Anlage in Fremdwährung bar

Guten Tag!

Macht es unter den gegebenen Umständen evtl mehr Sinn, sich eine entspr. Fremdwährung, z.B Norwegische Kronen oder Canadian Dollar unters Kopfkissen zu legen, statt es in Tagesgeld mit nicht erwähnenswerten Zinsen oder in irgendwelchen Anleihen zu parken?

Oder macht es gar richtig Sinn antizyklisch in solide Aktien zu gehen?

Mal so ganz unverbindlich gefragt.

Gruß,
Zahira

Hallo Zahira,

Macht es unter den gegebenen Umständen evtl mehr Sinn, sich
eine entspr. Fremdwährung, z.B Norwegische Kronen oder
Canadian Dollar unters Kopfkissen zu legen, statt es in
Tagesgeld mit nicht erwähnenswerten Zinsen oder in
irgendwelchen Anleihen zu parken?

Das macht überhaupt keinen Sinn, finde ich. Was, wenn es bei dir zu Hause brennt? Ich kenne keine Hausratversicherung, die für höhere Bargeldbestände aufkommt. Sonst könnte ja jeder sagen „ich hatte ganz bestimmt ne Million im Kopfkissen“.

Ganz abgesehen davon halte ich zwar die von dir erwähnten Währungen (wo ist der Schweizer Franken?) für stabiler als den Euro, aber auch sie sind letztendlich Papiergeld.

Wenn da überhaupt irgendwas im Haus für schlechte Zeiten aufbewahrt wird, dann noch am ehesten Gold (kleine Münzen). Der Kaufzeitpunkt ist aber denkbar schlecht, da Gold einen historischen Höchststand erreicht hat. Trotzdem, ein paar Münzen fände ich sinnvoll. So viel, dass es zur Not noch für ein Flugticket nach Südamerika reicht, wenn hier alles zusammenbricht oder so :wink:

Oder macht es gar richtig Sinn antizyklisch in solide Aktien
zu gehen?

Aktien machen wohl Sinn, aber „buy and hold“ ist tot. Zum Thema Aktien kannst du ja mal „Der Crash kommt“ von Max Otte lesen, der empfiehlt auch spezielle Werte. Dann solltest du was über Risikomanagement lesen, z.B. „Money Management“ von Börse Online. Außerdem den Aktienmarkt beobachten, z.B. http://www.deraktionaer.de oder http://www.godmode-trader.de

Ich würde mir einen Plan machen, was du kaufst, wenn sich z.B. eine Euro-Katastrophe anbahnt. Aber dabei darf man nicht vergessen, dass der Euro instabil werden könnte , Aktien aber prinzipiell „instabil“ sind , weil sie ja täglich im Kurs schwanken.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Petra!

Das macht überhaupt keinen Sinn, finde ich. Was, wenn es bei
dir zu Hause brennt? Ich kenne keine Hausratversicherung, die
für höhere Bargeldbestände aufkommt. Sonst könnte ja jeder
sagen „ich hatte ganz bestimmt ne Million im Kopfkissen“.

Schon klar, das war auch eher als Bild zu verstehen.Es böte sich ja z.B. auch ein Schliessfach an.
Aber darum geht es nicht.

Ganz abgesehen davon halte ich zwar die von dir erwähnten
Währungen (wo ist der Schweizer Franken?) für stabiler als den
Euro, aber auch sie sind letztendlich Papiergeld.

Erstere sind Währungen von Rohstoffnationen, und ja, auch sie sind Papiergeld.
Es geht um einen absehbaren Zeitraum, eine Parklücke, sozusagen.

