Eine Freundin von mir sucht für ihren 4 Monate alten Sohn Anlage- bzw. Sparmöglichkeiten bei der Bank bzw. Versicherung. Wer kann Information darüber geben? Welche sind empfehlenswert?
Danke im voraus!
Verlustmöglichkeiten für junge Eltern
Eine Freundin von mir sucht für ihren 4 Monate alten Sohn
Anlage- bzw. Sparmöglichkeiten bei der Bank bzw. Versicherung.
Wer kann Information darüber geben? Welche sind
empfehlenswert?
Tjoa, da fehlen ein paar Informationen:
Wie soll die Anlagedauer sein? Soll/Muß das Geld zwischendurch verfügbar sein?
Sollen Versicherungsleistungen enthalten sein?
Wie risikofreudig ist das Baby?
Soll nach Fälligkeit ein Auszahlplan folgen oder alles auf einen Schlag dem konsumfreudigen Studenten zukommen?
Da ist also einiges offen.
Allgemein: Die stolzen Eltern haben gute Chancen, von dem freundlichen Bankmann ein ganz tolles [1] Produkt aufgeschwatzt zu bekommen. Die Sorge der Eltern um die Zukunft des Kindes wird gnadenlos ausgenutzt. Im Zweifel erreichen die Bedingungen für derartige, ganz genau auf die Bedürfnisse gerade junger Eltern angepaßter (bitte hierbei an den Tonfall von Bundesschröder denken) Produkte inzwischen den Umfang des örtlichen Telephonbuches.
[1] Toll für die Bank.
Gerade heute morgen habe ich ein Produkt der örtlichen Sparkasse bewundert und vorhin mal ein bßichen durchkalkuliert. Bei einer Zahlung von zunächst 25 später 30 Euro monatlich, erhält das irgendwann potentiell invalide Kind eine Auszahlung von T€ 112,5 (einmalig). Ohne mit Einzelheiten langweilen zu wollen, kann man grob überschlagend sagen, daß die Zinsverluste, die sich für den Anleger aus dem Produkt ergeben (gegenüber einer vernünftigen Geldanlage gerechnet), locker ausreichen dürften, um ein ähnliches und vollwertiges Versicherungsprodukt zu erwerben. Gleichzeitig könnte man das gesparte Geld dann vernünftig ™ anlegen.
Fazit: Schick Deine Freundin zur Hausbank und verbiete ihr unter Androhung von Schlägen in dem Gespräch mit dem Banker ihres Vertrauens die Worte „Baby“, „Kind“, „Zukunft“, „Ausbildung“ oder „Absicherung“ zu verwenden.
Sie soll sich nach einer langfristigen Anlage erkundigen, die ihrem Risikoprofil usw. entspricht (siehe Fragenkatalog oben). Anschließend stellst Du das Produkt hier vor und ich erkläre Dir anschließend wahrscheinlich, warum es weniger taugt, als eine Anlage in Schatzbriefe oder Bundesanleihen.
Gruß
Christian
Leider nur all zu war…
auch bei uns im Süden hab ich so was von Sparkasse und Sparda vor Ort schon erlebt.
Friedrichshafen ist mit 60.000 Einwohnern und x Banken (VB, KSK, Dreba, Deutsche, Commerzbank, HVB, Sparda, Südwestbank, SEB, LBBW, Postbank, ich glaub ich hab noch welche vergessen) eh ein Platz wo von manchen Mitbewerbern vor fast nichts zurückgeschreckt wird in Sachen Renditeversprechungen.
Daher muss für dein Posting einfach ein ein Sternchen her.
Gruß ivo
Eine +70 Jahre alte Geschichte
Hallo Finanzexperten und -Ratsuchende,
meine Großeltern, die nicht ganz mittellos waren, erzählten mir oft, daß sie ihrem einzigen Kind - meiner Mutter - ein finanziell sorgenfreies Leben sichern wollten. Also nach der Geburt meiner Mutter wurde eine „sichere“ Geldanlage gefunden und monatlich wurden erhebliche Raten darauf eingezahlt. Das Sparziel war, ein „Eckhaus“ zu kaufen. Zu dieser Zeit waren Einkünfte aus Mietshäusern eine solide Lebensgrundlage. Ein Eckhaus war ganz besonders ertragreich.
Zum Fälligkeitsdatum - etwa zum 21sten Geburtstag meiner Mutter -war eine ungeheuere Summe zusammengekommen und die Gesellschaft war bereit zur Auszahlung.
Meine Familie verzichtete auf das Geld, ein Straßenbahnfahrschein kostete damals mehrere Millionen und das Abholen rentierte sich nicht.
Natürlich hat heute niemand Angst vor einer solchen Inflation, für mich bleibt die Geschichte aber immer im Hintergrund, wenn ich von langfristigen „sicheren“ Geldanlagen höre oder selbst etwas in der Richtung unternehme. Der Teufel ist halt ein Eichhörnchen…
Grüße, Rudolf