ich habe via Internet ein Mädchen kennengelert die ich sehr sympathisch finde und wir haben schon die eine oder andere Stunde am Telefon miteinander verbracht. Eigentlich war für dieses Wochenende ein Treffen geplant, welches sie aus einer bestimmten Angst heraus jedoch absagte.
Sie hat eine Anorexie die inzwischen zu einer Essstörung abgeklungen ist. Diese Anorexie führte dazu, dass sich ihr letzter Freund von ihr trennte und daher hat sie natürlich mir gegenüber Angst.
Ich habe mit ihr gesprochen und ihr gesagt, dass sie Vertrauen aufbringen muss und wenn es wirklich so sein sollte, dass wir deshalb nicht zueinander finden würden, wir nicht die Richtigen füreinander wären.
Ich habe mich ein wenig über Anorexie informiert und möchte gerne von euch erfahren wie ich ihr vielleicht eine Hilfe sein könnte. Ich denke Menschen mit einer gewissen Objektivität was dies angeht können mir ungefähr sagen, was ich tun kann um ihr zu helfen.
Wir sind beide übrigens 22 Jahre alt.
Sie hat eine Anorexie die inzwischen zu einer Essstörung
abgeklungen ist.
Hä?!?
Entschuldige bitte, aber entweder die Formulierung ist komisch oder sie hat Dir da Blödsinn erzählt…
Anorexie IST eine Essstörung und weder zu einer solchen werden noch abklingen.
Was genau meint sie damit?
Sie hat eine Anorexie die inzwischen zu einer Essstörung
abgeklungen ist.
Hä?!?
Entschuldige bitte, aber entweder die Formulierung ist komisch
oder sie hat Dir da Blödsinn erzählt…
Da ist wohl letzteres der Fall - aber das soll nun nicht bedeuten, dass sich meine Fragestellung ändert. Ein Herunterspielen der Problematik dürfte bei den Anorektikerinnen ganz normal sein - zumindest denke ich mir das so bei dem was ich bisher für Informationen das Thema betreffend habe.
Ich bitte also trotz dieser Unstimmigkeit um Beantwortung meiner Frage und danke Dir dafür, dass Du diesen unstimmigen Aspekt herausgestellt hast.
Anorexie IST eine Essstörung und weder zu einer solchen werden
noch abklingen.
Was genau meint sie damit?
Hallo Stage,
ich hab hier was für dich, vielleicht kennst du diese Info schon?
„Die Anorexie tritt häufig bei Mädchen/Frauen zwischen dem 13. und 25. Lebensjahr auf. Die von der Anorexie Betroffenen leiden unter der massiven Angst, dick zu werden und unternehmen einiges, um einen Gewichtsverlust herbeizuführen. Durch Nahrungsverweigerung, manchmal Einnahme von Abführmittel oder Appetitzüglern, kommt es zu einem massiven Untergewicht (15 bis 50 % unter dem für die Größe und Alter normalen Gewicht). Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gestört, die an Anorexie erkrankten Frauen erleben sich nach wie vor zu dick, fettsüchtig und verleugnen unbewusst die Schwere der Erkrankung. Durch diese Form der Essstörung kommt es zu einem chronischen Nahrungsmittelmangel, der zum Gewichtsverlust und Untergewicht führt, es stellen sich Hormonstörungen, Haarausfall und trockene Haut ein, auch die Periode bleibt aus. Die an Anorexie erkrankten Mädchen/Frauen sind trotz des Untergewichts in intellektueller und körperlicher Hinsicht hyperaktiv und erbringen erstaunliche Leistungen. Magersüchtige Mädchen/Frauen lehnen ihre eigenen körperlichen und gefühlsmäßigen Bedürfnisse ab. Sie leben sozusagen in ihrer eigenen Welt und vermeiden soziale Kontakte“.
Hallo Stage,
ich hab hier was für dich, vielleicht kennst du diese Info
schon?
Die Anorexie tritt häufig bei Mädchen/Frauen zwischen dem 13.
und 25. Lebensjahr auf. Die von der Anorexie Betroffenen
leiden unter der massiven Angst, dick zu werden und
unternehmen einiges, um einen Gewichtsverlust herbeizuführen.
Durch Nahrungsverweigerung, manchmal Einnahme von Abführmittel
oder Appetitzüglern, kommt es zu einem massiven Untergewicht
(15 bis 50 % unter dem für die Größe und Alter normalen
Gewicht). Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gestört, die
an Anorexie erkrankten Frauen erleben sich nach wie vor zu
dick, fettsüchtig und verleugnen unbewusst die Schwere der
Erkrankung. Durch diese Form der Essstörung kommt es zu einem
chronischen Nahrungsmittelmangel, der zum Gewichtsverlust und
Untergewicht führt, es stellen sich Hormonstörungen,
Haarausfall und trockene Haut ein, auch die Periode bleibt
aus. Die an Anorexie erkrankten Mädchen/Frauen sind trotz des
Untergewichts in intellektueller und körperlicher Hinsicht
hyperaktiv und erbringen erstaunliche Leistungen.
