Hallo Experten,
mal eine Frage zu den Anmeldescripten in einer Windows 2003 AD
Umgebungen.
Es gibt ja einmal die „klassische Lösung“, wie man sie noch
aus NT Zeiten kennt und die Möglichkeit über GPOs beim
Anmelden Scripte (im Hinterggrund) ausführen zu lassen.
Die beiden sind weitgehend identisch. Alter Wein in neuen Schläuchen. Bei den GPO Scripten gibt es allerdings mehr Auswahl, denn die klassischen Scripte kennen keine Computer Startup/Shutdown und keine Logoff Scripte, und man kann GPO Scripten Parameter mitgeben.
Hauptnachteil (neben dem nachfolgend beschriebenen K.O. bei Mehrfachmitgliedschaften) ist, dass beide Arten von Scripten im Kontext des Benutzers laufen. Man kann also keine Dinge machen, die der Benutzer nicht auch könnte, und das schließt viele Anwendungen im Sicherheitsbereich von vornherein aus. GPO Scripte haben dann noch einen zweiten Designnachteil, den die klassischen Scripte nicht hatten: der klassische Script kann Prozesse erzeugen, die ihn überleben, also z.B. ein Inventarisier- oder Softwareverteiltool anstarten, das eion wenig länger braucht, und das im Speicher bleibt wenn das Script längst beendet wurde. Der GPO Script Prozessor killt, sobald der Script durchgelaufen ist, alls noch nicht beendeten Tocherprozesse, die o.g. Programme würden also hart terminiert.
Vorrangig geht es lediglich um eine gruppenbasierte Zuweisung
von Netzlaufwerken.
Das geht - außer in trivialen Fällen - weder mit klassischen noch mit GPO basierten Scripten vernünftig. Erstens kann man klassische Scripte gar nicht, und GPO Scripte nur mit Kopfstand (Gruppenrichtlinienfilter) überhaupt an eine Gruppe klemmen. Aber das ist das kleinere Übel. Hauptproblem ist, dass der Mechnismus keine Priorisierung kennt, und daher bei mehrfachen Mitgliedschaften - was der Normalfall ist - jämmerlich versagt.
–> alles was ich kenne, was MS zu diesem Thema je publiziert hat, ist trivial und deshalb fast immer Quatsch.
Wie gehts wirklich?
Der Kernpunkt ist nicht, ob Du die Scripte klassisch oder GPO basiert aufrufst, das ist letztendlich für diese Anwenung Geschmackssache. Der Kernpunkt ist, dass ein Benutzer aus vielerlei Gründen Mitglied vieler Gruppen wird, und Du für die Automatisierung benutzerspezifisch eine dieser Gruppen markieren musst als seine „Wichtigste“ Gruppe. Früher ging das mal mit der „Primären Gruppe“ ganz gut, bis sie im Zuge der AD Einführung versaut wurde - seiter ist diese einfache Weg nur noch in kleinen Netzen (