Ansprechpartner Depression?

Hallo,

ich leide seit längerer Zeit (schon über einem Jahr) an depressiven Verstimmungen.
Als ich das erste Mal etwas dagegen unternehmen wollte, bin ich mit Fragen zum Hausarzt gegangen, der mich aber nicht wirklich ernst genommen hat und mir so was à la „Das wird schon wieder“, „Ruhen Sie sich mal aus“ etc sagte.

Jetzt will ich noch mal einen Anlauf nehmen, weiß aber nicht, wie und bei wem.
An wen sollte man sich da wenden?
Psychologe? Psychiater? Psychotherapeut? Heilpraktiker? Neurologe?
Was sind denn die Unterschiede bei diesen ganzen Bezeichnungen?
Und wie finde ich einen passenden Ansprechpartner für mich? Die Such-Datenbanken quellen ja über vor lauter psychologischen Ansprechpartnern…

Und wie sieht das eigentlich mit der Kostensituation aus?
Übernimmt die Kasse das?

Danke für die Weiterhilfe und besten Gruß.

hi,

du gehst mit deiner krankenkassenkarte zu einem „psychologischen psychotherapeuten“. wer diese bezeichnung führt, wird von der krankenkasse bezahlt.

vorher holst du dir eine überweisung vom hausarzt oder lässt es und nimmst einen zehner zum psychologen mit (wenn z.b. die anfahrt zum arzt teurer ist).

berufsbezeichnungen:

-psychiater: ist arzt, darf auch psychopharmaka verschreiben, das dürfen nur ärzte, niemand anders. lange gesprächstherapien machen die eher selten (sie dürften aber!), das ist eher sache der psychotherapeuten (s.u.). man kann aber gut vom psychiater des vertrauens ein medikament bekommen und mit dem psychotherapeuten des vertrauens eine psychotherapie machen. das ist oft sinnvoll und kein widerspruch.

-psychologe: ist erst mal nur jemand, der einen diplom-studiengang an der uni in psychologie geschafft hat, das befähigt einen überhaupt nicht zwingend zu therapeutischen tätigkeiten, daher dürfen nur menschen, die anschliessend eine ca. 4jährige ausbildung zum

-psychotherapeuten mit staatlicher approbationsprüfung (schriftlich und mündlich und praktisch) gemacht haben, sich so nennen.

Hi alpha

du gehst mit deiner krankenkassenkarte zu einem
„psychologischen psychotherapeuten“.

Wieso soll er denn nicht zu einem ärztlichen Psychotherapeuten gehen?
Gruß,
Branden

Es gibt Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten. Erstere sind, wie die Bezeichnung vermuten lässt, Mediziner mit einer Ausbildung als Psychotherapeuten, letztere Psychologen mit einer entsprechenden Ausbildung. Über die Kassenärztliche Vereinigung in Deiner Region (zumindest Westfalen-Lippe hat so einen Service) kannst Du in Erfahrung bringen, wo in Deiner Gegend Therapeuten noch freie Therapieplätze haben. Ansonsten musst Du Dich auf ziemlich viele Telefonate einstellen (insbesondere die Psychologischen Psychotherapeuten sind meist extrem schlecht telefonisch zu erreichen) - kurz vor der vollen Stunde anzurufen könnte die Anzahl der vergeblichen Telefonate ein wenig verringern. Stelle Dich auch darauf ein, dass Du erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen musst, bevor Du die Therapie beginnen kannst - die Wartelisten der Therapeuten sind häufig ziemlich lang.

Um die Sache noch weiter zu komplizieren: Es gibt unterschiedliche psychotherapeutische Richtungen oder „Schulen“. Die wichtigsten sind die Verhaltenstherapie und die Tiefenpsychologie. Lass Dir bei Deinen Anrufen sagen, nach welcher Methode die Therapeutin / der Therapeut arbeitet und frage, was das denn genau für die Behandlung der Depression bedeutet.

Viel Erfolg
Arbeyterson

Hi
Du hast dich mit deiner Antwort vertan. Ich habe alpha gefragt, warum er explizit einen psychologischzen Psychotherapeuten empfiehlt.
Gruß,
Branden

Ist das schlimm, dass ich mein Posting nicht „nach oben“ gesetzt habe?

@Branden: Du könntest Dein Posting, in dem Du sagst, dass ich mich vertan habe, löschen. Dann lösche das fehlplatzierte Posting und setze es dann neu nach ganz oben.

Das würde allerdings voraussetzen, dass ich dieses Posting hier gar nicht erst abschicke. Sonst kannst Du Deins ja gar nicht löschen…

Gruß
Arbeyterson

Hausarzt wechseln ??
Hallo Maik,

vielleicht solltest du mal den Arzt wechseln.

Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die keiner nachvollziehen kann, der sie nicht mitgemacht hat.

Gerade diese Schuldgefühle, „ich bräuchte mich nur zusammenreißen“, sind ein Symptom der Krankheit.

Psychologe? Psychiater? Psychotherapeut? - ist relativ egal, Hauptsachte ist Engagement und kurze Reaktionszeit. Eine lange Liste von Adressen kann eine unüberwindliche Hürde darstellen.

Wegen der Kosten mach dir mal keine Sorgen.

Frag gern weiter nach, Zoelomat

Ist das schlimm, dass ich mein Posting nicht „nach oben“
gesetzt habe?

nö, aber unnötig komplizierend

@Branden: Du könntest Dein Posting, in dem Du sagst, dass ich
mich vertan habe, löschen. Dann lösche das fehlplatzierte
Posting und setze es dann neu nach ganz oben.

dazu scheint mir das procedere schon zu weit fortgeschritten :wink:

Das würde allerdings voraussetzen, dass ich dieses Posting
hier gar nicht erst abschicke. Sonst kannst Du Deins ja gar
nicht löschen…

eben, eben.
Lassen wir also alles archivbegünstigend hier stehen!
Gruß,
Branden