ich stelle mir immer wieder mal die Frage, welches Finanzierungsmodell günstiger ist. Oder wo die Unterschiede bzw Vorteile des Einen gegenüber des Anderen liegen.
Ich habe jetzt mal die beiden Angebote meiner Hausbank nachkalkuliert und bin auf nur geringe Differenzen zugunsten des Bausparers gestoßen (Eckdaten: 125 T€, Laufzeit 25 Jahre, 2% Tilgung bei Annutätendarlehen). Der Bausparer rechnet sich kaputt durch Abschlussgebühren, Servicepauschalen und so weiter.
Okay, ich könnte einen Teil meiner Finanzierung jetzt auf einen relativ günstigen Zins nach der 10-jährigen Zinsbindung festlegen.
Allerdings tilgt man ja möglicherweise „nicht wirklich“.
Beim Annutätendarlehn schon.
Langes Schreiben, kurze Frage:
Welches Model ist denn nun das bessere. Oder was hat das Eine dem Anderen gegenüber für Vorteile?
Würde mich über Antworten sehr freuen.
Beste Grüße
Jimmy
ich stelle mir immer wieder mal die Frage, welches
Finanzierungsmodell günstiger ist. Oder wo die Unterschiede
bzw Vorteile des Einen gegenüber des Anderen liegen.
Ich habe jetzt mal die beiden Angebote meiner Hausbank
nachkalkuliert und bin auf nur geringe Differenzen zugunsten
des Bausparers gestoßen (Eckdaten: 125 T€, Laufzeit 25
Jahre, 2% Tilgung bei Annutätendarlehen). Der Bausparer
rechnet sich kaputt durch Abschlussgebühren, Servicepauschalen
und so weiter.
Okay, ich könnte einen Teil meiner Finanzierung jetzt auf
einen relativ günstigen Zins nach der 10-jährigen Zinsbindung
festlegen.
Allerdings tilgt man ja möglicherweise „nicht wirklich“.
Beim Annutätendarlehn schon.
Langes Schreiben, kurze Frage:
Welches Model ist denn nun das bessere. Oder was hat das Eine
dem Anderen gegenüber für Vorteile?
Würde mich über Antworten sehr freuen.
Beste Grüße
Jimmy
Guten Tag Sir James,
der grundsätzliche Unterschied zwischen Bank und Bausparkasse
liegt in der freien Wahl des Tilgungssatzes und damit in der
Laufzeit für die Tilgung überhaupt. Mehr Stellschrauben hat da
die Bank. Aber auch bei den Baukassen gibt es solche und solche.
Will sagen, es lohnt sich Abschlussgebühren, Darlehensgebühren,
Darlehenszinssätze in Verbindung mit Schnellauffüllungsmodi und
Darlehensannuitäten miteinander zu vergleichen.
Dann müssen Sie sich die Frage, was Sie in welchem Zeitraum wirklich tilgen können, ehrlich beantworten und danach ist die Entscheidung für die eine oder andere Variante schon einfacher.
Gruß
Günther
Langes Schreiben, kurze Frage:
Welches Model ist denn nun das bessere. Oder was hat das Eine
Ich würde das Tilgungsdarlehen wählen, je nach Sicherheitsbedürfnis mit einer langen Laufzeit (15 oder 20 Jahre). Was Du auch noch machen könntest, wäre ein Tlgungsdarlehen über 10 oder 15 Jahre und parallel dazu einen BSV so ansparen, dass er nach der Laufzeit des Darlehens in der Zuteilung ist und den rest oder einen großen Teil des Restes ablöst.
Mit einem vorfinanzierten BSV anzufangen ist mit Sicherheit teurer.
Hallo nochmals,
und vielen Dank für die Antworten.
Ich habe jetzt (mal wieder …) kalkuliert und dabei verschiedene Szenarien bezüglich der Zinssätze wie auch der Laufzeiten gegenüber gestellt.
Von seiten der Zahlen kann ich keinen signifikanten Vorteil bei Finanzierung über einen BSV erkennen.
Allerdings berät unser Ansprechpartner meiner Hausbank relativ aggressiv in Richtung BSV …
Okay, bezüglich des Zinsatzes bei Anschlussfinanzierung eines Annuitätendarlehns ist wohl etwas „zocken“ angesagt. Kann gut laufen. Oder auch nicht so gut.
