Anlaufstrom stark begrenzen? (DSA-M)

Ein Drehstromasynchronmotor soll betrieben werden. Nennleistung 5 kW. Die Leitung (Freileitung, Alleinlage) läßt max. 7 kW zu (laut EVU).

Könnte ja gehen, wenn da nicht der hohe Anlaufstrom wäre! Was kann ich tun, um den stark zu vermindern (eben max. 7 kW)?

Erste Überlegung: Es lassen sich doch Widerstände vorschalten, die nach dem Einschalten überbrückt werden. Ein sehr hoher Widerstand müßte doch den Anlaufstrom drastisch senken, auch wenn der Motor ewig nicht auf Touren kommt. Geht das? Gibt es Grenzen (Preis, Machbarkeit)?

Zweite Überlegung: Wenn der Motor (ohne Last) von außen auf Touren gebracht wird, bevor ich ihn anschalte, zieht er dann noch einen hohen Anlaufstrom? Also durch „Ankurbeln“ o. ä.

Das Grundstück wird über eine Freileitung (1300 m, 400V) versorgt. Kann es in dem Zusammenhang bei hoher angeschlossener Leistung zu einem (nachteiligen) Spannungsabfall kommen?

(Der Motor soll in Dreieckschaltung laufen. Starten mit Stern, ist schon klar. Aber das allein wird den Anlaufstrom nicht genügend senken.)

Hallo Fragewurm,

Erste Überlegung: Es lassen sich doch Widerstände vorschalten,
die nach dem Einschalten überbrückt werden. Ein sehr hoher
Widerstand müßte doch den Anlaufstrom drastisch senken, auch
wenn der Motor ewig nicht auf Touren kommt. Geht das? Gibt es
Grenzen (Preis, Machbarkeit)?

Hat man früher tatsächlich auch so gemacht, Stichwort Anlasswiderstand.
Damals verwendete man sogar verstellbare Widerstände.

Also zuerst Widerstand auf maximalen Wert stellen, dann Motor einschalte und mit Blick auf Amperemeter den Widerstand Richtung 0-Ohm drehen.
Es war damals ein beliebter Fehler, entweder zu vergessen den Widerstand vor dem Einschalten in die richtige Stellung zu bringen, dann war ein Wechsel der Sicherungen angesagt, oder der Widerstand wurde nicht rausgenommen, was dann mindestens zu Geruchsbelästigungen führte :wink:

Heute geht das auch Elektronisch.
Es gibt extra Anlassschalter.
Alternativ kann man auch eine Frequenzumrichter verwenden. Diese haben normalerweise die Möglichkeit den Motor mit einer Rampe hochzufahren. Die Stern/Dreickumschaltung fällt dann weg.
Zudem kannst du dann auch noch die Drehzahl stufenlos verstellen.

MfG Peter(TOO)

Ein Drehstromasynchronmotor soll betrieben werden.
Nennleistung 5 kW. Die Leitung (Freileitung, Alleinlage) läßt
max. 7 kW zu (laut EVU).

Gegenfrage: Hast du den Anlaufstrom mal gemessen? Auch im Stern?
Vielleicht geht das ja gerade noch, wenn der Anlauf nur ein paar Sekunden geht.

Die Widerstände müssten ja schon ganz schön groß sein. Sie begrenzen das Anlaufmoment so stark, dass der Motor u.U. nur bei absoluter Leerlast anlaufen kann.

Normalerweise wäre ja der (sehr kurze) Anlaufstrom kein Problem, bei einem starken Netz.

Aber wie ist es hier (Einzelversorgung durch schwache, lange Freileitung)? Kann denen im Trafohaus in dem Augenblick was zusammenbrechen? Der Spannungsabfall wird ja immer angeführt. Kann der im Netz zu Störungen führen? Oder macht der mir in dem Augenblick Probleme? Irgendwie ist ja die lange Leitung auch als „Anlaßwiderstand“ zu betrachten, stimmts? Nur daß ich den danach nicht abwerfen kann…

Grüß Dich Peter(TOO)

Heute geht das auch Elektronisch.
Es gibt extra Anlassschalter.
Alternativ kann man auch eine Frequenzumrichter verwenden.
Diese haben normalerweise die Möglichkeit den Motor mit einer
Rampe hochzufahren. Die Stern/Dreickumschaltung fällt dann
weg.
Zudem kannst du dann auch noch die Drehzahl stufenlos
verstellen.

MfG Peter(TOO)

Du meinst doch Sicherlich sogenannte „Elektronische Sanftanlaufgeräte“ oder?
Diese arbeiten mit Antiparllel geschalteten Thyristoren und werden für die Stufenlose Anlaufsteuerung von Asynchronmotoren verwendet. Allerdings arbeiten diese ohne veränderte Frequenz.
Aber ob man den Anlaufstrom auch durch einen Frequenzumrichter herabsetzen kann, davon habe bisher nicht gehört/gelesen.
Falls ich mich irren sollte bitte ich um Rückmeldung. Schließlich möchte ich dazulernen.

MfG, Lurgas

Hallo Lurgas,

Du meinst doch Sicherlich sogenannte „Elektronische
Sanftanlaufgeräte“ oder?
Diese arbeiten mit Antiparllel geschalteten Thyristoren und
werden für die Stufenlose Anlaufsteuerung von Asynchronmotoren
verwendet. Allerdings arbeiten diese ohne veränderte Frequenz.

Das ist die eine Variante.
Da werden heute aber auch IGTB anstelle der Thyristoren eingesetzt.

Aber ob man den Anlaufstrom auch durch einen Frequenzumrichter
herabsetzen kann, davon habe bisher nicht gehört/gelesen.
Falls ich mich irren sollte bitte ich um Rückmeldung.

Das ergibt sich dabei als Nebeneffekt.

MfG Peter(TOO)

Danke für die Rückmeldung.
Das mit den IGBT´s ist mir neu, aber äusserst interessant! Werde mich da mal ein wenig durchbeißen.
Und was den Frequenzumrichter angeht, da werde ich mich nochmal mit auseinander setzen.

MfG, Lurgas

Hallihallo

Ein Drehstromasynchronmotor soll betrieben werden.
Nennleistung 5 kW. Die Leitung (Freileitung, Alleinlage) läßt
max. 7 kW zu (laut EVU).

Könnte ja gehen, wenn da nicht der hohe Anlaufstrom wäre!

Das geht grundsätzlich schon. Laut EVU 7kW. Dein Motor = 5kW. 5kW