden Tag nur abwärts

Daß es abwärts gehen würde, war seit einem Jahr vorhersehbar. Das heißt dann: Finger weg von Fonds, weil die sich zum kurzfristigen Handel nur sehr bedingt eignen.

Außerdem geht es eben nicht immer nur abwärts. So ist die HRE gestern um 25% gestiegen und die Commerzbank seit Montag immerhin auch um rd. 10%.

ich soll also gewissermaßen vor meiner eigenen Tür kehren ich
aufmuckender Kleinanleger ?

Genau. Wenn Du Dein Depot nicht im Griff hast, auf Kursveränderungen nicht reagierst sondern wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzt, ist das allein Dein Problem. Oder anders: wer Streß mit vorübergehenden Wertverlusten und Anlagehorizonten von > 5 Jahren hat, muß aus einem Wert mit schlechter Entwicklung rechtzeitig (und eben u.U. mit Verlust) wieder raus. Halten UND meckern passen nicht zusammen.

und nicht die gelackten Herren in
die Pflicht nehmen ?

Die haben vielleicht die Produkte konstruiert, aber die Zeitpunkte für Kauf und Verkauf hast Du allein unter Kontrolle.

Gruß
C.

Ohne jemandem zu

Ja, tatsächlich !! Da es seit 03 mit Fonds nur aufwärts geht war mir ein Rückschlag auch klar. Aber nicht in dem Ausmaß. Und da es langfristig sein soll war ich bereit das zu akzeptieren.

Wer vor 6-12 Monaten Geld in einen Fonds tut als Langfristanlage wird nicht bei -10 Prozent alles verkaufen ! Rein und gleich wieder raus mit Verlust.
Und ob man mit Verlust verkauft oder länger wartet wird den gleichen Effekt haben . Irgendwann gehts auch wieder länger und kräftiger nach oben . Jetzt überwiegt die Angst, später wieder die andere Richtung .Angst oder Gier …beides treibt die Kurse wohl allein schon durch eben Angst oder Gier .Was auf lange Sicht im Mittel rauskommt war meist besser wie andere,konservative Anlageformen . Wenngleich ich aber in Zukunft auch mehr auf Sicherheit bzw weniger Risiko schauen werde. Habe ja schonmal keine Einzelaktien.