Anruf der Hamburg Mannheimer nach Geburt

Guten Tag,

Günstig im Sinne von wenig Prämie?

nein, günstig im Sinne von Prämie, Einschlüsse in den AHB’s, Mitversicherung im Haushalt lebender Eltern (es wurde bei der gleichen Gesellschaft eine eigene PHV abgeschlossen anstatt sie in die PHV der Kinder mit einzuschließen), Berufshaftpflicht wurde bei einem anderen Versicherer abgeschlossen obwohl der PHV Versicherer diese als Zusatz günstiger (bei gleicher Leistung) angeboten hat,…

all solche Sachen!

Ich würde im Gegenteil misstrauisch, wenn diese Verträge
jahrelang beim selben Anbieter lägen; denn es ändert sich so
viel, da muss ein „ehrlicher Makler“ geradezu umdecken.

Aber pünktlich alle 3 Jahre?! Ich weiss nicht, ob die PHV sich ständig so unterschiedlich weiterentwickelt, dass man ein wahres Versicherungshopping betreiben muss…

Hallo cooler,
natürlich will ich nicht jeden AV „in Grund und Bodenstampfen“.
Doch der hat halt einen Nachteil, gegen den er trotz evtl. guter Ausbildung nicht ankommt: die Ausschließlichkeit.
Übrigens: das mit der Ausbildung zum Versicherungskaufmann ist ein Traum.
Die wenigsten habe eine qualifizierte Grundausbildung.
Hätte ich nicht mein Studium zur BWL, ich wäre als Groß- und Außenhandelskaufmann auf die Kunden losgelassen worden. Allerdings muss man da noch erwähnen, dass die Allianz leben (bei der ich angefangen habe) eine der besten Ausbildungen macht.
90 % meiner Kollegen waren ehemalige Handwerker oder Kaufleute (Einzelhandel). Mein direkter Ausbilder war KFZ-Mechaniker.
Nichts gegen diese ganzen Berufe, es sind ehrenwerte Berufe. Doch mit Versicherungen hat das absolut nichts zu tun.
Der Makler muss auch nicht unbedingt Versicherungskaufmann gewesen sein. Der Unterschied liegt eigentlich darin, dass der Makler für den Kunden arbeitet und der AV für die Versicherung.
Allerdings ist der Makler ein aussterbender Beruf.
Warum?
Er darf heutzutage nur noch Versicherungen, geschl. Fonds und Immos verkaufen (lt. EU-Gesetz) Zu allem anderen muss er entweder den § 32 haben (Bankenzulassung), was natürlich fast keiner hat, oder er begibt sich unter ein Haftungsdach (wie ich). Ich darf deswegen alle (so gut wie alle) Bankprodukte vertreiben. Und so wie es aussieht, wird spätestens nach 2 Jahren das volle EU-Gesetz eingeführt. Und das bedeutet, dass er Kapitalanlagen nur noch unter einem Haftungsdach vertreiben darf.
Wozu dann noch die Mühe und die Kosten eines Maklers auf sich nehmen?
Da reicht der § 34 d und eine Vermögensschadenversicherung dann vollauf um den kläglichen Rest (Versicherungen) zu verhökern.
Grüße
Causa

Hallo Lars,
wie ich schon sagte: den würde ich an den Ohren packen.
Causa


Hallo,

diese Aussagen sind sehr pauschal und haben mit der praktischen Erfahrung eher wenig zu tun.

die mal zu ihrem Geldbeutel schielen.

Machen Sie genauso wie alle anderen - warum auch nicht?

Doch die Wahrscheinlichkeit dort das Optimum zu bekommen ist
größer als beim AV.

Lieber einen guten Vertreter als einen schlechten - oder sogar mittelmäßigen - Makler engagieren. Und gerade im Privatkundengeschäft ist schon die Behauptung „ich beschaffe Dir die Beste Deckung“ eine kaum haltbare Aussage.

Grüße, M

Hallo MASCH

die mal zu ihrem Geldbeutel schielen.

Machen Sie genauso wie alle anderen - warum auch nicht?

Das ist mein Fehler: ich schiele nicht zu meinem Geldbeutel, leider!
Ich würde damit mehr verdienen.

Doch die Wahrscheinlichkeit dort das Optimum zu bekommen ist
größer als beim AV.

