Hallo Petra!
Ok, aber dann kannst du auch gleich z.B. eine kanadische
Staatsanleihe oder sowas kaufen. (Die Idee finde ich übrigens
auch gar nicht so schlecht.)
Der Vorteil von Bargeld ist aber, dass man terminlich flexibel ist und dass man evtl Kurssteigerungen mitnehmen kann, na gut, das kann man bei Anleihen auch.
Momentan sehe ich da aber auch keine nennenswerten Renditen.
Es geht nicht darum, mit Gold, dass man jetzt kauft, Gewinn zu
machen. Wenn man erst jetzt kauft, wird das Gold zwangsläufig
einen Wertverlust erbringen. (Jochen Stanzl von godmode trader
sprach gestern auf dem Düsseldorfer Börsentag von einem
Goldpreis von 600 Euro oder waren’s Dollar, der sich durch
seine Fibonacci-Analyse ergeben hat).
Das sehen nicht wenige auch grundlegend anders.
Wo der Herr Stanzl die 600 hernimmt ausser aus seiner Analyse, an die man glauben kann oder auch nicht, weiss ich nicht.Die Realität spricht dagegen.
Soweit ich weiss geht Herr godmode auch von einem intakt bleibenden System aus?
Aber sei´s drum, ginge Gold noch einmal gravierend runter, was ja nicht unwahrscheinlich ist, dann ist das ein Kaufsignal, auf das ich auch gerne warte.Aber jetzt Gold kaufen,nee.
Es geht darum, etwas Werthaltiges im Haus zu haben, um sich
besagtes Flugticket nach Paraguay kaufen zu können, wenn es
hart auf hart kommt.
Gehen wir bei meiner Frage mal davon aus, dass das soweit schon längst abgesichert ist.
(An Südamerika mal eben mit dem Flugzeug glaube ich dann im Ernstfall wieder weniger, aber auch das steht ja jetzt nicht zur Debatte. Irgendein „Paraguay“ im Hinterkopf zu haben kann jedenfalls nicht schaden.Ob die uns dann aber alle haben wollen
)
Im Moment geht es nur darum, auch das, was ich bald wieder auf dem Girokonto habe in seinem Wert weitgehend zu erhalten.
Ehrlich gesagt glaube ich aber, dass sich die Krügerränder
nach einem Brand auch nicht mehr ohne weiteres finden
liessen.
Wieso das denn? Man weiß ja ungefähr, wo man sie gelagert hat.
An dieser Stelle müsste man dann eben den Brandschutt nach
„Goldnuggets“ durchsuchen.
Nicht die perfekte Idee, wirklich nicht.
Den hatte ich seinerzeit durchgelesen,und seine
Streuungsvorschläge erschienen mir vernünftig.
Auch er riet zu einem gewissen Bargeldanteil in
Rohstofflandwährungen.
Ok, eine gewisse Summe macht wohl Sinn. Aber ich habe auch
schon Empfehlungen von EUR 10.000 oder so in bar gelesen („Der
Weg zur finanziellen Freiheit“), und das halte ich nicht für
sinnvoll.
Es kommt immer auf den prozentualen Anteil am Gesamtvermögen an, nicht auf bestimmte Summen, meine ich.
Und der Zeitpunkt.Darum dachte ich an das Papiergeld, wenn der
Euro crasht hat man noch eine Weile Geld, das etwas wert wäre,
und könnte gegebenefalls dann zu einem wahrscheinlich sehr
guten Preis Aktien kaufen.
Glaubst du denn, dass der Euro so bald schon crasht?
Ja, dass er crasht, das halte ich für nicht wenig wahrscheinlich, wie bald, wer weiss das schon, aber es sollte mich wundern, wenn wir in 3 Jahren immer noch das selbe Leben führten, wie wir es jetzt tun.
Falsch gedacht?
Ich weiß nicht. Das Problem an diesem Gedankengang ist, dass
du dabei ja nicht weißt, wann es Zeit ist, in den Aktienmarkt
einzusteigen oder ab wann du das Geld in deine „sichere
Rohstoffwährung“ umwechseln musst.
Da verlasse ic mich stets auf mein feeling, wobei ich wirklich daran dachte erst mal eine relativ sichere Währung zu nehmen, und dann, wenn der Aktienmarkt, was ich für höchst wahrscheinlich halte, aus -nicht zuletzt psychologischen Gründen im Zuge einer Panik und großer Umwälzungen- enorm crasht, ein zum Kauf einladendes Tal zu nutzen.
Dieser Zeitpunkt ist noch nicht gegeben.
