Hallo, ich habe noch eine Frage zu dem schon mal erwähnten Hauskauf.
Das Grundstück ist ein Eckgrundstück. Die Hauptstraße, ca 20 m Grundstücksfront ist tiptop in Ordnung,
Aber die schmale Seitenstraße, fast 100 m Grundstücksfront, ist zwar geteert, aber Flickwerk. Da fährt auch groß keiner durch, ist nur drei Meter breit.
Trotzdem will ich aber mal bei der STadt fragen, ob sie die vielleicht auch neu teeren wollen, denn bei der Grundstücksfront würde es bestimmt teuer für mich als zukünftigen Besitzer.
Wie weit kann ich mich darauf verlassen, was das Straßenbauamt sagt. Wenn es sagt, wir teeren die demnächst, ist ja alles klar. Aber wenn sie sagen nein, und ich kaufe das Haus, wer garantiert mir, dass sie nicht zwei Jahre später doch mit der Dampfwalze anrücken und mir die Rechnung präsentieren. Kann ich mich da auf irgendeine Aussage verlassen.
Keine Angst! Die Stadt wird Dir nicht mal eine unverbindliche Auskunft geben, geschweige denn eine verbindliche!
Keiner wird sich in der Stadtverwaltung zutrauen, das vorherzusagen. Denn es kann passieren, daß sie plötzlich von der Landesregierung eine bestimmte Summe bekommt, die sofort im Straßenbau verwendet werden muß und dann wird Eure Straße neu geteert.
Es ist bei Straßenreparaturen aber nicht immer erforderlich, daß die Anlieger zu bezahlen. Geht auch oft so.
Ich wohne jetzt in meinem dritten Haus und habe noch nie Straßenreparaturen zahlen müßen. Vielleicht Zufall!
Und, wenn Du ein Haus kaufen willst, laß Dich von Nichthausbesitzern nicht abschrecken.
Gruß Werner
Anliegergebühren, Auskunft bedingt verbindlich
Hallo Hans,
also: Bange machen gilt nicht! In Bezug auf Hausbesitz wird vor allem von Nichtbesitzern immer viel geunkt.
Eine wirklich verbindliche Aussage kann man dir nur geben, wenn der Stadtrat für das laufende Geschäftsjahr einen Ausbau beschlossen hat oder wenn er in der Finanzplanung der nächsten Jahre fest eingeplant ist. Es liegt also nicht an bösem Willen, wenn man dir keine langfristig verbindliche Zusage geben kann.
Du solltest dir aber auch keine allzu großen Sorgen machen: Ob du bei einem Ausbau überhaupt zahlen musst, hängt davon ab, warum und in welchem Umfang die Renovierung durchgeführt wird. Wenn überhaupt, dann zahlst du nur einen Teil der Kosten und das auf Wunsch in Raten.
Geh doch einfach mal zur Stadtverwaltung. In der Regel wirst du auf verständnisvolle Beamte stoßen (auch sie sind Menschen!), die dir sagen werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Renovierung der Straße in den nächsten Jahren ist(angesichts der miserablen Kommunlfinanzlage wohl eher unwahrscheinlich) und wie hoch die zu erwartenden Kosten im Fall des Falles ungefähr sein würden.
Solltest du aber auf einen Beamtenbetonkopf (auch die gibt es) stoßen, geh zum Stadtrat oder der Fraktion einer der darin vertretenen Parteien. Oder zu einem der Abgeordneten, der den betroffenenen Stadtbezirk vertritt.
Solltest du in Braunschweig wohnen, kannst du dich auch direkt an mich wenden. Mein Mandat als neu gewähltes Mitglied im Stadtbezirksrat beginnt allerdings erst im November .