Magersüchtige Mädchen/Frauen lehnen ihre eigenen körperlichen
und gefühlsmäßigen Bedürfnisse ab. Sie leben sozusagen in
ihrer eigenen Welt und vermeiden soziale Kontakte.
Liebe grüße Manuela
nochmal Hallo,
aus meiner Sicht kannst du einer betroffenen Person so weit helfen, wenn du da bist, an sie glaubst. Sag ihr aber nicht das du ihr hilftst, weil du dich damit übernehmen würdest, ich dich selber unter Druck setzt. Diese Krankheit spielt sich in der Psyche ab, so mit kann passieren wenn du sagst ich helfe dir, das sie abhängig wird von dir und jeden Rückschlag auf dich ummünzt. Sage lieber ich stehe dir bei, bei deinem Vorhaben gesund zu werden. Anerkennung ist sehr wichtig in dieser Zeit üfr die Betroffene, weil sie das Weltbild hat, das man nur wer ist wenn man schlank. Ihr Problem wird, so nehme ich mal an in der Kindheit liegen, ja ich weiß das hört sich nach dem typische psycho bla bla an, aber ein früh kindliches Trauma, könnte der Auslöser sein, sie sollte sich auf alle Fälle in Behandlung geben. Gesprächstherapie, Verhaltestherapie oder Selbsthilfegruppe.
Liebe Grüße Manuela
Hallo Norah,
Hi!
Hallo zusammen,
Sie hat eine Anorexie die inzwischen zu einer Essstörung
abgeklungen ist.
Hä?!?
Entschuldige bitte, aber entweder die Formulierung ist komisch
oder sie hat Dir da Blödsinn erzählt…
Da ist wohl letzteres der Fall - aber das soll nun nicht
bedeuten, dass sich meine Fragestellung ändert. Ein
Herunterspielen der Problematik dürfte bei den
Anorektikerinnen ganz normal sein - zumindest denke ich mir
das so bei dem was ich bisher für Informationen das Thema
betreffend habe.
Ich bitte also trotz dieser Unstimmigkeit um Beantwortung
meiner Frage und danke Dir dafür, dass Du diesen unstimmigen
Aspekt herausgestellt hast.
Anorexie IST eine Essstörung und weder zu einer solchen werden
noch abklingen.
Was genau meint sie damit?
Hallo nochmal,
nun, im Grunde wurde ja fast schon alles gesagt.
Anorexie ist eine Sucht-Krankheit, die Betroffenen sind zumeist weiblich, Beginn der Krankheit liegt in den meisten Fällen in der Adoleszenz.
Die Betroffenen leiden an einer Körperschemastörung und nehmen sich IMMER als zu dick wahr.
Es wird vermutet, dass bei vielen Mädchen einer der unterschwelligen Gründe das Ablehnen der eigenen Weiblichkeit ist, der Wunsch, die Reifung zur Frau zu unterbrechen.
Anorektikerinnen sind in den häufigsten Fällen Menschen mit einem Hang zum Perfektionismus. Sie sind überehrgeizig, extrem kontrolliert und häufig schulisch/ beruflich auch sehr erfolgreich.
Dem steht ein weitgehend kindliches und der Entwicklung nicht angepasstes emotionales Erleben gegenüber.
Helfen ist schwierig. Anorexie ist eine Sucht, und man muss um zu helfen mit den Betroffenen auch so umgehen:
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass eine „Heilung“ genau wie bei etwa Alkoholikern nicht möglich ist.
Und das Durchbrechen des Suchtzyklus mit Angst vor dem Essen und falscher Wahrnehmung des Körpers ist einzig und allein möglich mit Hilfe einer Therapie.
Die Erfolgsquote liegt bei etwa 50%, schwankend nach Ausrichtung der Therapie und Schwere der Erkrankung.
Zu dieser Therapie darf man den Betroffenen auf keinen Fall überreden, er muss dies von selber wollen, sonst hat eine Behandlung keinen Sinn, denn sie hängt wesentlich von der Bereitschft zur Mitarbeit ab.
Und hier liegt das Problem für Angehörige und Freunde:
Bemühen Sie sich zu helfen, dann stützen sie den Betroffen häufig noch unbeabsichtigt in seinem Verhalten und verzögern so die evtentuelle Bereitschft, sich Hilfe zu suchen…
Also am besten:
Das Thema ansprechen, klar machen, dass man das Hunger-Verhalten und die Überbewertung von Körperlichkeiten komplett ablehnt (also diesen Teil des Verhaltens, nicht die Person insgesamt!). Dabei niemals auf irgendwelche Verharmlosungen eingehen (die Sterblichkeit liegt bei über 20%!!), und signalisieren, dass man im Fall, dass derjenige sich Hilfe sucht, für ihn da sein würde.