Baerchen hat es wieder mal an die Oberfläche gespült:
Wie rede ich als erwachsener Mensch meine Eltern an, sobald ich Kinder habe?
In vielen Familien greift die Unsitte um sich, dass der Opa für alle der Opa ist, nicht nur für seinen Enkelkinder. Und die Omi ist genauso auch die Omi, oft bezeichnen sich die Eheleute auch gegenseitig so.
Die Mutter meines Lebensgefährten redetet von ihrem Mann immer als vom „Opa“ und reagierte irritiert, als ich meinte: „Ich kenne Deinen Poa nicht. Oder meinst Du vielleicht Otto (=Name ihres Mannes)?“ Danach hat sie sich es in meiner Gegenwart bzw. bei Telefongesprächen mit mir etwas abgewöhnt.
Oder bin ich, die ich aus einer Familie stamme, wo auch „Onkel“ und „Tante“ aus Altersgründen (wir sind fünf "Nachkömmlinge, die eher Geschwister bzw. Cousinen/Cousins für ihre Nichten und Neffen waren) eher ungebräuchlich waren, dafür etwas überempfindlich geworden?
meine Mutter/Vater nenne ich Mutter/Vater, auch wenn meine Kinder dabei sind. In indirekter Rede (mit meinen Kindern) sind es Oma/Opa.
Meinen Schwiegervater sprech ich mit dem Vornamen an, in indirekter Rede, siehe oben.
Nienimmernicht würde es mir einfallen, meine Frau Mama, Mutti oder sonstewie zu nennen, in indirekter Rede aber siehe oben. Umgekehrt auch nicht, ich bin zwar Vater meiner Kinder, aber meine Frau kennt immer noch meinen Vornamen.
Meine Kinder reden mich mit Papa, mein Frau mit Mama an.
ich habe bisher nur eine Nichte bin also selber bisher nur mit der „Tantenrolle“ neu belegt, aber
meine Mutter wird für mich immer meine Mamsel bleiben und Paps bleibt Paps. Fertig. Im Scherz und weil wir die Situation so genießen, betitele ich sie manchmal als Großeltern und meine Oma, sonst Omsel wird zu „Du Urgroßmutter“, aber generell kommt die Ansprache doch wie gewohnt über meine Lippen.
Sollte der zukünftige Vater meiner Kinder mal meinen mich mit Mutter/Mama oder was weiß ich anzusprechen, würde ich mir das a) verbitten und b) mir anfangen Sorgen um die wahrnehmung meiner Person zu machen
Gruß
P
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Ich rede alle so an wie bisher, z. B. meine Mutter mit Mama und meinen Mann mit seinem Vornamen.
Wenn ich mit meinem Sohn über sie spreche rede ich aber von „Oma“ oder von „Papa“.
Ist doch eigentlich kein Problem, oder??
Hallo, Karin,
ich spreche meine Schwiegereltern als „Mutter“ bzw. „Vater“ an. Alles andere würe ich als despektierlich ansehen.
Gegenüber meinem Sohn spreche ich von seinen Großeltern schon mal als „Oma“ und „Opa“.
Gruß
Eckard
also in Gegenwart meiner Kinder heißt es Oma/Opa ebenso wenn ich in der dritten Person über sie spreche.
Aufgrud der Tatsache das ich ein zwiespältiges Verhältnis zu den Titeln Großmuuter/Großvater bzw Urgroßmutter habe vermeide ich diese. Man stelle sich vor meine Oma wollte immer das ich sie Großmutter nenne und später sollten meine Kinder auch noch im zarten Alter von 2 Jahren das Wort Urgroßmutter lernen!!! Ich hab dies gänlich ignoriert.
Mein Mann und ich sprechen uns gegenseitig mit den Kosenamen an und in der dritten Person vor den Kindern heißt es Mama/Papa.
Ich hab aber auch kein Problem wenn mich mein Göttergatte mit Mama ansprechen würde, denn ich trage diesen Titel gerne.
Deshalb find ich es eigentlich auch nicht schlimm, schließlich spricht man die Menschen ja nur mit ihrem korrektem Titel am, das ist ja nicht nur einfach Oma sondern Oma Heike oder Oma Teddy oder ähnliches.
Meine Mutter findet es überhaupt nicht schlimm und ist sehr stolz Oma zu sein.
Hallo Karin, ich finde, es gibt da keine feste Regel.
Ich selber ( 48 ) sage zu meiner Mutter Mama, meine Kinder reden mich mit
Vornamen an ( irgendwann haben sie es einfach gemacht, und ich habe sie gelassen).
In meinem Bekanntenkreis gibt ein Ehepaar ( beide knapp über die 60 ), die
sich gegenseitig mit Oma und Opa anreden. Sie genießen es aber auch, es
ist weder aufgesetzt noch wirkt es komisch. Man merkt einfach, dass für beide diese Anrede respekt- und liebevoll ist.
Ich glaube, wenn einem selber eine Anrede komisch erscheint, sollte man sie lassen. ( Wenn ich zu meiner Mutter Oma sagen sollte, käme ich mir blöde vor, also lass ich es ). Ich würde auch nie auf die Idee kommen, meine Schwiegermutter mit Mama, Mutter o.Ä. anzusprechen.
