Anleitng S/W-Entwicklung

Hi,
kennt jmd. von euch eine gute Anleitung (online wenn möglich) für die Schwarz-Weiß-Entwickelung von Fotos?
Die Negative haben wir entwickeln lassen, die Vergrößerngen machen wir allerdings selbst. Die Geräte sind top, Papier und Chemikalien neu. Trotzdem werden die Fotos nicht so wie erwartet. Meistens sind sie nicht kontrastreich genug, als ob ein Grauschleier davor wäre. Auf manchen Fotos sind auch merkwürdige Schlieren, obwohl die Negative sauber sind.
Also wird das wohl ehr an den Fähigkeiten der Entwickelnden liegen :>
Daum suche ich nach einer Anleitung, anhand der man mal vorgehen kann um zu sehen, was man falsch macht.

Gruß
Stanly

Hi

Die Negative haben wir entwickeln lassen, die Vergrößerngen
machen wir allerdings selbst.

ok

Die Geräte sind top, Papier und Chemikalien neu. Trotzdem werden die
Fotos nicht so wie erwartet.

ist die Chemie Korrekt angesetzt? Hat die jeweilige Chemie die richtige Temperatur? Wird sauber gearbeitet, das heisst keine Verschmutzung möglich, Schalen IMMER für die selbe Chemie verwenden.

Meistens sind sie nicht kontrastreich genug, als ob
ein Grauschleier davor wäre.

wird die Chemie wie vorgeschrieben bewegt beim Vorgang? Was für Papier? Multigrade?

Auf manchen Fotos sind auch
merkwürdige Schlieren, obwohl die Negative sauber sind.

Bewegung des Bades, verschmutzte Chemie, falsche Temperatur… oder alles zusammen…

Also wird das wohl ehr an den Fähigkeiten der Entwickelnden
liegen :>
)

Daum suche ich nach einer Anleitung, anhand der man mal
vorgehen kann um zu sehen, was man falsch macht.

Ansatz der Chemie in sauberen neuen Behältern, immer Ein Ansatzgefäss (Messbecher) NUR für Entwickler oder NUR für Fix oder NUR für Stabibad benutzen, immer dieselben Flaschen für jedes Bad benutzen. Temperaturen beim Ansatz und beim Entwickeln beachten. immer dieselben Schalen für die Vorgänge benutzen. zwischen jedem Bad wässern um Chemieverschleppung zu vermindern. Laborbeleuchtung?

Sollte klappen…

Hat die jeweilige Chemie die
richtige Temperatur?
wird die Chemie wie vorgeschrieben bewegt beim Vorgang? Was
für Papier? Multigrade?

Genau da liegt vielleicht das Problem. Ich weiß nicht welche Temperaturen die Chemie haben muss und wie man die Chemie korrekt bewegt. Auch was ich bei verschiedenen Gradationen zu beachten habe etc.
Das alles rein gehalten wird und man die Flaschen, Schalen etc. nicht tauschen soll ist soweit klar, nur bei den anderen Sachen (s.o.) hapert es dann. Daher wäre eine Anleitung toll, wo sowas beschrieben wird.
Aber falls es sowas im Netz nicht zu finden gibt, werde ich wohl die Tage mal in die Bücherei gehen…

Danke für deine Tipps!

Gruß
Stanly

Hi

nun, wenn das Papier im Entwickler schwimmt, muss die Chemie (besonders wenn du mehrere Blatt im bad hast) in Bewegung bleiben.
Ich hab früher immer wechselnd rechte Seite angehoben, abgesetzt, front angehoben, ab gesetzt. das bringt be regelmässig alle 20 Sekunden turnusmässiger wiederholung die chemie ins kreisen.
Temperaturen sollten im Beipackzettel stehen, hab ich nicht mehr im Kopf. Um diese präzise zu erreichen, wasserbad auf temperatur bringen und die Flaschen mit dem Ansatz reinstellen.

Das wär vielleicht ein Buch für dich
http://www.fotokoch.de/buch/23525.shtml

oder/und
http://www.fotokoch.de/buch/23635.shtml
http://www.fotokoch.de/buch/23632.shtml

Gruss, Helge

Hi

nun, wenn das Papier im Entwickler schwimmt, muss die Chemie
(besonders wenn du mehrere Blatt im bad hast) in Bewegung
bleiben.
Ich hab früher immer wechselnd rechte Seite angehoben,
abgesetzt, front angehoben, ab gesetzt. das bringt be
regelmässig alle 20 Sekunden turnusmässiger wiederholung die
chemie ins kreisen.

Bis auf ein Papier, und das ist schon etliche Jahre alt, kann ich die Bilder garnicht 20 Sekunden lang im Entwickler lassen. Das dauert nur sehr kurz und dann wird das Bild ganz schnell dunkel, sodass ich es zügig ins Stoppbad packen muss. Es macht da komischerweise keinen großen Unterschied, ob ich das Papier vorher 5 Sekunden oder 15 Sekunden belichte. Wie gesagt, nur bei einem alten Papier klappte das gut. Ich werd mal die Tage nachsehen was das für eins war.

Danke für die Buchtipps!