Lieber einen guten Vertreter als einen schlechten - oder sogar
mittelmäßigen - Makler engagieren. Und gerade im
Privatkundengeschäft ist schon die Behauptung „ich beschaffe
Dir die Beste Deckung“ eine kaum haltbare Aussage.

Das ist einfach unlogisch
Machen wir ein Beispiel:

Du macht mit einem Würfelbecher ein Spiel.
im Würfelbecher 1 ist ein Würfel drin mit einem anderem Punkt auf allen 6 Seiten des Würfels.
Nun nimmst Du einen Becher mit 3 Würfel, die auf jedem der 6 Seiten eine andere Augenzahl haben.

Bei welchem ist die Trefferquote höher?
Siehst Du, deswegen ist man beim Makler besser aufgehoben.
Ich will also nicht behaupten, dass alle Makler hervorragend sind.
Das wäre wohl an der Realität vorbei.
Doch die Chance das bessere, das passende Produkt zu erhalten ist bei ihm halt größer!
Der Makler ist übrigens verpflichtet das möglichst passende Produkt zu finden. Das schreibt das Gesetz vor.
Leider hat sich das noch nicht so herum gesprochen. Sonst würden einige Makler (die weniger guten) ein paar mal vor Gericht erscheinen müssen.
Es gibt für jedes Produkt gute Vergleichsprogramme. Kein Vermittler muss alle Tarife im Kopf haben (was nicht möglich ist). Besonders ist ein 100 % Ergebnis bei einer KFZ-Versicherung unmöglich. Der Grund liegt darin, dass Makler sehr oft Sondervereinbarungen mit Versicherungsunternehmen haben und diese Vergünstigung dem Kunden weiter geben. So habe ich z.B. von der VHV einen etwas günstigeren Beitrag als normalerweise verlangt wird (ohne jetzt zu behaupten, dass die VHV die absolut günstigste Versicherung ist!!! Soll auch nur ein Beispiel sein.)
Es hat sich auch noch nicht herumgesprochen, dass der Vermittler in seinem Beratungsbericht (auch der AV!) begründen muss, warum er dem Kunden den Tarif xy empfiehlt. Und da dürfte der AV massive Probleme haben. Denn wenn er ehrlich ist, muss er reinschreiben: „weil ich keinen anderen Tarif anbieten darf!“
Grüße
Causa

Hallo Andreas,
warum soll der Vermittler keine Abschlussprovision erhalten, wenn er zB. das Auto von der Gothaer zur VHV bringt?
Das kann schon mal für den Kunden vorteilhaft sein, in eine andere Versicherung zu wechseln. Nur alle paar Jahre? Das riecht mach provisionsgierigen Augen.
Causa

Siehst Du, deswegen ist man beim Makler besser aufgehoben.

Dann lies Dir mal bitte die Erfahrungsberichte hier im Forum, speziell zum Thema Makler und PKV durch. Mal sehen ob Du hinterher immer noch behauptest, beim Makler wäre man besser aufgehoben.

Ich will also nicht behaupten, dass alle Makler hervorragend sind.
Das wäre wohl an der Realität vorbei.
Doch die Chance das bessere, das passende Produkt zu erhalten
ist bei ihm halt größer!

… wenn man den Fehler begeht, sich nur bei einem Ein-Firmen-Vertreter zu erkundigen. Der Makler stellt den Vergleich verschiedener Gesellschaften im besten Fall selber an, im Normalfall empfiehlt er den Tarif, den er am besten kennt, oder den er bevorzugt verkaufen will. begründen kann man hinterher alles.

Merke: Makler sind auch nur Menschen.

würden einige Makler (die weniger guten) ein paar mal vor
Gericht erscheinen müssen.

Wenn man ihnen die Beratungsfehler nachweisen könnte. Wie schwer das ist, muß ich Dir nicht erklären.

Es hat sich auch noch nicht herumgesprochen, dass der
Vermittler in seinem Beratungsbericht (auch der AV!) begründen
muss, warum er dem Kunden den Tarif xy empfiehlt.

Dass muß nur der Makler, der Ein-Firmenvermittler muß nur erklären, waum er das Produkt verkauft hat.

dürfte der AV massive Probleme haben.