Wie sich Eheleute untereinander anreden ( ob mit Mutti-Pappi, Oma - Opa,
Schatzi - Hasi, etc ) ist deren ureigenste Sache.
Wie rede ich als erwachsener Mensch meine Eltern an, sobald
ich Kinder habe?
Einfach so, wie es sich ergibt:
Mein Vater hat (für mich) den „Dienstgrad“ Vater
(sein Verdienst und die „Dienststellung“ Opa
(mein Verdienst).
Je nach Kontext ist es nun möglich, ihn mit dem
Dienstgrad (Vater) oder der Dienststellung (Opa)
anzusprechen - je nach dem, worauf sich die
Gegebenheiten beziehen.
Daher kann ich auch nicht zu meiner Frau „Mama“
sagen, wenn ich mit ihr ins Kino gehe, da ihre
„Dienststellung“ (Mama) im Kontext dieser
Unternehmung keinen Sinn ergibt.
bei kleinen Kindern macht man das ja auch damit sie lernen wer wer ist. Sie wissen ja so früh noch nicht das Oma auch Mama ist. Deswegen sagen wir zu meinen SE eigentlich nur noch Oma und Opa (passt aber auch die sind 71 und 75 Jahre alt) bei meiner Mama wiederum schaffe ich das nicht, Da sage ich nur Oma wenn ich mit der kleinen Rede.
Bei meinem Mann in der Familie war es üblich, die Großeltern mit Vornamen und dem Anhängsel „Oma“ bzw. „Opa“ anzureden, um Verwechslungen vorzubeugen. Und so haben wir es für unsere Kinder übernommen. Es gibt also jetzt Willi-Opa und Regina-Oma und Hanns-Peter-Opa und Hedi-Oma.
Mein Papa bleibt für mich mein Papa, aber meine Tochter hat schnell gelernt, daß es für sie der Willi-Opa ist.
Mein Mann hingegen redet seine Eltern mit Vornamen an, da ist es für die Kinder etwas leichter, den Namen auf die Großeltern zu beziehen.
Die Bezeichnung „Opa“ und „Oma“ sind mit Vorsicht zu genießen, das ist eigentlich ein Titel, der nur den Enkeln zu sagen zusteht.
Genauso ist es mit den Titeln „Papa“ und „Mama“. Mama bin ich nur, wenn mein Mann mir in Bezug auf die Kinder was sagt. Bsp.: „Mama geht jetzt mit dir zum Spielplatz.“ Und genauso halte ich es mit meinen Eltern. „Opa liest dir jetzt was vor.“ Wenn ich mit meinem Papa allein bin, ist er für mich „Papa“ und nicht „Opa“.
vielen Dank für eure Antworten. So wie ihr es beschreibt, sehe ich das durchaus als sinnvoll an, aber zur Lebensgefährtin des Sohnes über den eigenen Mann als „Opa“ zu reden war ja auch nicht dabei. *lächel*
Dieses Thema hat sich zwar inzwischen auf natürlichem Wege erledigt, aber meine Tochter wird Reklamationen ernten, sollte sie mir das frech-fröhliche „Mutschka“ entziehen und mich ausschließlich als „Omi“ anreden, wenn sie mal selber Kinder hat.
wir halten es auch so, dass Oma und Opa zwar für die Kinder Oma und Opa sind, für uns jedoch nicht (außer natürlich unsere eigenen Großmütter, die werden von Enkeln und Urenkeln gleichermaßen als „Oma“ angesprochen). Zur Unterscheidung wird bisweilen der Name angehängt, vor allem wenn in Abwesenheit der Omi über diese gesprochen wird.
Auch gegenseitig sprechen wir uns mit Namen an, nur in indirekter Rede wird der Titel Mama/Papa gebraucht. Führt allerdings dazu, dass sich meine Kinder (1,5 J. + 3,5 J.) ab und zu mir anschließen und ihren Papa oder auch mich beim Vornamen rufen.*g*
Versuche erwachsener Leute, mich mit „Mama“ zu betiteln quittiere ich regelmäßig mit einem: „Du musst jetzt ganz stark sein. Ich bin nicht deine Mama.“ Hat noch keiner 2x gemacht…
Onkel und Tanten sind für die Kinder Onkel/Tante XY, wir sind altersmäßig nicht so weit auseinander. Freunde und Bekannte werden mit Vornamen angesprochen, Nachbarn je nach Alter und Bindung mit Vornamen oder Herr/Frau XY. Verkäuferinnen sind auch nicht „die Tante im Laden“ *grusel*.
Ich merke grad, ich schweife ab. Belassen wir es also dabei.
bei kleinen Kindern macht man das ja auch damit sie lernen wer
wer ist. Sie wissen ja so früh noch nicht das Oma auch Mama
ist.
Trau den Kleinen ruhig etwas zu. Meine Große (jetzt 3,5 Jahre alt) interessierte mich mit etwa 2 für die innerfamiliären Zusammenhänge (wer ist wessen Mama/Papa, wer war in wessen Bauch, wer hat welche Geschwister, wer ist das für mich). Mittlerweile blickt sie da richtig gut durch.
Unsere Methode hab ich oben ausreichend beschrieben, daher spare ich mir das hier mal.