„Das Erleben gesellschaftlicher Ablehnung erzeugt Verknüpfungen im Gehirn, in deren Folge zwischenmenschliche Kontakte mit Angst besetzt werden. Eine Kette von Annahmen entsteht, die dazu führt, dass soziale Systeme als bedrohlich empfunden werden, was wiederum den Angstreflex auslöst.“
„Annahme“ ist Blödsinn, aber mir fällt absolut kein fachkundig klingender Ausdruck ein. Vorschläge werden gern entgegengenommen.
Gruß,
Eva
das deutsche „Verknüpfungen“ hört sich seltsam an. „Assoziationen“ ist der hierhergehörige Fachterminus.
Und statt „Annahmen“ passt hier „Präsuppositionen/Vorunterstellungen“ oder „Vorurteile“. Eigentlich gehört auch hier „Assoziationen“ hin, aber das steht ja schon da. Der ganze Text ist eh redundant.
Und komisch ist es auch: denn Assoziationen entstehen nicht im Gehirn, sondern im Denken. Es ist software, nicht hardware …
ergänzend zu Metaphers (tiefenpsychologischem) Vorschlag der „Assoziationen“ …
Ich finde „Annahmen“ nicht so unpassend.
Die Verhaltenstherapeuten, die den Begriff „(Grund)Annahmen“ übrigens durchaus selbst verwenden, würden in dem Zusammenhang vielleicht „dysfunktionale Überzeugungen“ schreiben oder „Kognitionen“ bzw. „kognitive Verzerrungen“.
„Verknüpfungen im Gehirn“ könnte doch aber die zugrundeliegenden hirnphysiologischen Vorgänge meinen, oder nicht?
Also: Das Erleben gesellschaftlicher Ablehnung führt zu Hardware-Veränderungen, in deren Folge in der Software bestimmte Situationen mit Angst verbunden sind.
So hatte ich das verstanden. Aber man denkt hin und her, ob man irgendeine Vokabel falsch gedeutet, falsch zwischen den Zeilen gelesen hat und beginnt zu zweifeln.
Blöd ist auch, dass ich ja nicht immer das halbe Buch zitieren kann (und auch nicht darf ), so bleibt oft alles in der Schwebe.