Irrtum.

ist, muss er reinschreiben: „weil ich keinen anderen Tarif
anbieten darf!“

Das muß er nicht reinschreiben, da muß der Kunde von alleine drauf kommen, was allerdings auch nicht allzu schwer ist, da alle Verkaufunterlagen dasselbe Firmen-Logo tragen.

(Vorsicht LANG) Kann es sein,…
Hallo,

… dass hier einmal mehr eine Diskussion beginnt, in der so herrlich-schrecklich aneinander vorbei geredet wird?

Was soll denn dieser Pseudokampf Makler - Ausschließlichkeitsvertreter/-MA? Bringt nichts und führt beim geneigten Leser nur zur Verwirrung.

Halten wir doch einmal fest: Von den theoretischen Grundlagen her hat der Maklerstatus in der Tat Vorteile gegenüber der Ausschließlichkeit,
denn der Makler kann als einziger aus dem gesamten Bauchladen der verschiedenen Versicherungsgesellschaften und ihrer Tarife schöpfen (und ehe die Koblenzer Fraktion jetzt wieder aufschreit: DOCH, auch beim Verein am Deutschen Eck kann der interessierte Makler eindecken. Es geht, wie ich persönlich bestätigen kann!) und nur er ist kraft Vertrags ausschließlich dem Kunden verpflichtet.

Würde man nun die Betrachtungen an dieser Stelle enden lassen, müsste man sagen: 1:0 für den Makler.
Aber kann denn der Wald- und Wiesenmakler diesen Vorteil für alle Gegebenheiten und für alle denkbaren Kundenklientel nutzen?
Ich behaupte: Nein, das kann er nicht. Und zwar aus dem ebenso einfachen wie schicksalsharten Grund, dass es in den letzten Jahren und Jahrzehnten unmöglich geworden ist, die Vielzahl der Versicherungsformen, der unterschiedlichen Tarife, der enormen Anzahl der Gesellschaften einerseits und der sich immer mehr differenzierenden Anforderungsprofile auf Seiten der Kunden andererseits zu erfassen, fachgerecht zu beurteilen und das berühmt-berüchtigte „Beste für den Kunden“ auszuwählen.
Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Makler besteht darin, dass der erstere zumindest VERSUCHT, dass in seinen Möglichkeiten liegende Optimum heraus zu holen (und dem Kunden auch sagt, dass dies nicht das Absolut-Optimale ist), wohingegen der letztere vor dieser Herausforderung kapituliert hat und sich mit einem ordentlichen Courtagesatz als Auswahlkriterium begnügt.

Kann sich also die AO zufrieden zurücklehnen und sagen: „Siehste, die Damen und Herren Über-Vermittler sind doch nicht göttlich unantastbar?“
Mitnichten, denn die oben geschilderte Problematik trifft sie ganz genauso. Wenn ich sehe, welche Schrottversicherungen der Vertreter von nebenan - befreit von allzu lästigem Fachwissen, aber bewehrt mit lustigen Werbeaussagen und markigen Verkaufstrainings-Sprüchen - mitunter an die Kunden bringt, gruselt es mich geradezu.
Und auch hier gilt wieder: Nicht der Vermittlerstatus macht den Unterschied, sondern die Bereitschaft des Einzelnen auch einmal über den Tellerrand des bisherigen Wissensstandes hinaus zu blicken.

Gibt es für den im Tarif-Dschungel verzweifelnden Kunden also keine Lösung? Doch, und das Zauberwort heißt „Spezialisierung“. Wenn ich bereit bin, mich auf einen bestimmten Kundenkreis ODER auf eine spezielle Versicherungssparte zu beschränken, dann kann ich mich wieder in die Lage versetzen, den verlorenen Überblick, die notwendige Fachkompetenz, etc., zurück zu erlangen. Wer dagegen glaubt, „Alles für Jeden“ optimal anbieten zu können, der erweist seinen Kunden einen Bärendienst.
Die einzige akzeptable Alternative hierzu lautet aus meiner Sicht: dem Kunden offen und ehrlich sagen, dass man ihn NICHT optimal (im Sinne von objektiv bestmöglich) betreuen kann, sondern nur sein PERSÖNLICH Bestes tun kann. Punkt, Schluss.

Vielen Dank allen, die bis hierher gelesen haben.

Viele Grüße
Frank Hackenbruch