Anschluss Plotter von Robotron

Hallo Experten,
ich habe mir einen (gut erhaltenen) Plotter von Robotron (CM6415) zugelegt, wohlwissend, dass ein Betreiben unter Windows schwierig sein würde. Aber es gelingt mir noch nicht einmal der Anschluss unter DOS, obwohl die Beschreibung nicht schlecht ist. Schnittstelle ist IFSS oder V24 (Auswahlmöglichkeit). Der Stecker am Plotter hat eigenartiges (DDR?)Format und bedurfte einer Eigenkonstruktion. Aber wie spreche ich z.B. unter Qbasic die Schnittstelle COM2 an? Hat jemand schon Erfahrung mit dem Anschluss alter Geräte an moderne Computer gesammelt?
Für jede Idee oder jeden Hinweis bin ich dankbar.
Reinhard

Hallo Reinhard,

ohne jetzt das spezielle Gerät zu kennen, hier ein paar Hinweise:

  1. Was den Stecker angeht, so sollte V.24 mit einem Pin-Layout des angebrachten Steckers sich problemlos auf einen 9-poligen D-Sub Stecker für die serielle PC-Schnittstelle umsetzen lassen.

  2. Dann ist es wichtig, die Schnittstellenparameter am Gerät und am PC aufeinander harmonisch einzustellen. Am Gerät geschieht dies entweder über DIP-Schalter oder ein Menü, teilweise sind die Parameter auch fest vorgegeben. Am PC unter DOS nutzt man den Befehl MODE COMx: und hängt die gewünschten Parameter für Geschwindigkeit, Daten- und Stopbit, Handshake, etc. an. Unter Windows gibt es in der Systemsteuerung hierzu eine passende Maske.

  3. Jetzt sollte man sich mal schlau machen, ob das gute Teil mit irgendetwas aus der westlichen Welt mit Rang und Namen kompatibel ist. Normalerweise hatten solche Geräte eine HPGL-Emulation und liefen mit einem möglichst alten und einfachen HP-Plottertreiber. Damit kann man jetzt mal versuchen über ein DOS- oder Windows-Programm mal ein paar einfache Befehle zu plotten.

  4. Hakt es mit der HPGL-Emulation, kann man natürlich auch selbst programmieren. Unter BASIC läuft dies normalerweise über einen OPEN-Befehl, mit dem man einen Datenkanal auf die entsprechende Schnittstelle öffnet und dann per OUT/PUT/WRITE/SEND, … (je nach Dialekt) einzelne Befehle auf diesen Kanal sendet. Diese werden dann (je nach Pufferspeicher des Geräts) spätestens nach einem CLOSE des Kanals geplottet.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
habe gerade vor kurzem auch wieder einen alten Plotter
für spezielle Aufgaben ausgegraben.
Zuerst mußt Du natürlich den seriellen Anschluß anpassen.
V24 entspricht ja im wesentlichen „RS232“ und ist deshalb
mit der COM-Schnittstelle kompatibel.
Zum ersten Testen nehme am besten ein ganz normales
Terminalprogramm (z.B. Term90 aus alten Norteoncomander
oder Laplink oder Hyperterminal oder sonst was).
Dann stellst Du die Schnittstellenbedingungen im Terminalprog.
genau auf die Angaben des Plotters ein. Möglicherweise
gibt es da auch noch paar Dip-Schalter, an denen Du
die Baudrate, Start-,Stopp- und Datenbits sowie Parität
einstellen kannst. Die Handshake-Sign. am besten auf
Hard- und Softwarehandshake.
Wenn alles übereinstimmt, dann kannst Du über die Tastatur
die Plottbefehle als Text eingeben und der Plotter sollte sich
dementsprechend bewegen.
Vermutlich arbeitet der Plotter auch nur mit HPGL-Befehlen
in der DDR wurde da meist nur vom Westen abgekupfert).

Wenn Du dann festgestellt hast, daß es prinzipiell geht,
kannst Du mit fast jedem beliebigen Programm die Befehle
auf die COM-Schnittstelle ausgeben (natürlich auch COM2
und unter Windoofs).
Gruß Uwi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für die Hinweise, ich werde es ausprobieren.
R.

Hallo Reinhard,

ohne jetzt das spezielle Gerät zu kennen, hier ein paar
Hinweise:

  1. Was den Stecker angeht, so sollte V.24 mit einem Pin-Layout
    des angebrachten Steckers sich problemlos auf einen 9-poligen
    D-Sub Stecker für die serielle PC-Schnittstelle umsetzen
    lassen.

