Hallo,
Herr D. kann sich ein etwas
höheres Risiko leisten, soll heißen am Ende sollten zumindest
die 7 TEUR wieder rauskommen, also kein Verlust entstehen.
Mir scheint, es könnte Herrn D. nicht schaden, mal ein Buch über „Money Management“ zu lesen, z.B. das von Börse Online. Diese geäußerten Forderungen passen nämlich nicht wirklich zusammen.
Das Problem an einer Fonds- oder Aktienanlage ist weniger, dass es ein Kursrisiko gibt, und mehr, dass man nicht so genau weiß, wie groß das Risiko ist. Man hat zu Beginn meist nur eine vage Vorstellung, in etwa „meine Aktien könnten fallen, mein Geld ist in Gefahr“.
Nun kann man einiges tun, um dem Risiko wenigstens einen genauen Zahlenwert zu geben. Man kann schauen, ob die Aktie, für die man sich entschieden hat, zu Gaps (Kurslücken) neigt. Man kann schauen, wie das Handelsvolumen ist, d.h. ob man sie auch zu dem Kurs verkaufen kann, zu dem man sie verkaufen möchte. Und dann kann man natürlich einen Stop-Loss-Kurs setzen.
Nehmen wir einmal an, es ist eine „brave“ Aktie, die normalerweise keine Kurslücken hat und sich handeln lässt. Die kauft Mr. X für EUR 100,- weil er hofft, dass sie auf EUR 150 steigen wird. Mr. X schaut sich den Chart an und sieht eine starke Unterstützung z.B. bei EUR 92. Er beschließt, bei EUR 90 einen Stop-Loss zu setzen.
Er muss sich bei dieser Aktie also nicht mehr sagen, „hilfe, wenn sie fällt verliere ich Geld“, sondern kann sagen, „mit dieser Aktie verliere ich EUR 10,- wenn es schief geht und gewinne EUR 50,- wenn es gut geht“. Chance und Risiko sind quantifiziert, also in Zahlen ausgedrückt.
Ist der Anlagezeitraum für einen Aktienfond zu kurz? Welche
Alternative könntet ihr dem Herrn raten?
Nein, der Zeitraum ist wohl schon ok. Aber nicht einfach irgendwas kaufen und dann vergessen, sondern einen Stop-Loss setzen und immer mal wieder schauen, was der Fonds so macht.
Alternativen, na ja, für ein Engagement in Einzelaktien ist der Betrag ein bisschen niedrig, also ist ein Fonds schon nicht das Schlechteste für Mr. X.
Schöne Grüße
Petra