Hallo Allerseits,
meine Tochter ist jetzt aktuell im 4. Schuljahr. Leider hat sie auf Grund von voelen Krankheiten ca. 30% des bisherigen Unterrichtes versäumt. Auch ist sie deswegen sehr zurückhaltend und hat Probleme, Vertrauen zu fassen. Leider sind einige ihrer Mitschüler nicht sehr zurückhalten, wenn sie etwas einfaches nicht weiss. Und das ist ihr verständlicherweise peinli, so dass sie sich immer mehr verschließt.
Wie sehen denn die Erfahrungen mit Aushilfslehrern aus. Da sind wir noch nicht so schlüssig, da sie, wie gesagt, sehr schüchtern ist.
Nun möchte ich gerne Tipps einholen, wie man am besten die notwendigen Nachhilfen organisiert, bzw. einteilt. Natürlich haben wir mit der zuständigen Lehrerin gesprochen, aber deren Tipps haben leider nicht gefruchtet.
Was mir auffällt, sie weiss es sehr oft, kann aber das Wissen im richtigen Augenblick nicht abrufen. Wie kann man sie zum rictigen Lernen anleiten. Kennt jemand Vorgehensweisen zum rationellen Lernen?
Wieviel kann man einem Kind in ihrem Alter zumuten?
Habe natürlich auch schon etliches im Internet gesammelt. Aber so richtig zufrieen bin ich immer noch nicht. Vielleicht ist ier ja jemand, de ein ähnlihes Problem gelöst hat.
Hilfreich sind auch sämtliche Links, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Danke im Voraus.
Mfg Andreas
Hallo Andreas!
Es gibt natürlich verschiedene Wege, an einen Nachhilfelehrer zu kommen. Ob er/sie dann mit eurer Tochter zusammenpasst, damit sich das gemeinsame Arbeiten auch lohnt, müsst ihr ausprobieren.
Mit freiberuflichen Lehrern oder Instituten lassen sich im Allgemeinen Probstunden vereinbaren.
Persönlich habe ich letztes Jahr einige Grundschüler in der Nachhilfe betreut, sowohl 3. Klasse, als auch 4 Klasse.
Gelohnt hat sich am meisten das „Modell“ Hausaufgabenbetreuung. Der Junge kam zweimal die Woche, für eine Stunde, gleich nach der Schule zu uns. Dadurch hatte ich seine Hausaufgaben, seine Klassenarbeiten und natürlich auch sämtliche Hefte und Ordner fest im Griff ;o)
Wir konnten sehr rasch Defizite ausgleichen und vorarbeiten.
Eine andere Schülerin kam ebenfalls zweimal die Woche, nachmittags, für eine Doppelstunde. Über ein Halbjahr haben wir es immerhin geschafft, sie von der drohenden Hauptschulempfehlung auf eine Gymnasialempfehlung zu heben.
Ihr wisst ja sicher, wann eure Tochter im Laufe des Tages ihre Hochs und Tiefs hat, entsprechend würde ich die Zeit der Nachhilfe ansetzen. Und je nach Aufhol-Bedarf die Stundenanzahl, man kann das ja sicher nachträglich erhöhen oder reduzieren.
Vielleicht reicht ja auch mal ein Intensivkurs in den Ferien. Da sind die Kiddies ohnehin etwas entspannter und offener fürs Lernen.
Viele Grüße
Silke
Hallo Andreas,
ich habe selbst viele Jahre Nachhilfe-Unterricht gegeben von der 3. bis zur 6.Klasse. Da haben die kids auch grosse Probleme, weil der Lernstoff ungemein viel wird und die Kinder mehr Leistung bringen müssen, wenn sie in eine „höhere“ Schule gehen sollen/wollen.
Oder auch nur, um an der Hauptschule bestehen zu können. Ja leider wird da auch nicht viel Rücksicht genommen auf Verzögerungen verschiedener Art.
Die Defizite im Lernstoff bewirken Probleme mit dem Selbstvertrauen bei den Kindern, was sich in der Scheu und Zurückhaltung auswirkt. Und Kinder können grausam sein anderen gegenüber
Ich habe gute Erfahrungen gemacht die Defizite mit den Schülern aufzuarbeiten und gleichzeitig auch etwas pädagogisch unterstützt, da es gut ist für sie, sich wegen Ihrer entsandenen Probleme auszutauschen um wieder freier für das Lernen zu werden.
Eine Nachhilfelehrerin ist sicher zu empfehlen, die konkret auf die jeweiligen Aufgaben eingehen kann. Ich würde aber aus Sicherheitsgründen 100% auf einen männlichen verzichten, da sich in dieser Branche der Unbekannten vieles tummmelt!
Diese Blockaden im Denkfluss sind Blockaden ihres Selbstvertrauens, leider führen negativ erlebte Dinge wiederum zu negative Ereingnissen. Am Besten, sie versuchen sie zu verstehen und helfen mit ihre Defizite auszugleichen (wo sie erfreulicher Weise eh schon dabei sind) dann dürfte es weiter keine Probleme geben.
Sie wird Ihren Lernstil dann finden und man kann ja selbst auch dazu helfen, den Stoff etwas lebendiger und begreiflicher zu machen.
Ich wünsche Ihnen viel Glück und dass sie eine geeignete Helferin finden!
Grüsse Patricia Sea