Nachdem ich mich hier von den Vorzügen eines elektronisch geregelten Durchlauferhitzers habe überzeugen lassen habe ich eine Frage zum Anschluss. Gibt es bei Häusern, die von Anfange an auf Durchlauferhitzer n usgelet waren nur eine Wasserleitung, die kaltes Wasser in den Erhitzer leitet? Wir haben nämlich das Problem, dass sobald ich die Temperatur bei unserem alten Durchlauferhitzer durch verstellen der Armatur wärmer stelle extrem wenig Wasser kommt. Dachte immer es liegt an zwei Leitungen ,aber wenn ich darüber nachdenke wird es wohl nur daran liegen, dass der Erhitzer den Durchfluss reduziert.
Bisher haben wir nen 21KW D.-erhitzer. Reicht bei elektronisch geregeltem niht auch ein 18KW Modell? Ein modernes Gerät sollte doc leistungsfähiger sein oder? Er versorgt übrigens die anze Wohnung, wir denken aber daran, in der Küche ein Kleingerät zu installieren, womit der neue große dann nur noch für Dusche und Warmwasser im Bad zuständig war und dort ist er auch lokalisiert…
Hallo
Es ist nicht zu empfehlen eine niederigere Leistung zu instalieren eher eine höhere der Grund liegt an der änderung der Spannung von 380 V auf 400 V dadurch ist ein Leistungsverlust da .
M.f.G Horst
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Es ist nicht zu empfehlen eine niederigere Leistung zu
instalieren eher eine höhere der Grund liegt an der änderung
der Spannung von 380 V auf 400 V dadurch ist ein
Leistungsverlust da .
Das interessiert mich . Weil das Toleranzfeld des 3-Phasen-Netzes geändert wurde und die Nennspannung 400 V statt früher 380 V beträgt, hat sich an der Leistung von irgendwelchen Geräten irgendwas geändert und man muß nun leistungsstärkere Geräte verwenden?
Hallo Wolfgang,
Hallo Horst!
Das interessiert mich auch.
Ich habe hier z.B. ein altes Bügeleisen von 1965, das ist laut Typenschild für 220 V ausgelegt und braucht dabei 1000 W, es fließen also 4,545 A durch 48,4 Ohm.
Wenn die mittlere Netzspannung nun 230 V beträgt, fließen durch die 48,4 Ohm 4,752 A, das macht bei 230 V 1093 W.
Es erfolgt also eine durchschnittlich knapp 10% höhere Leistungsaufnahme.
Somit kann ich das Argument von Horst verstehen.
Oder, Wolfgang?
Die frühere Nennspannung 220 V hatte eine Toleranz von +/- 10%, konnte also zwischen 198 V und 242 V liegen. Mit Änderung auf 230 V wurde gleichzeitig der Toleranzbereich auf +6% und -10% verändert. Die Netzspannung liegt seitdem zwischen 207 V und 243,8 V. Das obere Ende des Toleranzfelds änderte sich damit von 242 V auf 243,8 V, also praktisch gar nicht. Es handelte sich nur um eine veränderte Nennspannung, ohne daß sich an der tatsächlichen Netzspannung etwas änderte. Veränderungen gab es nur am unteren Toleranzende, wobei diese Veränderung zuvor im Laufe vieler Jahre durch Ausbau des Stromversorgungsnetzes und engere Vermaschung ermöglicht wurde. Die einzigen Veränderungen betrafen Gerätehersteller, deren Erzeugnisse nicht mehr bei weniger als 200 V funktionieren mußten, weil das untere Toleranzende auf 207 V angehoben wurde.
2008 (oder 2009?) wird es zu einer erneuten Änderung auf 230 V +/-10% kommen. Die Netzspannung darf dann zwischen 207 V und 253 V liegen. Das könnte man auch als Anhebung der Nennspannung verkaufen und z. B. 240 V + 5%, - 14% angeben. Ebenso hätte man es bei den früheren 220 V lassen und nur neue Toleranzen angeben können.
Unabhängig davon entbehren Aussagen der Grundlage, wonach man wegen Änderungen der Netz-Nennspannung die Leistung eines Durchlauferhitzers anders dimensionieren müsse. An der tatsächlichen Netzspannung am Verbraucher änderte sich nichts. Dagegen kann man einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer anders als ein Gerät mit dem primitiven Zweipunktregler dimensionieren. Letzterer schaltet sich bei Erreichen eines Mindestdurchflusses mit voller Leistung ein und schaltet sich bei Unterschreiten des Mindestdurchflusses abzüglich Hysterese vollständig ab. Wenn man solches Gerät zu üppig dimensioniert, muß man mehr Wasser durchfließen und aufheizen lassen, als man tatsächlich braucht. Entsprechend üppig fällt dann die Stromrechnung aus. Ein elektronisch geregelter Durchlauferhitzer stellt seine Heizleistung nach gewählter Temperatur und Durchfluß ein und verträgt in weiten Grenzen eine Überdimensionierung, ohne dadurch mehr Energie zu brauchen und höhere Stromkosten zu verursachen.
Die tatsächliche Netzspannung auf der Erzeugerseite wurde nicht verändert, die Toleranzen für den Endkunden-Anschluß wurden aber neu definiert.
Somit kann die mittlere Netzspannung am Endkunden-Anschluß durchaus höhere Werte annehmen, wenn eine Neuverlegung der Versorgungsleitungen in der Nachbarschaft des Endkunden die Leitungsverluste niedriger macht, oder nicht?
Bei Neubaugebieten, die komplett neu angeschlossen werden, wird doch auch so gerechnet dass die Werte für den Endausbau mit voller Belastung der Leitungsversorgung eingehalten werden.
Dadurch ergibt sich in der Anfangszeit mit wenigen Verbrauchern doch wohl eine höhere mittlere Netzspannung, und damit eine geringfügige Leistungs-Mehraufnahme, oder nicht?