Wenn da überhaupt irgendwas im Haus für schlechte Zeiten
aufbewahrt wird, dann noch am ehesten Gold (kleine Münzen).
Der Kaufzeitpunkt ist aber denkbar schlecht, da Gold einen
historischen Höchststand erreicht hat. Trotzdem, ein paar
Münzen fände ich sinnvoll. So viel, dass es zur Not noch für
ein Flugticket nach Südamerika reicht, wenn hier alles
zusammenbricht oder so :wink:

Wer jetzt noch Gold kauf, wenn es schon die banker empfehlen, ist aber so dermaßen im mainstream, dass das mir schon unheimlich wäre.Es gab da doch immer diesen Satz, „wenn die Massen kaufen, ist es Zeit zu verkaufen“…
Auch wenn ich glaube, dass das so zu diesem Zeitpunkt kein guter Rat wäre.
Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass sich die Krügerränder nach einem Brand auch nicht mehr ohne weiteres finden liessen.Aber man könnte sie im Garten vergraben.

Oder macht es gar richtig Sinn antizyklisch in solide Aktien
zu gehen?

Aktien machen wohl Sinn, aber „buy and hold“ ist tot. Zum
Thema Aktien kannst du ja mal „Der Crash kommt“ von Max Otte
lesen, der empfiehlt auch spezielle Werte.

Den hatte ich seinerzeit durchgelesen,und seine Streuungsvorschläge erschienen mir vernünftig.
Auch er riet zu einem gewissen Bargeldanteil in Rohstofflandwährungen.

Dann solltest du

was über Risikomanagement lesen, z.B. „Money Management“ von
Börse Online. Außerdem den Aktienmarkt beobachten, z.B.
http://www.deraktionaer.de oder http://www.godmode-trader.de

Ja, den godmodetrader verfolge ich auch, es ist aber wohl so, dass der Aktienmarkt unvorhersehbarer denn je geworden ist und hinter dem Gedanken an ein Investment dort für mich der der Werterhaltung gegenüber dem Papiergeld stünde,und die Auswahl der Aktien entscheidend ist.
Und der Zeitpunkt.Darum dachte ich an das Papiergeld, wenn der Euro crasht hat man noch eine Weile Geld, das etwas wert wäre, und könnte gegebenefalls dann zu einem wahrscheinlich sehr guten Preis Aktien kaufen.
Falsch gedacht?

Ich würde mir einen Plan machen, was du kaufst, wenn sich z.B.
eine Euro-Katastrophe anbahnt.

Also jetzt, oder?Kommt es noch auf wenige Jahre an?
Wie gesagt, ich will nicht spekulieren, ich will ins Trockene bringen.

Aber dabei darf man nicht

vergessen, dass der Euro instabil werden könnte , Aktien
aber prinzipiell „instabil“ sind , weil sie ja täglich
im Kurs schwanken.

Das war die Frage, die hinter meiner Anfrage stand:
Ist nicht die absehbare totale Instabilität der großen Papierwährungen allemal und absolut größer, weil Totalausfall droht, z.B., als die Aktien von Wirtschaftsunternehmen, die weiter produzieren werden?
Schon jetzt wird, wenn bonds, zu Unternehmensanleihen eher geraten, als zu Staatsanleihen, und auch die nur max. mittelfristig, wegen des Eurorisikos.
SInd vor diesem Hintergrund nicht solide Aktien sehr viel „geerdeter“?
So sagt das auch Herr Otte.

Und die andere Frage war, abgesehen vom Brandrisiko, darf man hoffen, dass entsprechene Währungen tatsächlich einen gewissen Handlungs- und Wertrahmen bieten werden, wenn das geschieht, was seit Jahren immer nur wieder aufgeschoben wird?

Schönen Sonntag & Gruß,
Zahira

Hallo Zahira,

Schon klar, das war auch eher als Bild zu verstehen.Es böte
sich ja z.B. auch ein Schliessfach an.

Ok, aber dann kannst du auch gleich z.B. eine kanadische Staatsanleihe oder sowas kaufen. (Die Idee finde ich übrigens auch gar nicht so schlecht.) Das Schließfach ist bei der Bank. Das Depot ist bei der Bank. Im Zweifelsfall ist also beides gleich sicher bzw. unsicher.