Stanly

Nach Deiner Beschreibung tippe ich eher auf eine unzureichende, bzw. zu helle Dunkelkammerbeleuchtung.
Sicher ist rotes Licht, oder dunkelgrüngelb. Von Ilford gibt es eine orangene Laborleuchte, die Multigrade-geeignet ist und sehr hell ist.
5 Sekunden Belichtungszeit können schon viel zu lange sein.
Mach mal Belichtungsproben:

Blatt zu 75% abdecken, 2 Sek. belichten, Blatt zu 50% abdecken, nochmals 2 Sek., Blatt zu 25% abdecken, 1 Sek, Blatt ganz nochmals 1 Sek. Du hast dann eine Belichtungsserie von 1, 2, 4 und 6 Sekunden.
So ermittelt man die grobe Belichtungszeit.

Zur Temperatur: ca. 20°C ist normalerweise ideal.
Bewegung: Entwickler ständig, z.B. durch Schaukeln der Schale, die Entw.-ZTeit sollte mindestens 1 Minute bei PE-Papieren sein, sonst gibts die Schleierbildung!
Fixierbad, mindestens 3-5 Minuten, zwischendurch alle 30 sek. bewegen.

Wenn Du Fragen dazu hast, melde Dich! ([email protected])

Hi

Bis auf ein Papier, und das ist schon etliche Jahre alt, kann
ich die Bilder garnicht 20 Sekunden lang im Entwickler lassen.
Das dauert nur sehr kurz und dann wird das Bild ganz schnell
dunkel, sodass ich es zügig ins Stoppbad packen muss. Es macht
da komischerweise keinen großen Unterschied, ob ich das Papier
vorher 5 Sekunden oder 15 Sekunden belichte.

dann mach die Blende zu beim belichten. Graufilter wären auch noch ne Massnahme. wenn die Entwicklung zu schnell geht kanst du doch gar nicht korrigierend eingreifen. Richt ig belichtet ist im Prinzip, wenn die Entwicklung korrekt ist, enn ausentwickelt ist, also wenn nim Bad nix mehr passiert. Mach auf ein Blatt ne belichtungsreihe, um die richtige Blende/Zeit zu ermitteln, dann lass ausentwickeln. dadurch kommst du dann auf annähernde Verte die du dann von Bild zu bild verfeinern musst…

Wie gesagt, nur
bei einem alten Papier klappte das gut. Ich werd mal die Tage
nachsehen was das für eins war.

ich hab seit 15 Jahren nix mehr im Labor gemacht (auser E-6 Entwicklung) - ich glaub, ne kleine Duka will ich auch mal wieder haben. Leider werd ich für die Geräte die ich früher im Job hatte (Leitz Focomat) ein vermögen legen müssen… und wenn man sowas mal gewöhnt ist…

Gruuss, Helge

So ist es!

Hi Stanly,

kaufen oder in der Bücherei leihen
John Hedgecoe: ‚Meisterschule der Fotografie‘

Kling schwülstig, ist aber das beste Buch das ich zum Thema kenne.
Gubts leider nicht mehr aktuell, aber antiquarisch, z.B. bei
http://www.eurobuch.com/ mit dem Suchbegriff ‚Meisterschule der Fotografie‘

Gandalf

Hallo Stanly,

Genau da liegt vielleicht das Problem. Ich weiß nicht welche
Temperaturen die Chemie haben muss und wie man die Chemie
korrekt bewegt. Auch was ich bei verschiedenen Gradationen zu
beachten habe etc.

ALso die Temperaturen stehen in Beipackzettel des Entwicklers. Dort ist auch eine Richtzeit für die normale Entwicklung angegeben, die sollte aber bei etwa 2 Minuten liegen.

Noch eine dumme Frage:
Musst du den angesetzten Entwickler zuerst nochmals verdünnen, bevor du ihn verwendest und verwendest ihn versehentlich konzentriert??

Zum Bewegen:
Entwickler und Silber kommen ja nur gerade so an der Papieroberfläche zusammen. Bei der chemischen Reaktion wird aber der Entwickler verbraucht, will sagen es entstehen Reaktionsprodukte welche nicht zur weiteren Entwicklung etwas beitragen, bzw. frischen Entwickler daran hindern mit dem Silber zu reagieren. Am stärksten tritt dieser Effekt natürlich an den dunkelsten Stellen auf. Mit der Bewegung sorgt man dafür, dass der verbrauchte Entwickler weggespült und durch frischen ersetzt wird. Zuviel Bewegung schadet dabei kaum etwas, im gegensatz zu zu wenig Bewegung.

MfG Peter(TOO)

Hi Peter(TOO),

Noch eine dumme Frage:
Musst du den angesetzten Entwickler zuerst nochmals verdünnen,
bevor du ihn verwendest und verwendest ihn versehentlich
konzentriert??

Das ist keine dumme Frage! Ich habe ihn zwar korrekt verdünnt, aber wenn ich es nicht getan hätte, wäre ich um deinen Hinweis wohl sehr dankbar gewesen :wink:

Ich bin wohl Mittwoch wieder im Labor und werde dann mal alle hier gegebenen Tipps austesten! Bericht folgt dann.

Gruß
Stanly

So, gestern habe ich mal alle Tipps umgesetzt. Vor allem hat mir da die Belichtungsreihe geholfen! Die BIlder sind nun schon deutlich besser geworden. Bessere Kontraste und keine Schlieren mehr. Was vielelicht aber auch teilweise am anderen Papier gelegen hat. Die Chemikalien werde ich nächstes mal neu ansetzen und dann sollte es noch besser werden.

Vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise!

Gruß
Stanly