Anlageberatung bei Verbraucherzentrale?

Hallo,
ich brauche Hilfe in Sachen Geldanlage. Wichtig ist mir dabei eine unabhängige Beratung. Dies bieten z.B. die Verbraucherzentralen an.
Hat hier jemand Erfahrungen? Lohnt sich das? Oder kann man genauso gut ein Buch lesen?
Danke,
tommyboy

Hallo,
ich brauche Hilfe in Sachen Geldanlage. Wichtig ist mir dabei
eine unabhängige Beratung. Dies bieten z.B. die
Verbraucherzentralen an.
Hat hier jemand Erfahrungen?

Lohnt sich das?

Nein, nur Allgemeinplätze!

Oder kann man

genauso gut ein Buch lesen?

Ein gutes ist i.d.R. sinnvoller und billiger!

Danke,
tommyboy

Bitte cooler

Ich denke ob eine Beratung gut oder schlecht ist, kommt immer auf den Berater an.

Ob bei den Verbraucherzentralen die kompetentesten sitzen muss jeder selbst beurteilen.

Gruss Ivo

Guten Tag tommyboy,
es ist schon so, dass nicht jeder Berater der Verbraucherzentrale
das Rad erfunden hätte. Aber: Keiner der Berater ist daran interessiert, dem Ratsuchenden nur deswegen den größten Mist anzudienen, weil er dafür statt üblicher 20 zum Beispiel 32 PromilleAbschlussprovision einfährt. Das ist weit mehr, als die übliche
Beratungspraxis erwarten lässt.
Er fährt nämlich überhaupt keine Provision ein und wird nach einem
Pauschalsatz bezahlt. Außerdem darf er keine Verträge vermitteln.
Er hört sich das Dilemma des Ratsuchenden an, versucht, den ganzen
Quark irgendwie systematisch zu ordnen und rät ihm zu einem Vorgehen,
von dem er meint, dass es der Ratsuchende intelektuell auf die Reihe
bekommt und es mit Blick auf die zumeist verworrene Vorsorgesituation den besten Erfolg f ü r d e n R a t s u c h e n d e n zeitigt.

Ob jemand mit einem Buch besser fährt, lässt sich pauschal nicht sagen. Denn wer nicht lesen kann, dh. wer keine Ausdauer hat, um sich
komplexe Zusammenhänge durch Text zu erschliessen oder wer trotz
Kenntnis des Alphabets einfach nicht versteht, was der Text beinhaltet, der ist in einem Gespräch eindeutig besser aufgehoben.
Immer vorausgesetzt, sein Gegenüber will ihn nicht über den Löffel
balbieren. Und damit sind wir wieder am Ausgangspunkt.
Gehe ich, wenn ich keine Ahnung habe, zu jemandem der mir ein
Produkt verkaufen will, oder gehe ich zu jemandem, der mir sagt, was
ich sinnvollerweise machen kann, ohne dass er zwecks Überlebens
ein Interesse daran haben muss, mir gleichzeitig ein Produkt zu verkaufen ?

Gruß
Günther

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Hat hier jemand Erfahrungen? Lohnt sich das? Oder kann man
genauso gut ein Buch lesen?

Hallo Tommyboy,

warum „oder“? Wie wärs, wenn Du erst ein Buch (oder mehrere) liest und Dich dann beraten lässt?
Bücher beantworten keine Fragen.
Und bitte bedenke:
Nicht jeder der ein Buch schreibt, ist wirklich ein Fachmann und/oder versucht nicht eigene Ideologien bzw. Interessen zu begünstigen… .

Viel Erfolg wünscht der Money-Schorsch

Ob man bei der Verbraucherberatung gut zum komplexen Thema Finanzen beraten wird, hängt, wie auch schon andere erwähnten, vom Berater ab. Aber ich denke, dass dort auch Menschen sitzen, die u.U. mehr Kompetenz haben als so mancher scheinbarer Berater, die „draußen rumlaufen“, von denen es heute leider noch zu viele gibt. Aber mir zeigt diese Frage ganz eindeutig, dass die Verbraucher nach neutralen Informationen suchen und eben wissen oder zumindest intuitiv spüren, dass nicht alle Berater unabhängig und damit neutral agieren können. Also ich würde mir diese Erfahrung als Verbraucher nicht entgehen lassen, denn zum Berater „draußen“ kann ich doch danach auch dann gehen mit einigen Vorinformationen. Bund der Sparer gibt bestimmt auch Auskunft!!! web: www.bds-deutschland.de

Viel Erfolg!
Fabiola

Hallo,

ich brauche Hilfe in Sachen Geldanlage. Wichtig ist mir dabei
eine unabhängige Beratung. Dies bieten z.B. die
Verbraucherzentralen an.
Hat hier jemand Erfahrungen? Lohnt sich das? Oder kann man
genauso gut ein Buch lesen?