Wer jetzt noch Gold kauf, wenn es schon die banker empfehlen,
ist aber so dermaßen im mainstream, dass das mir schon
unheimlich wäre.

Es geht nicht darum, mit Gold, dass man jetzt kauft, Gewinn zu machen. Wenn man erst jetzt kauft, wird das Gold zwangsläufig einen Wertverlust erbringen. (Jochen Stanzl von godmode trader sprach gestern auf dem Düsseldorfer Börsentag von einem Goldpreis von 600 Euro oder waren’s Dollar, der sich durch seine Fibonacci-Analyse ergeben hat).

Es geht darum, etwas Werthaltiges im Haus zu haben, um sich besagtes Flugticket nach Paraguay kaufen zu können, wenn es hart auf hart kommt.

Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass sich die Krügerränder
nach einem Brand auch nicht mehr ohne weiteres finden
liessen.

Wieso das denn? Man weiß ja ungefähr, wo man sie gelagert hat. An dieser Stelle müsste man dann eben den Brandschutt nach „Goldnuggets“ durchsuchen.

Den hatte ich seinerzeit durchgelesen,und seine
Streuungsvorschläge erschienen mir vernünftig.
Auch er riet zu einem gewissen Bargeldanteil in
Rohstofflandwährungen.

Ok, eine gewisse Summe macht wohl Sinn. Aber ich habe auch schon Empfehlungen von EUR 10.000 oder so in bar gelesen („Der Weg zur finanziellen Freiheit“), und das halte ich nicht für sinnvoll.

Und der Zeitpunkt.Darum dachte ich an das Papiergeld, wenn der
Euro crasht hat man noch eine Weile Geld, das etwas wert wäre,
und könnte gegebenefalls dann zu einem wahrscheinlich sehr
guten Preis Aktien kaufen.

Glaubst du denn, dass der Euro so bald schon crasht?

Falsch gedacht?

Ich weiß nicht. Das Problem an diesem Gedankengang ist, dass du dabei ja nicht weißt, wann es Zeit ist, in den Aktienmarkt einzusteigen oder ab wann du das Geld in deine „sichere Rohstoffwährung“ umwechseln musst.

Ganz abgesehen davon kann auch mal jemand bei der Bank dumme Fragen stellen, woher du plötzlich die 20.000 kanadischen Dollar hast, für die du jetzt Aktien kaufen willst … daher würde ich die Fremdwährungsreserven auf wenige hundert Euro beschränken.

Ich würde mir einen Plan machen, was du kaufst, wenn sich z.B.
eine Euro-Katastrophe anbahnt.

Also jetzt, oder?Kommt es noch auf wenige Jahre an?

Ja, den Plan würde ich jetzt machen. Und ausgeführt wird er, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, z.B. wenn die Inflationsrate über 5% steigt oder sowas.

Wie gesagt, ich will nicht spekulieren, ich will ins Trockene
bringen.

Sicherheit gibt es prinzipiell nicht, weder auf dem Aktienmarkt noch anderswo. Man kann auch (bei entsprechender Wohnlage) in seinem Wohnzimmer vom Auto überfahren werden, oder es fällt einem ein Flugzeugteil auf den Kopf …

Das war die Frage, die hinter meiner Anfrage stand:
Ist nicht die absehbare totale Instabilität der großen
Papierwährungen allemal und absolut größer, weil Totalausfall
droht, z.B., als die Aktien von Wirtschaftsunternehmen, die
weiter produzieren werden?

Ja, sehe ich im Prinzip auch so. Daher war mir auch nicht so ganz klar, warum du da irgendwelches Papiergeld unters Kopfkissen legen willst.

Schon jetzt wird, wenn bonds, zu Unternehmensanleihen eher
geraten, als zu Staatsanleihen, und auch die nur max.
mittelfristig, wegen des Eurorisikos.