  2. Dann ist es wichtig, die Schnittstellenparameter am Gerät
    und am PC aufeinander harmonisch einzustellen. Am Gerät
    geschieht dies entweder über DIP-Schalter oder ein Menü,
    teilweise sind die Parameter auch fest vorgegeben. Am PC unter
    DOS nutzt man den Befehl MODE COMx: und hängt die gewünschten
    Parameter für Geschwindigkeit, Daten- und Stopbit, Handshake,
    etc. an. Unter Windows gibt es in der Systemsteuerung hierzu
    eine passende Maske.

  3. Jetzt sollte man sich mal schlau machen, ob das gute Teil
    mit irgendetwas aus der westlichen Welt mit Rang und Namen
    kompatibel ist. Normalerweise hatten solche Geräte eine
    HPGL-Emulation und liefen mit einem möglichst alten und
    einfachen HP-Plottertreiber. Damit kann man jetzt mal
    versuchen über ein DOS- oder Windows-Programm mal ein paar
    einfache Befehle zu plotten.

  4. Hakt es mit der HPGL-Emulation, kann man natürlich auch
    selbst programmieren. Unter BASIC läuft dies normalerweise
    über einen OPEN-Befehl, mit dem man einen Datenkanal auf die
    entsprechende Schnittstelle öffnet und dann per
    OUT/PUT/WRITE/SEND, … (je nach Dialekt) einzelne Befehle auf
    diesen Kanal sendet. Diese werden dann (je nach Pufferspeicher
    des Geräts) spätestens nach einem CLOSE des Kanals geplottet.

Gruß vom Wiz

Danke für die Hinweise. Hatte selbst auch schon an ein Terminalprogramm gedacht, aber Hyperterminal ließ mich erst gar nicht schreiben, weiß nicht wieso. Die Plotterübertragungsraten sind festgelegt: 9600,O,7,1, daran kann man nichts ändern. Außer Empfangs- und Sendedaten gibt es dann noch DTR. Wo wird das am Computer angeschlossen?
Gruß
Reinhard

Hallo,
habe gerade vor kurzem auch wieder einen alten Plotter
für spezielle Aufgaben ausgegraben.
Zuerst mußt Du natürlich den seriellen Anschluß anpassen.
V24 entspricht ja im wesentlichen „RS232“ und ist deshalb
mit der COM-Schnittstelle kompatibel.
Zum ersten Testen nehme am besten ein ganz normales
Terminalprogramm (z.B. Term90 aus alten Norteoncomander
oder Laplink oder Hyperterminal oder sonst was).
Dann stellst Du die Schnittstellenbedingungen im Terminalprog.
genau auf die Angaben des Plotters ein. Möglicherweise
gibt es da auch noch paar Dip-Schalter, an denen Du
die Baudrate, Start-,Stopp- und Datenbits sowie Parität
einstellen kannst. Die Handshake-Sign. am besten auf
Hard- und Softwarehandshake.
Wenn alles übereinstimmt, dann kannst Du über die Tastatur
die Plottbefehle als Text eingeben und der Plotter sollte sich
dementsprechend bewegen.
Vermutlich arbeitet der Plotter auch nur mit HPGL-Befehlen
in der DDR wurde da meist nur vom Westen abgekupfert).

Wenn Du dann festgestellt hast, daß es prinzipiell geht,
kannst Du mit fast jedem beliebigen Programm die Befehle
auf die COM-Schnittstelle ausgeben (natürlich auch COM2
und unter Windoofs).
Gruß Uwi

Hallo,

Plotterübertragungsraten sind festgelegt: 9600,O,7,1, daran
kann man nichts ändern. Außer Empfangs- und Sendedaten gibt es
dann noch DTR. Wo wird das am Computer angeschlossen?

schau mal nach bei
-> http://www.kabelfaq.de/
Da gib’s die Belegung der Schnittstelle.
beachte, daß die Signale gekreuzt werden müssen,
also rxd - txd und txd - rxd usw. also wie bei einem
Nullmodemkabel.
Als Terminalprog. kann ich Term90 wärmstens empfehlen.
Läuft in der DOS-Box unter Windows, ist aber sehr einfach und
sehr zuverlässig.
Allerdings ist möglich, daß es unter WinXP mit DOS und
Schnittstellen Probleme gibt.
Unter WIN9x und NT hatte ich nie Probleme.
Zur Kontrolle kann man gut einen sogenannten Spion nutzen,
bei dem ein zweiter Rechner mit Terminalprogr. dafür
genutzt wird, zu sehen , was der erste auf der Schnittstelle
ausgibt.
Gruß Uwi