Der gesunde Mix sollte zum Erfolg führen. Man darf sich sicherlich nicht nur auf eine Quelle „verlassen“. Problematisch ist jedoch, dass man am Anfang kaum Wissen hat, um die Quellen zu „überprüfen“. Daher erscheint es in der Tat sinnvoll, zunächst auf jene Informationen zurückzugreifen, die valide sind. Hierzu gehört im Rahmen der Verbraucherberatung m.E. auf jeden Fall die Zeitschrift „Finanz-Test“. Hermann Josef Tenhagen steht zweifelsohne für Qualität.

Darüber hinaus würde ich ebenfalls zum Selbststudium raten. Die Vermögensanlage kann man aber „nicht mal eben quick“ selber abwickeln. HIer spielt jahrelange Erfahrung eine gewichtige Rolle.
Daher sollte man sein Geld vielleicht erst einmal auf flexiblen Festgeldkonten parken, ehe man in medias res geht. In der Zwischenzeit kann man sich dann einlesen (zumindest soweit, um einigermaßen nachvollziehen und damit kontrollieren zu können). Es wäre fatal, alles auf externe Berater zu schieben.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, bloss nicht blind etwaigen Börsenblättchen zu folgen. Das Aufsuchen einschlägiger Internetforen zum Thema „Kapitalanlage“ kann v.a. zu Beginn sicherlich auch sehr hilreich sein.

VG
Sebastian

Bund der Sparer gibt bestimmt auch
Auskunft!!! web: www.bds-deutschland.de

Hallo,

also ich finde es ja grundsätzlich sehr lobenswert, wenn kompetente Menschen sich und ihr Wissen uneigennützig der Allgemeinheit zu deren Wohle zur Verfügung stellen.
Was mich immer etwas zweifeln lässt, ist ein absoluter Anspruch. Wenn also jemand sagt: Das ist gut. Und das Andere ist schlecht. So ist die Welt, die Wahrheit ist schwarz/weiss!
Also meine Welt ist zum Glück meistens bunt, aber zumindest gibt es viele Grauwerte… .

Deswegen tue ich mir ein bisschen schwer mit so absoluten Aussagen wie diese von der Homepage des BdS:

>"Das bedeutet im Kern für die private Altersvorsorge:
>
>„1. Keine Kapital-Lebensversicherungen
>
>2. Keine privaten Rentenversicherungen*
>
>3. Keine Bausparverträge
>
>4. Keine geschlossenen Immobilienfonds
>
>5. Keine Beteiligungen, insbesondere keine A-typischen Beteiligungen
>
>* Nicht zu verwechseln mit Fondsgebundenen Rentenversicherungen, die >wir ausdrücklich empfehlen
>
>
>Dazu noch einige wesentliche Erklärungen:
>1. Beteiligungen und geschlossene Immobilienfonds erkennen Sie >daran, dass Sie Gesellschafter werden müssen!
>2. Die vom Bund der Sparer e.V. empfohlenen Anlagen haben alle eine >WPKN-Nummer und sind bei der BAFIN registriert!
>3. Die Rendite-Träger, also der Teil der Anlage, der die Rendite >erwirtschaftet, sind immer internationale, konservative
>Aktienfonds.“

Nun bin ich selbst eher ein Fan von Aktienfonds und sicher kein großer Freund von KLV, Bausparen und steuermotivierten Unsinnsanlagen. Aber generell zu sagen, dass dieses oder jenes gar keinen Sinn macht, scheint mir doch die nötige Wahlfreiheit der Mittel zu unrecht einzuschränken…

Nur so angemerkt. Der money-Schorsch

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BdS ist nicht anderes als ein von einem Privatmann gegründeten Verein, der ein bisschen ethisch daherschwätzt! Die Vertriebe und Makler, die er empfiehlt haben natürlich die non plus ultra - Produkte und sind völlig persil-rein und in seiner Empfehlung sind plötzlich auch Fonds-Renten- und Fonds-Lebensversicherungen vorhanden, aber diese sind natürlich über alle KOSTEN und Zweifel erhaben!
Nachtigall ick hör dir trapsen!

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Ich unterstütze dieses Statement ausdrücklich und empfehle, gegenüber dem Bund der Sparer besondere Vorsicht walten zu lassen!

Gruss Roland

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vielen Dank für die vielen Hinweise.
Gibt es andere „Institutionen“, die wirklich unabhängig beraten?
Danke,
tommyboy