Hast du mal über Fremdwährungsanleihen in australischen Dollars nachgedacht? Börse Online hat das diese Woche empfohlen, und ich werde mir die Sache zumindest mal ansehen.

Und die andere Frage war, abgesehen vom Brandrisiko, darf man
hoffen, dass entsprechene Währungen tatsächlich einen gewissen
Handlungs- und Wertrahmen bieten werden, wenn das geschieht,
was seit Jahren immer nur wieder aufgeschoben wird?

Eben. Von daher würde ich lieber Gold kaufen, auch wenn es (zu) teuer ist.

Ach, ich weiß es ja auch nicht. Wenn ich das wüsste, wie man einen Wertverfall vermeidet, wäre ich schlauer.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Wenn man erst jetzt kauft, wird das Gold zwangsläufig
einen Wertverlust erbringen. (Jochen Stanzl von godmode trader
sprach gestern auf dem Düsseldorfer Börsentag von einem
Goldpreis von 600 Euro oder waren’s Dollar, der sich durch
seine Fibonacci-Analyse ergeben hat).

Die Pontius-Analyse - die ich favorisiere - hat aber einen Goldpreis von 1597,43€ ergeben. :wink:

Gruß
Pontius

Hallo Petra!

Ok, aber dann kannst du auch gleich z.B. eine kanadische
Staatsanleihe oder sowas kaufen. (Die Idee finde ich übrigens
auch gar nicht so schlecht.)

Der Vorteil von Bargeld ist aber, dass man terminlich flexibel ist und dass man evtl Kurssteigerungen mitnehmen kann, na gut, das kann man bei Anleihen auch.
Momentan sehe ich da aber auch keine nennenswerten Renditen.

Es geht nicht darum, mit Gold, dass man jetzt kauft, Gewinn zu
machen. Wenn man erst jetzt kauft, wird das Gold zwangsläufig
einen Wertverlust erbringen. (Jochen Stanzl von godmode trader
sprach gestern auf dem Düsseldorfer Börsentag von einem
Goldpreis von 600 Euro oder waren’s Dollar, der sich durch
seine Fibonacci-Analyse ergeben hat).

Das sehen nicht wenige auch grundlegend anders.
Wo der Herr Stanzl die 600 hernimmt ausser aus seiner Analyse, an die man glauben kann oder auch nicht, weiss ich nicht.Die Realität spricht dagegen.

Soweit ich weiss geht Herr godmode auch von einem intakt bleibenden System aus?

Aber sei´s drum, ginge Gold noch einmal gravierend runter, was ja nicht unwahrscheinlich ist, dann ist das ein Kaufsignal, auf das ich auch gerne warte.Aber jetzt Gold kaufen,nee.

Es geht darum, etwas Werthaltiges im Haus zu haben, um sich
besagtes Flugticket nach Paraguay kaufen zu können, wenn es
hart auf hart kommt.

Gehen wir bei meiner Frage mal davon aus, dass das soweit schon längst abgesichert ist.
(An Südamerika mal eben mit dem Flugzeug glaube ich dann im Ernstfall wieder weniger, aber auch das steht ja jetzt nicht zur Debatte. Irgendein „Paraguay“ im Hinterkopf zu haben kann jedenfalls nicht schaden.Ob die uns dann aber alle haben wollen :smile:)

Im Moment geht es nur darum, auch das, was ich bald wieder auf dem Girokonto habe in seinem Wert weitgehend zu erhalten.

Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass sich die Krügerränder
nach einem Brand auch nicht mehr ohne weiteres finden
liessen.

Wieso das denn? Man weiß ja ungefähr, wo man sie gelagert hat.
An dieser Stelle müsste man dann eben den Brandschutt nach
„Goldnuggets“ durchsuchen.

Nicht die perfekte Idee, wirklich nicht.

Den hatte ich seinerzeit durchgelesen,und seine
Streuungsvorschläge erschienen mir vernünftig.
Auch er riet zu einem gewissen Bargeldanteil in
Rohstofflandwährungen.