Gibt es für den Kreditnehmer eigentlich irgendwelche, nennen wir es mal so, „weichen“ Faktoren, die für die Finanzierung per BSV sprechen?
Oder liegt der Voreil lediglich auf seiten meiner Hausbank, da die ggf. Provisonen erhalten?
Hallo,
also bei Stiftungwarentest gab es mal einen Vergleich wann was günstiger ist. Dieses sollte erstmal angesehen werden.
Aus meiner Sicht ist beim Bausparer folgende Vorteile:
1.) beliebige Sonder-Tilgung möglich
2.) können auch als zweitrangige Darlehen eingesetzt werden.
3.) Man kann heute schon kalkulieren was in den nächsten 5-40 Jahren zu zahlen ist
4.) man kann kleinere Summe (10-15T€) auch ohne Grundbucheintragung als „Konsumentenkredit“ nutzen
Nachteile:
Höhere monatliche Belastung,
ad hoc undurchsichtig wie viel es denn nun wirklich kostet (Zinsverlust in der Ansparphase)
Ein Teil der Vorteile kann über Verhandlung mit der Bank ausgeglichen werden. (Volltilgerdarlehen etc.)
Wenn man Darlehen mit kürzeren Laufzeiten eingeht, dann geht man immer eine Wette auf das zukünftige Zinsniveau ein und über dieses Risiko muss man sich im klaren sein (was wenn in 8 Jahren der Zinsatz bei 9% liegt)
Es läuft also immer auf ein WENN-DANN spiel heraus - viel Spaß beim Knobeln
Gibt es für den Kreditnehmer eigentlich irgendwelche, nennen
wir es mal so, „weichen“ Faktoren, die für die Finanzierung
per BSV sprechen?
Für mich war die Mischung aus BSV und Bankdarlehen angenehm.
Der BSV ist nach 11 jahren fertig.
Die Belastung aus Zins und Tilgung ist für den Rest der Zeit geringer.
Ansonsten wird je höher die Tilgung ist, die gesamte an Zinsen „rausgeschmissene“ Summe geringer.
Oder liegt der Voreil lediglich auf seiten meiner Hausbank, da
die ggf. Provisonen erhalten?
Das dürfte der Grund für die „aggessive Beratung“ sein.
Alternative:
Auch Verwandten oder Bekannten kann man 4,5% für ein Darlehen anbieten
und sie ins Grundbuch eintragen. Es muss keine Bank sein.
Hallo,
also bei Stiftungwarentest gab es mal einen Vergleich wann was
günstiger ist. Dieses sollte erstmal angesehen werden.
Ich bin bei den Vorteilen nicht ganz Deiner Meinung:
Aus meiner Sicht ist beim Bausparer folgende Vorteile:
1.) beliebige Sonder-Tilgung möglich
Gilt nur in der Darlehensphase. Ich vermute in diesem Fall müßte erst mal ein Vorausdarlehen abgeschlossen werden. Dort sind Sondertilgungen in der Regel nicht möglich.
2.) können auch als zweitrangige Darlehen eingesetzt werden.
Bausparkassen beleihen nur bis max. 80% des beleihungswertes. Von den Gesamtkosten müßte man also mindestens 30% als Eigenkapital haben. Das passt bei vielen Bauherren nicht.
3.) Man kann heute schon kalkulieren was in den nächsten 5-40
Jahren zu zahlen ist
Dafür gibt es beim Annuitätendarlehen auch Absicherungen durch entsprechende Zinsbindungen.
4.) man kann kleinere Summe (10-15T€) auch ohne
Grundbucheintragung als „Konsumentenkredit“ nutzen
Das ist zwar richtig, aber es sind m.E. wohnwirtschaftliche Verwendungen vorgeschrieben.
Nachteile:
Höhere monatliche Belastung,
stimmt meistens
ad hoc undurchsichtig wie viel es denn nun wirklich kostet
(Zinsverlust in der Ansparphase)
stimmt
Ein Teil der Vorteile kann über Verhandlung mit der Bank
ausgeglichen werden. (Volltilgerdarlehen etc.)
Wenn man Darlehen mit kürzeren Laufzeiten eingeht, dann geht
man immer eine Wette auf das zukünftige Zinsniveau ein und
über dieses Risiko muss man sich im klaren sein (was wenn in 8
Jahren der Zinsatz bei 9% liegt)
stimmt voll und ganz!
Es läuft also immer auf ein WENN-DANN spiel heraus - viel Spaß
beim Knobeln