Auf dem Sprung sein sozusagen,
darum, es geht um einen „Zwischenparkplatz“.
Ganz abgesehen davon kann auch mal jemand bei der Bank dumme
Fragen stellen, woher du plötzlich die 20.000 kanadischen
Dollar hast, für die du jetzt Aktien kaufen willst … daher
würde ich die Fremdwährungsreserven auf wenige hundert Euro
beschränken.
Wenn sich deren Kauf lückenlos belegen lässt, und das Geld an jeder Stelle legale Wege gegangen ist, why not?
Ich würde mir einen Plan machen, was du kaufst, wenn sich z.B.
eine Euro-Katastrophe anbahnt.
Also jetzt, oder?Kommt es noch auf wenige Jahre an?
Ja, den Plan würde ich jetzt machen. Und ausgeführt wird er,
wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, z.B. wenn die
Inflationsrate über 5% steigt oder sowas.
Ja, genau, so in etwa jedenfalls.
Und bis dahin suche ich einen guten Parkplatz für Geld, das ich auch im Schlimmstfall entbehren könnte, weil das Existenzielle bereits abgesichert ist.
Wie gesagt, ich will nicht spekulieren, ich will ins Trockene
bringen.
Sicherheit gibt es prinzipiell nicht, weder auf dem
Aktienmarkt noch anderswo. Man kann auch (bei entsprechender
Wohnlage) in seinem Wohnzimmer vom Auto überfahren werden,
oder es fällt einem ein Flugzeugteil auf den Kopf …
Nee, das jetzt bitte nicht.
Natürlich gibt es keine Sicherheit.
Aber es gibt Entscheidungen, die am besten nach ausgiebiger vorhergegangener Information getroffen werden.
Wozu auch solche Gespräche wie dieses gehören, weil sie im Austausch helfen, sich über den eigenen Standpunkt klarer zu werden.
Das war die Frage, die hinter meiner Anfrage stand:
Ist nicht die absehbare totale Instabilität der großen
Papierwährungen allemal und absolut größer, weil Totalausfall
droht, z.B., als die Aktien von Wirtschaftsunternehmen, die
weiter produzieren werden?
Ja, sehe ich im Prinzip auch so. Daher war mir auch nicht so
ganz klar, warum du da irgendwelches Papiergeld unters
Kopfkissen legen willst.
Vorrübergehend.Der Zeitpunkt für den Aktienkauf ist noch nicht da für mich.
Die würde ich nur kaufen, um Geld durch eine Krise zu bringen, die fast alles andere vernichten könnte, nicht um ein wenig zu zocken.
Gemäß der bösen Regel „kaufen, wenn das Blut auf den Strassen klebt…“
Harte Zeiten erfordern realistische Ansätze, leider.
Schon jetzt wird, wenn bonds, zu Unternehmensanleihen eher
geraten, als zu Staatsanleihen, und auch die nur max.
mittelfristig, wegen des Eurorisikos.
Hast du mal über Fremdwährungsanleihen in australischen
Dollars nachgedacht? Börse Online hat das diese Woche
empfohlen, und ich werde mir die Sache zumindest mal ansehen.
Das werde ich auch.
Über die australische Wirtschaft habe ich so gar keine Informationen, sind da Rohstoffe im Land, wie könnte es dem AUD ergehen, wenn USD und Euro kollabieren etc.Wenn Du da interessante Informationen findest, magst Du sie vielleicht posten?
Und die andere Frage war, abgesehen vom Brandrisiko, darf man
hoffen, dass entsprechene Währungen tatsächlich einen gewissen
Handlungs- und Wertrahmen bieten werden, wenn das geschieht,
was seit Jahren immer nur wieder aufgeschoben wird?
Eben. Von daher würde ich lieber Gold kaufen, auch wenn es
(zu) teuer ist.
Siehe oben.Streuung ist mir wichtig.
Ach, ich weiß es ja auch nicht. Wenn ich das wüsste, wie man
einen Wertverfall vermeidet, wäre ich schlauer.
Wir können nur unser Intuition folgen und unserem Wissen in der Bewusstheit, dass insbesondere Wissenaus der Vergangenheit kommt und relativ bleibt in Umbruchphasen.
Und wir können uns stetig weiter informieren.
Schönen Gruß!
Zahira
PS:
Wenn Du schon zu Gold rätst, um flüssig zu sein im Falle des Falles, dann sollten wir auch Silbermünzen nicht vergessen, maple leafs z.B., denn ein Brot mit einem, wenn auch kleinen, Krügerrand zu zahlen…könnte schwer fallen
.
Petra