Ok, eine gewisse Summe macht wohl Sinn. Aber ich habe auch
schon Empfehlungen von EUR 10.000 oder so in bar gelesen („Der
Weg zur finanziellen Freiheit“), und das halte ich nicht für
sinnvoll.

Es kommt immer auf den prozentualen Anteil am Gesamtvermögen an, nicht auf bestimmte Summen, meine ich.

Und der Zeitpunkt.Darum dachte ich an das Papiergeld, wenn der
Euro crasht hat man noch eine Weile Geld, das etwas wert wäre,
und könnte gegebenefalls dann zu einem wahrscheinlich sehr
guten Preis Aktien kaufen.

Glaubst du denn, dass der Euro so bald schon crasht?

Ja, dass er crasht, das halte ich für nicht wenig wahrscheinlich, wie bald, wer weiss das schon, aber es sollte mich wundern, wenn wir in 3 Jahren immer noch das selbe Leben führten, wie wir es jetzt tun.

Falsch gedacht?

Ich weiß nicht. Das Problem an diesem Gedankengang ist, dass
du dabei ja nicht weißt, wann es Zeit ist, in den Aktienmarkt
einzusteigen oder ab wann du das Geld in deine „sichere
Rohstoffwährung“ umwechseln musst.

Da verlasse ic mich stets auf mein feeling, wobei ich wirklich daran dachte erst mal eine relativ sichere Währung zu nehmen, und dann, wenn der Aktienmarkt, was ich für höchst wahrscheinlich halte, aus -nicht zuletzt psychologischen Gründen im Zuge einer Panik und großer Umwälzungen- enorm crasht, ein zum Kauf einladendes Tal zu nutzen.
Dieser Zeitpunkt ist noch nicht gegeben.
Auf dem Sprung sein sozusagen,
darum, es geht um einen „Zwischenparkplatz“.

Ganz abgesehen davon kann auch mal jemand bei der Bank dumme
Fragen stellen, woher du plötzlich die 20.000 kanadischen
Dollar hast, für die du jetzt Aktien kaufen willst … daher
würde ich die Fremdwährungsreserven auf wenige hundert Euro
beschränken.

Wenn sich deren Kauf lückenlos belegen lässt, und das Geld an jeder Stelle legale Wege gegangen ist, why not?

Ich würde mir einen Plan machen, was du kaufst, wenn sich z.B.
eine Euro-Katastrophe anbahnt.

Also jetzt, oder?Kommt es noch auf wenige Jahre an?

Ja, den Plan würde ich jetzt machen. Und ausgeführt wird er,
wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, z.B. wenn die
Inflationsrate über 5% steigt oder sowas.

Ja, genau, so in etwa jedenfalls.
Und bis dahin suche ich einen guten Parkplatz für Geld, das ich auch im Schlimmstfall entbehren könnte, weil das Existenzielle bereits abgesichert ist.

Wie gesagt, ich will nicht spekulieren, ich will ins Trockene
bringen.

Sicherheit gibt es prinzipiell nicht, weder auf dem
Aktienmarkt noch anderswo. Man kann auch (bei entsprechender
Wohnlage) in seinem Wohnzimmer vom Auto überfahren werden,
oder es fällt einem ein Flugzeugteil auf den Kopf …

Nee, das jetzt bitte nicht.
Natürlich gibt es keine Sicherheit.
Aber es gibt Entscheidungen, die am besten nach ausgiebiger vorhergegangener Information getroffen werden.
Wozu auch solche Gespräche wie dieses gehören, weil sie im Austausch helfen, sich über den eigenen Standpunkt klarer zu werden.

Das war die Frage, die hinter meiner Anfrage stand:
Ist nicht die absehbare totale Instabilität der großen
Papierwährungen allemal und absolut größer, weil Totalausfall
droht, z.B., als die Aktien von Wirtschaftsunternehmen, die
weiter produzieren werden?

Ja, sehe ich im Prinzip auch so. Daher war mir auch nicht so
ganz klar, warum du da irgendwelches Papiergeld unters
Kopfkissen legen willst.

Vorrübergehend.Der Zeitpunkt für den Aktienkauf ist noch nicht da für mich.
Die würde ich nur kaufen, um Geld durch eine Krise zu bringen, die fast alles andere vernichten könnte, nicht um ein wenig zu zocken.
Gemäß der bösen Regel „kaufen, wenn das Blut auf den Strassen klebt…“
Harte Zeiten erfordern realistische Ansätze, leider.

Schon jetzt wird, wenn bonds, zu Unternehmensanleihen eher
geraten, als zu Staatsanleihen, und auch die nur max.
mittelfristig, wegen des Eurorisikos.

Hast du mal über Fremdwährungsanleihen in australischen
Dollars nachgedacht? Börse Online hat das diese Woche
empfohlen, und ich werde mir die Sache zumindest mal ansehen.

Das werde ich auch.
Über die australische Wirtschaft habe ich so gar keine Informationen, sind da Rohstoffe im Land, wie könnte es dem AUD ergehen, wenn USD und Euro kollabieren etc.Wenn Du da interessante Informationen findest, magst Du sie vielleicht posten?

Und die andere Frage war, abgesehen vom Brandrisiko, darf man
hoffen, dass entsprechene Währungen tatsächlich einen gewissen
Handlungs- und Wertrahmen bieten werden, wenn das geschieht,
was seit Jahren immer nur wieder aufgeschoben wird?

Eben. Von daher würde ich lieber Gold kaufen, auch wenn es
(zu) teuer ist.

Siehe oben.Streuung ist mir wichtig.

Ach, ich weiß es ja auch nicht. Wenn ich das wüsste, wie man
einen Wertverfall vermeidet, wäre ich schlauer.

Wir können nur unser Intuition folgen und unserem Wissen in der Bewusstheit, dass insbesondere Wissenaus der Vergangenheit kommt und relativ bleibt in Umbruchphasen.
Und wir können uns stetig weiter informieren.

Schönen Gruß!
Zahira

PS:
Wenn Du schon zu Gold rätst, um flüssig zu sein im Falle des Falles, dann sollten wir auch Silbermünzen nicht vergessen, maple leafs z.B., denn ein Brot mit einem, wenn auch kleinen, Krügerrand zu zahlen…könnte schwer fallen :wink:.

Petra

Hallo,

Der Vorteil von Bargeld ist aber, dass man terminlich flexibel
ist

der Vorteil ist vor allem, daß Du bei Fälligkeit nicht jemanden finden mußt, der die Rückzahlung abwickelt. Im Krisenfall, von dessen Eintritt Du ja anscheinend ausgehst, jemanden zu finden, der Dir für Kupon und Bogen Geld in die Hand drückt, halte ich für nicht unbedingt problemlos.

Der Gedanke mit den rohstoffreichen Ländern ist nicht uninteressant, aber die Minen sind entweder im Eigentum von Unternehmen oder werden zumindest mit langlaufenden Konzessionen betrieben. Ob man unbedingt auf Verstaatlichung setzen sollte… Aber es ist schon richtig: Norwegen und Kanada sind relativ stabil. Ich habe Mitte 2008 eine norwegische Anleihe gekauft - sozusagen als Risikobeimischung.

Gruß
Christian

Hallo,

Der Vorteil von Bargeld ist aber, dass man terminlich flexibel
ist

der Vorteil ist vor allem, daß Du bei Fälligkeit nicht
jemanden finden mußt, der die Rückzahlung abwickelt. Im
Krisenfall, von dessen Eintritt Du ja anscheinend ausgehst,
jemanden zu finden, der Dir für Kupon und Bogen Geld in die
Hand drückt, halte ich für nicht unbedingt problemlos.

Ja, in die Richtung hatte ich gedacht.
Ist es darüberhinaus falsch gedacht, dass z.B. eine norwegische Krone aufwertet, wenn der Euro fällt?
Ich also mehr Euros zurückbekomme, wenn ich zurückwechseln will?
Hab ich das was übersehen?
Und wenn Euro völlig crasht, immer noch eine werthaltige Währung im Haus ist?

Der Gedanke mit den rohstoffreichen Ländern ist nicht
uninteressant, aber die Minen sind entweder im Eigentum von
Unternehmen oder werden zumindest mit langlaufenden
Konzessionen betrieben. Ob man unbedingt auf Verstaatlichung
setzen sollte… Aber es ist schon richtig: Norwegen und
Kanada sind relativ stabil. Ich habe Mitte 2008 eine
norwegische Anleihe gekauft - sozusagen als Risikobeimischung.

Im Moment nur leider uninteressante Rendite, da darf es dann auch gleich Bargeld sein, um die oben angedeuteten Vorteile zu haben.
Falsch?

Und danke für´s Verstehen der Frage…

Gruß, Zahira

Guten morgen,

Ist es darüberhinaus falsch gedacht, dass z.B. eine
norwegische Krone aufwertet, wenn der Euro fällt?

eine Frage des Blickwinkels. Wenn der Euro fällt, steigen alle anderen Währungen, auch wenn deren Wert konstant ist und nur der des Euro fällt.

Ich also mehr Euros zurückbekomme, wenn ich zurückwechseln
will?

Natürlich.

Konzessionen betrieben. Ob man unbedingt auf Verstaatlichung
setzen sollte… Aber es ist schon richtig: Norwegen und
Kanada sind relativ stabil. Ich habe Mitte 2008 eine
norwegische Anleihe gekauft - sozusagen als Risikobeimischung.

Im Moment nur leider uninteressante Rendite, da darf es dann
auch gleich Bargeld sein, um die oben angedeuteten Vorteile zu
haben.
Falsch?

Das ist eine Frage des Zeitpunkts des Erwerbs.

Gruß
Christian

Ist soweit klar jetzt.
Vielen Dank!
Zahira

Neuseeland/Australien
Darf ich wohl noch einmal unverbindlich fragen…

…was Du davon hältst, ob es das Haken gibt, und gravierend etwas gegen einen Kauf spräche:

http://www.fazfinance.net/Aktuell/Boe

Oder auch das:

https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/anleihen/facts…

Das sieht für mich unter den diskutierten Prämissen nicht schlecht aus.
Oder?

Besonders interessieren würde mich, wie es geregelt ist, wenn die KfW Bank, die das anscheinend emittiert im Zuge der kommenden Ereignisse mit crashen würde, hat man dann trotzdem seine Anleihe in der entspr. Währung und kann sie handeln?

Gruß,
Zahira

Guten abend,

http://www.fazfinance.net/Aktuell/Boerse-und-Anlage/…

Neuseeland habe ich nicht so auf dem Schirm, d.h. ich bin nicht so im Bilde, was die Verschuldung und den Haushalt angeht. Generell aber würde ich dann direkt neuseeländische Staatspapiere kaufen.

Bei Australien bin ich auch etwas unsicher. Die Minensteuer wird aber sicherlich einiges an Steuergeldern einbringen.

https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/anleihen/facts…

Seit dem vorgestrigen „all-in“ mit 750 Mrd. würde ich das Emittentenrisiko eines Euro-Landes erst recht nicht mehr nehmen.

Besonders interessieren würde mich, wie es geregelt ist, wenn
die KfW Bank, die das anscheinend emittiert im Zuge der
kommenden Ereignisse mit crashen würde, hat man dann trotzdem
seine Anleihe in der entspr. Währung und kann sie handeln?

Die KfW ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger ist der Bund, d.h. er haftet für die Verbindlichkeiten der KfW (vgl. § 1a KfWG). Also im Endeffekt Risiko BRD.

Gruß
Christian